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Metz/ , und ein theil von dem Kieler ermiß. Die kirchspiele sindSchonkerken, Carstenhagenoder Probsthaqcn, Dchönbergen, Gy»kow, Sedlend, Lebrabe, Bleckenborp, Hänfnen, Hohenstein.Und die stadte Lmkcnborg, Oldenburg , Hiigenhafen, Neustadt,Plon rc. Der mder-theil begre,ffc dasjemge von dem Segeberqerccayse, so in Wägern liegt. Das Bißthum Lübeck grossen theils,so dann das Fürssentbuin Plön , deren besondere eintheilungen unterSegeberg / Lübeck und plon zu suchen, dabin denn auch dietiävre Emm und Oldeslvh gehören. Die vornehmsten Küsse in die«sein theil sind die Trave , die Schwenkn, die Beste, die Schwär,tau; denen der Eutiner.see, der Keller.,ee, der Ruhesseecher Stock.see,ver Ploncr.see beyzufügen. Das Wagelanb wird für die frucht»barste Holsteinische landschafft gehalten ; es bringt allerley getrey»de, hat schöne wälder und eine grosse menge wildpret; fruchtbareHügel, aber ausser der klippe Segeberg , keine hohe berge. Tra»vemunde, Hilgenhafen, Neustad sind gute haftn. Insonderheitist allhler die Holsteinische Adelgasse, in dem ein Edelhof an demandern liegt, und steh mehr darin bestnden, als in dem gantzeu übri«gen Holstein. Als Carolus lVl. an 804 die Sachsen über der Elbegrossen theils aus ihrem vaterlande anderwerts versetzte, und etlicheWendische volcker dahin ziehen ließ, nahmen unter solchen die Wai»gri ober Wagiri in hiesigen gegendLn ihren sitz, die feit der zeit auchdaher den namen Wägern behalten. Sie hatten ihre besondere Für.sten, die unter den Hertzogen zu Sachsen stunden, zuweilen auchüber die daran gelegene Polabos in Lauenburg und NatzeburgmndObotriten in Mecklenburg zu gebieten hatten. Durch die ächtster,klärung Hennci 8 up»b> veränderte sich dieser zustand, indem GrafHenricus von Badewide in abweseuheit des Grafen Adolphi ll vvnHolstein, der es mit Henrico öuperbo hielte, sich von Holstein undWägern Meister machte, und da er hernach wieder daraus verzagtwurde, sich dergestalt mit Adolphs verglich, daß er ihm Wägernabtrat, und mit Ratzeburg sich begnügte. Vön dieser zeit an, nem.lich von an. 1140 «st Wägern beständig bey Holstein geblieben, unddemselben so genau einverleibt worden, daß es von den Hertzogenin der tilulaturnicht einmal beweinet wird. Weil auch in diesenkriegen die einwohner grossen theils durch das schwerbk umgekomen,hat gedachter Graf Adolph das land mit andern völckern, und zwarden strich von Segeberg , und um die Trave mit Holsteinern, baSdorffDargum mit Westphälern, Ewin mitFlamländern, SüßleMit Friesen besetzt, das übrige gegen der ost.see aber den Wenden ge.lassen. Heute zu tage ist das land zwischen dem König in Däne»marckund dem Hertzog von Gottorp so getheilt, baß Plön , See»gederg, Oldensloh, Hilgenhaven dem erster», Oldenburg , Eis«mar, EutiN rc. dem Hertzvge zugehbret. belebe, von
Lcklelvv. unckHolk. I'. ; e. x, ü, 7 p. lys le^g.
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Chur-Bayerischen armee vorgestellet. Er aber gieüs im üstgüsts1644 mit tode ab.
Mahren / wartn / eine der ältesten Adlichen familien istMisse», welche noch in dem 17 seculo die guter Wedelwitz, Eilewberg und Eilenfeid bey Eilenburg besessen , und heut zu tage sichauch in der Nieder-Lausitz aus klein Weicka ausgebreitet hat. Herr»,mannwon Wahren bat an. uLr dem Meißnischen land-tage aufdem >o genannten CulMberge mit beygewohnel. Heinrich voüWahren wird M einem clipiornÄscle an. 12,22 als zeNge ai-geführer»Ein anderer, dießs namens, Domherr zu Mcrseburg, ist an. 124?zum Bischofs daselbst erwehlet worden. In dem 17 seculo florirkenJohann von Wahren um das jähr 164L als Königlicher Sckiwe»dncher Obrister, und Adam Heinrich um das iahr 1696 a!s Cbur»Sächsischer Cornet bey den Ritter.pftrden. A». 984 starb Wart»Nus als Ertz«Bischoffzu Cölln, welcher von einige» auch zu diesemgeschlechre gezogen wird. Derselbe war anfangs desKaysirlicheNPrintzeN Okkonis "I inlonnswr, und hernach ^rclii-vlaconur zttColln. Man erzehlet, daß als der damalige Ertz'Bistüoff daselbst-namens Gero, ein Marggraf aus der Lausitz , öffters in cntzückunggefallen, er selbigen in solchem zustande lebendig begraben lassen»Woraufer an dessen stelle durch hülffe des Kayftrs an. 97s Ertz»Büchoff worden. Nach diesem soll ihm sein gewissen Nicht eheüruhe gelassen habe», bis ek dem Pabste sein verbrechen persönlichentdecket, welcher ihm die wisse auferlegt, daß er dem heil- Martinsmehren ein kloster aufbauen müssen. äcnobii.lMn.
