um
Dännemarck berieff ihn bald darauf zu seinem leib.meäico. Weil^ uver die iufft daselbst nicht vertragen kvnte , ihm es auch sonst«lchl gefallen wölke, gieng er um das jähr 1564 mit grossem un»gestumm von bannen weg, also daß er nicht einmahl von dem Kö»Mg ab schied »ahm. Er setzte sich hiermit zu Harlem, und practi»errke daselbst, eS wurde ihm auch von den Staaten von Holland »hre Historie zu schreiben aufgetragen, woraus sein Vatavia entstan.den. Als die Spanier die stadt Harlem belagerten, entkam ernoch daraus, und begab sich zu dem Prmtzen von Oranien , welchersich unter ,eine cur begeben wölke. Nachdem die stadt an. 157; er.oberr wurde, plünderten die Spanier auch seine bibliokbec, chorü«her er verschiedene rnimufcnpl». die er verfertiget, verlohr. Hie»rauf begab er sich nach Mibdeldurg und von dar nach Armuiden,allwo er den 16 jul. an. 1,75 dieses zeitliche gesegnete. Seme schriss.tcn ,md : cls av«o sc menübus; LMmsclversoruin I. 6 commema-riur cls cornL; ttacavia; poenosks, dlomencislor, Lec. Er hatauch einige tractale der alten heraus gegeben , als HeiFclllum <is
,is , ljui erucliriom; korrna cisruerunr. cle virir sopkissa-
rum. Oc-ll/ck in rnsnib. )un. in vir. 6erm. rneclis.
Fckenes Laravrs. Tr-sa/,«»« cheal. Lollanclise p. ^7;.
/,«rcks«. slog. *
Iunius/ (Franciscus) wurde zu Bourges in Franckreich deni man an. 154; gebohren. Sem vater war Dionysius, König.Ucher Rath, aus ewem allen Abelichen geschlechle, die mutieraber Iacoba Hugalda. Von kindheit an war er stets kranck, so,daß er gar spät den ansang zum studiren legen tunke. Er gieng bie»rauf nach Lyon, um daselbst mit den Französischen Gesandten nachEonstantmopel zu reisen; weil aber selbige schon abgefahren waren,besuchte er indessen die besten bidliothcquen. Mittlerweile zeigteihm der damalige clsseüor des gymnalii daselbst, BartholomäusAnnuius, eine Methode, wie er seine ttullia in guter ordnung trat«liren tonte. Nun fieng er zwar an , derselbigen nachzuleben; al.leiner hatte sehr viel Hinderungen in seinen liuckis, denn es suchten«hn nicht nur viele unzüchtige weibes-bilder zu verführen, sonderner verfiel auch gar m den «stessmurn. Als er einst des Ciceronisbuch äs Kawrs Oeorum laß, kam einer zu ihm, der durch sopyi«siische principia die Worte des Epicuri: Deuin nistil cui^eic lies luinec aüeni, ihm so probabel vorzustellen wüste, daß er demselbenvölligen glauben beymaß. Weil nun sem vater von seinem lebenNachricht erhalten, beruff er ihn nach Hause, und hielt ihn zu lc»Mg des neuen testamcntS sieißig an, da ihm denn einstens der an»fang des evangeln Johannes ein rechter donnerschlag im hertzen war,so, daß er selbigen gantzen rag erstaunet«: und die krafft des göttli«chen worts verspührete. Von solcher zeit an legte er sich mehr aufdie lheologie und sprachen, und giena nach Gens, da er wegen aus»senbleibenben gelbes steh schlecht behelffen muste. Von dar berieffihn sein vater nach Hause, weil er nicht gerne sahe, daß er das ttu-clium rneologicuw ergriffen halte. Doch ehe er »och sem Vaterlanderreichte, erhielt er die post, daß sein vater durch Meuchelmörderermordet wäre. Dahero er sich wiederum nach Genf zurück begab,und anfieng daselbst öffentlich die sprachen zu dociren. Hier wolleman ihn auch bey dem Hospital ins prcdigtamt voewen, er Ichlug esaber aus, und wandte sich nach Antwerpen , woselbst er bey der Wa»tonischen kirche einen Prediger abgab, und viele schrifften ohne na»meu ebirle. Jedoch als ihn ein mahler bey der Hertzogin Marga»rerha von Parma verrathen, auch ihr sein bildniß offcrwt halle,ent»fiohe er noch bey zetten. Hieraus begab er sich nach Teutschland,und kam bey Churfürst Friedrichen dem > U in der Pfaltz in grossesansehen, so, baß er ihn auch zum kaitore bey der kirche zu Schonauberuffen ließ, bey welcher er sich zwar eine kurtze zeit aufhielte, indemer bey dem Prmtzen von Oramen in seinem lager einen Hofpredigerabgeben muste, doch aber wieder eine cour nach Teutschland that,und seinem amte mit grossem