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bk«cr>ässliget ist. Bey den Römern war er dem schütz des Jupitersübergeben, und bey den Juden, denen er der 4 monat indemjabrewar; muste er von einem gewissen adgokt Tbamuz heissen. 7 L.snlig. 8.0m, I. 4 c. 11. in vir. ^ul. Lses. L-ecL. 8,
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/Julius l - Pabst, war eines dauern söhn , wurde anfänglichv>Lconu5 der Römischen kirche, und succedlrte an. z;7dem Mar»eo. Er berief bald darauf ein Loncilium von 116 Bissböffen, umßch init ihnen zu berathschlagen, wie denen Christen in Orient, diedurch die Arianer verfolget wurden, zu heissen, wvrdey denn zu»gleich Athanastus vor unschuldig erkläret, und mit in die gemein»schafft der verfammleten Bischöffe aufgenom,nen wurde. Nächste»hcnds berlcff der Pabst Julius einen andern svaotturn, und schrieban die Arianifchen Bsschöffe, welche zu Antlvchicn versammletwaren, einen brief, welcher von dem heil. Alhanasio angesi'ihretwird, worinnen er ihre Übereilung und rachgierigkett strafet. Mrtt»tcrweile fetzte er die verjagte» Bischöffe wieder ein , starb endlichan. ;sr, und bekam ;u,>! Nachfolger den Liberium. ck»-
bihl. Lonr. LÄ-r-e.
/Julius 11, sonst Iulianus tt-lsRovere genannt, war ausdem stecken Aibizola oynweit Savona gebürtig, »nd lvll von schlech»ten eitern gebvhren, auch anfänglich ei» fifcher gewesen seyn. Erward aber Bnchoss zn Carpen'ras, und an. 147; von seines vatersbruder Dirto l V zum Cardinal gemacht. Nach vielem erhielt erdas Bißthum von Albano und von Oma, und wurde Oecsnu; desCardmals, collegü. Ferner erhielt er von leinem Vetter das Biß»thum Bologna und Avignon , welches zu einem Ertz-Bißrhum er.haben wurde. Er commanbirte die krouvpen wider die einwohnervon Umbrien , welche einen aufstand erreget hatten, und kam an.148-» als Päbstlicher k.«§aca; in Frauckreich. Als hernach Caro»kuS VIII von Frauckreich an.,494einenzug nach Neapelvornahm,hielte er seine varlhey wider den Pabst Alerandruin V i, dessen todt»feiud er war. Endlich nachdem er das Haupt einer gewissen parlbeyin 4 conclave» gewesen, wüste er feine lache so wohl zu treiben, daßer an. r?os nach Pii III lode fast von allen Cardmälen, die er mei»stens bestochen hatte, zum Pabste erwählet wurde. Weil er grosseInst zum kriege hatte, nahm er den namen Julius au, zum andeii»cken Jlilii Cälaris. Er trug wider seiner vorfahren gewohnhcit ei»neu lange» bart, um sich davurch in ein grösser ansehen zu fetzen.Gleichwie er es vor seiner wähl mit Frauckreich gehalten, also äu»derre er sich hernach, war König Lubovico dem XII gantz zuwider,hatte auch in ivittcus, den tttu/dcs aller-christlichsten bem Kömgevon Ei'gelland zuzueignen. Diejenigen, welche sich feinem vorneh»»neu entgegen setzten, that er in den dann, unter welchen Alphon»svs voii Este, Hertzoq von Ferrara, war, den er an. r;rc> seinesHeryogthUliis zu berauben sich ben-ühete. Navarra gab er demKömge in Svanien, welcher es Johamii von Albret mit gewaltnabni. Er war dem kriege febr ergeben, belagerte die stovt Miran»dola in verio», und coiiimanblrte seine armee felbste», richtete al»liantzen auf, reitzte verfchiedene Potentaten wider die Venetianer,Und wäre der vornebmste anstiffler des diesem Stande so gefährii«che» Cambraischen dundes, welchen buud aber er der Pabst, als sichdie V neliaiier zu seinem willen bequeniten, mit eben so schlechterebre ivlcderuui verließ, und an Kaystr Maximiliano I und Ludo»vico Xll Kviiig in Frauckreich treuloß ward, als er Vene anfänglicheingegangen. Seme stärckste hülffe waren die Schweitzer, welcheer jönderlich vermittelst des Cardmals von Sitten gar sehr auf sei»nee selten hatte, da er hingegen selbige mit titul», sahne», schwerd»lern rc. bclohnetc. Kurtz, er slihrete sich mehr wie einen Regenten,als wie einen Padst aas. Weil ader weder der Kaystr noch der Kö-nig in Frauckreich wohl aus ihn zu sprechen waren, verursachten sie,daß em Loncüium zu Pisa beruffen ward, welches von bar nachMayland, und ferner nach Lyon verleget