Band 
Zweyter Theil
JPEG-Download
 

Lul

^Achter Stisster so wenig zu frieden gewesen , als es fein Vaterer auch dessentwegen an r??8 aus den äugen gieng,und sich an den Hof seines schwagerS Marggraf Johannis zu«skrm verfugte, von bannen er auch den CdurfürüUchen hvkzuBer»lin besuchte. So waren auch in der berühmten schlachl bey Sie»vershaufen an. 15s; Hertzogs Julii beyde brüder geblieben, undder vater hatte keine Hoffnung, von feiner andern qemahlm erben zuerhalten/ weswegen er sich desto leichter bewegen ließ, diesen sei.ncn noch emtzig vorhandenen Printzen wieder zu gnaden anzuneh»^ m Vermahlung mir der Churfürstiich-Brandenburgi»^en Prrntzetzln Hedwtg zu befördern. An. i>;68 gieng HertzogHeinrich mit tode ab, und unser Hertzog Julius ließ nach ange»trettene» regierung und vergleich mit der stadt Brauvschweig seineerste Arge leyn, das rellgwns-wesen nach dem fuß der ander» Lu»theriichen kirchen einzurichten, worzu er unterschiedene pvimcos,und unter den tbeoioZis sonderlich Martin Chemnitzen und JacobAndrea gebrauchet. An. r; 70 hat er dem flecken vor Wolffenbüd

iul ium iun icxzy

dus II, dessen Cammerherr er gewesen, nebst Hieronymo von Ei»vern, als Gesandten an den König Christianum IV in Dänemarck,und den Ober-und NiederSachstschen creyß. An. isrr ward er-als er etliche redellirenbe kriegS.knechte, wieder aufKaysecliche fei-te zu brmgen sich bemuheie, von des Pfältzischen Obristen Oben.trauts vettern gefangen / und in Hagenau gebracht. Nach seinererledigung befand er sich in des Kaysers coumsr auf dem colleelLl-tage zu Regenspurg an. 1617. Mit Hertzog Albrechien zu Fried«land kam er an. iörz in den Nieberfächsischcn creyß, und als ge-dachter Hertzog GrafErnsten zu Mansftld nach der Niederlage beyDessau an. 1626 in Schlesien und Ungarn verfolgte, ward er mir7000 mann dem General Tylli wider den König von Dänemarckzu hulffe gesendet, da er unterschiedenen kriegs-sÜMwbu« beyge-wobnet, an. 1629 aber in Polen die Kayserlichen völcker zu cvmsmandiren geschicket, an statt deS General-Wachtmeisters JohannGeorg von Arnim, den man zurück gefordert; wiewohl man ihn

- ., - , .. ..selbsten auch bald avocirte, und an seine stelle den Graf Philipp von

^ gegeben und Hemnchs.stadt seinem vater zu ehren Mansftld dahin sendete. An. r6;o befand er sich aufdem aber»

genenner. An. 1571 den 19 mark. lieh er das von ihm angelegte - maligen Churfürstlichep collesial-tage zu Regenspurg, und an»zu Gandersheim rntrobuciren, welches er an. Is?4 ISZ2 ward er von dem Kayser an Churfürst Johann Georgen I zu

