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als seinen! Printzen huldigen solten , erregten die Moscowktek einenaufstand, brachten die von Polen besetzte stadt Mofcau an. iSirwieder in ihre gemalt, und erwählten Michael Fcdrowitz zu ihremGroß. Fürsten . ES trat zwar dieser Uladislaus an. 1617 einenkriegs-zug wider die Moscowiteran, nahm verschiedene örter ein,und ruckte vor Moscau, muste aber wieder abziehen, bis den i dec.an. iüi8 ein stillstand von 14 jähren zum schlußkam, darinnenzwar einige städte den Russen restituirct, Smolensko aber nebstdem Furstenthum Severicn der cron Polen überlassen wurde. An.
1619 kam er wieder zn Warschau an, war an. 1621 glücklich wi»der die Turcken, und nöthigte selbige zu einem friede». An. iLr;that er mit seinem vater eine reise in Preussen und Groß.Pslen. An.
1624 gieng er durch Schlesien zu dem Kayser Ferdinando Ik nachWien,reifeke durch Teutfchland in die Niederlande, und begab sichin das lager vor Breda , wurde auch überall mit grosser ehrbezeu»gung aufgenommen. Weiter gieng er durch dieScbweitz inJta»llen , that cme wahlfartö nach Loretto , zog über Meyiand nachRom , und wurde daselbst wider einiger Cardinäle willen von demPadst UcdaN» VNI zum LaoomeQ St. Petriim VruicLnocreiret;bekam auch von selbigem ein geweybkes schwerdt und Hut, undzweyer Märtyrer, Primi und Feüciani, reliquien. Darauf that erseine rückreist über Florentz, Pisa, Livornv, Venedig , Kärndten,Steyermarck, Wien und Schlesien in Polen . Bey feiner rück-kwiffl entstund einiges Mißvergnügen zwischen ihm und feinem va»ter, welcher mit seiner grossen freygcdigkeit nicht zufrieden war,dannenhew er auch feines favorjlen Adam« Kafanowsky preüossversiegeln ließ, «»gleichen muste ein Welscher Priester,namens Lam»pagnano, deshalbe» aus Polen weichen. Als an. 1626 der KönigGustav Adolph inPreuffen einfiel,befand er sich mehrenkheils in demPolnischen lager, und an. ibz 1 begab er sich feiner gesunvheit hat»der nach Eger. Bey feiner rückkunffl hielt er sich zu Merckzin inLiktbauen meistenthests auf, erhielt aber an. 16,2, als er auf dersage ivar, die Nachricht, daß seinen vater der schlag gerüdret, zuwelchem er nach Warschau eilte, da er ihm denn die band aufdasHaupt legre, und fein recht an die cron Schweden resignirte. Alsselbiger verstorben, wurde er den ; nov- an. i6;r zum Nachfolgererwählet, und den 27 gecrönet. Er hielt seinen ersten Reichs-tagzu Cracau, aufwelchem einige streiligkeiteu zwischen den unter»schieden en religioiis'verwandten beygelegt wurden. Ais um selbi»ge zeit der stillstand mit Moscau zu ende lief, sielen selbige in Lit»thauen ein, unb belagerten Smolensko. Der König aber schloßsie in ihrem eignen lager ein, und nöthigte sie durch Hunger, seu»chen und andre ungelegenhelt, daß sie sich ihm im martio an. is;4ergeben musten. Inzwischen hatte der Groß« Fürst die Turckenwider die Polen aufgewiegelt, welche unter dem Abazi Bassa ei»nen einfall in Podolien thaten. Allein der Polnische Reichs.Feld»Herr, SlaniSlaus Koniecpolski, schlug sie den 12 oct. an. i6;zbey Kaminieck, da sie denn sich in die Moldau zurück zu ziehen ge»zwangen wurden. Als er nun an. 16,4 weiter in Mofcau rückte,vfferirten die Russen den frieden , welcher auch zwischen Viasmaund Drozovis geschloffen wurde, vermöge dessen er sich alles an»spruchs aufMofcau begab , auch allen prätensiouen auf Plefcou,Ncugacd und so weiter rcnuncirke. Hingegen überliessen die Mo»scvwiter das Fürstenthum Smolensko und Czernichow nebst deingantzen Severien auf ewig an Polen , wodurch diese Republicein land von hundert meilen lang und viertzig breit erhielte.Zugleich begab sich der Czaar aller prätensiouen auf Esthland, Cnr»land und Licfland, stattete auch wegen der krieqcs«kosten eine ziem»iiche summe gelbes mit einer grossen anzahl schöner zodein ab. Die»ses beförderte den Türckischen frieden mit Amurath t V. welcher den8ekm tkga an den König sendete, des Hdari Kalla einfall improbirteund selbigen siranguliren ließ. An. iszz