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Zweyter Theil
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Lül

Sibyllä bruder, Wilhelmus obne erben sterben würde/ alsdenndie succeßion aller Jülich . und Clcvischcn lande an das hanß Sach­ sen kommen solle, worüber auch Carolus V an. 1^44 die beyörigeconsirmation ertheilt habe. Ob nun schon Wilhelmuö ohne oie4töchtera söhne h.interlaffen,Carl Friedrichen und Johann Wilhelm ,so sey doch/ nachdem diese beyde ohne erben verstorben/ der aast»

tze crbschafft wider den andern behaupten. AIs aber Chur -Sachstndurch Kayserliche und Spanische hülste sein recht behaupten wolle-und Ertz'Lertzvg Leopold anfieng - die lande m sequesiracion zu neh-men / auch Jülich würeklich überrumpelt halte/ tralen durch Land-graf Moritzen von Hcsten vermittelnug der Churfürst nno Pfaltzgrafnoch an. 1S09 zusammen / und verbanden sich zu Dortmund mitVorbedeutung beyberieils gerechtsinnen - waS sie nun nmen hätten,gemeinschaffkiich zu besitzen / und wider alle andere aiisssrüche zu be-haupten / eroberten auch durch der Frcwtzostn und Holländer hülste/unter des Printzen Moritz von Nassau anführung Jülich wieder/ daunterdessen die so genannte union unter anführung des Marggrast»zu Anspach Joachim Ernst denen Hertzoglichen im Eisaß eine diver-sion -nachte/ und die allda von dem Ertz.Hertzog Leopold zustimmengebrachte völckere zwange aus einander zu geizen. An. iün ,vardzwar auch ein vergleich mit Sachsen zu Jmerbockgemacht/ wel-chen aber weder der Pfaltzgraf noch die Churfürsiin Anna ratificlrcnwollen. Die Verbindung der beyden vvssidirenden Häuser solle auchdurch eine Vermählung befestiget werben : aber an.>; den 6

tholifche lizue auf feine leite; als welcher cystr diesem Hause zu helf.feu durch den zutritt des Nenburg,scheu Erb. Printzen zur Catdoll-scheu rcligion insonderheit beförderet wurde- Die Spanier legtenin Düsseldorfs / Duisburg und Wesel lyregannfonen, das neuer-baute Mülheim aber wurde anfanhalcm der stadl Eöin gar von ih-nen dew.olirt. Die Holländer hingegen besetzten Jülich / Emme­ rich / Rees und andere festen örter- Hierauf hätte nian sich ge>neverglichen : aber die zu Samen dessiiilivegen angestellli tracratmwaren vergebens/ und die imerinv - vergleiche, so zn Lüffeldorffan- 1624dm II mal) / irem 1629 den 9 n art. und 1S47 bit- 8 apnigemacht worden - waren theiis unbest ndig, und gaben zu vielckiirrnngen anlaß » theils auch deffeniwegcn von schlechten mitzen-weil'in dem dreyßia.iährigen kriege diese lande sehr mitgenommen- undsonderlich dasBrandmbu gische anlheil von den Kaystriichen,Spa-niern, Holländern, Schweden und Hessen styr verwüstet worden-Ben dem Westphalistche» frieden haben zwar alle Prätendenten zudieser crbschafft sich gemeldet- und insonderheit Sachsen sich «steigstbemühet; sind aber alle an den oMi-i-ar proceü verwiest« worden.Churfürst Friedrich Wilhelm