814 wad wae wag
damaligem Reichs-Vicsrio, in des H. R. Reichs Grafen - Standerhoben worden. Er war an. 1708 Königlich Polnischer und Chur -Eächsischcr Principal-Gesandter bey empfabung der S ächsischen lehnea» dem Kayserlichen Hofe zu Wien , woselbst er auch nachgehends einigejähre sich als ^xersorssinsir-^nvo^e aufgehalten. Hierauf hat er sichin dem Nordischen kriege/ «nsvnbe! heit vor Stralsund / signaUrel / undist an. >7>8 Louverneur zn Dreßden worden- r»lr. genes!.
lcili.2p.94.
Wadstein / eine stadt in Ost- Gothland am Wetter-steinSchweden / ,v ein fenes schloß hat. Vor zeiten sind hier v.el Rcichs-laqeSchallen worden. Das hiesige Brigirta Nonnen kloster ward an- >ssäeingezogen. lsesctireib. von 8cbvess. P.Ü9-
Wädenschrvyl/ ist ein schloß/ dorfund Herrfchafft in dem Can-kvn Estrich/ uno au ven» Züricher fee gelegen, welches vor diesem eigeneFreyherren dieses nainenS gchabt/masstn auch Wasther von Waven-jchwyt / der erste Schultheiß zu Bern an. irr; gewesen. Rudolff hatgelebt an-irss. Cunrad »».,»07. Es scheinel/baß nach abgang diesesFreyherl- siammens diese herrschastk an die Edlen von Rinckenderggelanget feye/inasten diegemeind zu Wädischwyl annvch deren ivappenflihier. Hernach ist sieden, Johauniker-Orden verkaustl / und einEvmmenthur dahin geseget worden / auß deren zahl Herdagen vonRechberg an für sich und die herrschaßtleute ein ewiges burger-rechr mit der ltadt Zürich gemacht / welches Harcniann ein gcdohinerGrass von Werdcnberg uno hernach Bischosszu Ehul / an. 1 r 77 erneu-ert hak. Von weicher zeir an die Wadischwvler der liadl Zürich in allenkriege»getreulich dcygcstandci!/ und sich jeweilen wol gehalten-als an.ijs»in oer Tätweilcr schlachl wieder Ertz-Hertzvg Albrecht. A». >;8«im Eempacher krieg; aber an. 1440 bey ansang des allen Züricher-krieges wider das land Gchweitz / haben sie die „cutralital angenom-men / und als an. 1467 Ertz-Hertzvg Sigmund an Zürich die stadtWimerlhur verpfände! / Zürich aber den pfandschilsing auffzubringeneine steur von 5 tz. anst jeden haußvatcr M stadt und land gclcget halle/wareii bie Wabiichwyler unwillig solche zu geben / snchten auch hülssbenm land Schwelst wieder Zürich / und erboten sich denen Landleukenihr schloß einzugeben / welches aber Zürich durch einlcgung einer besa-tzung verhinderet/ und zugleich diese wiederspänliigen bauren mit >500mann überzogen hat. Diese aber schichteten ins land Echweitz/woraufdie von Schwcitz glcjchsahIS mit ihrem panner wieder Zürich ausgezo-gen : allein die übrigen Eantons legten sich alsobaid darzwischcn, ver-hinderten alle lhätüchkeit / und veranlaßten einen Cviiiprvmitz auffSchultheiß lind Rath zu Bern/welcher nach anhörungdcr Partheyen/die Wädischweiler verfällt, der stadt Zürich in allen dingen gewärtigund gehorsam zu seyn, welches sie auch schwuren müssen. Jedvch habenfie an. ><i»6 um gleicher ursach willen eine gleiche wirdersttzlichkeit/jedoch abermahlen zu ihrem schaden/ erzeiget / da sie doch schon 97 jährzuvor , »cmlich an-is4y vvm damahligen OrdenS -Mcisier / an diejiadt um -.0000 st. völlig verkaufst worden. üb. ü. p. 144.0.
blUbbtelv. IVl8.l. ir.c.^. ///««z/c/,/». *
U)äggtv / ein stecken und ländlein im Clinton Luccrn auff derrechten ylM, des steS, welches sehr schon und fruchtbar ist , daheroallda viele castanien und mandelbäume gepstantzk werden. ES kämean. i;«o durch kauss an die stadt Luccrn / welche solches aus ihremgrosse» rath alle»jähr bevoglct. -ptz-»»?--. *
TVaeS/sdas land von^ lat. Vaelis , Vsüsc kcrrirormm, ist einstrich landeü in dem Spanischen Flandern / welcher weslwärlü an dieCasiellaney von Oudcrbvrg/wv Gent inncn Iigt/millaswärlS an dasland vvn Roermvnd/und an die Baronie von Bvrnhcim / ostwärtsan das land von Arckel/an das Fürliemhum Cankecrvye/ und an dasgebier von Antwerpen / nordwärts aber, und zum theil westwärts andie so genannte 4 Ambachlen, ncmlich von Hussi / Axel, Affcncde undDockhout / ingleichin an das land von Bcvcrn grantztt. Es liegenetliche undzwantzig dörffer darinnen/ unter wcichcn das von S- Niciasdas vornehmste ist. Dieregicrung darüber pstegr durch eine» Lsss-kck geführt zu werde». 2m sibrigen ist es ei» schönes und fruchtbarestand.