wurde. Auf selbigemsolle Julius von seinem bisherigen verfahren rede und antwort gc»den. "Allein er kehrte sich hieran nicht, sondern berieffem andersin oem lüLle.'Lno zu Rom , formirie auch eine l->sue wider KönigLudwig den Xll ,n Frauckreich, welcher wider ihn die Waffen er»griff, da denn die Paostüchen eben am ostcrttagc an. 1;, 2 bey Ra»venaa geschlagen wurden, wiewohl er sich bald wieder erhvhlele,und die Frantzose» nöthigte, Italien zn verlassen. Der erste lchre»cken, den er auferhallcne bollschalit von odiger niderlag empfnn»den , wakff ihne in ein langsames fieder, an welchem er den 22febr. an- >? >4starb. So gar seine freunde gaben ibne vieler la«stcrn schuld, uuv soll er sonderlich der u»keuschhett, lrunckenheit,raachgiert, auch nicht minder dem ekrgejtz ergeben aeweftn seyn.Daß er vor feinem auszug wider die Frantzssischc und Fcrraristhetrouppen die schlöffetPettt gleichsam i» einer solennen Ceremonie inden Tiber stuß gemorsten, und an deren statt das schwerdt Pauii zurHand genommen, ist-zwar eine alte sage, aber die gleichwole», soviel bekannt ist, von keinem scribenten, der grad zu seidiger zeit ge»lebet, berührt wird; und die erste, so davon melden, geben es alleinfür ein umgebendes gcrücht aus; daher cö eben nicht sogar leichtzu glauben ist. ttoplorliecs
seÄ. 2. T« irsiuö äe; sckssme;. ttittoris.
»-s»Lr Tuttov. XII. TouirXII. *
/Julius Hl- sonst Johannes Maria Giocchi genannt, nahmaber den namen tte Monte an, weil seine familic von Monte SänSatins lin Florcntluilchcn herstammcte. Er war von geringerankiinfit und zu Rom gebvhren, brachte es aber so weit, baß ernach unterschiedenen andern bedienungcn Vsscyvff zu Palästrinaund Ertz'Bischoff zu Sivonto ward. An dem Unglück ClemcntiüV>> muste er auch mit theil nehme», inmasiener bey ersolgtem ver»gleich mit den Kayftrlichen ihnen nebst andern von dem Padst zum
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misse! gegeben ward. Paulus M machte ihn an. izzä zum Cards.na> , in weicher würde er unterschiedene legaiwnen im kirchen»üaat verwaltet. Die wichtigste war wohl, daß ihn dieser Pabstauf das Concilium zu Trident als secnen vornehmsten Legaten beydessen eröffnung schickle, da er auch diePabstlichen aiigelegenhei»ten mil besondern siech wabriiabm, und sich absonderlich in verle»aunq des concilll nach Bvnonien gebrauchen ließ, womit es heissensötte, als ob sie nach der Legaten eigenen kopffe, ohne vorwissendes Padsts geschehen. In dieser fache führte er sich so eissrig aus,daß er auch den Kayftrlichen Gesandten, welche der lrennung desccmiM vorzubauen, an die Bonoui,che Versammlung geschicktwaren, harte begegnete. Den 8 febr an. i;;o warb er an des ver-storbenen Paulilll stelle zum Pabst erwehit, und zwar durch hüls.fe der Farnesischen parlhey, welche gerne einen Pabst haben wolle,der dieser familie keinen Verdruß machte, da zugleich die Frantzvsenin diese mahl stimmten, weil sie wohl wüsten, wie sehr der Car.dinal tte Monte bißher dem willen des Kay fers zuwider gewesen,unddie Kayftrlichen sick durch den Hertzog von Florentz hatten beredenlassen , er werde künfftig hin auf ihrer fette seyn. Als er Pabstworden war, fiel gleich die feyrung des Römischen judel-jahrs ein,da er denn den 2? febr. die güldene Pforte öffnete. Seine nächsteVerrichtung war, daß er auf des Kayftrs inständiges anhalten, benrdlßher gehemmten tsonciiio seinen lauf wieder gab, und es vonneuen nach Trident ausschrieb, das er aber hernach an. 1552 ebenso gerne wieder aus einander gehen^ive, da es wegen des krieges,den der Churfürst Mauritius -von Dachsen mit dem Kaystr ange-fangen, auf eine zeitiang ausgehoden ward. Er zerfiel mit demKönige in Frauckreich wegen Oktav« voiiFarneft, der zwar die stadtParma von ihm wieder bekommen,selbige ader hernach MFrantzvsi»scheu schütz gegeben hatte, worüber der Pabst in Geftllschaffl desKavftrs zun waffen griff. Es währete aber nicht lange, sintemalder Cardinal Tournon den Pabst, dem ohnedem der Kaystr, we»gen einiger dmge, die auf dem