Band 
Zweyter Theil
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ioi6

ruft

Lust

weiche aber niemahl im druck heraus gekommen. Lx ejur Conc. ku-nebr. öakler ckeonic. öec. *

Justellus/ (Chrisivphorus) Frantzösischer Ratb und 8ecre-r-r,u.. Er war den 5 mark. an. 158° zu Paris gebohren, undwar ein mann von vortrefflichen gaben und ungemeiner aelchrsam»reit. Nachdem er sein studiren auf der Universität vollende! hatte,legte er sich auf die kirchen.historie und untersuchuiia der Concilien ,und gab aus,einer freunde ersuchen den collicem eccleli« univers«nebst den Africanifchen Concil, K mit anmerckungen heraus, worzuer hernach noch viel andere rare tractate hinzu fügte, als unkerschie»vene aus mimulcripnr jufammen gelesene Griechische und Lateini.icye csnoa«. Er hielt mit den meisten berühnrten und gelehrtenwüten zu seiner zeit correfpondentz, und insonderheit mit Usserio,Cchelmanno, Salmasio, Blonbello und viclm andern mehr. Ernard endlich an. >649 zu Paris , nachdem er 6? jähr all wordenwar, und hinterließ einen eintzigen söhn, Henricum Justellum,welcher zu dem grossen rühm seines valers und dessen meisten wissen«schafften eine fürtrcffliche erkänntnis guter büchercn hinzu gethanhat, und mit denen gelehrten leuthen in Europa in pr«ef,Wechsel ge«Itanden. Weilen er gleich seinem Vater der Reformtrten religioneyferig zugethan war, so begab er sich schon an. 168 r in EngeUand,sllwoer an. 169; den 2; sepk. mit tode abgieng. Des Christopho«rl Justelli schrjfflen sind : cocicx c»nonurn ecclclise univecl»-; coüexcs». ecclcka: Hiric-m« Z kibliorkec» juris csnonici , Kilt. geneslo-8-gue «i'cluvergne Lec, 2-<r» Kilt. juris ecclclislt.

/ l cdsr. biogrspk. *

Justiua / ist eine geistliche Versammlung in Italien . Siewurde zu Padua gestifftet, und zwar durch Ludovicum Bardo, ei»uen Rathsherrn von Venedig , als selbiger die Beiiedictincr zu re»formiren anfieng, welchen dahero Gregorius XU an. i4>»8znm cr«sten Abt machte. Verschiedene klöster nahmen diese rcfocmationan, und geselleken sich zu dieser congregation. 1.4 Le 5.

Kilt. ccenob.

Justina / des tyrannen Magnentü ehe.weib, welche sich her»naa,,mit Valentiniano dem ältern vermählte, und Valentinianides.lungern, wie auch Gaüä, so an Theodosium vcrheyrathet wur»Le, multer war. Nachdem die Ananer selbige mit ihre» irrlhü»»lern eingenommen hatten, verfolgte sie Sie rechtgläubigen garhefftig. Auf ihr aiireitzeii wolle ihr General Valentiiilanus denMarlinum von Tours durchaus nicht vor sich kommen lassen, undValentinianus der jüngere war dem heiligen Ambrosia nicht allzugünstig. Als selbiger den Arianern in Mayland keine kirche ein»räumen wolle, erbitterte sich die Kayferin hierüber dermaßen, baßsie feste beschloß', seinen Untergang zu befördern. Nichts desto wc»mger aber wurde sie genörhiget, sich feiner bülffe in befriedigungdes tyrannen Maximr zu bedienen. Eine zeitlang hernach begabsie sich mit ihrem söhne nach Thessalonich, und starb daselbst an.

z 86. Spill. äst lrizrcell. I. 4. 1.7.

'Justingen / ein schloß und Herrfchafft nahe bev Neu.Steuß»lingcn und nicht weit von Schelcklingen gelegen. In alten zeitenhat es seine eigene Herren die Baronen von Justingen gehabt, da.von einerAnshelm an. 1215 indem briefKayserFriedrichs II, dariner dem kloster Lorch alle fteyheiten bestätiget, sich Marschall vonJustingen unterschrieben hat. So trifft man auch im 14 und ,5stculo die Freyherren von Justingen in der geseüfchafft 8. Georgen,schild inSchwabe an.Nachviefem ist es im 16 fcculo unterLutzen vonFreyberg an dieFreyherren von FreybergOcpfingifchcr iinie gekoin«wen,welche fowol aufReichs.als creyß.tagcn dieser freyen Reichs»Herrfchafft halber sitz und sticke biß aufdie zeiten des brcyßlg.jähri.genkriegs geführt.Dennda hat derObristeAdamHeinrjchK«ller wc»gen feiner ftauenRosimstnde,einer qebohrnenGrastn vonOttenburgund wittib Johann Billwordsvon Freyberg, anfpruch darauf ge»macht, und sich in den besitz gedrungen. Ob nun wohl die .vonFreyberg in dem zuNürnberq bey den sriedens»executions.tractacenan. 1649 öbergebenen verzeichnlß um wieder erstaktung ihrer Herr»schafft wider Kellern angesucht, auch in der lpsciücsrivn relkmen-clorum IN ti-ibus inenlikus solches wieder besonders getrieben; sohaben sie doch nicht eher darzu gelangen können, biß Johann Chri»stvph, Bischoffzu Auqspurg aus dem geschlecht derer von Frey»Hera, I,energischer linie, die Herrfchafft durch.geld an sich ge»löset, und solche seinem druder Albrecht Ernsten übergeben, wes»halber auch derselbe den Reichs»abschied 6e »n. 1654 unter denSchwäbischen Grafen unterschrieben , dessen söhn Joseph AI»bert solchen fitz und stimme ungehindert behauptet, siehe Frey»Hera. dl. k. 1. 7 c. 2 § 5. 6. Lurop. il-rolcl. p. 688-

