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Pabst vor seinen natürlichen söhn David ausgebet»,, welcher auchmit gemalt pvsseßion davon nehmen wolle. Endlich übergab ihmGisdertus an. 1456 das Bißthum.
;ü David, ein natürlicher söhn Hertzogs Philippi Koni aus Bur-gunv, hat löblich regieret, und ist an. 1496 gestorben.
57 Fridericus I V, ein sobn Caroli, Marggrafens von Baden.Der unruhige Heryog Carolus in Geldern, machte ihm viel unge-legenheit, weswegen Fridericus endlich an. 1; 16 adbancktc, undjahres drauf verstürbe.
58 Pdilippus, ein natürlicher söhn Hertzogs Philippi bcwi inBurgundien, und ein bruber des vocgedachtm DavidS, war bishe»ro Groß Admiral in den Niederlanden gewesen. Ungeachtet er we-uig tust zum geistliche» leben hatte, «miste er doch auf anhalten desKäystrs und des Khnigs in Spanien die Bischöfliche würde anneh»men; er hat aber löblich regieret, ist an. 1^4 verstorben, und hatsein lebe» Gerhardus Noviomagus ausführlich beschrieben.
;9 Henricus, ein söhn Philippi, Cdurfürstens zu Pfaltz, undzugleich Bischoff zu Worms ; nach diesem ward er auch Bischofszu Freysingen. Weil er nicht im stände war, das Bißthum widerseine feinde, und sonderlich wider Hcrtzog Carolum in Geldern zuschützen, und Kayftr Carolus V ihm bisher» beygestanben halte,so trat er demselben an. 1529 mit willen der Stände, die gantzeweltliche regicrung des Bißthums ab, und behielt nichts als diegeistliche jurisdiccion. Vorhero halten sich schon die ProvintzenOber.Mel und Gröningen , so bisher zum Stifft gehört hatten,dem Kayser ergeben. Gedachter Kayser aber setzte noch im vorge»meldten jähre einen andern und den folgenden Büchoff.
üv W'ihelmum von Enckeforl aus Bradanl, einen besondernfreund PabstS Adriani Vll, von welchem er auch war zum Cardi-nal und Bsschoss zu Tortosa in Spanien gemacht worden., Es be-fand sich aber Wilhelm zu Rom als kro-Omariu« in der Päbstlichencantzeley; ist auch niemals nach Utrecht gekommen, sondern batdas Stifft durch einen krocuisrovem, Jacob Ulenenque genannt,versehen lassen. Er ist an. i;;ü verstorben.
Li George, ein Graf von Egmond, starkem. 1559.
sr Fridericus V. Freyherr Schenck von Tautenburg, ein sehrgelehrter Herr, war vorhero Präsident des Kayserlichen cammer-gerichts zu Speyer . Der König Philippus H in Spanien hattevor, dieses Bißthum zu einem Ertzbißthum zu machen, wie denndieser Fridericus allbereils den Ertz-Bischöflichen titul davon erhal-ten. Allein weil das Stifft stch mit in das bündniß der vereinigtenProvintzien, welches eben zu Utrecht geschlossen worden, begab,auch nachgehends zu der Protestirenben religion trat; so ist Fride-ricus der letzte Bischoff gewesen, und an. i;8o verstorben,
Feit» cbroii. LilrrsjeÄ. üeepisc. lSltisieÄ. //-v,e»/sr teceL-
istoneL civ. tslersfeü. clelcr, öelAÜ. ^s»/fSs»r«^ cle
epilc. Irsjeü. reb. VllrrajeÄ. cle canoo.
D-IcrsjeÄ, vinciic. ste csnon. VllersseA. /ü/kcr»'L s^sFe'e
carsl. Lc Kilt. epitc.
HIIrrastÄ. ^««/. csral. episc. OIrrsj. in üerm.