waibling/eine kleine siadt in dem HcrtzöqthuM Würlemberg-an dem fluß Rems, s starcke meiien von Stutgard, nvrd-vstwärls-gelegen. Der name Gibellinen, welchen man in dem 12 secwsdenjenigen, so es mit den Teutschen Kaysern wieder die Pabste ge»hallen, beygelegt hat, soll von diesem ort, weil er bcS Kayscrs Con»Ladi lil Vaterland gewesen, entstanden seyn; wiewo! andre bißfallsandre meynuugen haben, stehe Gtbelltneii.
NOckigatö/ lat. Vreturn V/aiZNMrn oder blaüovicurn j eineMeer.enge des Ocesm zwischen Nova Zembla und
Moscau, welche das Moscowitische meer von dem Tartarssche«scheidet. Die Holländer entdeckten sie an. 1594, a!S sie durch dienördliche gegend einen weg nach Cbina suchten, und durch daseiß weiter zu gehen gehindert wurden. Sie landeten an zweyinsiiln an» deren eine, weiche gegen die östliche feite dieses oriS zu»zuliegt, sie Skaten«eyland, die andre aber, so westwärts liegt-Maurice nennten. Sie lraffen aber auf beyden infuln nichts an.ders an als seifen und ste, wie auch viel schwane, wilde enten undfalcken.
Wagnereck / ( Henricus) war gebürtig von München, undtral an. i6ii in bie Soc.Jesu, worauf er die Philosophie, theo»logie und das zu; cnnonicum viele jähre gelchret. Er hat auch dieCantzlar. stelle zu Dillingen 7 jähr versehen, und ist dalcikst an» 1664in dem 70 jähre seines aiters verstorben. Deine schafften stnv :notse m conteilioneL 8. ; cls crest. anim«; ir. äscraclu»
ce; vmäicise polmcse sckv. pseullopolivcvZ Lc Laft>. 8cic>ppiuin; 2o-ckiacu« Ivlariznus ; vinckici« rncnivorurn iiäsi Larkol. ; ckese; äe 58.snzelorum prieciettin.; Lmböi-Ls Lmbol. äe sscle §cc. äb-E/. b>-dl. 8.). ciisr. bioZr.
Wahl / ( Joachim Christian, Graf zu ) Chur.Bayrischer Ge»neral.Feib.Marschall, war em Thüringischer Edelmann unweitAltstadt gebühren, und in der Lutherischen religio» erzogen, wei«che er aber gar zeitlich mit der Caiholischen verwechselt. Er hatvon jugenv aufproseßion vorn kriege unter der Cathoiischen li§a r»Teurschland gemachr, und zwar noch ehe der krieg sich in Teulzch»land und Böhmen an. 1619 angesponnen, bey welchem er mit bemHertzvge Maximilians von Bayern an. >620 in Böhmen kam, undder schlacht bey Präge auf dem weissen berge beywohnte, auch da.Mais den einen arm veriohr. Er stieg hernach von einer charge zurandern, ward unter des Generals T-Uy lcib.regiment Ob«st»Lieu»tenant, und wohnte der schlacht bey Luther an. isrs bey. An.läzc,befand er sich als Obrister in der schlacht bey Leipzig, und ward fol.aends General.Maioc, auch an. iö ;4 Commenvant m der Oder.Maln, welche er fast gäntzlich in Cdur.Bayrische gemalt wieder ge.bracht. Er ward damms von den Schwedischen völckern m einerrencvnlre gefangen,aber so fort von seinen dragonern wieder erlebt,get, nahm Bayreulh ein, und ward Feld.Marzchall.L-eutenant.An. iü;c eroberte er nebst Otto Heinrich Fuggern die stav Aug.spurg, und nahm Culmbach, wie auch ^ ber Ovrr.Pfaitz Na«bürg, Auerbach und Kemnath den Schwedischen ab. An- rsz ;ward er Stabthaiter in der Oder.Pfaitz, und nahm Weyda und el.Itche andere städte ein. An. 1647 und die folgende zahre comman.dirte er als Keneral-Feld-Zengmeister ein eigenes corpo in Westpha«°en, und nahm Wen und Werne an. i64°weg. An 164. ward ernach Braunschweig gesendet, wodurch der ansang zu dem vergleichzwischen dcm Kayser und dem Hause Braunjchwelg gemacht wor»den. An. 1642 continuirte er seine dienste gegen den SchwedischenFeld'Marschall Torstcnsohn, ward aber auf die erfolgte Niederlagedes Generals Lamboy ins Ertz'SUfft Cöln abgefordert, dahero ermit der Bayrischen armes in solches Ertz'Stifft zöge, und mit demGeneral Hatzfeld die stabt Duren wieder eroberte. Diese seinelangwierige dienste, brachten ihm bey dem Kaystr ^erdmando llden Grafen.stand, und bey dem Churfürsten zu Bayern Vas gou.vernement zu Jngolstadt zu wege. Er erlangte auch unterschiedeneckrerricüasslen, als Lutzschkau, Schpubrunn, Lomstein und Wey»«, ward auch Ä E-E w.e er an.