wurde der stillstand mitSchweben den - sept. zu Skumsdorff aus 26 jähr verlängert, undden Polen alles, was die Schweden in Preussen erobert hatten, wie»der abgetreten. Darauf verfügte sich Uladislaus persönlich inPreussen , um die Huldigung einzunehmen, und besprach sich zu Ko»Nigsderg mit dem Churfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg .An. isz 7 suchte er sich mit der Pfältzischen Printzeßin Elisabeth zuvermählen; weil sie aber Reformirter religion war, wollen die Pol.Nischen Stände nicht darein willigen. Darauf ließ er durch seinendruder Johann Casimir um des Kayfers Ferdinand» ll Printzeßin,Cäciliam Renatam,werben, mit welcher er sich auch zu Warschau vdne grosse soiennität vermählte In selbigem jähre schlug er auchdie auftührischen Cosacken, welche sein neuerbauteS ton Hudack an»gefallen, und die garnison darinnen niedergemacht hatten, weil dssevcstung in der that gegen sie, um ihnen gleichsam einen biß einM»gen, von dein Feldherr Koniecpolski, wo dieZwamer in den Dnie»per fällt, wäre erbauet worden. An-i6z8 gerieth er mitberstadtDantzig wegen eines neu-angelegten zolls in streit, auch m«t denCosacken in eine» krieg, weiche seinen völckern nicht geringen scha«den zufügten, bis sie gegen wieder-erhaltung ihrer alten Privilegienihm gehorsam versprachen; wiewohl auch dieser friede schlechtenbestand hatte, weil die Polen den Cosacken bald hernach einigeGriechische Archen wegnahmen, und Jamiski ein CrowOsficierihrem OberstenChmieliuski einige aus erlaubnus des Königs erbau,te wühlen verbräme auch gar noch dessen weih schändete, und nebenihrem sobn lodschluge. Der krieg währete durch die ganze folgenderegierung des Königs Johann Casimirs, mit grossem schaden vonPolen , welches auch dadurch einen lheil seiner Cojackischen unter»thauen verloren, die sich theils an Moscau, theils an die Turcken ge»hängt habe«. In selbigem jähre richtete er mit den Pcrftrn einealllantz wider die Türcken auf, that wegen seinen leives«beschwe.düngen, sonderlich aber des steins und pobagra, eine reise m dasWarme bad zu Baden in Oesterreich < und besprach sich unteriveges«u Nicotsburg in Mähren »tage mit dem Kayser Ferdinando i".
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Cr hielt sich hierauf eine zeitlang in Lirdauen auf, und gab des ver«jagten Hertzog Wilhems von Curland söhne dieses land wieder, ser»wählte auch an. 1642 seine schwcstcr Annam Carharmam anPsaltzgraf Philipp Wilhelmen von Neuburg. An. -s-;-; wölke erzwar dem Kayser Ferdinando II wider den Fürsten Georg Ragoczvvon Siebenbürgen beystehen, wurde aber durch der Polnischen Se»natoren contrabaction daran verhindert. In eben diesem jähr schluger d>e Tartarn lrcy Oesnalon in dje siucht, und verneuerre den frie-den mit den Türcken. An. 104; vermählte er sich zum andern malMit der Printzeßin von Revers, Lvvisa Maria Gonzaga , welcheihm durch seinen Gesandten Cbrsswphorum OpaünSky, Woywo»den zu Posen, den 2s oct. desselbigen jabrs zu Paris angetrauetwurde. An. 164; stellte cr das colloguium cbsnranvurn zu Tbo»ren an, und meyme dadurch eine Vereinigung unter den z Haupt re«ligione» zu stifflcn, so ihm aber fehl schlug. In diesem jabre ver.pfändete ihm auch der Kayser Fcrdinandus ll die FurstembümekOppeln und Ralidor in Schlesien vor 1200000. gülden. Er warzwar gesonnen, der Republic Venedig wider die Türcken beyzuste»hen; allein weil ihm die Polnischen senarora; auf dem an. -647gehallenen Rcichs>tage zu Wancha» widersprachen, hatte solcheskeinen fortgang. Er starb den >o man an. 1S48 an einern hitzrgenfieder, wobey dem Vteclico schuld gegeben wird, daß cr durch eineübel zugerichtete artzney von »mimomo seinen wd befördert hätte»
Er halte zwar mit seiner ersten gemahlin r kinder qezeuget, weicheader vor ihm verstorben < daher ihm «ein bruder Johann Casimir folgte, welcher sich auch mit seiner hinterlassenen wittwe vermähl»te. ckron. wemcsif«. kloro.1 koloa,
kcttau dübne. *