Utrecht / lat. vlrrsjeÄum, ist die Haupt-stadt obiger Provintz.Sie liegt an bem einen theil des Rheins, welcher, eheerausge»drochen, und in den Leck gefallen, daselbst vorüber in das meergeflossen. Ihren nainen will man von dem wort Out, das ist alt,md Lrecht, das ist, eine überfahrt, herführen. Wie einige wol-ien, hat sie vor aitecs Lmorün» geheisscn von Antonio, welcherein Römischer Rathsherr gewesen, der wegen Neronis tyranneyin dieses land flüchtig worden, unb diese stadt erbauen lassen. An-dre aber meiden, sie habe von M. Antonio, welcher einer von denRömischen lriumvirst war, da er unter Iulio Cäsare in den Nie derlanden krieg gefuhret, ihren Ursprung genommen. Etliche abersind der mcynung, ste sey viel älter, weil sie Amoninus l'mr reno-Viren lassen, weshalb» ste auch den nainen etmonma bekommenhaben soll. Indessen ist sie eine der schönsten und gesundesten städkem den Niederlanden. Sie soll im cemro des gantzen landes liegen,und wird von vielen starcken festungen allenthalben bedeckt, daher»ste selbst nicht sonderlich befestiget worden. Über die 2 canale, sodarinnen sind, und deren einer cle Vaerr, der andre aber die niemveGracht genennet wird , gehen ;6 steinerne drücken. Es.stnd auch4 Vorstädte um seidige, darinnen allerhand pallaste, garten undkusthäuser zu «eben, und in der gegend herum sehr viel schlösser,märckle und dörffer. Es hat viele schone gebaude und kirchen da-seihst, auch ist ein thurm allda zu sehen , weicher 457 stuffen hoch.Die vornehmsten kirchen sind 8. Martini, oder der Dom / Salva»tvriS, Iohannis und Mariä. Diese letztere hat Kayser Friedrichlauf des Padsts befehl erbauet, an statt einer busse, weil er zuMeyland bey eroberung der stabt alle kirchen verwüsten lassen. ESwird erzehlt, daß als das fundament barzu gelegt worden, sich fastin der mitten eine grosse klufft gefunden, welche durch nichts alsvchsen häute auszufüllen gewesen. An. r ?77 wurde das schone undfeste schloß, Vredenburg genannt, weiches der Kayser Carolus
V allhier erbauen lassen, wieder aufben gründ niedergerissen. Manweiset auch allda das hauß des Pabsts Adrian, Vss-wech» ausdieser stadl gewesen. Es resibirt daselbst der Landichaffts-Ralh,welcher aus einem Präsidenten, neun Räthen, einem Schatzmei-ster und andern bedienten bestehet. Es haben verschiedene Kapierallhier residiret; wie denn Cvnradus ll an. 10^9, und Henncus
V an. - irr hieselbst verstorben sind., An. 1546 hielt Carolus V da-selbst ein capikul des ordens vomgoldenenvließ. , An. 1577 fiel sievon den Spaniern ab. An. i;?S den 2; >an. ist daselbst der be.rühmte Utrecht » bund geschlossen worden, welches das fundamentDer Niederländische»Republicist. An. i6;ü richteten die Staa-ten allhier eine Universität an, auf welch» allezeit viel berühmtetcute gelebt haben. Die einwohn» wisse» sehr wohl zu leben,.biet-hen auch vormals sehr über ihren Privilegien , daher sie keine» von
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mit zur regrerung der stadt zogen, auch demBlichoff nicht mit vielen lenken in die stabt einzuziehen vergönneten,und ihn nicht über 8 tage darinnen bleibe» liessen.
äescri^>t, Lelgii. ^e»//e,, mn, 6erttiaii>Ar.
ctiü. geograph.
Utredus Boltonius / ein Benedictiner von Durham ausEngelland. Er gieng nach Oxford , um allda zu studircn, ließ sichauch daselbst m einer conftrentz wohl sehen, welche er mit dem Wi»clef hielte. Er wurde von dem Könige Eduards lü an den PabstGregorium XI gejchickt. Man hat verschiedene schafften von ihm,
M6 ae reAia Lnntti ciiANicare ; c!e reZitli ÜL sscerLioLäH oKcio,cie illutir. lcrixr.
Bayrisches Pfleg,gericht, marckiflccken und^'blhmn Paliau, an dem wa,ser Maltich, zwischenMatttchhofen und Brauuau gelegen. Lkmb. p. 28;.
Mtenheim / eine von den ältesten Abstehen familien im Unter»Essay, allwo ,ie Ramstein, Hönheim und das schloß zu Kogenheimbeiitzet. S>e hat sich an. 1266 zu Straßburg niedergelassen, nach-dem an. 12Ü1 Hanß daselbst ins regiment gekommen. Hugo undFriedrich wurden an. i;8; in der schlackt bey Sempach erschlagen.Werner hat an. 1,90 zu Straßburg , Wolffan. irvr zu Schaff,hauten, wie auch an. >408 zu Heilbrunn, und Hermann an. 1481dem thurnier zu Heydelberg beygcwohnet. Friedrich »«»»schrieban. 1416 den Burgbriefzu Srraßburg. Hanß war an. 14,8 Amt-mann zu Neuweiler . Stephan lebte an. 148; als Chur.Pfältzi.scher Rath. Alexius mid Beriihardus waren an. 148S mit Chur-fürst Philippen zu Pfaltz in der belagerung von Gcrvldseck. Con»radus ward an. 149- in der Macht bey Torneck erschlagen. Cbri»stophorus ward an. 1502 Bischoff zu Basel , war vorher Probst zus. Thema zu Srraßburg. Weil er stillen gemüihs war, und vieleUnruhen wegen der religivns-änderung sich dazumal zu Basel erei»gnelen, danckie er uebst seinem Loschmore an. 1527 freywillig ab.An. 1696 lebte Christoph Wilhelm, welcher das gescklecht forme»pflantzet. Ulsszs. ckron.I.ü.
