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ü»Ä mit vielen curieusen Obftrvationen bereicherte. W. ißy.Würde er von dem Churfürsten in Sachsen Ioh. Georg Hl, wel»eher bey der armee in Schwaben an der lagersucht kranck läge, be»Fhrel , durffie aber den Hertzogen von Würtemberg CarvlumHcidecicum, welcher damahlen gleiche kranckheit halte, nicht»erlassen. Nebst seiner ungemein starcken krsxi führte er auchfiarckecorrcspondentz milden gelehrtestenl^lestici; seiner zeit, undwurden In sehr viele auch weil entfernte ort Conüüs kleäics von,hme eingeholet, darneben wäre er ein grosser liebhaber von der^naromil.-, dahero er bey allen anlassen so wohl bey bösen als zuhauß dieselbige exercirte, als sein onum ciulciüimum. wie er solchezu nennen pflegte, gleichwie er auch darbey alles accurat aufzejch.riete, so wohl als was ihme in kraxi vorgefallen, vhnangesehenseiner jeweiligen erstaunlich vielen geschafften, wie dann so wohlDon dieser als jener makerie bin und wieder Lpiüo?«. OHLrvano«ie- und Lonlilia bey den -tuckoribuL von ihme zu finden, deswegener auch einen sehr grossen Ilielsurum ivlgnuscriptorum hjnlerlas»sen, worvon die Observarioner prsistic-e von seinen enckeln in vrb»Kling gebracht, die besten außgelesen und zum druck fertig gemachtworden. Es ist auch der erste theil äe ^KeÄibur Lsffms in Schaff»Hausen würcklich unter der presse und wird bis zu ende dieses 1726jahrs an das licht treten, deme die übrigen theil bald hernachfolgen sollen. In den letzten 4 jähren fernes lebens konnte er we.gen engbrüstigkeit nicht mehr reffen, auch endlich wenig mehraus dem haust gehen, versähe aber nichts bestoweniqer die kranckenrmt hülff und rath durch schreiben, und arbeitete öhncrmüdet bisan sein ende, welches erfolget ist den Men januar. 169;, da eran der brust.wassersucht von einer sonderbahren ursach herrühren»Dr, wie es die Laarolvie ausgewiesen,und solches von ihme in seinemLeben allzeit prognvsticirk worden , gestorben. Er hat von 9 kin»dern, die ihme von Barbara Rinck von Wildenberg, welche eran. 1650 gehcyralhec, 2 söhne und; löchter» hinterlassen, derenDie jüngste verdeyrathet an den in gröstem flor annoch lebenden undan allen Höfen bes-H. Röm. Reichs sehr beliebten und berühmtenCdur.Pfaltzischen geheimen Rath und Leib-l^lcäicum Herr Ioh.Conrad von Brunn Baron von Hammerstein. Seine schrifflensv von ihme heraus kommen : sind Lxercicmioner /rnsromic» so-rurn czuos tuttulir Lpoplexis an. rü;8, UNv vermehrt an. 167;;Licm« agULric« üickoria Le aax« an. »679. Sein älterer söhnIoh. Conrab, gebohren den 7ten rul. 1657, legte fich gleichergestalt unter anführung des vakers auf die Medicin, gienge nachgelegtem gründ gen Basel , und von dar nach 2 jähren gen Ley»Den, allwo er fich auch eine geraume zeit aufgehalten und daselbstLenZrLcium voüorLlü; an. 1679 angenommen; hiernächst wolle»hne der vater nach Paris schicken,» muste aber wegen ohnpäßlich»keil nach haust kehren, allwo er sich noch in selbigem jähr bey»rathete, dem vater in seiner weitläufftigen kraxi unter die armegrieffe , und solcher aller orten mit gröstem rühm abwartete. An.Z694 wurde er von deröociekskeS. L. osrura; Luriokorum zum
Mitglied unter dem namen wlelLinpi angenommen, und an. 1702zum 2 !')ckicoorllinsrio in Schaffhausen erwehll, verstarbe im ju»«101711 und hatte; söhne, welche alle in die fußstapfen ihrer vor»fahren getretteu, und Ooüores Ivleäicin« geworden, unter denenober der älteste noch bey lebzeiten des vaterS schon in dem 29 jahvseines alters an. 1709 an dem flecken- fieber gestorben. Der mittle»re aber bekleydet Vermahlen die ckar^e eines Leib»öckeäici bey demPrintzen von Qcanien; der jüngere hingegen prackicirl im vatter»land und ist in heraußgebung ovdemeibter Oblervstionum occu»pirt. Obiger Iop. Jacob halte seinen jüngsten bruder Johannes,gebohren den i9te»jun. i6;c, zur Medicin gleicher gestalte» an»geftischet, welcher auch in kurtzer zeit unter seiner bireckion grossexroZretluj gemacht, und so dann nach Basel und Straßburg gienge, allwo er etliche jähr in kieckcina stürmte, daraufhin sich«ine zeitlang in Paris aufhielte; demnach auf seiner ruckreise zuBaselan. 