fleiffe vorstund. Nach diesem musteer nebst Jmmanuele Lrcmeilio auf des Churfürsten eigenen besehtdie vibel in bie Lateinische spräche übersetzen. Er lehrte nachmalszu Neustadt an der Hardt, bediente auch etwas zeit das Predig-amtzu Otlerdurg- In währender abinmistralion des Pfaltzgrafe» Ca»fimtrt s war er zu Heidelberg kssotetlor, wurde aber von dem Her.tzoge von Bouillon nach Franckreich beruffen, bie Neformirte kirchedaselbst m eine ordnung zu dringen. Er kam daselbst zu KönigHeinrich dem >V . welcher ihn um einiger affairen willen zurücknach Teutschland schickte. AIs er wieder durch die Niederlande nach Franckreich reisete, wurde er indessen von der academie zu Lei»den gebeten, protS 5 tic>r>srn rbcologi« primarism auf selbiger UNI. verstläl anzunehmen, welche er denn auch accepttrte. Endlich,nachdemer diese stelle rc> jähr verwaltet, starb er nebst seiner trauJohanna, Simonis Li emir« tochter, an. iSor an der pest. Sei»ner röchter eine wurde an den berühmten Grrhardum JohannemVoßlum verehlichet. Unter seinen söhnen war Franciscus JunmSberühmt, von dem hernach. Seine schrifften sind : pr«ieÄ>onez
m kris pi'ims csoirs (isneleo; z expoliüo Ornielstz snalviiL apoca-; äs kkeolo^ia vera; äs poiiriL lVlolis; äs peccalopnw.o -räairei; LnimLÜverliones Lcl Lellsrminum; libsr äsecclelis , Lcc. welche man in 2 folianten zusammen gebracht hat,allwo sein leben, welches er selbst geschrieben, vorgesetzet M. n«-,-- ^E/vir. tkeol. (!e eloZes.
^uniua, (Franciscus) des obigen Francisci söhn, war zu Hey.delberg an. izsi gebohren. In seiner jugend wurde er zu Leydenm mscbet! und in den milikLir- wlffenschassccn lintecrichtei, dochals der krieg an. >609 in einen stillnand ausschlug, ccwehlte er dasKllckum rbeoiooi^, und brachte seines oalers schrifften »I gute ord»nung. Daraus begab er sich nach Franckreich, und von bar an.röro nach Engelland, allwo er bey dem Grasen von Arvndel sich
run Ion
jähr aufhielte, und das schöne buch cls pi-Lur» versrum verfertig»le. Hier correfpondirte er auch mir den vornehmsten ieuten semepzeit, Motiv, Salmas,0, Gerhards Johanne Voßio, Mrw undandern mehr. Nachdem er auch viel Angel-Sächsische svä-cesund manul«,pm unter Handen bekam, wurde er hierdurch anae-rechet, dieselbige iprache ex prosssso zu excoliren. Darauf kehreköer wieder zurück nach Holland , allwo er in ^cM,i„ und Lnumri-bus keprsmr,ona!,l)U 5 Nichts nachließ, und sein erstes kvecimen dieobservMvnes über Willsrami psrspll,Llin b-rancicsm cankici can-ucmum zu Amsterdam an. iü;^ public-rte. Damit: er auch di-Frießlandlsche spräche, welche mit der Auge!,Sächsischen sehr naheverwandt, erlernen mochte, begab er sich 2 gantze jähr in West»Fricßland, von bannen er auf seiner rückrelse zu güten, glück überden coclicem gmcthe, darinnen die evangelia IN Gothischer sorachemit silbernen duchstaben geschrieben waren, dieseldiqcn fieng er airmit seinem Zlocksno und einer Angel Sächsischen Version heraus m^beu. An. 167; kurtz vor seinem tobe machte er sich, nicht ohnegrosse dcschwernlß, wiederum »ach Engelaut, damit er die in vielmbibliothequen aunoch vorhandene Angel.Sächsüche coäicsc mitrechtem sieiß durchgehen könte. Hier starb er endlich bey seiuepschwester-sohn, Jsaaco Voßio, damahls Lanonico zu Windsor, im86 jähre seines alters, welches er mir grosser diät und unverdrosse-nem fleiffe geführet hatte, an-1677. Seine hinterlassene schrifften,von welchen der berühmte Bischoff, Jobannes Fell, zu Oxford , dasglotlsrium gumgue lmAuarum tu 14 voluminibus gar schön ab-schreiben ließ, hat er insgesammt der Oxfordilchen Universität ver.macht, wo,clvst auch sein bildniß, ingleichen ein ebren.qedächtni«mit einer schone» inscription verfertigt wurde. Die schrifften, sovon ihm herausgekommen, sind ZlolLnumLoMicum ; äe xieturavererum; canrici canacoi-um ; Wüleram,
pLraü; Lorkica evanxeliorum. GräviUs hat stilileven vechrie»ben, welches seinem buche, cls piüura vewrum , vorgesetztist. o^ulc. j>. HÜ. L'estr^ uursrrell. meuse 0Ä. an,
r6s;.
