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IN. in zwey bänden ; ködert ok Gloucester Chromcle, IN zweybanden ; The History and Antiquities of Glastonbury, U. a. m.
'Cieuc Zeit. von ctel· fachen, an. L alwi pdsim.
Heatb, (Nicölaus) Ertz-Bischoffvon Yorck, undCantz-!er von Enqclland zu der Königin Mariä zelten. Er wurde mLonden qebohren, und erstlich im Christ - Collegio , hernachober in Clare-Hall auf der Universität Cambridge erzogen. Erwar des Königs Henrici Almosen-Pfleger, welcher ihn zum Bl-schoffe, erstlich von Rochester, und hernach von Worcester ,machte. Ob er wol von Eduardo VI. abgesetzt wurde, so letz-te ihn doch die Königin Maria wieder ei» , und machte ihnnicht nur zum Ertz-Bischoffe von Uorck, sondern auch zumGrosi-Cantzler in Engelland. Er war ein kluger, gelehrter,weiser und dabey sehr aufrichtiger mann, welcher sich mehrbeflisse, seinem eigenen gewissen ein genügen zu thun, als an-dere zu verfolgen. In summa, er war so moderat, daß erin der disputakion zwischen den Catholischen und Protestan-ten im ersten jähre der Königin Elisabeth nebst Nicolao Ba-cone zum i’neiide crwehlet wurde. Jedoch, wie er von seinenvorigen Mitgefangenen Catholischen Prälaten durch ihre p»n-cipia eingenommen war, also konnte er sich nicht dahin bewe-gen lassen, der Königin das juramenturn suprematüs, daß sienemlich beydes in geist-und weltlichen dingen die oberste gemalthätte, zu schwöre», welches denn verursachte, daß er aufsneue abgesetzt wurde. Hierauf aienq er auf sein land-guth zuCodham in Surrey , und brachte daselbst sein alter in steti-gem stndiren und andachts-pfleguug zu. Endlich starb er an.
1566. Camdenus , annal. rer. Angl. sub Elisabetha P. I. Bur.ntt , hist. Reform, eccles. Angl. P. II. üb. III.
* Heath, (James) ein guter Schulmann aus Londen , hiengCarolo II. im exilio an , und verzehrte darüber alles das sei-nige. Er muste sich dahero mit bücher-corrigiren und schrei-ben forthelffen, und starb an. 1664. nachdem er The Gloriesand Triumphs of the blessed Restitution of K. Charles II . Lon den ,662. in 8. ingleichen eine kleine Chronica von Engelland ;das Leben Cromwels; eine Beschreibung der Englischen Mär-tyrer, u. a. m. verfertiget. Wood.
* Heath, (Thomas) ein Jesuite, dessen bruder Ertz-Bi-schoff zu Zorck gewesen. Seine vorgesetzten sandten ihn an.is68. nach Engelland als einen Mistionarium , und befahlenihm sich als einen Puritaner zu stellen; ja er hatte Ariani-sche und Wiedertanferische bücher bey sich, deren irrthümmerer auch mit dem Puritanifmo zu vermischen beseht empfieng.Nachdem er also sechs jähr lang in gantz geringer kleidung anvielen orten geprediget hatte, kam er zu deut Decano von Ro-chester , und hielt um eine Pfründe an. Der Decanus befahlihm hierauf eine prob-predigt zu halten , damit er von seinerFähigkeit urtheilen könne. Heath predigte über diese worte,ah. xn.Die gemeine bätete ohn aufhören für pe.trum zu GOtt, und bemerekete, daß diese gebäter den öf-fentlichen gebätern der Englischen Liturgie nicht ähnlich gewe-sen seyen. Indessen ward durch verschiedene bey ihm gefun-dene briefe entdecket, daß er ein verstellter Jesuit wäre, wel-chem sowol von seinem orden als von Papst Pio V. erlaubetworden, in Engelland zu predigen, was er wollte, wenn er nurden zweck, die Protestanten unter sich selbst uneinig zu machen,dadurch zu erreichen vermeynte. Er ward hierauf drey tagenach einander an den pranger gestellet; hernach schnitte manihm die ohren ab, spaltete ihm die nase, und brannte ihmden buchstaben R auf die stirne. Über diß ward er zu einerewigen gefangenschafft verurtheilet, davon ihn aber sein, weni-ge monat hernach erfolgter tod bald befreyet hat. Btbiiotbi-que Angloije , tom. I. P. I. p. 176. 177.
