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Werdenberger neuerdingen zusammen thaten, eine brücke überden Rhem schlugen, alle Obrigkeitliche befehle hindan setzten, undals wiederum Zoo mann von Glarus wider sie außgesandt wurden,in die Zürichische hcrrschafft Sax entflohen. Jedoch es währtenicht lange, so krochen sie nochmals zum crcutz, wurden auchnochmals in einer den ;i deccmbr. an. i/ri it. v. gehaltenenLands.qemeinde vermittelst geleisteter chulbigung aufgenominen,und aus intercessivn der hieben gegenwärtigen Zürich.und Berne «rischen Gesandten, lediglich mit geld-buße, ,o auch mit verwel»sung derjenigen, welche von selbst land-flüchtig worden, und miteinziehung der ihnen zugehörigen guter»,abgestrafft.p. 217. l. 10 c. 29. ^clclkp. tt. l. 1.10 c. i;.
üraten kssl. 1 7 - 2 . m.M,-.
Kelsr. ttiit. t'oür. tte Lomir. Vserclenberg. ^
lVerdenberg / ( von) ein uraltes verlangst ausgestorbenesGräfliches geschlecht, welches vorzeiten die vorher gedachte Graf -schafft inne gehabt, deine auch eine gemeine abstammung von de-nen Pfaltzgrasen in hohen Rvälien, vom Rolhenfabn genannt,mit denen alten Grafen von Rbemegg, Bregentz, Feldkirch undMontforl beygeleget wird, unb zwar so sollen diese absonderlichvon Pfaltzgrasen Ulrichs drudcr Heinrich entsprossen seyn, als de.me die erste crdaunng des alten schlosses Werbenberg an. Zyo zugc,schtteben wird. Sie waren in verschiedene äste zertheilet, als dieauf Sargans ; zum Heiligenberg ; zu Herrcnberg bey Sevelen Zzu Werdenderg. Harlmann wäre an. izyü Meister des Johan«rnrer-ordeiis und Commenthur zu Wädenschwcil, auch endlich Bi«schoff zu Chur . Hüglin wäre Obnster in Oesterreichischen dien»slen , und bat das schloß Rbeinegg an. i;y; dem Hertzog Leopoldzu kauffen gegeben; wie auch Graf Rudolffan. 1410 das städtleinWcrbenberg dem Hause Oesterreich übergehen hat. Rudolff warSJohamilter Ordens-mcister an. r;oo. Der letzte Graf dieses na>mcnS Felix, scßhafft zum Heiligenberg , stuhnbe in ftindschafftmit Graf Andreas zu Sonncnberg, welchem er mit 9 wohigerü«steten pserden auf öffentlicher straffen zwischen Mengen und Ried »fingen an der Donau ausgepuffet, Vene auch angegriffen und todtgestochen den 8 may iz n. Des ermordeten freunde brachtenzwar durch peinliche anklage die fach aus den Reichs. tag zu Trier ,allein Kayser Maximilian, deine er mit stppschafft zugethan war,erhielte ihne beym leben, gegen erlegung einer summe geldcs. Erlebte also »och bis an. izzo, da er zu Augsburg währenden Reichs»tages eines morgens lobt in seinem bett gesunden worden, undsolle er noch tags vorhero sich haben verlauten lassen : er wolle nochin der Lutheranern hiui bis an die sporeN reite». Seine ländevfielen an GrafFriedrich von Fürstenberg. *
VOerdenfels/ ist eine Grafschafft, an den Bayrischen, Ah»rolischen uild schwäbischen gräntzen, welche die chmaligen Gra»ftn von Eschenloch und Werdenfels dem Sttfft Freysingen geschen»ckek. Der vornehmste ort, gleiches nainenü, liegt an dem flugLoysa. Von den übrigen örtern heissen die vornehmsten Etai,Miltenwald und Pactakirch. //»«./. Ls>r. ttsmwb. ?. x.
Werdenhagen/ (Johannes AngetiuS) ein berühmter!Rechlsgclehrtcr in Teucschland. Er war anfänglich an. 1617rroteilor jurir zu Helmstädt, und wurde nachmals L^kiciicu, zuMagdeburg , lctzlich aber des Ertz>Bischvffs geheimer Rath»Weil er einige besondere lehren in MeoloZicir hatte - und desfalSin streit gerieth, muste er sich nach Holland rettriren, woselbst erseine übrige lebenS-zeit zugebracht. Seine schrifften sind cke urbi-bu; ÜLnseLticis; breviarlum in Iibror ffo. öollini cle rc^>ublicg; ve-
ruL (ZlirMsnismur ; ph cKoioffiL vers ; offene hertzens.pforte zu demwahren Reich Christi; kirnst recht zu lebe». k. 1 snü^.
bidl. kerrer-fillk. p. ; c. 9.
werdenftem/ ein klostev Barfüsser.ordens , in dem ehdge«Nvßuchen Eanlon Lucern , welches an. rS;o von dem Rath zu Lu»cern gestifftet. Es hat daselbst schon über 100 jähr eme capellc ge»standen, welche wegen der allda geschehenen miracul hänffig t>e»sucht wovdeit.