Ooäm. reäiv. monsll. Vürkemberg p 729. <ls

orcline «gueltr. p. ,70. D.itt ste psce publ. 2-,,/e»- Lc rop.

8uev.

Justiniant / oder Iiustimani / eine Italiänische familie,we!a,e zu Venedig , Genua , in dem Königreiche Neapolis, ,n derinsui Corstca und in Ch'v berühmt ist. Wie denn die von dieser sa.miste zu Genua ehemals über diese letztere insul geherrscht haben,welche sie von dem Griechischen Kayser, Andren,co V-Üxoloßo.geschenckt bekommen, bis sie an. 1566 von den Turcken vertriebenwurden. Es hat sich diese familie in sedr viel aste ausgebreitet, unvsind aus selbiger viel Dogen , Bstchoffe, Prälaten, Generale,Ratbsherren von Venedig und Genua , astch viel gelehrte lenke ent»sprossen. Wie denn ausser denen, lo hernach wettlauffliger zu bc»rühren, bekannt gewesen Andreas Justmiani, ein Dominicanerund nachmals Bischofs von Jiola in Calabrien , welcher an. 16,7verstorben. Ansaldus von Cbio, ein Dominicaner, und nach.male B-schoff von Lipari , starb an-1571- Augustinus war vogein Genua , wurde aber nachmals ein Jesu», unv starb an. 1;s° zu

Neapvli. Barthvlomaus war Bischoffzu Avellino in dem König»reich Neapoli, und starb an. 165z. Benedictus von Genua, eckJesuit, hat verschiedene fachen geschrieben , und ist an. 1622 ge»storben. Bernharbus, Bischoff von Anglom, starb an. ,6i5-Decius, Bischoffzu Aleria in Corstca, starb an. 1642. Francisscus, war Bischoff zu Trivento . Hieronymus von Eblo, bat zuParis verschiedene fachen geschrieben. Horatius , war anfangsPädstiicher Likliorkecsrius, wurde Bischoff von Monialto, nachdiesem Bischoffzu Nocera , letzlich Cardinal und Okjer»kibiiorliecs-rius, starb aber den 15 jul. an. 1649, und hinterließ verschiedeneschrifflen.. Humphredus brachte die zeilung von der Türckcn nie»Verlage bey Lepanio an. 1571 nach Venedig , und wurde dcshglbenmit grosser ehr»bezcugung empfangen. Laurentins war ein berühm«ter redner- Noch ein anderer, zubenamt von Chio, war Ertz»Bischofs zu Mityiene, lebte um das jähr-45 z, und schrieb an denPabst Nicvlaum V eine epistel von eroberung der stadt Constantino»pei. Marcus, war Bffchoff zu Verona , und starb den i; aug.an. 1649. Petrus lebte zu ende des 16 leculi, und hak sich durchseine VenetiamichcHistorie, diein >6 düchern beschrieben, bekanntgemacht. Vmcentius von Genua , war ein Dominicaner, undwurde von V>° V . welcher ihn sonderlich werid hielt, zum Cardi»nal gemacht. Ein anderer dieses namens war Bischoff zu Bresci»in Italien . Urfus war Admiral zu Venebig. Er war ein tapffe»rer mann , und vor die aufnähme der Republic sehr besorget. Alser um das jähr 146a die stadt Metelllno belagerte, aber mit Verlustzurück geschlagen wurde, grämte er sich darüber zu tobe. /»2E ir»elog. clells nokil. chtrsl. cie tsm. Ivtkn.

Le Icrir. ciell» kigur. äe clay. lügur.

IlL>. kich. Ven.