wageningen/ lak. Vsgenurn. ober VsZ». ist eine stadt in demHertzvglhum Geldern/ in der Veiau/ zwischen Aruhriin und Rbccncnan den, Rheinstrom / gelegen. Olho Grass von Geldern hat sie an.i-zo zur stadt gemacht und mit maureu umgeben. Sie ist so wol vonnatur als durch kuust befestiget / und wird unter die haniee städlrgerechnet.
Wagenseil/ ( Joh. Christoph) ein berühmter eohkilbor, wur«de den rü nov an. is;, zu Nürnberg qedohren. Sein vaker warGeorg Christoph, ein ka»ffmann daselbst. die mullcr aber Sabi.ua Nürndergern,. Als er kaum einige monat alt war, nahmen ihnseine eitern mir sich nach Stockholm , allwo er auch unter der pri-vsl-mLrmsiion Jacobi Brclsprechers den ersten gründ seiner stu«dien legte. Als selbiger an. 1L4; wieder zurück in Pommern gieng,allwo er zu Hause gehörte, nahm er ihn mit sich, da er sich denn ei.ue zeülang in der schule zu Gryvdswald aufhielt. Von dar begaber sich nach Rostock , und als sein vaker aus Schweden wieder zu»rück kam, gwng er zu ihm nach Lübeck , und von dar nach Nürn.derg. Als er daselbst noch , lahr in dein g^mnstio ausgehalten,zog er an. ,649 nach Alldorff. Weil er sich nun durch seine geschick-lichkeit so wohl als gelehriamkeit daselbst bekannt machte, wurde erbey des Grase» ven AbenSberg und Traun jungen Herren Hofmei»-er, wvrzu an. 1657 annvch der Freyherr von Slndenderg, undein Grafvon Hardeck kamen. An 1659 gwng er mit den jungenGrafen von Hardeck nach Heydelberg, und von dar nach Straß,bürg. An. >üül begab er sich mit dem jinigcn Grafen FerdinandErnst von AbenSberg in fremde lande, auf welcher reise er qantzc <i^bre zubrachte, gantz Teulschland, die Niederlande, Engelland,Uranürctch, Italien mw Spante» vesahe, auch s» gar von Cabw
wag
aus Spanien in Afticam übersegelte. Er machte sich c -
ner ve.se überall mit gelehrten leucen bekannt, bestichte r k"thequen fleißig, wurde auch zu Turin in die academie der ^0'rum, zu Padua aber in der recupemrorum ihre aufaen°mm » o!.'Paris machte ihm Johannes CapeUanuü bey dem StaM AI"ster Colderr sssärctL. welcher ihm d es Kön.gs gnadete, von welchem er dreymal beschenckt wurde. Anvirre er zu Orleans in OoÄoecnr der rechte. Er war kaun, si«an 1667 nach Nürnberg zurück gekommen, so wurde ihm d, pteMojurii Public, und wttonsrum zu Aitorffangetragen Anerhielt er anstatt der LroLMone ^
tauschen sprachen. An. 167Ü wurden ihm des Pfaltz-Graim 2 'phi Johann,s beyde Prmtzen, Advlphus Johannes und G ?»Samuel, zur mkormsnoo übergeben, und er zum Uä 2 ,nRath gemacht. Als er an. 1691 eine reise nach Wien und vonn,,in Ungarn that, halle er nicht allein bey dem Kayser LeoviMdientz , sondern wurde auch von allen grossen gar gnädig em 2gen. An. 1694 trug ihm der Holländische Gesandte in der SLmemPetrus Valckemer,die proieüion der orientalischen sprachen aÄacademie zuLeyben an,welche er aber ausschlug. An.is-/? m» d erzugleich Lrotetlor jur >5 Lsnonic,. und nach Königs todeLLlMbecsrius. weiche letztere stelle er aber wegen hohen alters im sv!ne,idz»jähre seinem schwieger.sohn, krotelLr Möllern, abtrat. Eini ejähre vor seinem tobe wurde er mit allerhand kranckdeiten HM n.daß er endlich den 9 oct. an. 170; verstarb. Er vecbevralbe edas erstemal» mit Jacob Heuien, eines kauffmanns von Nürnbemwitlwc, aus welcher ehe eine tochter übrig, Helena Sibplla, diean krolellor Möllern verehlichet, und wegen ihrer gelchchlMberühmt wurde, dahero sie auch zu Padua in die academie da re-cuperscorum aufgenommen worden, und ein söhn Gabriel, wchcher zu Memel in Preussen die stelle eines Königlichen L-MMMAbvocalen erhielt. Nach deren tobe hat er sich an. >7°, !„»,§».beruma! mit des visconi Georg Christoph Langend von Nürnberg wittwe verehlichet. Seme schnfften sind bisserrsoo a^ocoüber l'slmuclicu; 8ors; reis ignes üsksnre; exercikskione, vsrii sr.xumenri; pers übrorum juveniüuiri; k^clrsspir; commenrario Lcivilste dlonberZ.; von erxiekmnx sun§er krimren.
