Band 
Zweyter Theil
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k,-^U'kanus / (Marcus Aurelius ) welchen andere Julium Sa»«nn bb" Tyrannen, nennen, warff sich nach erhaltenem bericht"An tobe Numeriani zum Kayser auf, zu gleicher zeit, da sichMey Qiocletianus derselben würde angemaßt hatte. Er wurde an.

m Italien ohnfern Verona von Cärino getödtet, als dieser letz»lere n, Pannonien marschtrcn wollen, Diocletiano den weg zu ver-tuen, welcher mir einer mächtigen armee aus Orient kam, Ju»«Lnus aber sich frech genug Carüw in den weg gestellt, und einejchlacht angebotten hatte. Er käme aber im treffen um, nachdeme^ven Kayserlichen tilul nur wenige mvnate geführt DesgleichenM auch bekannt ein anderer Iulianus, so zu eben dieser zeit gelebt,m einer muntz bey dem Graf Mezzabarba, wo die nur ächt ist,O.. Tredonius Iulianus genennet wird. Diestr soll in Africa samtven ,o genannten tzmngueZemianir, deren rädelsführer er war, zuDwclcUant zelten rebellirt, und da er überwunden worden, sichftlbsten entleibt haben. Einige wollen zwar diese 2 für eine einzeleperion halten ; allein die gantz unterschiedene länder, in welchendiese beyde sollen den Kayserlichen titul angenommen haben, undihre verschiedene tobesmrt zeigen das aegentheil.

Iulianus/ des abtrünnigen Julian! Vetter, war ein Verfolgerder Christen, und lebte in dem 4ten ttculo. Als er einstens in derhaupt.kirche zu Antiochicn war, that er nicht allein den Priesternallen erdencklichen verdruß an, sondern verunreinigte auch den al.lar, und ge,eilte sich zu ihm Felir, des Kaysers Rentmeister, wel.ch-, als sie die kostbaren gefasst auf dem altar stehen sahen, in dieseWorte ausbrachen: sehet doch, wie prächtig der söhn Mariä bedie.net ivird ! allein die Göttliche räche überfiel sie bald darauf, sinte-mal Iulianus eine solche erschreckliche kranckheit in seinem cinge«weide bekam, daß ihm sein koth zum halse heraus gieng ; Felix a»der erstickte in seinem eigenen blute. lst>.; c. z.

l. 7 c. Z. lib.; c. 12.

Iulianus/ einPelagianischerBischoffvon CelanoinItalien,in bcni lande der Hirpinorum, da die beste alte manuscripcen dasBißthum Ls>. Lclsnenkem nenen. Er war des Memoris/soBischoffvon Capna war, söhn, von Juliana, lo aus einem vornehmen ge«schlechte entsprossen. Wiewol Marius Mercator anmercket, daßer von schlechten eitern gebühren, aber von der amme verwechseltund vor des Memoris söhn gehalten worden. Er war um das jähr;86 gcbohren, und hatte anfänglich den Pelagium entweder zuRom ober in Sicillen in der theologie zum lehrmcistcr, nach diesemaber den Theodorum von Mopsucsta. Sein vater machte ihn zumOiscono, daraufwurve er l-ekkor, und vecheyrathete sich mit Ja,des Bischoffs Aemiiii von Benevento tochter, wie ihm denn Pau«linus Nolanus in einem besondern Hochzeit-gedichte, so noch übrigist, darzu glück wünschet. Er wurde hierauf Bischoff, weil eraber die Pelagianischen lehrsätze an. 4>7 zu verfechten anfieng,wur»de er um das jähr 42° abgesetzt. Er begab sich hierauf in Orient,wurde aber an. 421 von Constantinopel verwiesen. Er hielt sichhierauf bey dem Theodors von Mopsucsta in Wicken auf, und fiengdaselbst an,einige bücher zu schreiben; er wurde aber an.42? von ei»nem in Cilicien gehaltenen ffnoäo verdamesund Tbeodorus musteseldsten zum schein mit einwilligen. Er kam nach des Pabsts Boni»facii rode an. 424 wieder zurück in Italien , in Hoffnung, sein Biß«thum wieder zu erlangen, so ihm aber fehl schlug, dannenhero ersich wieder zurück nach Constantinopel verfügte. Er meynte daselbstdurch Nestor» Vermittelung eS bey dem Kayserlichen Hof dahin zubringen, daß er in sein Bißthum wieder eingesetzt würde; allein erwurde abermals aus der stadt vertrieben, und auf dem Loncillo zuRom so wol als zu Epheso an. 4; 1 verdammt. Er gab zwar an.4;y vor, als wolle er von seinen irrthümern ablassen, und bemü«hete sich dahcro, daß er von dem Padst Sixts sein Bißthum wie»der erlangen möchte, so aber vergebens war, indem er das jährdarauf starb; wiewol andere seinen tob noch weiter hinaus setzen.Er war von gutem verstände, und darbey sehr beredt, auch sehrmilde gegen die armen. Er bat einige schrifften hinterlassen, alsda sind: epittolse /kokmurn ttspsrn; epittols R,uikm Ikefftslonicenlem; in csnrics csnricorum Z äs kono conttsmi»; libriL klornin; conrrs etuAuttinum äs nuprii;.stts Lnncil. Lpkettni.

bild. kelsA. Kitt. eccies. Q«r,s.