Justin iani/ (Angelus) Bisthoff zu Geneve. Er war z«Cblv a». 1520 gebohren, nahm den geistlichen stand an, und wur»be em Franciscaner. Er lehrte hierauf >» der theo>ogie zu Padua ,Genua und an andern orten, brachte auch die herrlichsten Griechi-schen iriLkiulcripiL Mit sich in Italien . Nach diesem begleitete ecden Cardinal von Ferrara in Franckreich, und wohnte an. 1561 demcoilogmo zu Poissy bey. Hierauf machte ihn der Hertzog Emanuel Philibert von Savoven zum Bischoff von Geneve . Er wohnte demConcilic, zu Tnbent bev, begab sich aber an 1578 nach Genua /woselbst er den 22 sedr. an. 1596 verstarb. Man bat von ihm einencommentZNum in guseüsm cszürs 8. ^okannir; lerir.oner Z versus.

cie cl»r. I-igur. 6e»s aokil. ä'lrsl.

ÜLlüs Lkrili. scrir. üeilL Kigur.

Justiniant / ( Augustinus ) Bischofs von Nebbio, auf der in»sul Corstca. Er war an. 1470 zu Gcnua gebohren, und begab sichden 2; apr. an. 1487 in den Dominicaner» orden, that sich auchdurch seine dergestalt hervor - daß ihn Leo X , nachdem ereinige jähr prosiliret, beniznov.an. 1514 zum Bischoffzu Nebbiomachte. Der König FranciscuL I in Franckreich machte ihn zuseinem Almosenirer, bey welcher gelegenheit er auch die wiffenschafftder Orientalischen jprachen zu PariS in bessern stand brachte. Erthat hieraufeme reife nach Engeland, und wurde daselbst von demKönige Hennco VIII gar hoch gehalten. Er kam aber an. i;,Lauf dem meere um, als er von Genua nach Corsica segeln wolle,und hinterließ eine sehr schöne dibliothec, darinn sich sonderlich vielerare Manuscripicn befanden, welches er zwar alles der RepublicGenua vermachte, so aber mehrentheils in andere privat bibliothe»ckc» zertheilt worden. Er bat plsronicurn cie inimorrsHtsr«!snim«; viÄoriiim?orckeu LÜversui Leki-eor und andere schriffteltheraus gegeben, arbeitete auch an einer Historie von Genua , welcheerst nach seinem tode heraus kam, darinnen aber vieles geändertwurde. Er ließ den Psalter in 8 sprachen drucken, und schickte selbi»gen an alle Potentaten herum, in Hoffnung, grossen prosit damitzu machen , so ihm aber fehl schlug. Wannenhero er auch die bi«bcl, die er auf eben solche art zu ediren vorhatte, un V welche in derthat eine sehr schöne art von Likiüs kol^lonir aus denen meistenOrientalischen sprachen hätte abgeben sollen, nicht kvnte druckenlassen. I-VE eloz. /«st-»,»«» serir. i.ißur. ste kill.ksr. I. z c. 2. *

'Justmiani / ( Benedictus) Bischoff von Porto. Er war an.1554 zu Cbio gebohren, begab sich aber, als die Türckenselbigeinjul erobert, von dar weg, und studierte zu Padua , Genna undanderwärts. Von dar kam er nach Rom , und wurde an. 1586von Slkto V zum Cardinal gemacht. Unter den folgenden Päbstcnbekleidete er allerhand stellen, wurde Legat der AncomkanifchenMarck, nachmals zu Bolomia; ferner Bischofs zu Sabina, Pa»lästrina und Porto, auch Lroreüor verschiedener geistlicher orden«Er starb endlich den 27 mark. an. 1621. Lf^eLcs lisl. Iscr. /«sti.

Icrir, stell» l-igur.

'Justiniant / ( Bernhardus ) von Venedig , war ein sehr ge-lehrter mann , und wurde an. 1471 von der Revudlic Venedig arlden Pabst Ssttum I V geschickt. Nach seiner zurückkunfft schrieb erdes Laurentil Justmiani, seines vctters, leben; einen trackat vondem Ursprünge der stadt Venedig ; die Historie von den Golhen 5und das leben des Evangelisten 8. Marei nebst andern sthriffken»^c,,z>er. ste lcripr. ecclel. in eloA. sto6l. ste Kill. l.»r«

'Justiniant / (Laurenüus) ein Venetianer und erster Patriarchzu Venedig . Er war des Bernhardi Jiistiniani söhn, und ließ vonjugcnd auf eine inclination zum geistlichen stände von sich ipuhren«Ais er nun erwachsen war, nahm er den orden 8. Georg» in Algaan, und weil derselbe kurtz vorher erst aufgekommen war, bemu»hele er sich, selbigen recht in stand zu dringen. Wannenhero er ius»gemein unter die ersten stiffter gesetzt wird. Er machte sich durchseine geschickllchkeit dergestalt bekannt, daß ihn Euqemus IVzuinBischoff von Castkllanerr, nachmals von Grado und letztlicb vou

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