bat endlich an. iLüü den 9 fept. einenbeständigen erb-verglerch mit Pfaltzgraf Philip» Wilhelm geschlos-sn - dessen vornehmste Puncte diese sind. Beyde Häuser heben dmbisher geführten nicccssions-,streit gantzlichmif- und bitten sich amKauserlichen Hofe die cassauon des darüber geführten Processes ausGegen die andern Prätendenten aber versvrache» sie vor gcricht- undim selbe vor einen mann m stehen. Diese lande sollen auch nn übri-gen in ihrer allen vereinign ng bleiben, Chnr. Brandenburg so wolals Pfaltz den gantzen tilul führen, und an beydersellige Unterthanensich der Worte- jrebc getreue/ bedienen- auch aller einem dieserlande zugefügte scharen zugieichen theilen getragen werben. Chnr-Brandenburg solle das Hertzogthmu Eleve und die bcydcnGrafschaff.leu Marck lind Ravensbcrg - Pfaltz Nendnrg aber d,e beyden Her-tzogwümer Jülich und Berg - nebst den Herrschafften Winnenlhalund Breskestmt bcbalten; doch weil Brestesanl an-1642 an Bran­ denburg vor 160000 rthl. versetzt worden war- so ist nach der zeitbeliebt worden - daß dieses 60000 nd!. jalim lassen- anfbas übrigeaber dem Fürsten von Schwai tzenderg eine anweisiing geben solle,welcher diese Herrschaffc bis zu guüzahiuüg gedachter summa besitzensolle. Die Hcrrschafft Raveustein blieb dißmal aufem compromisLausgesetzt : wurde aber an. 1671 in mimi besondern vergleich demPfaltzgraftn überlassen - der hingegen die prätmsion auf Menrsdem Churfürsten abtrat - und,zooc:o rthl. auszahlte - auch die iüc>ccssion nach abgang seines männlichen staimnes versprach. Dasreligivns-wcsen betreffend- ward in dem erb,vergleich unter andernausgemacht - daß in Vergebung der präbenden und bencficien beydeHäuser monat,weise alternireu sollen. Dergleichen alternativ« auchbey dem Westpballstlicii creyß stweetono beliebt worden- paß beydebänser unrein vorum- und zwar eines einen rag um den andernführen sollen. Übrigens ist alle mügliche präcaution genommen-daß es nicht so leicht zu neuer unriche kommen könne- und fremdenpnissancen die gelegenhell benommen werde - sieh ferner in die fachez» mehren. Znr zeit vieles Vergleiches war noch ein guter theil derClevnchen landein der Holländer bänden denen aber FraNckreichselbige abgenommen- und an. 1674 vermöge des ftiedens zu Vos.sem an Churfürst Friedrich Wilhelmen restitinrt, und an. 167zmnsten sie auch die schiilb-forderung- so sie daranfharten- fahrenlassen. In diestm jade den 14 dec. erfolgte eine Kayserliche confir-malion gedachten Vergleichs - wiewo! Sachsen darwider protestitt,und gebindert - daß aiif den Reichs-cagen keui vomm dieser länderwegen geführet werden kau. Wie denn auch die cron Schweden wegen der desccndentz aus dem Hause Zweybrück sich ihrer präten.sion noch nicht begeben. Die vornehmsten schrifflen darinnen dierechte der consideradk'sien Prätendenten ausgeführet worden - sindSächsischer stüls /.LeÄ surs lllilonttgue luliE,