8..Iu!ianus / dererste Bischoffzu Mans, war von geburteinRömischer Ritter, und durch den heil. Clemens zum Christlichen glauben bekehret worden. Dieser sendete ihn auch in die ProvintzMaine um daselbst die Christliche lehre vorzutragen, worinnen erso glücklich war,daß in kurtzer zeit fast die gantze Provintz die Christ,liche religion annahm. Iulianus starb zu ansang der regierungAntoninl ?ü in einem flecken heut zu tag 8. Marceau genannt, wo-hin er sich einige zeit vor seinem ende begeben hatte. Die Wahrheitdieses berichts wird wegen einiger umstände der zeit-rechnung vonvielen in zweifel gezogen, und insgemein dafür gehalten, daß die»jenigen Bißlhümer in Franckreich, welche ihr alterthum biß zu denzeitcu der Aposteln hinauf treiben wollen, denen ungewissen tradl»tionen allzuviel glauben zumessen. vie§ äss lsmu.

äes CvegusL äu lVlsns. *

iulianus, Bischoff von Halicarnasso , lebte um das jähr z 10.Er war ein Eutychianer, und hielt es aufdes Kaysers Anastasi,Veranlassung mit Venen, welche Macedomum, Bischoff von Con.stantinopel, mit allerhand schmahungen angriffen. Unterdes Kav-fers Iustini regierung wurde er an.4>s dcshalder,we>l er das Chal-eedonensisehe Loncilium gebilliget, abgesttzt, dergestalt, daß er sichnebst dem Severo, Bischoff von Antiochicn, nach Alexandrien ver-fügen muste. Als daselbst zwischen ihm und Severo cm streit ent-stund, ob Christus einen verwcßlichen oder unverweßlichen leib ge.Habt, sieng'er an wider selbigen zu schreiben, und wurde das Haupt

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deker äxKtLnoäocetLrum. Man hat VM ihW einenriui« über den Hwb. ieü. lib. 2. kcsviaria

c. r y. äs ksÄ.

schrieb einen commemsi-iam über den Propheten Nadum^'des»gleichen proZvottics 6ve äs origins Works kuinsn-e ; äs karuro se-culo Le äs sarnr« virsc comempisnone lib. und eine chronicke. C''starb den 8 mark. an. üyo. (siehe pomerius.) ir,

aää. sa lib. cie vir. illuttr. ssnÄ.

8. 'Iulianus von pereiro/ ist der name eines gewissen Ritter»ordens in Spanien , jo von einem, namens Pereiro gestifftet wvr»den. FerdiNandus ll erklärte sich vor dessen schütz,Herrn, und PabßAlexander bestätigte ihm Ihr erstes wapen war ein blühendes grü»nes creutz mit einem schilde und birnbaume beladen. Nach beezeit ist der orden mit dem von Mantara vereinbaret worden.

äs reb. Kliff,.

'Iulianus äs ls Rvvere, Cardinal, siehe unter den PäbstmJulius ll.

