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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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Leipzig 171;. in 8. Hiskia Cardilacis Evangelische Kunst-Artz-ncy und Natur-forschende Welt-Feld-Land-Sradt-Haushaltung-und Nahrungs-Postille , in vier theilen 171?' in 8 . Severi».Pinäus cie Notis Virginitatis ; Ludovicns Bonaciolus de Foe-tas Formatione ; Felix Platerus de Origine Partium earumquein Utero conformatione ; Pelr. Ggssendi Observat, de SeptoCordis pervio und Melch. Sebizius de diotis Virginitatis,Erfurt 1724. i» 8. Cvnr. Kuhnraths Destillir-und Artzney-buch. Programma. Matschmcmni Erfordia litterata, erstefslirtml. S. 11 . n. II. p. 133 · seq.

* i^eUwig / ( Johann Otto , Freyherr von ) ein bruderChristophs von Hellwig,-gebohren an. 1634. legte den gründseiner studicn in der e^chul-Hforte, gieng im siebenzehenden jäh-re seines alters nach Jena , von da nach Erfurt , ferner nachAltorf und endlich nach Basel . Er promovirte zu Erfurt inDodorem Medicinas , und gieng nach Amsterdam , von da thater im ein und zwanzigsten jähre eine reise nach Indien , undpracltcirte eine geraume zeit in Batavia. Nach seiner zurück-kunft ward er Chur -Pfältzischer Rath und Leib-öledicus, wieauch Professor Honorarius zu Heidelberg , ferner FürstlicherSachsen - Gothaischer Rath bey Hertzog Friedrichen, endlichaber auch Königlicher Dänischer Rath bey Christiano V. DerKönig in Engelland Caroluö II. hat ihn baronistret, und zumEquite Britannico gemachet. Er hat sich ebenfalls in Europa umgesehen, indem er in Portugall, Franckrnch, Italien ,-ncmarck, Holland , Engelland und andern landern gewesen,auch diese sprachen meist alle verstanden hat. Er starb zu Ba-reuth an. 1693. Er hat geschrieben Curiosa Physica , inqleichenArcana majora, welche fein bruder Christoph, wie unter feinemartickul gedacht worden, ediret hat. Motschmanni Erfordialitterata, erstefaminl. S. 11 . n. II. p. 157.

* Hellwiq , ( Theodorus Andreas) ein fohn Christophorivon Hellivig gebohrcn an. 1694. den 12. may zu FranckenHau-fen , studirle zu Erfurt Medicinam, und starb daselbst an. 1721.den 28. mertz, nachdem er eine curiöfe physicalische Berg - be-fchreibung der drey beseelten Natur-Reiche, Franckfurt undLeipzig in 8. Den klugen und lustigen Medicum unter dem »ah-men T. A. V. Jatrophili, Zittan 1721. in 8. und eine vorredezu seines valters Nosce te ipfum geschrieben. MotschmanniErford. litter. zweyte sammt. fect. 11 . n. 27. p. 309.

* Hellwiq, (Joach. Andreas) J. U. D. und Professor, auchDirettor des Consistorii in Pommern und Rügen, war geboh-ren zu Greyphswalde an. 1677. den 13. febr. Sein vatterwar Christoph Hellwlg, Dodor und Professor der Artzney zuGreyphswalde, wie auch Mecklenburgischer Leid-Artzt und Mit-glied der Acad. Natur. Curiosi in welcher er Galenus 11 . benen-net ward. In der zartesten kindheit fiel er von der stiegeherunter, und blieb dennoch durch GOltes besondere obhut,wider alles vermuthen beym lebe». Im jähr 1689. zog er aufdie Universität Greyphswalde , und erwehlte sich die berühmtesteund beste Professores , besonders Peter von Mascow, in derRcchtsckunde zu feinen Lehrern. An. 1699. gieng er über Ber­ lin nach WlNenbcrg , Leipzig , Halle, Jena , und suchte auchda seine academischen studicn ferner anzubauen. Bald daraufward er Hofmeister bey dem Grafen, Erasmo Erncsto vonKüssau , mit welchem er an. 1706. die Universität Grcyphswal-de nochmals besuchte, und vornemlich bey Paltherio erncn nä-hern zutritt sich zuwege brachte. Er stellete darauf mit seinemuntergebenen eine reist durch Nieder - Sachsen an, und hätteauch die entfernte lander mit ihm besehen, wann er nicht fürrathsaincr gefunden hätte, feinem bruder, Carl , nachmaligemI) odori Medicinas , seine stelle abzutreten, und sich mit allemernst auf die Praxin Jurid. zu legen. Es glückte ihm auch , daßer an. 1708. bey dem Pommerischen Dicasterio Adjundus Fisci,und bald darauf Auditeur bey den Königlichen Schwedischentrouppen zu Stettin ward. Nachmals wollte er emsmalsnach Schweden übergehen , er veränderte aber seinen rath-schlnß, und gieng zum dritten mal nach Greyphswalde zu-rück, da es dann nicht lange angestanden, daß er die Pro-feilionem Juris ord. nebst andern ehren - stellen daselbst er-langte. Dieses geschahe an. 1722. und ein jähr daraufward ernach gehaltener difputation , de, eo quod jultum est circa do-tem xsti matam , zur Doctor-miide erhoben. Er verheurathe-te sich in dem folgenden jähre mit Christ. Catharina Brixin,aus dem Zastrovischen haust. Nach, einigen jähren ward erAssessor, und endlich Diredor des Königlichen Consistorii, inwelcher bedienung er auch mit gröstem rühm gestorben ist, deniz. stptembr. an. 17;6. Von seinen schuften sind folgende be-kannt : Difquisit. de Affirm. Contractuum unilateralium ,Greyphsw. 1721. Dissert. de Foro militari, 172S. de Paga-nismo Triboniani ; Oratio de Meritis JCtoruni Pomeran. inrestitutum , introdudum & stabilitum verum in PomeraniaEvangelium ; Oratio de Codice Juris Provincialis Vandalico-Eugiani ejusque Compositione, Hamd. 1724. Dissert de Sen-tentiis tribus conformibus, 1731. de Sumtibus Concursus Cre-ditorum, 1733. de Refpedu Personarum.civili justo ac injusto,y> 4 · de Reconventione ad Hochfürstl. Mecklenb. Land-undHof-Gerichls-ordnung , p. 11 . T. 20. de Immunitate a Vectiga-li, 1733. de jure Manus sinistras, 1736. de Amissione Instru-mentorum & c . Gelehrte Zeitungen.