1706 novs üner. 6erin, sn. 1706.
Wagensperg, ein schloß in Unter-Crain , 4 weilen «Lay»dach, welches de» tilul einer Hemchaffr führet. George Wagen,Freyherr von Wagensperg, Erd.Marschall in Cärnttcn, überließeS an. eü;o de» Augustinern zu Laybach, gegen die Versicherung,daß selbige ihn lebenslang unterhalten wollen. Wer! aber Hera.tniS Eammelli eine schuld darauf zu fordern hakte, so gelangte!«'selbe zu dem besitz, von dem es hernach an die Freyherr» von M»sei, und von diesen an. 1672 an ven Freyherr» Johann WcichacöValvasorn käuflich überlassen worden. l^'v^r etire L-tt.L.l.ii.
> wagensperg / eine vornehme Gräfliche famüie, welche daSErvland. Mar>chall<aml in dem Hertzvglhum Kärndken besitzet. SieHai schon in den ältesten zeiten den Rilter-stand geführet, und sichbloß Wagen genenncl, bis sie das vochergcdachie schloß Wagen-spcrg erbauet, und sich davon denamet. Bertholt» Wagen wirdum das jähr 1190 von dem Bischofs zu Freysingen, Oüone, alszeuge angeführet. In den folgenden zeiten hat sich diese familie indie Steyermarck und Oesterreich begeben. Johann Siegninndwar an. 1605 Landsverweser in Sleyer, und an. iSir SlakchMrzu Grätz. George Wagen, Freyherr von Wagensperg, Ecb>Mar-sch all in Kärndlen, überließ wie gedacht, an. iszo das sinmin-schloß Wagensperg den Augustinern zu Laybach gegen die Versiche-rung , daß sie ihn lebenslang umerhallen wollen. Rudolph- Odri-ster Erdland-Marschall, Erbschenck i» Kärndten, und KaiM-cher gehennder Rath, starb an. 1679, und hatte zur gemahlin Eieo-»vram Eusedlalli, Oitonis Abrahame Burggrafen zu Dohna loch-1 er, deren söhn, Johann Ballhasar, Sradihaller der Inner-Oesterreichischen rcgicrung und äilcisor des gedeimden Raths, venmahlte sich zum andernma! mit Maria Theresia , Caroli EulmlFürsten von Lichlenstcm tochter, Jacodi Grasen von Leslc »>>!«,und starb an. 169;. Seine gemabli» folgte ihm an. i7E>w looenach, ohne kindcr. Von seiner ersten gcmahlin aber, ^»lla V>-sabelh, Gräfin von Dielrichstcin, hat er r söhne hinlerlaffc». W'nibal < Kayserlicher General-Adjutant, wurde an. i^ir Comn»dank der Eroalischen vestung vr- George. Frantz SigisnnM er-hielt an. 171; die charge eines Hatschir- und Trabanten - HEManns bey der oerwitlwelen Kayserm Eleonora. ME'"""Siegmund florltte an. 1717 als Kayserlicher gebeimder Mb; mwelche zeit auch Frantz Anton Adolph als Domherr zu SoMggeledet- äc,,b«/^/-. tteirimsi. r. I. ierrlü. Luroy, wiii, 1.
ebrL cles Iscrl20j-lk. Lrsia.
lVagerir/ oderwagerland/ lat.Vsgri», einelankMNin Holstein, gräntzet gegen norden und vsten, an die an»»,«insonderheit oben an die sogenannte Eolbcrger Hcype , gegenvsten aber an die insiil Fcnicrn. Unten gegen lüd-vstt» uno >wird eö durch die Trave von Mecklenburg und cincm M ,Stormarn ; gegen abend durch besagte Trave, und wo d vspringt durch den Plönec.fte und die Schwemm von einem«von vtormarn und dein eigentlich also genannten HolMm »sondert, ist also um und um mit waffer umgeben, auch mimlande mit vielen fischreichen seen und flüffe» angefutiel. <länge von der ost-see bis an die Trave werden acht, und m 0-zu 9,6 bis 7 messen gerechnet. Es wird i» den mettr-M > .,theil unterschieden. I» jenem sind die vornehmste E",
Der Vchlenker-see, der Passaver-see, öie Kussaa -
die Brockau, der Krumbecköder Krempe. Desgleichm l>M>^.^
b»S amt Oldenburg, und Cißmar, der gröste thu! c«