Julierberg, lat. luli« Lips-, lvlons luilur, jst em hohes ge^bürg in Graupündten, dessen Coruel-Tacikus gedcnckek, zuoberstim Engadin und Berqell gelegen, ziehet sich von Malögien her,allwo der Jnn entspringt, biß zu dem eigentlich so genannten Ju»lier-berge. Von welchem Julio dieser berg seinen namcn habe, istnicht so gar gewiß. Sexlus Rusus schreibt also: 8»K luüo Lc o-üsvisno Lsessnkus pe, ^Ipes iuliss iler tscrurn, Xlpims omnibuzvicttiz bloricorum ttrovilicia: scsetlerunt. Daraus schließt Simle»rus äs -llpik. p. 108 der Ursprung viests namens stye vom JulisCäsare herzuleiten. Acgid. Tichiidius aber in llelvens veestt LK8-.verstehet solches vom Kayser Augusto, der auch den namen Ju»lins geführet hat. Aufdcr spitze dieses bergs sind 2 aufdeyden sei«ten der landstraß stehende säulen zu sehen, welche rund, und ohnekopffnnd fußgestcki aus einem rohen felsen, gantz grob hingehauenund in die erden eingegraden sind. Ihre höhe ist 4 schuhe i; zoll,und der umkreiß schuhe, 2 zoll. Oben ist ein eingegraden lochetwas darein zu stecken, aber von einiger eingegradener schriffl sie»bet man kein merckmal, daher nichl abzusehen ist, woher einigeihre fur^bende aufschriffren hergenommen haben. Nicht weitvon diesen faulen lieget der so genaimle Julicr.see, dessen auslauffgegen 8ylvs Plans äbfliesset. Im Winter ist die straß über diesenberg unwandelbar, aber im sommer wird ste gebraucht. Es wirdauch in dem lrinersrio ^nwmni desdorffsStabululn heut zutageStaüa und Bwium, anitzo Bcvio gedacht, und sind die Römi»scheu krieges.vdlcker vffl über diesen berg in Rbätien und in dasNordgöw gezogen. Es haben aber die Römischen historicnschrei»der den namen Julii noch anderen gedürgen gegeben, als wie T.Livius lik. s csp. ;4 von den Galliern meldet, sie seyen unter an»führung Bellovesi durch der Tricasiiner (welche völcker um die J.ser in Savoven gewöhnet haben ) land über die Julischen alpen (wäre heut zu tag der ksonr Cenis) durch der Tauriner land (heutzu tag Piedmont und Montserrat) eingebrochen.Wiewohlen einigefür Illlisr Klpes lestn luviss ^zipe;. Ferner wird der Name lulise^lpss gegeben, demjenigen gebürge so in der Venediger land zwi»schen Trient und Crain, von Tarvlgio längst dem Piove-fluß (vor»zelten Anaxus) über Belluno und Fettn in Kärnthcn führet, des»sen Ammianus Marcellinus lik.; i gedencket. lik. 10 p.

299. k. /. /.8eLL«cLkref , tterßrs/k ror». 2. p. 8;. v'E/e,. äs Ll-pik. psg. 107. *

Julin, oder Jultnuni, war ehedessen eine der grössesten undberühmtesten stäble in Europa , auf der Vor-Pommerischen insulWollin. Den namen soll sie von einer statue haben, die JulioCäsari von einigen Teutschen, die dessen tapfferkeit bewundert, aus-gerichtet worden. Gewisser ist, daß sonderlich nach dem Untergangder stadt Wineta, indem derselben commercien sich meistens hiehecgezogen, die stadt in so grosse aufnähme gekommen, daß sie sichunterfangen dürsten, grosse kriege zu führen, und Suenottonem,König aus Dänemarck, wol; mal in ihre gewalt gebracht. DaBischoffOtto von Bamberg die stadt zum Christlichen glauben de»redet, haben sich bey 22000 menschen zur tauffe angegeben. Nachdes Bisthoffs abzuge aber sollen sie sich wiederum zum heydenthumgewendet haben, va es denn geschehen seyn soll, daß als sie ebenein heydnisch fest mit grosser Üppigkeit begangen, feuer aus der lufftgefallen,und die gantze stadt rmmrct.Sie ist aber doch wieder einigestheils auferbauel worden, aber nicht z» den vorigen krafften gekom»men, biß ste an. n 70 von dem König Waldemaro aus Dänemarckgäntzlich zerstöret worden. Aufden öden platz ist das jetzige städtlei»Wollin qebauel worden, wiewol auch das alte Julin diesen nameniu den letzten zelten schon geführet haben soll. l. r

wer. p. 144 lff.

JuIiomagus Andegavorum/ siehe Angers .

Juliobona Biducatium, siehe Bareux.

^uiis, eine stadt auf der insul Cea im Kksri L§eo. ist die va»ter-stadt gewesen vieler berühmter leute, als des Poeten SimoniMdes Poeten Bachvlidis, des Sophisten Probic«, des lVleä.c, Era«sistrati , und eines ttkiiolopk, AristoniS. Sie ist drey weilen vommeer aufeiner höhe gelegen gewesen.

"kulius, der monat, hat seine benennung von Julio Casare»«7»enn M derselbe den 2z jan.in dem 7°°iahre nach erbauung derstadlRom,aus Spanten zurückkam,und. seinentriumphrrenben em«rüg inRom hielt,wüste ihm der Rath keine grössere ehre zu erweisen,als dak er den monat Quintilis, darin Julius Cäsar gebohren wor.d n, nach stimm namÄ heissen ließ. Kayser Carl der grosse nennteihn dev Heumvnat, weil man um drese zett mk dem heummchm