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ral des §vmns6i zu Menbmg auf sich, allwo er den ly jun. an.1714 meistens aus entsetzen über seiner stauen lode verstorben. Erwar em sehr guter schulmann, der alles pedantische wescn zu mei»oen wüste. Er verstund viele sprachen, und sein hauptwerck wardiellteratur nebst der müntz-wissenschasst. Das Fürstliche Säch-Mche hauß, Erneststcher linie, machte ihn zum gemeinichafftlichen^iiwiio§rspko , und an. 1711 ward er auch ein mitqlied der Kö-nigliche» Preußischen societät der wisscnschafftcn.Ünter seinen schrtff-len jmd ausser vielen Übersetzungen nndsuwcibusclsüicii, die er^-linellii heraus gegeben, baupsächlich zu mercken,«e eruclicorurn; vitA ex nurnnns; vira
^uaalpbi; anleikung zur geographie mittlerer zeiten; Reibcri le.k>crn; und der dritte rornu« von LuLolphi schaubühne. Er hatauch aufhöbe Verordnung eine Henuebergischc Historie verfertiget,die aber gewisser Ursachen wegen noch nicht gedruckt worden. Wl-lilcke WKIroMec k. 4s p. 528. leg.
Lungen , (zum ) ein Freyheitliches geschlecht an dem Rkeine,weiches ausungarn entsprossen. Heinrich , der dem Kayser Fri>»gute bimste gethan, warb an. 117; zu Verona in den Adelstand erhoben. Sein söhn, Walther zum Jungen,Myrte den beynamen von Duiobercz von seiner in Mayntz haben-den wohnung, darinnen ihm auch seine nachkommen, die sich an-tangs meistens in Mayntz aufgehalten, nachgefolget sind, wie sichdenn ewige zum Frosch / zum Beerwolf/ und eine eigene linieGeuhans von dem Jungen Abend beygenamet, welcheaber w dem 16 iecuio abgegangen. In dem 14 ieculo haben sichunterschiedliche aus Mauny nach Oppenheim begeben, von denenHemtz zum Jungen, Ritter, an. i;;r des Reichs Schultheiß undan dem letztbesagten orte Amtmann gewesen. Er hinterließ; söhne:der mngste, namens Heintz, überkam die väterliche clisr^e undwarb zugleich an.der Rheinischen Reichs-städte Obrister. Derälteste, Petermann, erhielt an. i;;6von dem Kayser die confir-malron des AdelS vor sein gantzes geschlechte. Der mitteilte, na-mens Gotz auf neuen Wölfstein, welches er an. N77 an Cbur-Pfaltz verkauffre, wurde ein groß.vaier Johannis, welcher sichvon leiner wohnung zu Mayntz Gnttenberg zum Iungen genen-uel und die bnchdruckerey erfunden haben Joll. An. 14;» erhieltPeter eine nochmalige confirmation seines Adels. Otto zum Jun-gen ließ sich mit andern Adelichen familien zu Franckfurt am MaynBieder, und starb daselbst an. 148z. Hans Hector, beygenamtoer grolse, war ein berühmter Kriegs > Held, und gieng an. 1^94initwde ab; dessen brnbers söhn, HieronymusAiignstiis, Kayser-«cher und Spaniicher Rath, wie auch obrister Stadthalter zu Bri»fach, gelegnere an. i6;o das zeitliche. Johann Gottfried, Kay'strlicher Obrister, Ertz-Hertzogs Leopold, Ober-Jägermeister undEommenbant zu Passau , ward in den Frenberrenstand erhoben undlebte noch an. 16; 7. Sein brudcr aber, WolfFricbrich, Schwe-ducher Obrist » Wachtmeister, ist an. 16;; verstorben. JohannMaximilian, ein sehr gelehrter Cavallier, der mit den gelehrtesteninnen m Europa corresponbirt, starb an. >649- Dessen cnckcl,Johannes Hieronymns, gebohren an. 1660, hat sich, als Kay-ftrlicher General-Felbmarschall, in Italien , bey währendem Spa nischen luccessions-kriege, auch hernach an- 1719 bey ber belage-rung von Melazzo durch seine heldm-thatm vor andern disliugiiirel.
vorn Kllem. -kllel ksb. 46 leg.