Werdensteiff - eine adliche familic in Schwaben - derenstammffchloß gleiches Namens in der Abtey Kemvte,, gelegen.Einige aus diesem geschlechcc sollen nebst denen von SchivangaNund Hoheneck an. 600 den H.Magnum aus Schottland in Teutsch»land begleitet haben- Rützmann blieb in der schlachl, welcheKayser Otto an. 9s; den Ungern lieferte. Hilpcdranb florirtc rmtdaö jähr H2o. Hippold war an. i?29 Abt zu L. Galt. GeorgeHeinrich lebte um daS jähr 1650, und hinterließ z söhne.
iiemm.!?. i.
Werder / (von dem) eine altö adjiche familisin dem Für»stenlbnm Anhalt, und den umliegenden gräntzen, weiche schon indem n »nd ir stculo den tumicren beygewohnt, und von den an.N44 abgestorbene» Grafen von Wvldenberg abgestammt seyn soll,von denen sich eine Iinie von der Insül öder Werder genennetEhemals hatte sie aufdem Nnwcil Hamel» gelegenen schlösse Riwe.rode ihre» sitz, wie Senn Otto von dem Werder an. 1481 hast bstgewöhnet; dessen enckel, Jvbst, ist als BraunschweigischerO»drister.LieutenaNt mit tobe abgegangen. Zu ansang des 16 seculiverpfändete der Ertzbischofzu Magdeburg, Johannes, diesem ge«schlechte das hang Ummendürff, und als selbiges an. 1-66 wiedereingelöset wurde, erwählte Hartwig von dem Werder däs sorkGerdisdorff in dem Ertzstifft Magdeburg zu seuicm sitz, und neu»mt-esWerd-rshausen. Dessen enckel/Dietrich, Lr ALRittmelsier, und legte nachgehends als Hessen.CassclischerQber«Hofmarschall und geheimder Rath, unterschiedliche qesandschgfften«b. Er quittirte aber bey damaliger kriegs-unruhe bieff ämter,und begab sich auf seine in dem Magdeburgischen gelegene guter,
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da er denn einst die ehre hatte, daß ihmder SchwedM-b- -Gnstavus Adolphus, ein rcqiment zu fuß offerirte, »
aufnochmaligeS ansuchen des General Banniers, ann/" ^bemjelben von an. iü;> bis 16;? vorstund. Nacbdi^,« ^ »»öUnter. Oirettor der landschafftdes Fürstenthums An bau ^
darauf ChNr-Brandenburgischec geheimder Ratb.Amls.Hauptmann zu MemGaderslebm. Hierneclig^ WMitglied der fruchtbringenden geseUschafft, und binicch enein an. 1657 erfolgten wdeunterschiedene kieme pveiisch,
Sem söhn, Paris , Fürst!. Rath zu Dessau , acha^ ^-das zeitliche, und ließ kcme männlicherrben. Hcinri^ .zuvor erwehnren Dietrichs bruder, bekleidete dieMischen Land.und Cammcr.Raths, und halte eine,,menS Gedhard Paris , welcher geheimder Ratb un„ a.Oirecdor ju Cöthcn, wie auch La.'ves.jchaffl UltterMireÄor worden. ^Er brachte die WerdeM»n güter «uunb ausserhalb des Furstenrhums Anhalt,sich ereigneten tvoes-fällen, sämtlich an sich, und starb anVon seinen beyden söhnen ward der ältere, Heinrichiü94ein vater Emanucis, der jüngere aber, Lebrechi cestarb au. 1Ü9S, und hinterließ einen söhn, namens Gerbara «! 7
Werder / (von) eine Abstiche familic in demMagdeburg und in ber Marck, welche von dem kuebvorE.den geschlecht zu unterscheiden ist. An. 171, besaß st,N"rlchauischen creyse die Ritter-güter Eollwltz, Wvltersdvrff v'Brettien, Rvgeesen und Klei». Wusterwitz . Vorzeiten n,, ^ ^dem Stiffl Merstburg gewöhnet, die MersehurMe voriiM -.',"chejetzoberNcumarck heissct, innegehabt, und dieselbean den BischoffEverhard verkauffel. Es war aber diesedamals el» Lorff, und hieß das Werder, bahcro das dabei,/,,.?vorwerck bis dielen tag das Werder genennet wird.