iüq, seiner gesundheit wegen, sich vonverarmee wegbegeden mus.ftn, ward r» anfange des 1644 jahrs der Baron von Mercy der
wainfleet- eine marckstadt in der EngelländischeN ProvintzLincvlnShire, un Hunbred, von Candleshow, nicht weit von der see -Dieser ort ist insonderheit durch William von Wainsieet, Bischofsvon Winchester, welcher allhler gebohrenj, und das H genannteMagdaleneN- colle§>um in Oxford , wie auch eine freye schule in die.jer stadl gestifftet, berühmt worden.
? etsr üe la Zrancle LretsZoe p. 124.
!Väitzen/lat. VaüS j eine kleine befestigte stadt in Ober-Üntgärn, liegt an der Donau unweit Ofen, und hat einen Bifchoff-welcher unter das Ertz > Bißlhum Gran gehört. Es soll vorzeitenan vielem ort ein grosser waid gestanden haben, darinnen der ein.sievler Vacius jetnen aufenthalt gehabt, welchen man nach feinemtode vor heilig gefchätzet, dannenhero grosse wahlfahrten darausentstanden, und folgenbs bemfelben zu ehren eine schöne stadr, klo.ster, fchlvß und klrche erbauet worden , so man nach ihm Vaciamgenenuet- VormaiS ist es eine berühmte stadt gewesen, und depKönig Geisa von Ungarn bat eine prächtige klrche allhler erbauet.Auch ist ein festes schloß allhier angelegt, und ein ZMnslium ge»stifflet worden, weiches aber an. rSzs wieder eingegangen. Eshal dieser ort in den vorigen kriegen viel erlitten, indem er bali)von den Türcken, bald von den Kayferlichen eingenommen worden»An-1684 muste sich die Türcklschc befatzung auf gnade und Ungna-de ergeben, ö-, 7 . /cÄ/e/,«. cüötioo. geogr. beschreib.
OnZarn.
wakefield'/ eine stadt in der westliche» gegend der Engellän»difchcn Provintz Norckshire, am bem siusse Calber, über welchen sieeine schöne steinerne brücke hat. Der König Eduardus IV ziertesie mit einer schönen tapeüe. Sieiiegti;; Englische Meilen voitLonden , ist anietzo eine grosse stadt, wohl angebauet, und treibt einenguten lilch'hanbel. Sie ist wegen der schlacht, so zwischen demKönige Henrico I V und dem Hertzvge Richard von Jorck um dercrone willen darbey gehalten worden, berühmt.
TVL-Fe l'ecst äs la gravcke LretaZnL.
walck oder Vala/ Abt zu Cörbey, war ein söhn Bernhardsund cnckel Caroli Martelli, folglich Caroli M naher verwandter,und St. Adalharbi, des ersten Abts zu Corbcy bruder. Er dalff,viel darzu, daß Carolus l^l. seines bruders söhn Bernhardmn zumjKönigin Italien machte, dem er hernach als der vornehmstes-vicker an. 8ir zugegeben wurde. Nach Caroli l^.tobe war ee-wider vermuthen einer der ersten, die Ludovicum v-um vor dessenrechtmäßigen Nachfolger annahmen. Als aber Bernbardus dierevoks wider Ludovicum Viuin anfieng, und ihm der hos verbotenwurde, gieng er aN. 8i4ins kloster Corbey, ward aber an. 8rr baldwieder daraus genommen, unv Lothario als einer der vornehmstenRäthe mitgegeben, als solcher nach Italien gieng. Nach dem tvdöseines bruders an. 8-6 ward er Abt zu Corbey, und führte sich über.all alS einen grossen heiligen und zugleich als den verständigstenstaars.mann auf. Ludmcus Nur schickte ihn an. 8-s in dem gan»