ioo4 iug j„h iül
wird, worimien fast aller übrige schätz des Jugurtha war, durchrrittigung des gaben berges, an einem ort, da die femde.eben weilsie dene für unzugänglich hielten, keine wacht hatten. Die beydenKönige wagten endlich eine sthlacht, und meyneten, erst gar denMarnnn unversehens zu überfallen. Aber die gute keiegs.zucht/wel«che dieser hielte, und seine geübte soldatcn, machten den anschlagzu wager; mas,en nicht nur die feinde, als sie wenige zeit vor an.brechender nacht einstelen, tapfer zurück getrieben wurden; son-deren auch mit ansang des tages,da sie sich dessen am wenigsten ver-sahen, in ihrem eigenen lager, womit sie Marin,„ umzingelt zu ba-den vermeynte», überrumpelt, und mit einer sehr grossen Niederla-ge völlig auseinander gejagt wnrden-Nicht besser g-.enge es den bey-den Königen in einem andern angriffbey Cirtha, da nicht nur de-ro übrige macht völlig dawider gelegt ward, sonderen auch Boc-chum eine solche forchl für den Röineren anzukommen begunte,daß er nun gebancken faßte, sich auch mit ruin des Jugurlhä ausdem so schädlichen krieg, worein er von diesem war gewickelt wor-den , loszumachen. Jugurtha halte zwar oermeynl, durch be-stechung verschiedener Räthen des Bocchi hierwieder genügsamevorsorg genommen zu haben. Allein da Bacchus heimlich von demRömischen Rath sicherheit, und verzcyhung des veraangenen er-halten, fienge er an mit Sulla , sodamalenin des Marii armee,als Römischer Schatzmeister, dienst thäte, zu Handel», liesse aberauch zugleich Iiignrtham an, unter dem versprechen, daß er nursuchte, die Römer durch tractare» aufzuziehen und zu beiriegen;möchte es auch sowohl im sinn gehabt haben,wo nicht dieforchtvordenen Rvmeren allzugroß gewesen wäre. Aber da dieser letstlichüberwöge, schlüge eben das zu Jugurlhä qröstem Unglücke aus, daßer urstich gehabt, sich mit dergleichen emdildniigeii zu schmeicheln,weilen er sich foiistcn wenigst durch die flucht in entfernte land nochwohl hätte retten können. Auf solche weise aber liesse er sich durchdie Hoffnung, als ob ihm Bocchus Sullam gefangen üderliefferenwollte, selbst ins gärn bringen; Massen als er zu diesem ende mitwenig der seinigen zu Boccho came, Jugurtha unversehens „mein»gct, sein gcfvlg meist erschlagen, er sttvst aber Durch Sullam zuMario gebracht ward. Dieser führte ihne nachmals samt seinenbeyden söhnen im trinmvb zu Rom em, wornach er aus haß, denman wider seine thaten, sonderlich aber wegen der ermordnng dersöhnen Micivsii seines gutthätcrs, und so vieler Römischen bürge-ren m Cirtba gefastet hatte, in dem kercker verschiedene tage aus.gehungert und sodann gar erwürget wurde; da lönstcn dergleichenexempel rechtmassiger Königen, welche die Römer nach dein siegund trinmph gelobtet, ziemlich rar sind. Diese gcschichten fielenein von .V. tt.. -ö. Ü40 biß LN. 647. in Hüll. Lc Claris,
d; c. 1. /.rD, I. Ü2, 64, üs, Ü6 Lc 67. ( 7 ^/? 1 - 7 »«-
-r». *
^uhoroky oder Juhora / eine Provintz in der nördlichen ge.gend von Moscau , nebst einer stadt gleiches namens, worzu diesnsul Kolgoi gehöret. reilö-beücttreibunj;.
'Ivica/ siehe Yvica.
^Jüdenburg / der alten 8LbrtKinea Dlorici, eine stadt in Ober»Slcycrmarck am flnsse Mucr, 9 meilcn westwärls von Grätz und 2weilen von den Kärnthischen gräntzen, gehört dein Hanse Oester-reich. Sie ward an. 1709 den 2; oct. durch eine feners-brunst fastgäntzlich in die asche gelegt- ropoxr. provinc.
Xuttr.
'Ivingo / ein marckkflecken von Colstow- Hundred in dem östli-chen theil von Buckinghamshire .
'Jülich / lat. stuliscum, ist die haupt-stadt von einem Hertzog-tbnme gleiches namens, «sie lieal an dem flnsse Roer, und ist einesehr alte stadt; wie denn einige vorgeben wollen , daß sie von InlioCäsare oder Druff erbauet worden. Sie ist wohl befestiget, undhat ein sehr festes schloß, welches mit dicken mauren und starckcnWassergräben versehen ist. Der Printz Moritz von Oralsten erober-te diesen ort an. 1610 ; die Spanier oder an. 1622; jedoch wurdeer, vermöge des Pyrenäischen friedens dem Pfaltz-Grafen vonNeuburg wieder übergeben, dessen nachkommen ihn bis dato be-halten. ttk-ttt'c/,,Lnr>. 8axon. Üb. 2. clalcr. ttülßii.