nach Helmstädt verlegte, und das folgende jähr vermittelst Kaysersicher Privilegien zu einer Universität erhöhen lassen. Das jähr zu»vor war der Hertzog nebst seiner gemahiin in grosser gefahr wegeneiner bände von alchymistcn und gifftmischern, die ihnen nach demleben stunden, doch wurden dieselben zeillich entdecket und zur stra.ft gezogen. An. l; 76 kam auf des Hertzogs defthl das sogenann»ke corpur cloökrmL ^nliam heraus, welches nebst den ; haupl'h in-boi,8 derAugsplicgischen conftßion und deren apo!og>e,den Schmal«caldnchen arnckeln, beyden catechismis Lutheri, bericht von et»siehe» vornehmen articuln der lehre rc. auch Urbani Rhegii tractatcke torw.ul>8 came loguenlli in sich begreiffi,und der univeositärHelm»stadt sowohl als den übrigen lehrenden in kirchen und schulen zutreiben, und ihre lehre darnach einzurichten, anbefohlen worden.In diesem jähr 1576 den 15 oct. hat der Hertzog in seiner und feiner; Printzen gcgenwart die von ihm benamle Julius-universität mitgrossen solcnnitäten einweihen ; und seinen Printzen Heinrich In«lium zum ttettore dlsgmücenrittillio inaugnriren lasse». An.l;8rhatte Bifchoff Hermann zu Minden, gebohrner Graf zu Holsteinund Schaucnburg, verdrüßlichkeil mit seinem eiero und untertha»nen, und war leicht zubewegen, daß er gegen zoooo lhaier, dieihm Hertzog Julius zahlte, dessen Printzen Heinrich Julio dasBtßlhum überließ. An. i;8r den 26 ftbr. starb Graf Otto zuHoia und Bruchhause», der letzte seines stammes, und also fielder gröste theil von dessen landen an das hauß Braunschweig undLüneburg , insonderheit kam aufHertzog Iulium Stoltzenau, Eren«bürg, Sirck, Steigerberg, Sidcndurg, Diepenau , Baren,bürg, rc. An» is8; erhielt Hertzog Julius von seinem söhn Hcin.rieh Julio Bischoss zu Halberstadl die amvartung und delehnungüber die Grasschasst Remstei» und darzn gehörige stücke, worübernachgehends zwischen den Häusern Brandenburg und Braunschweig streit entstanden. An. 1584 starb Hertzog Erich II oder der jün-gere, und damit siel das Fürstenthum Calenberg auch an HertzogIulium, welcher also allein regierender Herr von dem gantzenlande zu Braunschweig ward , und in diesem neu ererbtenlande eben die religivns. Veränderung vornahm, die er in demWolffendütteiischen eingeführet hatte; auch wurden die neuen umterlhanen an die cantzley und Hofgericht zu Wolffenbüttel verwiesen.An. r;8y den; majl ist Hertzog Julius zu Wolffenbüttcl vcrstor.den, und hat bey den ftinigendas lob hinterlassen, daß er nicht nurin seiner 21 jährigen und ruhigen regierung vor die religion und stu-dien nachdrücklich geforgct , wie denn das gedachte corpus )ul,umund die Julius-universität in diesem stücke seinen namcn der verges.senheit entreißen; sondern auch das jlistitz'iind cammcr-wesen, insolchen stand gebracht, daß baS land dadurch in mercklichc auf«nähme gekommen , und sein h'mbolum -in- intervicnclocontt-morbey ihm wohl eingetroffen. sirsrmsckv. uncl siüneburx.

ckron. ex conli. //.k. 1 p. ^40 z;r. Oatte-

liscb uncl Linbeckitckc ckron.l. z c. 80 90. K.. A. xsrr. ssrec.

fett. 4 c. 4 n. 24 p. ;oa sgg.

Julius Hriedertcus / Hertzog zu Würtemberg, ein söhnHertzog Friedrichs zu Würtemberg, an. i;88 gcbohren, siehe wur-»emberg.

'Julius SigtsmundusHertzog zu WürtembergOelS, Julius,bürg. siehe würtemberg.

Julius Henricus/ ein söhn Hertzogs Francisci H oher desjünger» zu Sachse». Lauenburg , und dessen zweyter gemahlt» Ma.riä , Hertzogs Julii zu Braunschweig-Lüneburg tochter, gedobrenden 9 apr. an. i;86. Erwürbe in seiner jugenb von seinem vateraufdie Universität zu Tübingen gesendet, und in das Fursten-Lol-iesium daselbst gebracht. An. l6ir that er eine reift in Schwe.den, um sich in Königs Gustavi Adolphi kriegs-diensten gebrauchenzu lassen. Und ob er zwar des Königs contiiia wider den Czaar an.iLi; zu dessen mißfallen lautbar gemacht hatte, ward er doch sei»digen jabreS zu dem kriege wider Moskau gebrauchet, soll aber h-r.»ach mißvergnügt die «schwedische bleuste verlassen haben. Beyder angehenden Böhmischen unruhe war er einer der ersten, der an.rüi8 in Kaysers Matthiä und Ferdinand, H krtegs-dienste geiret-ren, und ein regimenk zu roß aufgerichtet, welches an. ,619 vonGabriel Bethlehems völckcrn zu Edersbvrssangegriffen wurde, baßes sich nach Wien resiriren müssen. Er erlangte auch hernach zu».. sEri «anen zwey re.

Sachsen, um eine reconciliation zu treffen, abgefertiget." Weiler mit abgedachtem Hertzog zu Friedianb in sonderbarer freund,schafft gclebet, warb ihm beygcmcssen, daß er sich dessen, widerden Kayser geführten covMr lheiihassiig gemacht, daher a!s sol»cher Hertzog im ftbr. an. 16; 4 zu Eger entleibet warb, ee aufKay»ftriichen beseht arrestiret und nach Wien gebracht worden; er wol»te sich aber nicht mit der deßwegen abgeordneten Kayserlichen com.Mission einlassen, sondern bericff sich auf seinen Reichs-Fürsten»stand, erlangte auch an. 16z; völlig Kayserlichen pardon, undward nachdem selbigen jahres der friede zwischen besagtem KayserFerdinands II und ovgenannten Churfürsten zu Sachsen zu Präsgeschlossen worden, von seinem arrest relaxiret, und hielt sich her»nach mehrentheils in seiner Herrschafft Schlackenwerda auf, wo«selbst er den berühmten garten angeleget. Er besuchte vielmahlsden Kayserlichen Hof, und verrichtete einige tust. reisen in Italien ,und befand sich eine zeitlang zu Nürnberg bey den an. 1649 und;o gepflogenen friebens.executioiis>tractaten,wie auch a.<! 2 bei-der zusammenkunfftKavsers Ferdinand, III und einigerChurfürstmzu Prag , welches Kaysers Gesandter er selbigen jahres bey HertzogFriedrich Wilhelms zu Sachsen-AItenburq beyiager zu Dreßdmgewesen, auch allda an. 1657 bey Churfürst Johann Georgen!zu Sachsen begräbniß gleichmäßige srrwLÜslle übernommen hat»An. 1654 war er aufbem Reichstage zu Reqenspurg, und zugleichseines ältern brudernHertzogAugusttGesanbter bey solchem convent,aufdesscn a.i6;S erfolgten todesfall er a.;? zu der successwn seineserledigten Fürsientbums ober derSachsen.Lauendurgische lande ge.