'Junius, (Petrus) war in Schottland den 15 aug. an. 1544gebohren. Die sorgfältige auftrziehung seiner jugend machte ih,lschon in dem -s jähre seines alters geschickt, seine reisen in fremdelande vorzunehmen. In denselben kam er nach Gens, da ihndenn Theodori Bcza gelehrsamkeit, und seines vettern HenriciScrimgers auserieftne bidlivthec aufhieüek, daß er seine ttucks oa«selbst fortzusetzen sich gefallen ließ. Nach etlichen sahre» chat er em§reise in Schottland , doch müdem gewissen Vorsätze, bald in Franck«reich sich wieder anzufinden. Allein der rühm, den ihm Bezä mSchottland gesendete bnefe gemacht hakten, bewog die Reaemen,die damahls dem Schottischen Reiche vorstanden, daß die mforma-tion des Königlichen Prmtzen,der unter dem name» Jacobi Vt sichhernach unter ben Schottischen Königen bekannt gemacht, diesemPctro Junio in dem 25 jayre seines alters anvertrauet wurde.Geor«giiis Buchananus, der gleiche Verrichtung nebst Junio hatte, kvntetheils wegen seines hohen alters, theils wegen seiner sauertöppischel!conclaice bey Hofe nicht sowol fortkommen, dannenhcro Jumo diegantze sorge aussen halß fiel, seinen Prmtzen wohl anzuführen, Bu-chanano aber die ehre blieb, mit conL-,5 und der autorüät wegenseines alters dem wercke behülflich zu seyn. In diesem fielen iim«gange nun flöste Jiiniiis nicht allein seinem Prmtzen eine gute wis-senschafft in llrens ein, simdern er zog durch seine angenehme artdas Königliche gemüthe also an sich, daß da Jacobus sich beeReichsckorgen nunmchro mit annahm, er seinen ichrmeister zu sei-nem vertrautesten Rathe aussähe, und ihn zu der würde einesGroß.MmosenicrS erhöbe. Die Verrichtungen, welche ihm anver-trauet wurden, waren meistens aMbaLäen, weil er wegen jemessanständigen und freundlichen aufführnng sich treflich an den ftem»ben Höfen zu instnuiren wüste ; darin,ien er auch glücklich gewe-sen, wie bie durch ihn meistentheils gestijstele Vermählung des Ja-cob! mrt der Dänischen Printzeßin Anna, und die befestigte lncces»sion auf dem throne Engellanvs bestätigen können. Bey stmemherannahenden alter llverhob ihn zwar der König vieler reisen undVerrichtungen, bediente sich dock aber unaufhörlich seines Raths,biß er an. 'i6r8 den 7 jan. das zeitliche gesegnete. rÄ. /«»,-
auÄ. Tb. 8rniüro.
Primus / (Patricins) lintcr des Petri Junii 8 söhnen^deöfünM , war in Schottland gebohren an. >;84 den 29 aug. Seiirvater und andere gelehrte wendeten allen möglichsten sieiß an, daß erjvwol zu 8. Andrews als auch zu Orford von den geschickteren leu»tcn in der theologie und sonderlich m den lmmsmorilms imrerwieleirwurde. Er warb hierauf um das jähr »609 Jacobv Monkaculiodem berühmten Bischoff zu Bäthe und Weites bekannt, und weildieser bey dem Könige Jacodo l viel galt, erlangte Patricins »ichkallein eine jährliche pension, sondern auch defehl, die neugestifftetebiblivlhec in dem pallaste 8 James in ordnung zu bringen. Indieser station versäumle er nichts, was zu der Vermehrung besag,ter bibliothec dienlich seyn kvnte. Wie er dann an-1614 nicht ehevnachgelassen, als biß des in Engelland verstorbenen Js Castmbo-ni bibliothec nebst den lA88c>», (ausser was dessen söhne MEwar ausgeinachl worden) der Königlichen biblioihec einverleibetwurde Nachdem nun bie bibliothec völlig in ordnung gebrachtwar, trug er sehr vieles zusammen was zur Englischen Historiedienlich war- Dieses werck führte ihn immer weiter imd weitenzurück l» die ältern zciten, so daß er willens war, eni grosseswerck von Griechischen und Lateinischen scnde»ten zu sammien undheraus zuaebeu. Sem Vorsatz aber wurde durch allerhand hmder«msse unterbrochen, und ob er gleich durch eine reist- nach Francksurt,Holland und Franckreich gedachte einen Verleger zu bekommen, sohalte er doch nur das glück, mir den gelehrtesten lenken M Franck.
I! theil-
Mmminmm s
reich,