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an. is;o. Seinegemahlin war Brigitta Broggenhus an- demHause Uriv, mit welcher er verschiedene Ander bezeuget, unter wel-chen einer, namens Iacobus, in dem Calenbergischen umkam;der andre war Cormficms, von dem so fort. i)Iv.
cbron. cki onos l>sn.
Ulefeld/ (Cornificius) Reichs-Hofmeister in Dänemarck, einsehr berühmter, aber unglückseliger Slaals-Mimster. Er wardes obigen Jacobi söhn, und wurde in dem zchendcn jähre «einesaltcrs mit einem Hofmeister in Franckreich geschickt; weil er aber,als er erwachsen, ihm keinen weiter« respect geben wolle, ward ervon ihm verlassen. Darauf begab er sich unter einem fremden na»men an Graf Anton Günthers von Oldenburg Hof, woran er dreyjähr verblieben. Hernach nahm er dienste unter des Königs Chr«»stiani iv von Dänemarck armee in Deutschland , lag auch untersolcher an der pcst einezettlaiig sehr kranck. Er that hierauf wie-derum eine reise in Franckreich und Italien , und machte zu Padua mit einem gelehrten Veneliamscheu vou Adel, Cremonino, einesonderliche freundschaffl; wie er denn zum öfftcrn erwehncl, baß ervon demselben seine meiste wisscnschafft erlanget. Aus Italien be-gab er sich in Deutschland , und von dar in Dänemarck, da er sichseinemvaker kundgab, auch bald zum Cammerjmicker gemachtwurde. Er wüste sich aber bey dem Könige Cbristiano IV vonDänemarck dergestalt zu insimiicen, daß selbiger ihn zu seinemOber-Cämmerer, Recchs-Rath, Louvemeur der insut Mvne,Stabtbalter zu Copvenhagcu, auch endlich, nachdem er eine Lttr-bastacke an den Kayserllchen Hof glücklich verrichtet/ an. 1657 iumReichs»Hofmeister und obersten Rnarore der cron Dänemarckmachte. Der König gab ihm über dieses seine mit Christum Munckerzeugte kochter, Elconoram, zur ehe. Er war aber von sehrgrosser ambilion, und kunre höchst migedliltig werden, wenn manseinem rath nicht alsofort folgen wolle. Indessen brachte er durchmüntzeii und andre dinge einen sehr grofftn reichlhum zusammen.An. 1641 würbe er aufdcn Reichs tag nach Regensburg geschickt,um die Pfäitzifche ecstttntions fache zu treiben. An. 164; halffcrden Bromfcbroischen frieden fchlicsscn, auch zu Cbristtanopel denvereiliigungS - tractat mit den Niederländern zu staube brmgen.An-1646 wurde er als Gesandter in die Niederlande abschickt, daer in dem Haag den 2 ftbr. an. 1S47 den vertrag wegen des zollsl« dem Sunde schloß. Von dar gieng cr in Franckreich, kamaber an. -648 wieder zurück in Holland , allwo cr im namcn seinesKönigs, dem Grafen Wilhelm Friedrichen von Nassau, demRhein -Grafen Friedrich lVla§no, und dem Freyherr« JohannWohlfarlh zn Brederode den eiephanken-orven conftrirte. Er gicngHierauf wieder zurück t» Dänemarck , und nach des Königs Chri-stian! I V rode in iväbrendem imerregno stund die gröste aucvrllätbey ihm, nur daß er mit dem Bsschossvon Rolschild, Caspar Erasimo Brochinann , wegen Verwahrung der Königliche» crone undscepler, die er stch in dem irnerregno zueignen wolle, streit balle.Als die Köiiigs-wahl vorging, bemühetc er stch, den Königliche,,Brüchen Fridericnm M, damahligen Crtz«B>schoff zu Bremen ,auszuschliessen, und die crone aufsemcr gemahlin leiblichen druder,GrafWoldemar Christianen vv» Schlcßwich, oder wie ewigewollen, auf sein eigen Haupt zu dringen. Allein Frtderlcuü wurdeeinmüthig erwählet, und den r; nov. an. 1648 zu Coppcnhagcngccrdnel, bep welchem Eu er ble Königliche erone getragen hat.Er wurde hieraus an. 1649 nach dem Haag ge«chickc, da er nichtallein eine ckeseniiv alliaich, spnbern auch den so genannten r«-ckcmprionL-reLLdsr mit den vereinigten Niederlanden den 29 scpt.schloß, vermittelst dessen diese letztere vor die freyhcit vorn Däni schen zoll dem Könige in Dänemarck jährlich 140000 chr. zu zahlenversprochen, welcher tractat aber nach einiger zeit mit beyder de-willizung wiederum aufgehoben wurde. Nach diesem beginne erbey dem Könige mehr und mehr verdächtig zu werden, zumal daer sich aller raths-versammlungen entzog , und von dem KönigeliachtheMge discucse führte. Seine gemahim war eine dehertztrVame, höchmüthig, und achtele sich so gut als die Königin. An.1651 gab ibn eine schöne aber leichtfertige weibs-petM, Dmavon Hamburg genannt, bey dem obersten Georg Watther an, alSwenn er den König mtt gisst vergeben wollen, lind zwar ,ch str die-ses ausfolgende art inneworden : Als sie ciiistcii bey dem Reichs»Hofmeister in dem bette gelegen, sey «eine gcmahlm dazu gekom-men, welche sich, da sie sich in das twtte verkriechen müssen, ausselbiges gesetzt, eine stasche mit bem von v. Sperlingen zubereite-ten gisst in die kaminer gebracht, und mit ihrem chcherrn von die-ser sach geredet hätte; ob sie nun wohl der RelchS-Hosmeistcr durchHarte eydschwüre angehalten, hiervon nichts zu melden, habe siekS doch nicht verschweigen könne». Diese ihre aussage brachte derObriste Wallher zu des Königs wiffenschaffl, und daraus wurdedas weibö'bild von den Reichs-Rälhen vorgenommen, auch «anstin geheim iiiguiriret. Der Reichö-Hofmeister hingegen ließ demKönige durch 2 Reichs,Räthe andeuten, es wäre ein anschlag,ihn ( Ulefelben) nebst seiner gemahlm in seinem Hause mnS lebenzu bringe» , obhandei«, davon gedachter Odriste Wallher wissen-schafft hätte, und ließ dannenbero den König um schütz ansuchen.Niemand kunte sich in diesen verwirrten Handel schicken; daher«,durch vasgantze Königreich von allen cantzeln gebeten wurde, daßGott die Wahrheit entdecken wolle. Allein weil Dma ihr vorgebennicht erweisen kunte, wurde stein gesangliche hasst gebracht, unddie fache vor gcrichte gezogen, vor welchem sich der Reichs. Hof.meister nebst seiner gemahlin und einem groffen gefvlge stellte, dadenn, als die Dina in ihrer aussage sehr varirte, so wohl er, alsauch seine gemahlin und O. Sperling absolvirct wurden. DerDma aber ward den n jul. an. 16; 1 das Haupt abgeschlagen, undsolches auscmen pfähl gestecket, welche aber vor ihrem töde einenvon des Reichs-Hofineisterö dienern zu sich gernffen, und bemseibi-gen sagen lassen , daß sie ihn hiermit vor Gottes gerichl cltiret baden
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wolle. Hierauf ließ ihn der Obriste Wallher über vttMh-n-puncte citircn; allein er fuhr den ig jul. vhnvermerckt nach kvisügör, setzte sich auf ein Holländüch schiff, und segelte darauf Mseiner gantzcn iainilie in die Niederlande , wurde aber LMM naller ieiner hohen ehren.ämler entsetzt, und der OHM MM,,ausser landes verwiesen. Weil er in Holland stch nicht sicher aemmachtete, gieriger noch selbiges jähr in Schweden , seine amM»in manns.habit mit sich herum führend, darinnen sie auch dcrtzä.nigin Christina die Hand geküsset hat. Diese nahm ihn aucb inschütz, machte ihn zum Grafen, und verschrieb ihm regen ein,grosse summe gelbes das aint Barth in Pommern . Doch kam -wieder zurück m Schwede», hielt es mit dem Spanischen K .sandten Piementel, ermähnte auch die Königin zu einen, kriea mder Dänemarck, welcher er hierzu 8 tonnen qoldes vouMess-üsoll angeboten haben. Ob auch gleich der Köniq von Dänemarckzum öfftern bey ihr ansuchte, baß sie ihn von sich lassen nM-,behielt sie ihn doch in gnaden, bis sie an. 16;4dje crone niederlem/Als der König Carl Gustav an. 1Ü57 den krieg wider Dänemarckanfieng, begab er sich zu dessen armee, und kam ihm seinesenheit überall wohl zu statten. Er wurde hierauf nM SienoBtelcken bey den Rvtschildifchcn ftiebens.tractaten gebrauch«,che auch an. i 6 ; 8 zu stände kamen. Vermöge derselben wuchereNicht allein mildem Könige von Dänemarck ausgesöhnet, sondernihm auch seine confiscirlm guter restilniret, und er zugleich wegenerlittenen verlusts mit dem amk Mümhelm und 8 . Jshannisglo.stcr in Norwegen belehnet. Der König von Schweben beschMeihn gleichfalls mit der Grasschafft Südurgk, und gab ihm Mdein Gustav Otto Stenbock das xouvernemem von Schone»,wo-selbst er auch eigne guter besessen. Der König von Schweden wol.te ihn ebener Massen bey bem Copvenhagifchen sriedenS-fchlußdron.chcn , welches aber durch den Frantzösischen Gesandten annvchhintertrieben wurde. Weil er darüber, daß er dieses gouv«m-wem nicht allem haben solle, sehr mißvergnügt war, und solchesvor ein mißtrauen ausdeutete, psiog er mir einigen RalbsderrenmMalmoe eine geheime Unterredung, wie die Provins Schmuwieder unter Dänische gemalt zu bringen wäre; allem der an.schlag wurde entdecket, und Ulefeld kam darüber in meß, da erdenn tre ganye zeit feines verhafflS , welchermonat gewähre!,sich angestellet,, als ob ihn der schlag gerührt hätte, und erdechra.cbe beraubet wäre. Es war auch durch Vermittelung des Fraotzö,fischen Gesandten schon so weit gekommen, daß er wieder«» frey.bett gesttzl werden sötte; allein weil er hiervon nichts M, ent>kam er durch scmcs dieners list, (. welcher etliche» iiMdigeitbängsten den zieqei abgerissen, und sie loß gelassen, wodorchdieHüter von ihm abgezogen wurden) in Prjesterlicher kleidmg, vndlangte nebst scmcr vcrkleldctcn gemahlin zu Coppenhagcn an. Mer aber in dem Coppcnhagischcn frieden nicht mit begriffen war,und eben dem Könige damals die «öuveramiräl anfaciragenwerdensötte, worwibcc man sich besorgen muste, kaß Mseld einige»m-Hen erregen möchte, wurde er auf Königliche» bcfchl amimct,und nach der insul Bornholm gebracht. Als er dasM eine zeit.lang gesessen, machte er durch scheide wasser die eisernen g«gantz mürbe, und ließ sich durch zerschnittene lind an einander ge.bundene bctt.tüchec nebst seiner gemahlin und einem diener von ei.ner höhe hinab, wurde aber durch einen schjffec - welchem er >deHer thu überführen solle, ein allzugrosses gelb geboten, vcrraihca,durch den General Major Fuchs, welcher aiifdcr insul comim.dirte, zurückgeholet, und in ein ttcsses, finsteres und ßiMteSgewölbc gebracht, wobey man an imvclcn uüd gelde bevM»thalcr werth bey ihm soll gefunden haben. Erhalle sichaberMzur unzcit loßzumachcn gesucht : denn woferne er nur noch»lagtgewartet, wäre er durch iiiterccssion der Könige von Fmckmchund Schweden loßgckommcn. Als nach einiger zeit dcrGrMN'stian Rantzau auf selbiger insul in deS Königs namcn Lic erb-HMgung einnahm, supplicirte er den 27 oct.an. 16L1 heWlicha»den König, und obbemeldtcr Graf vermittelte es, daß er den 10dec. nach Coppenhagen gebracht, und nach gethaneradM/ gk.leistete» cörperlichen cyde, und ansgestclllen fcharffen rems, daßerden rest «einesledcns zn Ellesburgmder insul FühmorMMdringen, keine ansivärtige destallüng annehmen, nicht aMS»wohin stch begeben, noch an kein General Major Fuchsin, daWso strenge gehalten, sich rächen wolle, den r; kec. an. iStt ausfreye» fuß gcstellet ward. Er erhielt auch den vierdten WMtconsiscirteli guter wieder, hingegen wurden ihm alle seine MlmSchweden eingezogen. Er lebte hierauf einige zett ausltt« Mlern m Fl'ldiicn , bis er mit Königlicher erlaubniß eine msidem sauer-brnnncn zu Spa, und nach Amsterdam gkM,mdar er sich auch mcosmro nach PariS , alsdevn aber nach MGi» Flandern begab. Weil er nun daselbst einige gefährliche"" ->ia führte, wie er den König um seine crone bringen mochte, w"er in einer öffentlichen Rcichs-verfammiimg, durch eiMMschlnß vor einen beleidiger der Majestät, und verrälherd SMlandes erkläret, auch dazu verdammet, daß >d>uder'Mlader rechten Hand abgehauen, der leib gevierlhcilel, und n,wcib und seine nachkommen vor unehrlich gehalten amn .aus den Dänischen landen verwiesen, »der dieses «ein wvyi o »gcschieisst, und seine guter cousiscirek werden sollen. ES wmo»solches urtheil an. iöü; zu Coppenhagen an elneiii maMNittUkähnlichen bilde cxequiret, sein wapen durch den scharliriw !broa-en, und an die stelle seines abgebrochenen haules el».M>faule gesetzt, über dieses viel gelv auf seinen kopffgcoottn, ^
lebendig oder todt lieffern würde, und stmethalben an ane»-bische Potenkalcn geschrieben. Er hielt »cd einege auf, ließ auch daselbst den General Mo>or SucLs, >M^^.Hm gekomine» war, durch semen lohn Christian si .ermorde», wiewvl er Savvr angesehen seh» w»ltt, Mw ^