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welchem ErafmuS sehr vkl gehalten. Anfänglich informlrte ihn
der valer selbst, da er aber das 16 jähr erreicht, hielt er «vm mebesten xrs-ceprores, und nahm er dergestalt gar sehr m kummnbur zu. Bald darauf schickte ihn sein valer nach Loven , und wender Cardinal Franc,scus Mendoza in Spamen damals einen u -gen menschen verlangte, welcher in 6r«c,s und
wohl beschlagen wäre, wurde er darzu ersehen , dannenhero er
an. r;;y durch Franckreich in Spanten gleng, da Ihn der Cardnal zu seinem 8ecrekLrio und Libliockecsrio machte , und ihm einige Griechische in das Latein zu übersetzen befahl. Nach«dem er sich über i > jähr in Spanten aufgehalten , g«eug er wleberzurück tn die Niederlande ; weil aber sein valer durch den krieg icvrmitgenommen worden, begab er sich erstlich nach Coln, von darnach Basel , und weiter nach Geneve, ließ auch mMweder llaoreinige bücher drucken. AIS er an. i;?8 ohngefehr eine reue nachLeyden that, und die profeSsion der Griechischen spräche eben da»malS vacant war, wurde ihm selbige angetragen, welche er auchcnniahm, seine jachen zuvor in stand brachte, und nach; lahrendie Profession antrat, die er auch gantzc ;r jähr rühmlich vermal«lel Hai. Er starb endlich den9 ock. an. rüi; zu Leyben, da ihmCunäiis die leich»rede hielt. Es wird ihm wegen der rellglvn ebennicht das beste zeugmß gegeben, und alS man ihn erinnert, er lollesich zum lobe bereiten, soll er davon nichts haben hören wollen.Seine schrifften sind cke IinKV3 OvlkicL ; L/rillur ; ^ri-inus; k. 3 >-IlMLckuz; Igsikisä ; LlotlariL cum noris. vir. Ukil.
Leissicse. bibi. Leig. ^rbenw öu-
ksvse. narr. dick. (/ör/,nr rkesrr. //«Lei«? cie cisr. mrer.
xrec. Fs-r/e.
Vulcanus / ein Hevdnischer abgott, ein söhn Iovis und Iu«NvnlS, wiewohl einige vorgeben, die Juno habe ihn ohne zuthuungeines manneS gebohren , weiches aber nicht wahr ist. Als er aufdie welk kam, warst ihn Jupiter, weil er jehr heßlichwar, zumHimmel herunter, da er denn tu die insul LemnuS sie!, und hernachhllickle. Er bekain nachgehenbs die insul Sicilien, nebst den darangelegenen msmckk.i^Lr3cis. daher man vorzieht, er, alü der schmie»dk'gvlt, habe seine werckstall daselbst, und schmiede vor den Iu«piker vonnerkcile und andre fachen. Seine frau war die VenuS,die ihme aber Hörner aussetzte, und mit dem Marke zuhielt. Seinfest hieß Vulcsnslis > welches zu Rom vom 2; diü 29 aug. gescyertwarb, da das volck ewige thiere ws feuer schmiß. Die gelehrtenfiengen um selbige zeit an bey lichte zu studieren. all
«iu», e^>ick. z, ; , 8. bickaire criiigue cle la rez,. cles lecrrea corn. z
x. 8r k.
Vulcatrus Galltcanus/ ein alter Lateinischer «ickoricm.lebte zu beS KayiecS Dlocletiani zelten um das iahr 290. Er haksich vorgenommen, aller Römischen Kayser leben zu beschreibe«,/doch hat man weiter nichts von «bin alS beS Avldit Eassu leben,cie Kitt. k.Lt. L,r»c/r«/ cle script. rerum bsomLki. 1.1 c 2;
Vulso / siehe ManliusVulso.
Vultejus / ( Justus) war gebürtig aus der in Ober-Hessen,eine mecke von Marpurg, gelegenen kleinen statt, Wetter, undlehrte anfangs in seinem vaterlande die rhelvric, und die logic,nebst der Griechischen und Laleinilchcn spräche; wobey er berge«statt sich in ansehen fetzte, baß ihrer viel d,e Marpurgische Universi-tät verliessen, um seiner Unterweisung sich zu uniergeden. Hieraufernennte ihn der Landgraf Wilhelm lV von CasselzumK-eickoreder in Marpurg befindlichen schule, und endlich ward er daselbst,nach dem tode Happclii, l^ot-ttor der Hebräi.chen spräche. Erstarb an. durch einen unglücklichen fall, in dem 46 jähre sei««es allers. k^eLe»-. rkearr.