Lonciüo vorgegangen, verdächtigworden war, zum vergleich brachte, vermöge dessen er die waffenniederlegen und schiedsmann zwischen dem Kaystr und Franck»reich werden wolle. Er halle die freude, baß Engelland unter ihmwieder mit dem Römischen stuhle vereinigt ward, dahin er auchden Cardinal Polum schickte. Deinen cttsi-Lüei- betreffend, so kön»nen auch selbst die Päbstisthen scribenten nicht viel lodcns von «hmmachen. Dem Pabst Pauio III gefiel seine offenhertzigkett, daßer redete was er dachte, und seine treue, daß er in beobachtung de»rer ihm anbefohlenen fachen eben nicht groß auf das gewissen sahe..Sonst war er ein sehr wollüstiger Herr, und das äusserte sich nochmehr, da er Padst ward, Er brachte die meiste zettln seinen gär»Icn unter lauter lustbarkeiten zu, und war sroh, wenn man nichtsernfihaffles gedencke» durffte. Man giebt ihm gar schuld, daß ermit hem Cardinal Crestentio unterschiedene «Ereile» gemein»schaffcllch gehalten. Im schertzen vergicng er sich so weit, daß erauch seines standes darüber vergaß, und offt lächerlich wurde,wiewohl mav von ihm angemerett, daß er zwar gerne schcrtz ausgc»geben, aber mit grossem Verdruß wieder eingenommen. Einigewollen auch gar, wenn ihn der zorn übereilet, gottes. lästerliche re»den von ihm gehört haben. Bald nachdem er Pabst worden, thater etwas, welches ihm viel üble nachreden verursachte, denn ermachte einen jungen menschen, JnnocerttiuS genannt, zum Cardi»nal, den er ungeachtet derselbe sehr häßlich und sonst nicht vielwerch war, ungemcin liebte, so, baß viele darüber auf gar üble ge»danckcn gekommen. Zum wenigsten ist das gewiß, daß sich In»nocentiuS allenfalls mit nichts anders als damit bey ihm emgelicbt,daß er eine freye zunge hatte, und sehr wohl „ist äffen umgehen kon»le, und sonderlich der emige gcwestn, welcher mit einem gewissenäffen, den der Padst gar sehr tted halte, schertzen dorffte; wie danndiesem so wohl anal,sicirten geistlichen, auch da er schon Cardinalwar, der schimpsiiche beyname des affens immer geblieben ist.Und dieser mensch muste bey seiner cu-ebung auch noch von desPabsts bruder an kindeS statt angenommen werten- Da nun vieleCardmäle sich über seine unwürdigkett argetten,sragte sie der Pabst,was sie denn bey ihm würdiges gesunden, baß sie ihn aufden Päbst»lieben stuhl erhoben. Erstarb den 2; matt. an. mehr aus un»Mäßigkeit als vor alter. Einige sagen, er habe sich des anlauffs iireiner gewissen fache überhoben zu seyn, kranck grsleller, und da seyihm d,e zum schein angenommene ungewohnte diät so übel bckom»men. lii). 6. 8> 10, 14, ls. bitt, Loac»
T ritt. ttiti. (.'onc. T ritt. *
/Julius / Hertzog zu Braunchweig und Lüneburg aus der milk»lern Braun,chweigischen lmie, em söhn Hertzog Heinrichs besjün»gern, und Mariä von Wüttemberg, war den 29 ,an. an. i;r8gedohrcn. In der ersten kmdhett nahn, er durch nachläßigkett deramme schaden an dem rechten fuß, woran er nicht curitt werbe«können.Die jngend dieses Herrn war sehr unruhig, indem an. 154»und etliche folgende lahre jei» vater stni land mit dem rücken anse-hen muste. DerPrwtz wurde zwar wunderlich aus der von den fein»drn eroberte» festung errettet,nachgehendS ader bald nachGanders»heun, bald nach Calenbcrg, Lauenburg , endlich auch nach Cvlngebracht. An dem letzlern orl hat er mit gutem succeß den studstnobgelegen. Darauf bat er sich auf seiner Frantzösischcn reist wohlqualifimet, auch eine zcitlang mit grossem nutzen,einer studien sichzu Löwen aufgehallcn, und ,onberllch der umerttchtung AdnaniAmerolli von Dvissons, den er bey sich im haust gehabt, sich bedie-net. HertzogHemrichS intention war, Diese» seinen Pttntzc» deingeistlichen staub zu wiedmcn, wie derselbe den» nicht allein ein ca-nvnicar ,m hohen Sliffc zu Cöin erlanget, sondern auch zum Bl»schaff zu Minden postulier, und zum <.oachmor zu Paberdorn er-klärt worden. Dvch es gieng gantz anders. Denn erstlich dekanutesich HertzsgJulmS zurAuglpurgischen co»feff,v»,womit hjecanvnici
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