Utterodt/ eine alte Adliche famiste in Thüringen , welcheunwert Gvtha und Eisenach , allwo auch deren alter stamm-sitz Ut-teroda gelegen, viele Ritter-güter besitzet. An. ir;c> hat Herr»mann von Utterodt 18 Hufen landes Ludewigen und Friedrichengebrüdern von Wangenheim Verkaufs», welche sie hernach demklost» zum bell. Creutz zu Gvtha an. 1279 geschcnck». Beriet undHanß von Utterodt haben den Ritter, sitz Scharffenberg von denenvon Eschwege, theils »tausch», theils aber »kaufst, und sindderen beyder ,ohne an. 1478 von dem Hcrtzog Wilhelm zu Sachsendamit bestehen worden, deren nachkommen selbigen noch besitze»,und sich davon beynamen. Gegen auSgang des 17 ftculi gorirtenHanß Reinhard von Utterodt zum Scharffenberg , FürstlicherDarmstädlischer Ober. Jägermeister, Adam Adolph, Füxstl.Sächsifcher Leaeral-^ieurensnr ; George Christoph, FürstlicherSächsischer Berg - Haupkmann zu Jllmenau, und dessen druder,Wilhelm, Fürsti. Sachsen-Römhildisch» Hof-Forstmeister , wel-che beyde letztere den Schwartzhäusiscben äst, gleichwie die beydenersteren den Lupnitzischcn zweig, unterhielten. ^/^,.
Lnns!« 8sx.
Utzberg/ eine kleine stadt, mit einem darzu gehörigen amt,weiches zwar in der Hessen -Darmstäbtischen Grafschafft Catzevel-lenbogen, zwischen den städten Darmstabt und Erpach, liegt, den-noch ab» zu der Unter-Pfaltz gerechnet wird.
hitzigen/ ein schönes schloß und herrschafft im Berner.gebieth,in der gemeind Vechingen gelegen, ist vormals deren edlen vonUtztgen aus Umerwalden sitz gewesen, welche zugleich Erbberrenzu Guttenburg waren, aus deren zahl Orthold an. i;o9; UlrichJohann i;;4; und Gebhard 1Z59 gelebt haben. Dasjetzige schloß hak Samuel Ienner weiland Nenner der stadt Bern ,erbauet, und endlich daffcibige zusamt der Herrschafft an N>clauSDachselhvfer vertauschet, dessen nachkommen solche annoch besi-tzen. *
Utznach / ein städtlein, schloß und Herrschafft an der lincke»seile ocs obern Zürcher-sees, in der Eydgenossenschafft gelegen, wel-ches ehemals den Grafen zu Toggenburg zuständig gewesen, vonseidigen aber an. i4;7an bie Canisnen Schweitz und Glarus ge-kommen , welche selbige durch einen Landvogt regieren lassen.
Vueren/ ist ein frey-städtlein, mit dem titul einer Vicomw.in Bradant, zwischen Brüssel und Löven, nahe beydem Sonien»dusche, gelegen.
Vuift/ eine von den Schottischen westlichen msuln, so ohn-gcfehr ;o wellen lang und 6 breit ist. Die fluth fieust an zivey or-ten in diese insul, da es denn das ansehen gewinn», als ob es;insuln wären; zur zeit der ebbe aber siehet man, baß es nur eineinsul ist. Es sind viel seen von frischem wasser daraus, und inson-derheit einer, welcher; Meilen lang ist, worein die see von sichscldsten einen gang gemacht hat, so daß sie nicht zurück gehaltenwerden kau, ob schon die Anwohner einen dämm, der so schuh hoch ist, aufgeworffen. In diesem see werden fische gefangen,welche überall einem lachst ähnlich sehen, ausgenommen an dembauche, welch» weiß, und an dem rücken, welcher schwartz ist.Es sind; Pfarrkirchen in der insul.
VklDL/M. oder feuer-speyende berge; s. Volcans.
Vulcamsche insuln / siebe Liparische insuln.
Vulcanius / (Bonaventura ) ein gelehrt» Niederländerwar den zojun. an. 15)8 zu Brügge in Flandern gebohren', und»hakte zum vatcr Petrum Vulcanum einen gelehrten mann, vonIV theil. Kkkkk» wel-