Vultejus/ (HermannuS) ein söhn des vorhergehenden, ge»bohren zu Wetter m Hessen an. 15? 5. Er iahe sich vorher so wohlzu Heidelberg als zu Marpurg in der Philosophie und KumLnion-dus rechtschaffen um, ehe er die jlirisprilbentz angriff, der er her-nach mit desto grösser,» fortggnge zu Marpurg unter Sftlino undVigelio, zu Genf unter Holomanno und Pacio, undzuPaduaunter Meursto und Socino obgelegen. Nachdem er Italien undFranckreich besehen halte, und zu Basel an. 1579 zum Ooüorejuris erklärt worden, bekam er zu Marpurg die Profession derGriechischen spräche, bald darauf das akademische 8>r>clicsk, undnach weniger zeit eine nirisiische Profession, 10 daß er an. i;8c>schon l'rokeilor juris primsiiu; war. I» solchen äintcrn verhielter sich so wohl, daß um feinet willen eine grosse anzaht von 8ruckic>.In von weit entlegenen orten die Marpurgische Universität besuchten-Unterschiedene Fürsten bemüheten sich , ihn an ihre Höft zu ziehen;er schlug es aber allezeit vescheidenllich aus. Indessen nahm er dievm'irve eines Marpurgischeu erocancelMü. eines KöniglichenSchwedischen Raths zu den Teutschen fachen, und das ^lH-ckorakin dem hohen Heßiscvcn Kirchen-Rathe an. Auch erkiärle ihnnachmals der Kayser FerbwanbuS ll zum (-'ouMe?L>snno, zumRitter und zu seinem Rath. Er gab unterschiedene schrifften her-aus , darunter die vornehmsten sind : mn-pruclemis Komans;
comniemarii in libror inltimiionurn; concki'ia d/lLrpur§eMia; clskeuciis übn 2; äe jnsticiiz iibri 4; und starb an. Iü;4. Sein älte-ster söhn, Johannes, war Heßlscher Cantzlar, und der andere,Christophorus, Heßischer Rath. Drey töcvler von ihm wurdenan so viel Cantzlee verheyratbct, und von seinen 2 brüdern war dereine, Johannes, zu Rackcisperg in Sleycrmarck ErtzhertzoglicherOesterreichlscher Leid lAeLcuz, der andere aber, Christophorus,Königlicher Dänucher Rath in Jütland. vlts ü. Vulce),. 6 «»/» 4 r protöpo§l'3pttise n»eckicw t?. z.
in memor. ßLc, llec. 2. Libliosti» nittonque lles sureun cie «lraikx»c Simon t, i.
uy uze
Vulturmrs / aus Italiänisch Volmrno. chtstuß, welcher inder Neapolitanischen Prvvintz l^err» ck> l-svoro, an den grämnder Grasschafft Molift und des disseitigen Abruzzo, unweit V->nafro, entspringt, hernach bey der statt Capua vorbey länfft, undendlich unterhalb derselben in daS Tyrrhenische meer fällt
Vycens/ ein FreyburgjstbesLandvögÜiches schloß, zwischenPälteriliigen und Laffarre gelegen, welches im Savvyjschen kriegan. i;;s gewonnen worden. *
uyiemvogaery / h Johannes) wurde an. n;-? zu Utrecht ge«bohren. Nachdem er seine erste ckucl,» in seinem valerlande w«tciivet hakte, gieng er nach Genff, allwo er unterTbeoLbroBez»tKeoiog,Lm studirle. An. l;84 kam er wieder nach Utrecht , undwurde daselbst zum Prediger erwählt. Nachdem er an. izsovviidar nach dem Haag deruffen worden, predigte er an diesem letzn»orte beydes in Frantzösischer und Niederländischer spräche. Erwurde von den Staaten von Holland , wie auch von Johann gi.denvamevelt, und von dem Prtntzen Moritz von Oranten, welchemer in seinem lagcr predigen muste, sehr geliebt. Man fragte jh»in allen wichtigen dingen um rath. Weil er aber einer von denRemonstrantcn war, würd er genöthiget, nach Antwerpen zu ßtr.' he», von wannen er sich in Franckreich machte. Seine guter wur-den an. iLi9 confiscirer; weil man aber sonst nichts wider ihn hatte,ohne dieses einige, so kam er an. 162S nach Pnntz Moritzens ivdewieder zurück in Holland . Er erbot sich seine fache auszuführen,weiches ihm aber nicht verstattet wurde. Jedoch erlaubte manihm »ach gewvhnheil des landes, eines von seinen eignen Häusernzu kaugen. Nach dieser zeit leble er gantz ruhig in Holland , undverwackele das amt ewcs Predigers unter den Remvnstranlen. Erstarb daselbst an. 1644 in dem 87 jähre seines alters. Die vornehm«sie unter leinen ichrijnen sind sein leben und die kirchen-historie,tollo , wormne» er eine» ausführlichen bericht von dem, waSbcydem Dvrdrecyiuchen hnoäo in Holland paßirel ist, erlheilei. l»-/,rnernorab. ecclei. meinoirer pourkervir L? Moire Fcko'.-
lanäe. ftkLubübne. Ler-t-tM.imlkollLlläiicvenIiiicdm.
urict Ickuleri-iissr.