Jülich / ein besonderes Hertzogtbum, so ebemals seine eigeneHertzoge hatte, nun aber dem Churfürsten von Pfaltz gehöret. Esist selbiges zwischen der Maaß und dem Rbcinstroin, dem Hertzog-thum Eleve und Limburg , dem Vißthum Lülttch und dem Ertz.Stiffte Cöln gelegen. Es ist ohngcsebr 12 me,len lang und 7 breit.Die vornehmsten städte darinnen sind Jülich , Gladbach und Du-rcn; daneben begreifst es 84 Herrstliaffteü und 24 ämrer. Anfang-,lich wurde dieses land durch Grasen regieret, unter welchen GratGerhard bekannt, welcher um das iahe 9;; gelebct, und dem Kah-ler Henrico grosse dünste wider die Ungern gethan. Um das lahril9?war GrafW»be>mIl, welcher es müdem Kaystr Philippswider Oltoncm I V hielte. Dessen söhn, Graf Gerhard, folgteihm, welcher Graf zu Jülich und Bergen war, an. >247 starb,und 2 söhne, Wilbclmum ill und Adolphum, hinterliess, welchedie väterlichen lande dergestalt mit einander theilten , daß der jüng-ste, Adolph, Bergen bekam, der älteste aber, Wilhelm, behieltdie Graffchafft Jülich . Dieser wurde an. 1277 nebst 2 lohnen undandern kriegslemen zu Aacke» niedergemacht, und folgte ihm GrafWalram.Sclbigcr halte mit dem Enj-Bstchoffvö Cöln viel zu schaf-fen, welcher sich auch der stadt Jültch bemächtigte, wiewol selbi-ge von dem Grafen bald wieder erobert wurde. Er starb ohne er-den, und folgte ihm sem brudcr, GrafGcrhard III > welcher an.1299 verstarb, und 2 söhne hinterließ, Walramnm und Gerhar»dum. Jener war Ertz-Bsschoss zu Cöln , dieser aber setzte das ge-
iül
schlechte fort, starb an. 1^2;, und hinterließ einen einigen söhn,Wilhelmum I V. Dieser hielt es mit dem Kaystr Ludwig aus Ba-yern, und wurde dannenhcro von seidigem zum Marggrafen,gleichwie an.!; - 6 aufdem Reichs - tage zu Metz von Kahler Carindem IV znm Hertzog von Jülich gemacht. Er hinterließ2 söhne,deren der ältere, Wühelmus, au. 1402 ohne lewes -erben starb.Diesem folgte der jüngere, Reinholdus II - welcher aber a». 142;ebenfalls ohne erben abgieng. Ihm folgte sein nächster an verwand-ter, Hertzog Adolph von Bergen: und diesem, weil er keine erdenhatte, seines bruderS Wilhelmi söhn, CKrbard , welcher einencmtzlgen söhn, Wilhelmum, hinterließ. Selbiger ließ nach sich ei.ne eintzige tochter und erbm, Mariam, welche an Hertzog Johan-nem von Cleve vermählet wurde, und dahero die HertzogwürncrJülich , Cleve und Bergen zusammen brachte. Sie hatte von ih.rem gemäht ;töchter, Amaliam, welche an. 1;86 in beringendverstarb; Annain, so an den Kömg Henricum Vill von Engelandvermahlet, aber bald wieder verstössen wurde; und Sibyllam, soan Churfürst Johann Friedrichen von Sachsen vermählet war.Der eintzjge söhn Wilhelmus folgte in allen ; Hertzoglhümern, Jü.lich, Cleve und Berg ; aber als dessen emtzigcr söhn / Johann Wilhelm , ohne erben abgieng, funden sich zu den »erledigten Her.tzogrbümern verschiedene Prätendenten.^ lleici-. Lelxii.^»-
ropo»r. ttelA. 67 r, 2 ,L--« cielcr tlei in. Mich. chron.
t-ttivis, Julia, tVlor>üa,/.^.r küvilen-kasl.