'Junctinus / ( Franciscus ) war einer der berühmtesten ma,tnemLticoruin und Litrolc>Aorum des 16 1'ecnli. Er war V0N Flv»renk gebürtig, allwo er auch in der Juntischeu bnchdruckerey cc>r-reüor war, brachte aber die meiste zeit stines Icdens zu Lyon zu,woselbst er verschiebe,ic bücher schrieb. Er wurde hierauf ei» Car.melit, auch Prediger in selbigem orde» und l'rovinciLlls > verließaber deiilclbigeu ordcn nebst der Catholischeu rcligion. Jedoch lieger sich bald,wieder zu selbiger bereden. Er war der astrologie unddem nativilal'stellen lehr ergeben , trieb starckewcchstl, und gewandamit ein grosss geld, wiewohl sich nach seinem kode gar wenigfand. Er ward an. izöounkcrdem fall feiner bischer erschlage»,da er sich doch eine andere todes-art prophezcyet hatte. Er hak ver-schiedene fachen geschrieben, worunter fein rraök-rwr juckcrm» reick.
lurioner NLkivirsrum ; kpeculum sitrologiL ; cie cilvinsrione per alkr»,Lcc. ^ llelcienr, marhemLr.
p. I? 4 . blol. sei. k. 2 p. 24 z.
^ungermann / ( Gottfried ) ein gclchrler mann, war zuLeipzig gebvhrcn, woselbst sem vatcr, Caspar Jnngermau», L>o-teltor, t-iocLncellsnur und Senior der rcchle, leine Mutter aber,Uriula, des berühmten Joachstni Camcrarii tvchter war. Er hatm der Griechischen spräche eine lrcfliche erfahrung gebabt, auchdarinnen verschiedenes edirct. Er wurde correAor in der Wächc-lischen bnchdruckerey zu Hanau , und starb daselbst den lü aug. an.1610. Seine schrissten sind : lulieu L-elsr cum nocis vanorum;nvl»in Hier. ,VlLAium cieeguulec»; epitkolw, See. cpiii,
epitt. epittol»,
^ungermann/ (Ludwig) ein dcrübmtcr lAe-licu-, wurdez» Leipzig gebohren , und war des obigen Gottofredi brudcr. Alsex sttie ikuclis ausschulen absolvirel, wurde er nach Jena auf die^öemie gethan, von dannen begab er sich nach Altorff, allda erleibst einen korrum meclicuin austellete, sich in botsnicis vorlrcfllchhervor that, auch endlich den höchsten Arzgum in der Medicin crhiel-le, und sich einen solchen rühm zmvege brachte, daß er nach Aich-ltadt beruffcn wurde / den selbiger zeit fast in qantz Teutschland be-rühmten inedicinischcn garten recht zu beschreiben. An. 1616 solleer nach Engeland an des berühmten Matthiä Lobcls stelle kommen,iv er aber ausschlug. An. 1622 kam er nach Giessen, und daraufan. 162; nach Alrdorff, erhielt die prot'eLonem bomnicei. undhatte die herrlichst« gelegeuheit feinem amte genüge zu leisten, indem
imr
selbige gegend nicht allein sehr reich von nützlichen kräutcr» ist, sim°dern auch die raresten gewachst aus fremden ländcrn in den daselbstsich befindlichen bormM meclicam von ihni verschrieben wurden.In solchem zustande verwaltete er gcmtze 28 jähr sein amt mit unver»droßnem fleisse, und starb zuletzt in ceehbam in dem ->, jähre feinesalters den 7 jun. an. Iü;;. Seme bibliothec, die er hinterließ,wurde vermöge des annoch bey lebzeiten gemachten leZLn in die aca-demifche bibliothec daselbst gebracht. Seine schrissien sind : csks-Io§u5 planksruiri, gu« circa ^IrclorKum öc in viciniz locir nsstun-iur ; corou copisc Korum Liellenüum. cle vitir meclico-
rum p. is 7 _ Fcs^crlkeatrum.
'Junttferberg / lat. vin-i^gors, ein grosser und lustiger bcrgan dem ffusse Wolga , in dem Königreich Cafan, auf weichem,der Russen vorgeben nach, vor diesem ein zwerg und eine riefen-jmigfer gewöhnet. Er hat unterschiedene absähe, als bämke übereinander, von rothen, gelben und blauen stnibsteinen,fo als mauernanzusehen; auf denselben stehen gleich als nach der ordmmg hinge-psiantzte tannen-bäume. reistb. p. ;;L stz.