1659 in Ooüorem promovirte, und bald darauf zum-»stellare llscuirskis besticke Lsllleensts gemacht wurde. Er pra»cticirte im Vaterland sehr glücklich, und war dem bruder in seinerweitläufftigen kraxi behülflich, führte daneben starcke correspon»Leiitz mit den berühmtestenMeäicis selbiger zeit, schriebe auch indie lVIilcell. ^cüä. blak. Lur. Ferner ist eine lipilkolr curioü äsCsncris vonjibme zu lesen hinter des 8scclstii LsmrnsraloZis. Erstarb in der besten blüthe seines alters an einem seitben-stechen denloten januar» 1670. L« /p/r/se/l. Le
werben/ tat. v-rbenr» eine mittelmäßige stadt in der altenMarck Brandenburg , beydem einfluß der Havel in die Elbe, ge»legen. Sie soll von dem Kayser Henrico I erbauet, und zugleichgegen über zwischen der Elbe und Havel mit einem schloß, Sieg»berl genannt, versehen worden seyn. Kayser Henricus ll bat an.1002 eine zusammenkunfft allhier angestellet, und die Wenden,den christlichen glauben anzunehmen, bewogen. AIs aber einigejähre draufdieselden den Marggrafen zu Brandenburg , Diel«,chen, verjagten, haben sie diesen vrt in gründ zerstöret. Ob nur»gleich der Kayser denselben noch mehr befestigte, und mit einerstarcken besatzung belegte, so eroberten ihn doch die Wenden wie«der mit list, und machten die besatzung nieder. An. ic>; 9 erschlu»gen sie hier auf dem rathhause; Grafen und 40 von Adel, auchwas sie mehr von Christen in der stadt funden , machten sie theilsnieder, theils nahmen sie gefangen. An. i 6 ;i nahm sie Gusta»vus AdolphuS, König in Schweden , ein, schlug sein hager da»Ley auf, und legte eine feste schantze auf feiten der Elbe, recht inderen Vereinigung mit der Havel , an, welche aber nicht gantz zustände gekommen. An. i 6 ;ü machten sich die Kayserlicheri undSächsischen davon Meister, musten ste aber nach der schlacht beyWittstvck verlassen. A». »640 lwß Churfürst Friedrich Wilhelm
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die thoren und Mauren niederreißen, und sahres drauf dir schantzeschleiffen. Im übrigen ist hier eine Comturey Iohanniter.ordens,sv zu dem Sonmburgischen Heermeistcrtbum gehöret. L»r»E/
Werd« / oder Werth« / ein stabilem und amt an der Pkisse,in Meisten und dem ertzgebürgjschen creyße, gegen das Vogtlandzu , gelegen. Ehedem war eS unter dem Zwickauischen amt be», ttzo aber ist es Chur.Sächsisth. Der Churfürst Friedrich
griffen,
von Sachsen bat es von einem Burggrafen von Donin erkaufst.Nach der Hand hak Werda einer von Tumshirn besessen, dem esvielleicht versetzt gewesen. iopogr.8ax. iup. p. 191.
werden / ist eine kleine stadt in der Graffchafft Marck, andem fiuß Ruhr gelegen. Die stadt ist der Lutherischen religion zu»gethan, und stehet unter des Königs von Preussen schütz. Es be»findet sich aber darinnen ein von dem H. Ludgero, ersten Bischofszu Munster, an, 790 gestiffteles kloster, Benedictiner-vrdens,dessen Abt unter die gefürstcte Prälaten und unmittelbare Ständedes Teutschen Reichs gezehlet wird. Derselbe schreibt sich zugleichemen Abl von einem andern zu Helmstädt in dem Wolffenbütteli»scheu befindlichen Benedictincr > kloster. Wegen der herrschafstüber die stadt hat der Abt mit dem Landesherr« jederzeit streit ge»habt; es soll aber derselbe zu des Churfürsten Fridmci Wilhelm»zeilen sich von dessen ober»herrschaffl durch eine gewisse summe gel»des befreyet haben. F«,s/. 6.8. wm. 2 v. ;qs. Lr--M. e. r>.
I;8. -^e/ kreuis. ttss» AeoZr.