. langet,zuwelchem ende er sich auch eine zeitlang nach Lauenburg be-geben,und an.iöüo mltden städtenLüdeckundHainburg wegen deeschwemmastung im Sachsenwalde, in einen streit gerochen. Eeverließ die Lucherische religion, in welcher er erzogen gewesen, undtrat zu der Calhvsischen. Er beschloß sein leben zu Prag an einemsicher den ü nov. an. 1665, nachdem er an kräfften sich zuletzt sehegeschwächt befunden, ftines alters 79 jähr und 7 monath. Seineerste gemahlt» war Annä GrafEzards H zu Ost-Frießland tochter>die vorhero «Übereil zweymahl, und zwar i) mit Churfürst Pftitz»gras Ludwigen, und ») mit Ernst Friedrichen, Marggcaftn jlkBaden vermählet gewesen, aus allen ; ehcn aber keine kinder ge»bohren, und an. i ür i mit tode abgegangen. Worauf er sich bm27 ftbr. an. 1628 mit Elisabeth Sophia, Churfürst Johann Geor-gen zu Brandenburg tochler, und Janvjir RadziwMs Hertzogszu Bierze und Dubincki Wittwe vermählet, die ihm den r; ftbr»an. 1629 seinen luccetlorsere Hertzog Frantz Erdmannen gebohrcwund solches jahres den 4 dec. abgelebet. Die dritte ehe war mitAnna Magdalena Popplin, Frey-Frauen von Lobkowitz Sden»conis, Herrn zu Colowart wiltwe, einer reichen bame, die ihmauch unter andern abgedachte Herrschafft Schlackenwerda zuge»bracht. Mit dieser zeugte er den ro jun. an. 16;; Iulium Henri»tüm, soan. 16)4 verschieden; den 19 jul. 16;; Mariam Benig»»am Franciscam, die er an. 1 s; 1 an Octavium PiccolvMini, Her«tzog zu Amalphi Kayserlichen General-Lieutenant vermählet. An.;6 Franciscam, d«e selbigen jahres wieder gestorben,und an.isz»Iulium Franciscum, nachmahls regierenden Hertzog zu Sachsen ,Engern und Westphalen, der an. 1689, als der letzte dieses männ-lichen stammes gestorben.

Jultrisburg / ist ein in dem Schlesifchen Fürstenthum Ocisgelegener orl, nebst einem neuen schloß, welches bcr jüngcrn linieder Hertzvge von Würtemberg-Oels , und zwar besonders dem Her«tzogc Julio Sigismundo, so an. 1684 gestorben, zur spxsnsge uiidrestdentz gebienet-

Jumala/ ist ein götzen-bild in Finn-und Lapland . Es habdie gtliait eines Mannes, der auf einem altake sitzet, und auf sei-nem Haupte eine mit ir edelgesteinen besetzte kröne, wie auch einegrosse goldene kette um den halß hat. Die Lapländer glaubten ,daß diejer abgott über alle andere geringere gbtter zu gebieten, unddie herrschafft über die elemente, wie auch über tod und leben häk»te. Auf seinen knien hielt er einen grossen goldenen decher, so nickgoldener müntzc angefüllet war. Sein tempei war in einem w albe»tritt.

"küncker/ (Christian) ward den 16 oct. an. i6sg zu Dreßdmaebovren, und von feinen eitern zeitig zum studieren angehalten,darinnen er es auch so weil brachte, daß er zu Leipzig der gelehrter?

g m?ntern s^ Hertzog Rudolph Maximilian und ftul gunst und bekanntschafft erwarb. An. wss ward er als Lcua-

Ltt wa 'erank A brechl zu SEn zu einer zeit Obr.st. rett-r, nach Schleust,igen, und.von daran. i7°7aufdus Ei!enachttLlemenams Er trat an i6r9 m de von Hertzog Carolo zu Ne. sche xymnF.unr als deruffen, und ov er gleich iv wohl voöv ü u ^ «eu aufgerichteten ritterwrden dieser zeit,als nachdem untersch-cvcne andere ehren.steUcn,imd wene«

W ^ re befirderungen asüejchIagen,»Mnerdoch an r7.z pcft -lueüo^

Mmmmmm