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j« I.ÜMASK.eic!i5-Arcliiv. pari. spec. c. 11 n. ü kegs. Die inrerirn?-vergleiche und der beständige erb-vergieich zwischen Brandenburg und Pfaltz stehen ibicl. pari. spec. c.; ss 4. wie auch in der kreuss.unc! ltranclenb. Kasti-zieoßiiipbie ?. 2 c. ; p. 227 ser;cj. Aclcl. pr«-rer tcriprores Lrsnäevdm-Aicos Le. ksliirmoL. irein koi um rempo-ruin Lr surir pubiici rzenersisL . cis snccellio-

ne ^uliac-i. ststsLikse. exvt. 10.

«rr ckitcurkus äs vera PstiLeenlium Lc Llivenliuin luccellaove.bist. LN. lüls, 4iv. cle ich uz kriecierici v/ilbslrn, ,

inikio i. 4.

Jüngrngen/ siehe Gremlich.

'Jüppenbund, also wurde derjenige blind- per anfänglichzwischen dem Kaystr Friedrich IN, und nach der Hand Maximilian 1 und denen fürnchmsten Reichs-gliedern-zumahlen aber mit denenständen und cheichs-Ritterschasst m Schwaben , errichtet worden,von einige« spotts,weise gcneumt. *

"'(ürerdock / schloß, statt und amt an der Ada- unfern Baruthund"Dame, auf den gräützen der Chur-Sachstn und der Mittel-marck Brandenburg. Sie gehören zum Fmstrnthum Querfurt ,und also dem Hertzoge von Sachsen-Weiffcnfcsß. Ebedc>n ist Ist-tcrbock bey dem Ertz'Snfft Magdeburg qewestn- und soll Ertz-W.schcff Wichmanuns das land Jüterbock bezwungen, und dem Ertz-Siifft unrerwoeffen baden. Wie es dem Ertz-Stifft gehöret, hatJüterbock mit Damm Luckewalde und Zinnä den Jüterbockischeiicrevß ausgemachet. Jetzo ,mv nur noch die beyden letzter« orte«bey Magdeburg und der creyß heiß der LuMvalbische, weil Jn-terbock und Da ne nebst Querfurt eximirt, und vermöge des Pragi-schen stieden-schl isses dem Churfürsten von Wachsen gelassen -vor.den. An. l6n ist allhier eme zmammenk-uifft des Jülichischenanfaüs halber gehalten worden- dabey aas einmahl 24 Chur-undFürstliche verson »aesveiftt; wie denn ehemahls fast die beste her»berg oder wu ths-ssuch in gantz TcutsÄland allhier gewesen seyn soll.Im iahr 1644 den 2; nov. ist bey dieser sradt cwe schlacht zwischenden Kaystriiepen und Schwebischen vorgegangen, in welcherdie erster» einaebüffet- und nebst vielen Offic-rern auch der Ge.neral-Major Enckefsrt gefangen worden ist. ropvAr. Lsx.

stup. P. 100.

'^ütiand/ eine halb.insul, welches eines von den vornehmstentdellen des KönigreichsDaneiNarck und der allen Liieelonelch i.'iii>.brica ist. Sie hat ihren »amen von den Jutten - deren cinwohnervor einerley volck mit den Golhis geachtet worden. Sie wird mitder ost.und uord.see umschlossen, und sivssel unten an das Hertzog.thum Schleßwich, welches vor diesem selbst nur ein theil davon qe.wescn- und Süder-Jülland gmennet worden, (siehe Schleßwich.)Nvrb-Jütlnnowirv m 4 districte eingctheiiel-nemüch m R-pen-Ar.hustn, Wibvrg und All'vrg, und jeder wird wiederum m gewisseSysscl eingetheilet, welches eigentlich Umergcrichte stnb. (sieheSvssel.) Dtelenigen, welche sich au der jcecküste von Jütiano auf«halte», wohnen in kleinen hänstrii, weil verwind vfftecs so viel fandüber sie her treibet, daß sie sich von bannen heraus machen müssen.In dem breyßig-jähngen kriege eroberte» die Kayserlichen diesehalb.insul. In folgender zeit hat der König Carolus Gustav inSchweden selbiges land erobert, und ist von Pannen aufdem essein die benachbarte msu! Fünen gegangen- nachgchenos aber hat eres restitiüret. cielcr. Daniseclekcr. Dsnii«.

üe teb. (I/woli Luckavi.

^ütlaiid, /Süber-) ist eigentlich das Hertzogthum Schleß-wich (siehe Gässeszwich.) Es wird aber auch insonderhell also,oder besser SüderIütlandSKW/gemuint- em gewisser bistrict,des amtes Nlpen, ,0 viel neiuiich von diesem in Schleßwich oderSüdcr.'ianv gelegen ist; worzu hernach auch einige Hardenm,s dem Haderslebischen mute gezogen worden, (siehe Kipen undHaversleben.)

"(uUa, Cäsirris tochter und Pompeji gcmahlin. Sie soll-nachPlütarchl bericht- in dein kind-bette- nachven, sie mit einer tochternicher^ stvn- Gleichwie sie bey ihren lebzellm

das band der freundschafft zwischen Cajace und Pompeio war; aI-so beförderte ihr rod diejenige Uneinigkeit zwücheii ttMii, wodurchdie Römische Repudlique über den vauffe» geworffen wurde. Soii-sie« bat sie wegen ihres Verstandes, arfgkeit- keuschheit- sonderlichauch wegen der liebe und ehrerbietung, welche sie allezeit gegen ih-rem ehe-herren getragen- sich gar einen sonberdarcn rühm erwor.den- Als Pompcinö sich cinsmahls gegen ihr beklagte,weil sie >bnenicht ennnert, daß er aus dem mund übel röche, und er also so cheszu erst von einem seiner feinden in einem gewissen gezaucke häür? rnehmen müssen - antwortete Julia - S-e hatte ver-neynt - daßalle männer also rochen. Ihr tob ward hauptiachlich durch einenaroffen schrecken verursachet,dene ihr die anschammg des klevbsPom-vensso aus einer Versammlung des voicks, dämmen es zum hand-

aemäna kommen war,blutig nacher Haus, gebracht worden-erwecketbabodschou in der thaiPomvcjus keine wunden emptangen-svnderennur in dem gcdränge durch anderer bsut wäre besudeli worden.?/^in komp-Le L«s. C--/. I. 4 c- 8 L«-«». l. i. Dis 64/?.

LUlU; Julia/