Werdenberg/ ein städtlein, schloß und dazu gehörige alteGraffchafft, welche gegen morgen an den Rhein , gegen mittagan die herrschafst Wärmn, aegen abend an die Sarganser berge,und gegen Mitternacht an die Zürichische herrschafst Sak gräntzet»In der lange von lüden gegen norden erstreckt ste sich etwas übeveine starcke Schweitzer.meile, und begreifst; kirchspicle, als Se»velen, BauchS und Graps, ungchhr 1200 mann starü. Dasstabilem Werdenberg liegt an dem fuß eines berges, und haben dieaiivastge bürger einige sreyheiten. Auf einer lustigen höhe des der»ges ist das schloß gelegen, worauf der Landvogt seinen sitz hat»Solches ist seit an. 1S9;, da cö bey dem einzug eines neuen Land»vogis abgebrannt, wiederum neu aufgebauet worden. Dieselandschafft ist gut, geschlackt und fruchtbar, und die einwvhnersind meistens baurs.leute, welche ihre nabrung aus der vleh.zuchkund dem ackcrbau ziehen; vbwohleu ste svnsten auch gute soldatenabgeben, und in ausländischen diensten sich gern gebrauchen lassen.Es stunde vorzeiten diese Graffchafft unter eigenen Grafen diesesnamens, ( stehe den folgenden art.) vor deren gäntzlichem abster»den sie schon in andere Hände und namentlich an die Grafen vonMolar gefallen, aus welchen Johann Peter selbige an. 148; nebstder herrschafst Wartau an den Canwn Lucern um 21000 st. ver»kauffet, von welchen ste an-149; ausgleiche weise an die Freyher»ren von Casteiwact um 22000 fl. gebracht worden, welche zugleichfür sich und die Grasschaffcdas burger-rechk zu Lucern angenom»men, das land aber schon an. 1498 an die jungen Freyherren vonHewen wiedermale» käuflich um 24000 st. übergeben, von denenste endlich an. 1517 an den Canton Glarus auf gleiche weise um2,500 g.mil gründ und grad, wohn und waid, holtz und walderlassen worden. Allem schon an. 152; erregten diese Werbender»gische Unterthanen eine« aufstand wider ihre Obrigkeit zu Glarus ;Als ste aber diese schon würcklich mir bewehrter mannschafft imanzug wider ste begriffen sahen, ergaben sie sich zum gehorsam,und erkannten sich schuldig in einem ihrer Obrigkeit zugestellten brief,von deren sie hingegen an. r;6; eine schrifftliche ehren.verwahrnißzusamt der freyheit in kriegs.auszügen ein eigenes fähnlein zu füh»ren erhielten. A». 16; 8 ist von denen Caibolischen Glarnern die be»vogtung dieser Graffchafft denen Evangelischen allein überlasse»worden. An. 1667 ward ihnen von dem Land»Rath zu GlaruS über einige kiags.weise angebrachte daswaid und waldungö.rechtso wohl als die haußhäbliche Niederlassung der Glarnern in derWerdendergische» Graffchafft anbelangende Puncten willfahr zu»erkannt, auch deßwegen ein besiegelter brieff zugestellt, wiewohlohne vermissen der Lands, gemeinde und mit vorbehält der Landes»Obrigkeitlichen hohen rechten und regalien. Als aber die Werben«berger in nachgehenver zeit bey verschiedenen anlässen damit vielaufhebens gemacht, und dervwegen endlich die fach an. 1705 fürdie Lands, gememde erwachsen, so ward ermeldker brief zu folgedes ergangenen schluffes wiederum zu Handen gezogen, auch nach»hero dessen restitulion, als denen regalien der hohen Lanbes-Obrig«keit nachtheillg verivaigeret; dannenhero sich die Werdenberger zuempören anhuben < und an. 1719 dem neuen Landvogt die hulbi»guog versagten. Diese unruhe wurde zwar das folgende r^ojabvdurch die von der Evbgnoßifchen kagsatznng an sie abgefertigte ge»landschafft gestiüet; Allein nach deren abschied erregte dieses vvlckgar bald wiederum einen neuen aufstand, sv daß endlich die Lan«des.Obrigkeit zu Glarus , nach deme noch ein ernstliches abmad»unngs.schreiben von ver kagsatznng an. 1721 vergeblich an sie ab.gegangen , zu den Waffen griffe, und das schloß mit mannschafftbesetzte: woraufdas hiepurch erst recht in Harnisch gebrachte vvlckwürcklich gegen selbiges angezogen käme, sich aber auf verspuhrtegegenwebr so gleich wiederum zurück zöge, da inzwischen 190»mann Glarnerischen volcks würcklich im anmarsch gegen die Graf»schafft begriffen waren; allein, ehe dirfe noch dce grantzen beruh»ret, untelwarffen sich die Werdenberger wiederum ihrer Obrigkeit,rmnateu da zu dem eingejagten schrecken auch ein kräfftigerzuspruchvon einer aus Zürich abgeordneten gesanbschafft käme. Daß aberauch dieses mal das übel nicht aus dem gründe gehoben worden ,erwiese sich so fort nach überstandener gcfahr, da sich riemlick msrv tW» Qqqqa Wer»
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