-Zehe, die göttin der lugend, Junonis tvchter. Sie hat-te kernen vatter, sintemal vorgegeben wurde, daß Juno, alssie von dem Apolline auf ein gastmahl geladen worden, so viellattich gegessen, daß sie davon schwanger worden, und He-ben gebvhren, welche wegen ihrer schönheit zu des Jovis mund-schenckin gemacht wurde. Allein es trug sich pt, daß als Ju-piter bey den Aethiopern zu gaste war, und Hebe ihm auf-wartete , derselben fuß ausglitschte, und verursachte, daß siezu boden fiel und sich zu starck entblößte, weswegen sie vonihrer bedienung abgesetzt, und hingegen Ganymedes an derenstatt angenommen wurde. Jedoch, als Hercules unter diezahl der götter kam, vermählte er sich mit ihr, da sie denn Jo-lam wieder jung machte. Der verborgene sinn dieser fabel ge-het dahin: wenn Juno ( das ist, die luft) durch die beiffenstrahlen des Apollinis oder der sonnen erwärmet wird, so fängtdie erde an, da sie zuvor unfruchtbar war, zu empfangen ,und Heben oder die dlumen hervor zu bringen , welche denndem Jovi gebührend aufwartet, bis letztlich bey dem aus-gange des sommers Jupiter sie a' setzet, und Ganymeden, dasist, den Winter, v.dcr das wässerichte zeichen des Aquarii oderWassermanns annimmt. Cic. üb. 1 . Tufcul.
Hebed-Jesu, oder Abbißt, war anfangs Metropolitanuszu Saba, und verfertigte unterschiedene Ncstvrianische bücher,schwur aber, da er unter Papst Juliv III. nach Rom kam,die Nestorianischen irrthümmer ab, und ward von demselbenzum Patriarchen gemacht, auch in solcher würde von PapstPio IV. als er das andere mal nach Rom kam, bestätiget.Um dieseldigc zeit soll er auch den brief an das TridentimscheConcilium haben abgehen lassen. tra.Paolo & Baüavicsm ,
hist. du Conc. de Trente. Simon , hist. crit. des Egliscs du Le-vant.
* Hebensireit, (Joh. Paul.) war an. i66r. den 2$. jun. zuNeustadt an der Orla , allwo fein vatter damals Rector war,gebvhren, und lag den studicn zu Gera , Gotha und Jena ob,dispulirte an letztem orte im ersten jähre unter Bechmannozweymal de Praedestinatione , und wurde im andern jähreMagister. Nach diesem las er unterschiedene collegia , dispu-tirte auch fleißig, und wurde darauf erstlich Philosophiae Ad-junctus , fodenn Philosophi« extraord. Hernach Moralium undPolitices Professor, an diesem letzten orte, wie auch Consistorial-RatH, und endlich an. 1710. Theologi« Professor, nachdem eran. 1697. zu Altorf den gradum eines Doctoris angenommenHatte. An. 1715. ward er Pastor und Inspector zu Dornburg ,legte aber endlich dieses amt nieder, begnügte sich mit demtitul eines Fürstlich-Weimarischen Consistoria! - und Synodal-RatHs, und starb an. 17-8. den 6. may. Man hat von ihm:Systema Theologicum , Franckf. und Leipzig 1707. Philoso-phiam primam ad mentem veterum Sapientum, Jena 170;.tn 8. Institutiones Logicas sacras ; Philosophiam Moralem;Theologiam Naturalem nebst sehr Vielen Disputationibus , als :de Theologis multiplici calumnia adpetitis ; de Epiphania &Epiphaniis; de Sponso in Nuptiis Canae Galilaeae ; de Eremitisseu Anachoretis; de Joanne Eremita ; de Libertate Arbitrii;de Forma Regiminis in Ecclesia; de Conscientia practica; dePraedicationibus exhibitivis; de Scientia Dei media ; deprimisChristianis Imperatoribus; de Aug. Confessionis Authoritate;de horribili Terrae Siculae Motu ; de Locustis immenso agmi-ne Jenensem Academiam 169;. pervagatis; de Remediis ad-versus Locustas ; de Legibus Ecclesiasticis , Jena 1698. de Le-gibus Ecclesiae universae; de Canonibus Apostolicis ; de Col-lectoribus Canonum , Gratiano inprimis ; de Theologiae exe.getic® Natura & Constitutione; de Theologi® exegetic® Fine,inprimis de genuina Script. S. Interpretatione, & quae huicopponitur oragt^fAwüsf. 5 de Script. S. Sensu ; de Script. S. Au-thoritate ; de Peccato Originis; de Praedestinatione duas; dePropositionibus personalibus ; de duarum Christi NaturarumCommunicatione ; de Majestatis Communicatione ; an. 1710.de Peccati Natura & adaequata Mensura; wie auch verschiedeneProgrammata, &c. wüttembergische Neben - Stunden.Zeumer. vit. Pros. Jenens. dass. I. n. 46. p. 258· seqq.