Vlaerdingen / in Süd-Holland, und zwar in Delßand, ander Maas , zwischen Schiedam und Maaslanv siuys, gelegen, warvorzeiten eine gute stadt; wie dann die älteste Fürsten blies l-indcssich gleichermaffen Grafen von Friesland und Margrafen von War»ding, oder auch Flarvirlhing genennel haben; ehe noch der namevonHoüand in Übung war; wie unter anderem aus Hermanns Lon«.rrsäto zusehen. Doch ist der vrt nachgkbends so sebr herunter ge»kommen, daß es fast nichts, als das ansehen eines grossen dorffs de»halten. Indessen gemeffel er noch sonderbarer Privilegien. *Vlafta / eine Böhmische Heidin, war eine bediente der FürstinLibuffa von Böhmen, und weil sie sich nach derselben tobe aufibreShinterlassenen gemahls, Primislai l, hevrarh vergebliche gedancke»gemacht, erregte sie eine aufrubr, zog eine grosse menge weides»perjonen an sich,und bauete das schloß Dstvin in einem wa!d, ließ sichauch vor eine Fürstin ausrüsten, und Nichte eine weibliche regierungund vielmännerey in der ehe einzuführen. Als aber der Böh»mische König Premislaus das schloß belagerte, kam sie in einemausfalle um. Hieraus wurde das schloß erobert und geschleifft-Die zeit, wenn diests soll geschehen seyn, ist eben so ungewiß als diefache selber; indem einige es in das sechste, andre in das fleberidemndnoch andre in das achte seculmn setzen. kill. Lodern«
H/Dij kill, kotiern. kölrrn. ctrron. p. 2). seq<^. Fsf-
st». nrisceli. ckec. 1.1. 7. ke<ll, i.c. 4. p. 14.
Ulefeld/ ( Jacobus ) Herr von Ulseldsholm und Seison, ei»Dänischer von Adel und Reichs-Rath in Dänemarck. Er würdevon dem Könige Friderico H von Dänemarck an. 1 als Gesand»ter an den Groß-Fürste» Johann Basilowitz, in Moscau geschickt;allein weil er einige dinge cingieng, wozu er keine orclre hatte, undwelche dem Könige an seinem an einige örter habenden recht nach»lhcilig waren, kam er darüber in Ungnade, und verlohr seine di»gnitär. Er hat seine reise in Moscau selbst beschrieben, davon eedas manulcnpc einem buchhändler zu Leyden überließ, der es aberdergestalt negligwre, daß es einem würtzkrämcr in die Hände gerieth,welcher schon an dem war, daß cr es vor maculatur gebrauche»wolle, wofern nicht Melch. Goldasi darzu gekommen wäre, undes aus dessen Händen errettet, auch nach diesem unter dem littst r
Üoäoeporicui» lluctrenicum ssacobi, nobilis vsni, an. 1608 z»Franckfurt , und «dermal an. 1627 mit einrückung des namensMeldst, heraus gegeben hätte. Er publicirte gleichfallseine Dänischeübersetz»«« von beS Chyträi tractat von den vier letzten dingen,demtode, jüngsten gerichke, Himmel und Hölle, schrieb auch eine hi»storie der Könige von Dänemarck, welche aber nicht gedruckt wor»den. Er hinterließ zwey söhne Magnum und Jacobum Ulefeld»
8xlv.ctrroa.ftcks^sc» lr/pomn.sck kaittrolinurL cle kcripk«
Oakr.
Ulefeld/ f Iacvbus) Herr von Urip und Zegeskö, KönigN»cher Dänischer Reichs.Cantzler, war des obigen Jacob! söhn, undwurde gleich anfangs zum studieren gehalten. Als er auf einige»gcademicn sonderlich an. izyi zu Basel seineKuä,» fortgesetzt, her»nach Italien und andre ftemde reiche durchgereiset, wurde er vo»dem Könige Christians iv in Dänemarck in dienste gezogen,.;»vielen legalionen gebraucht, zum Ritter geschlagen, zum Reichs»Rath und Amtmann zu Neyborg gemacht , auch an. 1L07 zu be»ftiedens-tracialen zwischen dem König von Spanien und den verek»niqten Niederlanden gesendet, da er sich denn etliche monatM demHaag aufhielt, auch von darzu dem Ertz-Hertzvge Alberto nachBrüssel gesandt wurde. Nach des Reichs«Cantzlers Harald Huit«felds tode erlangte er das ReichS-Cancellariat, wohnte an. -ürsder crneuerung der sriedens'trartalen mit Schweden an den grün»tzen beyder Reiche bey, wurde auch äu. 1S21 in die NiederlandLgeschickt, und schloß mit seidiger Republic den wi. cmr alliantz.Am 162; übernahm er übermahl eine reise ln die Nlederlande, UNDschloß mit selbiger Republic, wie auch zwischen Engeüand undHvüaNd ein noch festeres bündniß. An. >6äy wurde er zu ven Lu»Heckischen ftiedens'tractaten geschickt. Er starb aber dm 24 iun»I V theil» Fffffs