JUNgtus/ ( Joachimus ) ward zu Lübeck an. i;z 7 gebohren.Sein varer war tvt. Nikolaus Jungius, schnl'colleZe daselbst, diemutter aber Brigitta, eine gedohriie Holdmannin, aus geistlichemstände. In seiner jugend gieng er in die schule, und legte ziemlichetnnclsmcnrs in sprachen, zu haust aber habilttirte er sich vornemilchrn der cksicÄic, und begab sich hierauf nach Giessen, woselbst erannoch in sehr jungen fahren ansicng tragödien zuschreiben, undK,gmi loZicLm den ttvriioli; ppezulestn. Er studirte anfangs haupt-sächlich die inekAph)ckic, doch wandte er sich nachmals mit allemsiciß zu der wmneli, »nd ivurde iw. 22 jähr stines ailersda er denn kurtz darauf,als er sich eben auf das ttuckmm rheologicumlegen weite, auf gedachter acabemie zum ^rotsssoremüt'aeHos vo-ciret wurde. Er siichte aber bald wieder seine dimission, giengnach Augspurg, daselbst die Medicin zu excoliren, von dar nachRostock , und endlich in Italien , da er zu Padua in diesem KuckoOoökoc wurde. Auf seiner rückreist an. 162; machte er sich mitden,gelehrtesten lenken bekannt, und brachte m vorschlag, eine so-cielät m der Philosophie zu stifflen, und selbige besser zu excoliren,welches zwar bey allen approbalwn fand, allem auü Mangel der ko-sten nicht zvm stände kam. In Verbesserung der aristotelischen Phi-losophie war er sehr glücklich, und in der machest, phystc, theologie,Medicin und andern itullL enldeckete er viele lachen. Wckhalbmer denn das folgende jähr an. 1S24 zum vrokeckocs nach Rostock ,und an. 162s zum krokeckore mecl:c,n« nach Helmstädt, auch end-lich in das gymnLÜum nach Hamburg zum ldeüoce und 1'cofellorspy)'liceL und loZice; befördert wurde. In welcher letztem stadt erdenn zum öfftern die vornehmsten Baronen und Grafen aus Enge-laut» in mathematischen wissenschafften zu infornnren hatte. Durchallzu eyfriges slndiren in seiner jugend hatte er das malum K^po-ckonllnscum sich zugezogen, an welchem er auch an. i6;7 bey ei-nem sich hierzu ereignenden schlag-flusse den 2; stpt. sein leben be-sthloß. t cFc/ lütt. vn« Lc rnorrir koacb. lung».
IIMIOLLS, heissen in den mittlern zelten alle die LIenci, wel-che l-iach den SubcliLcomr folgen, als I.eÄores> tkxorcitta:, Olor-cll Lc. )uniocsrn5 ist so viel als eine Vicarie, oder das benekciumeines Vicsril. /)« 11,2, lüo.
IvdklvS, der monat, soll, wie einige vorgeben von dem In.nio Bruto, als er die Targnimcr aus Rom vertrieben, und zu die.ser zeit anfdem berge Cälio der göttm Carnä ein ovffer gebracht, dennamen bekommen haben. Andere hingegen führen ihn von dergvtlin Juno und noch andere von den Iun-orik>u5 her , oder auch vonder göttin der jugend Hebe, welche die Poeten gemeiniglich demHerculi zum weib geben f oder auch von der zwischen Romulo unddem Sabiner Tito Tatto gemachten Vereinigung , »junZenllo, wiedann die ; letstcre mevnnngctt Ovidius beschrieben hat. (sieheMassis.) Joh- Goroplus Becanus will ihn von dem worke gutt-uen oder gönnen berleileii, weil uns die natlir um diese zeit aller-hand ergötzllchkcitcn vergönnet. Er war bey den Nömerndem Mcr-curio gcwiedmet, und hatte anfangs von dem Nnma Pompilio nur29 tage bekommen, zu welchen aber Julius Cäsar den ;c> hinzuge-füget. Bey den Griechen hieß er , bey den Juden aber
Thgniuz und Sivaii, und war ihr dritter monat. Carl der grossenennte ihn den Lrachnionat / weil um diese zeit der acker, so ge-endet , auf das neue gebrächet, oder gebrochen wird. kack.l.6. *
^unius / ( Adrianus) ein brrühmter !Vleck,cur, gebohren den1 iun. an. i;n zu Horn in Holland , allwo sein Vater Bürgermei-ster war. Er trieb seine ttuclia zu Harlem, Löven, Paris und zu-letzt in Bononim, allwo er vogkor in der artzenev.knnst wurde.Nach seiner rückkehr gieng er in Engeland, und wurde an. 154;mocücuz bey dem Hertzoqe von Norfolck, und nachmals bey emervornehmen dame. Er schrieb daselbst einige bücher, und unterandern ein Griechisch chAiünanum, welches er an- 1948 dem stm>gen Könige Eduards Vl dedicirte; weil er aber selbigen als Königlituliret, hatte er beßhalben viel Verdruß von seyendes PäbstüchcnHofs, als der aus dieser ursach jblchcs buch in den inäiccui hbi-ommprolvimorum setzte, und mußte sich Junllis, weilen er damahlunstreitig Römisch - Catholiich war, deswegen bey verschiedenenNiederländischen Bsschöffen cnlschuldigcn, bey welchen er dannauch inständig anhielte, baß man selbiges buch aus dem obgemeldteninckicc durchstreichen möchte. An. i; ;4 gab er ein poetisch gedichteunter dem titul Philipvis heraus, so aufd'ie zwischen dem Könige inSpanien Philipps und der Engcländischen Königin Maria getrof-fene Vermählung gemacht war. Nachgehend- kam er wieder zurückin Holland , und tieß sich zu Horn nieder, Allein der König von