'Heber, des SelaH söhn, des Sems enckel, und einer vondes Abrahams vor-eltern, welcher A. M. 1754. gebvhren wor,den, und 464. jähr gelebet hat. Im; e. jähre seines alters zeug-te er den Phaleg, welcher nähme eine zertheilung bedeutet,weil nemlich zu seiner zeit die weit zertheilet ward. Nach denmeisten ftridenten sollen die Jüden den nahmen Hebräer vondiesem Heber bekommen haben; wieivol ihn andere von Abra,ham herleiten, der ihrer meynung nach 1. B. Mos. XIV. 14.ein Hebräer genennet wird, wegen des Übergangs über den Eu-phratem. Allein es ist offenbar, daß auch Abraham deswegenein Hebräer heisset, weil er aus dem geschlechte des Hebers her»stammet. JoJipbus , lib. I. ant. c. 7. Eusebius , in chron. Evang.Augußin. de C. D. lib. XVI. c. 2. Bocbartus , in Phaleg. lib. II.c. 14. Heideggerus , hist. Patriarch. P. I. bxerc. c. 16. §. 23. seq.& P. II. exerc. 1. §. 1;. seq. Clericus in Genesin.
* Heber, (Georg Mich.) war zu Wittenberg an. 1632. ge-bohren. Er legte sich daselbst und zu Leipzig mit besondermfleiß auf die Rechte, reisete darauf nach Holland und Franck-reich, da er besonders von Menagio und Justello viele liebegenoß, und gieng von dar nach Engelland. Nach seiner zu«rückkunft ward er in feister vatter-stadl Professor Codids, As-sessor des Ober-Hos-Gerichts und Syndicus bey der stadt. An.1702. ward er am tische todt gesunden, nachdem er einige'stun-den zuvor, das podagra zu vertreiben, rohes kalb-ffeisch aus diedeine gebunden hatte. Er war nebst den Rechten auch in derTheologie nicht unerfahren, und redete besonders vortreflichLatein. Von ihm hat man verschiedene Disputationes , als:de Fiducia Magistratus ex 1 . ; r. ff. de Injur. oder ungerechtenObrigkeitlichen Amts-Trotz, Wittenberg 1684. in 4. de eoquod interest inter actionem ipso jure nullam , & ope exce-ptionis elidendam , Wittenb. 1700. in 4. de Actionibus Con-fessoria & Negatoria, ib. de Exceptionibus Judici opponendis,ib. 1705. tn 4. de Favore Juris Renunciationi non obnoxio,ib. 169;. in 4. de Jure Femin® litigantis in Foro tum Civilitum Saxonico , ib. 1Ö93. tn 4. de (Quadriga , ib. 1685. M 4.de Hypothecis Feudalibus , ib. 1694. tn 4.
Hebernus, Ertz-Bifchoff von Tours, succeditte um das jähr887. dem Adalaudo. Er hat ein buch de Miraculis S. Martinigeschrieben, darinnen er diß wenige, so man von ihm meldenfM1 / selbst anzeiget. VoJJius , de Hist . Latin. $ammartb % Gail.(jhrist. tom. I. p. 749. *
Hebers, ist der author eines Romans, so die 7. Weisen oderDolophatos genannt wird. Er sagt, daß er solchen aus dem La-teinischen wercke eines Mönchs von der Adtey,Hautc-Sclve, ge-nannt Dam Jehans, das ist, Don Juan, übersetzet. Dieseswerck ist in Versen beschrieben, und zwar, wie dafür gehaltenwird, entweder zur zeit der rcgierung Königs Ludovici VIII. deSheil. Ludovici vatters, oder des Ludovici Huttini. Du VerdterVaiiprivas & la Croix du Alaine , bibl. Franc.
Hebräer, durch diesen nahmen werden die alten Jüden, wel-che sich in ihrem gottesdienst der Hebräischen spräche bedienten,
sowol