Uzangues/ ein General von des Chinesischen Kaysers arm.Er wuree au. IÜ44 Wider die Tarlarn ausgeschickt, welcheinW.na eingetallen waren. Indessen aber richtete ein ChineffcherSe.nerai, mit namen Licungs, eine empörung an, und übmuiMliemwecmulycl die ssadt Peking . DerKayscc, weichecmchtgmiein jetnc Hände fallen wocke, stehe aus seinem pallaste m den Mai,und Yieng sich seldsi an einen bäum. Als Uzangues vv»dieser re»delliou, wie auch von des Kayicrs lobe, und vv» crobenmg der iiadlPetwg nachnchl bekommen hatte, sprach er die Tarlarn um HWwlbcr die rebcllcn an. Hierauf kam der TartarischeKönigTsMiemit 80000 mann zu pftrde, uvb 200000 mann zu fuß ms land, undnöthigte den Uzangues nebst seiner gantzen armee darzu, daß sie sichnach der Lanarnchen gewvhnheil, beschere» meisten. Allem an.»674 suchte Uzangues,ob er wohl den lltu! Vice-Kömg vonQuMgiiangenommen halte, eine gelegenheil, ivlches loch adzuliMeln.Daher» ließ er ,e»> haar wachsen, erklärte sich wider d,e Tarlm,wurde in kurtzer zeit immer von den vier grossen Provwtzlc» gegendie westliche seile zu, und zog an. 167- den Vice-König von Wen,dessen tändcr oiiwarls lagen, und den Bitt-König vonEami,weicher in der südlichen gegend von China regierte, aufseim jene;allem dieje unlerworffe» sich dem Tartarische» Kayser bald wieder,so, daß er nur Q-uaiigsi unb Hiiguan m besitz dehiell. kelLnon iiel,<ickine»
Uzedcr/ oder Uceda/ eine statt in Neu-CaWen, nahe bey Acala m Hcnares geie geu. Sie gehörte zu des Königs Mim IIzeuen, unter dem lnui einer Grasschafft, dem Hause VelaMl,PhilippuS kll aber erhob sie zu einem Hertzoglhum, und belehnledamit emen aus der samilie Sanbvval, von welchem es an dashauß Giron, und von biestm an das hanß Pacheco aus dem haustAc»una gelanget ist. Johannes Fraiiciscns Pacheco von Ma,Philipp! Eammerherr, üou^emeur und LeneMLspiraiii oonGallicien, vertrat an. 1709 h,e stelle eines Gesandten zu Rom ,nahm aber an. 1711 Carock tli parlhey, wcil idm, wie man vor«gab, der Prmtz von Saicko Buouo »1 der stadthallcrschalf! vonPeru war vorgezogen worden. von Lrsnll in dipsn,Uzepche/ oder Userche/ in Latein Ulercs. ist eine kleine sind! inFranckreich, »> Nieder'Mmosiii, an dem stuß Vezerc gelegen. SttHai em jchloß und eme Abley, liegt sehr vortbeilhafflig, und geböckNicker den Abi, welcher Herr davon ist, Massen schon unter KöGLeckhario >m >o iahr. hundert Hildcgarius, der Bischofs von ÄW-gev die ssadt dem allda befindlichen Benedictinerckloster gejWckckhat. Indessen m die statt noch viel älter, weil aus einem drieffRurici«, auch Bilchoffö von Lnnoges im z seculo erhallet, daß aüde»reit zu jelbiger ze>l eine kirche allda gewesen seyc. Sonst bal lneslabl m den emhemmchen kriegen einige belagerungen ausgehalten.Iu dem obgedachleir Beiiebicimer kloster wirb ein tisthtuch W'gci, aus welchem Christus ftm letztes abenvmahl soll gehalten haben.
/,^k. ./t! »
Izerte/ ist ein schloß in Guienne zwischen Bourdcaux und M»Man findet allda des Padsts ClemeickiS V grabmahl, weM»als Bljchvssvon Boucdeaup gewesen, und an. r;«sallhier b!>den worden.
lzes/ eine stadk in Nieder.Languedoc, an dem kleinen MG-. Qie hat em Bißthum u»ter Nardonne gehörig, und in dern t/o«,s oder t.'3/irum klceuovicke, wovon aber erst im; seenlv
düng zu geschehen ansauget, bey anlaß deren BffKöffe Co«>itii, weicher von Papst Hckaro in einem an die Blschoffe in HE