Iülichische succeüiom - streitigkeit. Als Hertzog JohannWiwelm an. 1Ü09 ohne leides, erben avgieng, war seiner ältestenichwestcr tochter uns die ; übrigen stinvestern selbst noch am leben,und folgender Massen vermählet. Der ältesten fchwester MnriäEleonora, die Hertzog Albrecht Friedrichen von Preussen gehabt,tochter, Anna, war Churfürst Johann Siegmundö zu Branden,bürg gemadlin; die andere, und unter denen noch lebenden ältestefchwester Magdalcna, war an Psiützgraf Philipp Ludwig zu Neu»bürg; die dritte Magdalena, an Johann Hertzog zu Zwcytcück,und die vierte Sibylla an Carln Marggrafen zu Bürgau vermählet.Die beyden erster,', maßten sich der gantzen erbfchasst an , die 2 übri-gen wollen selbige in 4 gleiche theile getheilt wissen. Die Ednrsür»still, welche ihre mutier reprästnttren wolle, berief sich 1) aufdas in die en landen eingeführte recht der ersrgeburt, nach weichemin adgang männ-lckier erben der ältesten tochter und deren befeeuden.ten die ga ,tze fuccession zukäme. Dieses wäre so wohl aus der be-ständigen maxi dieser Häuser, aisausKayserllchen betreten erwech-lich, söN'-erlich aus dem, so Marimilianns I an. 1509 den 4 mayIII tave a fran Marien , erdlii von Jüllch und Berg, Hertzog Jo-hannes zu Cleve gemahlm, von sich gegeben, worumen ausdrück»lich alleaxm<llanx-c!Lc!'eta, sofern sie der weiblichen fuccession zu-
w. oer schienen , annnllirt würden. Gleichwie m einem andern cleuaroan. lmü den/jni. MaximilianuS sich anheischig machte, dieSachsen wegen der prätendirten cxpecranz zn vergnügen. Endlichhabe Carolns V bey veemahlnng Hertzog Wühcims mit der Oestcr.relchischeii Maria an 1546 die succession in allen ; Hertzogthümerndem ivetblichen gefchlechl bestätlgel. 2) Auf ihrer mnlter MariäEleonora ehe-pacte», worlnnen ihr und ihren erben, im fall ihrbcneec ohne erben stcroen solle, die völlige succession verordnetworden, mit dem beding, daß sie mit ihren ; lungern schwestemsich mit 2ooaoc> rlbl. abfinden sötte. Welche ehc.pactcn nm so vielmehr gelten müsten , well sie von dem Kaystr Marmiiliano II be-keassllgct worden : die schwesiern auch alle drey , jede bey ihrer vcr.iiiahlung, lnid zwar die ältere zu zweyen unterschiedenen malen,eidliche verzicht auf ihre forderung gethan. II. Die andere schwe-ster Anna, die an Pfaltz-Neuburg vermählt war, deriefflch gleich,falls auf das recht der ersten geburc, und zwar folgender weist:Die Julichtschen und damit vereinigken lande wären eigentlichmannS-lehrn, worauf die weiber ohne besöitdere Kavierüche ver-güiistignug kcliicn anfpruch hätten. Diese besondere von Carole- V
an. 1^46 ertheilte Vergünstigung aber erstreckte sieh einig und alleinaufdie nvch lebenden löehter, und nicht anfderstldcn defcendcnieu:weil nnn ihre ältere ichwestcr Maria Eleonora vor des brndcrs lodgestorben wäre, so wäre nunmchro sie als die erstgebobrne anznsthen,weicher die gantze crbfchaffl allem gebührte. III. Die 2 übrigenlöchter wollen von dem recht der erstgebnrc nicht vie! statuiren, ünddie erbfchafft nr 4 gleiche theile getheilt wissen I V. Es fanden sichauch noch ; andere Prätendenten, der Hertzog von Revers, dervon Bouillon und der Graf von Manderfchetd, tue aber, weil ihreanverwandfchafft und forderung gar zu weitlänffttg zu stv» schiene,bald von sich selbst abstunden : wie denn auch die Burgauisthe for-dcrung oee süngsten fchwester zusamddem stamin bald aufhörte. V.Wen diese» aber machte das hauß Sachstn so wol Aibcrtinischer alsErnestlmscher linie ihr recht disputirlich. 1) Beyde Häuser beriefennch aus em expectanz-clecret, so Kaystr Friedrich III dem HertzogAlberto ^nimoto »n. 148; den 26 jun. ertheilet, des inhalts, wenndie Hertzogthümer Jülich undBcrg dem Reich heimfalleinvürden,wolle man selbige dem haust Sachstn verleihen. Dieses ciecre: seyvon Maximiliane -1 an. 1486 den >8 stvt- bestätiget, und auch aufdie Ernestmische linie extendirt worden. Und als sich an. i;i> derfall ereignet, da Hertzog Wilhelm ohne männliche erben gestorben,hätte Sachstn zwar nicht znm besitz gelangen können ; doch wärenach einem 10 jährigen st,cccssions-sireit Hertzog Johannes von Cle-ve wegen seiner gemabiin Maria, gedachten Wilhelmi tochter, vonCaeoio V an.i;2i mit diesen landen nicht anders als mit ausdrück»licher vorbehalrnng der Sächsischen rechte belehnet worden. 2)Das Ernestmische hauß gründete sich über dem noch auf die ehe.paccen, so bey Hertzog Johann Friedrichs nachmals ChurfürstenVermählung mit Sidyllen,ersigedachten Jobannis tochter, an.- ;2üemchtchworbe», wormnen enthalten, daß, wenn JoiMms fohn,