Werder war von an-146; bis 1467 BischoffzuMttstbManderer, namens Johann, der an. 1529 zu Veldküchenward von dem Kayser Maximiliano I znm Hauplmann M'MÄfort gcsetzct, nachdem er sich in -r feldzügen wohl verdM, 4 ",'
-d". r p. 248. scleisp. k. r.
wcrdmüUer / ist eines der ältesten und vornehmsten Bai«ticn.gcschlechler mZürich, welches sich in vielen secMinMa»:str der Schwatz berühmt gewacht, und die HerrschM»OttliShau/en, Heidelberg rc. besitzet. Aus deine htiistMmiirjchman. r;»4 hecvorgelha», als deran-iz?i Mit der stMWchL.
»er »n dem siegreichen streit wider das hauß Oesterm«, Wwell gezogen , hat sich auch i» dasiger Wacht lMOtto ledle 1410. Dieser hat sich an. ,444, als iii diNnMemN,rich.kciegdie ftadt von den Eydgenossen belaqerl ward, daMM.derlich signalisiret , daß er den nächst bey stincr wühlen ihmeanvertrauten posten mit seinen söhnen und weniger nmnschM,oder (wie einige chroinckeii melden, nach zurückweist,ng der>„Wiegesioisencn 2s mann) allein mit seinen söhne» wider ivooBumrmännlich behauptet, deßwegen er auch und lii anstblliig semcrhikr.durch dem Vaterland erwiesenen treu und rapffeMan. i44;iMinnern Rath ausgenommen worden. Er starb an. 14s-. HWtzein söhn Ottonis, welcher in obermcidlem stürm denen klosterffm»cn im Oeienbach an einem seil in der wiege» über die ringM«dargereichet, unb nachher» von selbigen wohl erzogen worden, istmit seinen 4 brüdern und einem bcudccs.schn an. 1474 M sS iOder Carolum /tuckacem von Burgund zu seid gezogen, die sich sichvor Elikurl und Mnrlen allciaml tapffer gefallen. An. 1499 lluger das ZüricherPaner widerKayser Maximilian t, und den LM'bischen Hund. Schon vorhero an. «474 ward er in den inncm Rchgezogen, an. 14L9 aber, in dem wider den berühmten ZürichWiiknegü. Helden und Bürgermeister Waldmann, (von deine in dkinLupplemenrem besondererarlickel zu erwarte») erregtenoiifstiiiidneben vielen andern seiner chren-stelle entsetzet, doch an. 1494.wie»derum dcs Raths worden. Er ist an. iz,;, und zwar ohne mälii»liche nachkommen, abgestorben. Sein bruder Johan«, hat dasgc,chiechk fortgcpstantzcdaus dessen söhnen zu mereken 1) HalstjJa-cob , Lieutenant in der schleicht bey Navarra an. 141; z erMsich auch bey dem zweyten Pabsi»zug, der ynn dchuffL«°x>unlernvmn'.cn worden, smbcn, an. i;ri des Raths, so da»» lffqEeckelmeister und Gesandter an Pabsi Clemenleui Vtt. A». >;»!>
,n damaligem erstenCappclcrckneg ward er ersterFe!d'Ha>>Pt>«>>itn Gastarl; im andern Cappeler»krieg aber a!S Land. vogtmLuggaris gefangen ; an. i;r -4 zum andernmal Scckelme«starb an. 1559. r) Heinrich, dieser hat in denen SMMMund Mayländische» kriegen gedientt, auch für das MorNiollMwerck einen grossen ciser blicken lassen, indcme er nicht allein Mselbst samt seinem jetztgedachten brudev in das zwischen E»Fabri, Constantzischen Vicanoundder Priesierschafft vonZEgepflogene rcligions. gelpräch eiiigelasscu, soi,der» auch wll-c «bigen einen tractat, genannt der Gyrcnrupffcn, gehölffen au Wen,Unb daS neue resiamen! viel,äll>g unter die armen «ib- ltt, » .
15; im damaligem Cappeler-kriegEommeiidant in btt M BM'garten, und an. 15 ;2 des Raths, ilarb.au. 1548, a söhn hlassend, a) Otto, von deine ein eigener artMBear,dessen nachkommcnschafftsich durchsNoch flocireiide äste ausgebreitet. David der rte . .
Rathoherr, hinterliesse; söhne; «mec dacicii ugte Y MM stHanß Rudvlffen, an. rSgl General' A i 'tant, Odr ^und Pferd, und Commendant zu Christians .PnsindM"^cron Schweden ; an. -sgS Odr.ster zu d>e-A>und 1L48 der Republic Venedig »b-r 2°°o Evd«matten, am id;r General' MaMWider die revvlmn^ .