*. Holmbold , f Ludovieus) ein bekannter Poet, war. zuMuhlhaujen den 21, laturarii an. 1332. gedohren. NachdemHlstor. Lexicon IV. Thktl.

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er zu Leipzig und Erfurt den gründ feines studirenS gelegt, auchan dem letztem orte den titul eines Baccalaurei erlangt, dienteer zwey fahr lang in der schule zu Mühlhausen , und giengdarauf wieder nach Erfurt , allwo er an. 13 34. die würde ei-nes Alagistri , ingleichen eine Profession bey der Akademie, undweil er diese mit ungemeinem ffeisse verwaltet, auch an. 1361.eine Profession bey dem Cymnasio überkam. Einige zelt dar-auf erhielt er auch von Kayser Mapimiliano II. den poeti-schen lorbcer-krantz, an. 1370. aber legte er allda seme gehab-ten bedienungeu nieder, und nahm an. 1371. wiederum einenfchul-dienst in seiner vatter - stadt an ; wiewol er noch in dcm-selbigen jähre zum Diaconö an der Frauen-kirche, und end-lich an. 1386. zum vuperintendei'ten daselbst bestellet wurde.Er starb den 7. april an. 1398. Seine schriftcn sind : Confef-fio Augustana , verlibus elegiacis reddita; Tiber piarum Me-ditationum in eam Dominicas Pallionis pnrtem, qua Tran-situs Christi ex nrbe Solyma in montem Oliveti describitur;Lyricorum Libri II. Monosticha in singula Sacrorum liiblio-rum Capita ; Verschiedene Kirchen-Gesänge und andere mehr.

Motschmanni Erford. lit. cont. f. torn. II.

* Helmbreeker, (Theodorus ) ein vortrefficher mahlet vonHarlem , allwo er an. 1624. gebohren worden, brachte diemeiste zeit seines lebens in Italien zu. «seine stücke sind sehrrar und gesucht. Er starb an. 1694. Weyermanns lebender Holländischen mahler.

-Helmershausen , die letzte stadt in Nieder-Hessen an demfluffe Dimel, fünf mcilen von Caffcl, nicht weil von der We-ser gelegen. An. 909. hat allyier ein Graf von Reige eineAbtey gestiftet, welche nachgehends in ein Amt verwan.delt worden. Tromsd.

* Helm seid, (Gustav von) eines Schwedischen Reichs-Rathsfohn, wurde den 10. novembr. an. 1S31. zu Stockholm gebohren. Im zchenden jähre feines alters verstund er dieSchwedische, Mostowikifche, Polnische, Französische, Spa,Nische, Italiänische, Teutsche, Holländische, Englische , La­ teinische , Griechische und Hebräische spräche ziemlich wohl,war auch besonders in der Geographie und Fvrnfication ge-schickt. Im achtzehenden jähre wurde er zu Leiden Dodor Ju-ris , worauf er nach Engelland gieng , und daselbst in die Kö-nigliche Societät aufgenommen ward. Nach seiner zurückkunftwurde er Assessor bey dem Tribunal zu Wtsmar, starb aber zuThorn in Preussen an. 1674. den 27. mertz, da er noch nichtdrey und zwanzig jähr alt worden. Unh. Lexicon.

* -Zelmich, (Bernhard) ein gelehrter Theologus , desXVI. sieculi, ward an. 13.31. zu Utrecht gebohren, und an.1379. unter die Diener Göttlichen Worts aufgenommen. Erwar einer von denjenigen , welche in Engelland zu der KöniginElisabeth geschickt wurden, um deren hülffe zu beybehaltüngder freyen religions-übung in dem frieden, davon damals mitSpanien gehandelt wurde, zu bitten. Er ist hierauf Pfarrerzu Utrecht worden, hat auch nebst Utenbogardo in der Wallo-nischen kirche verschiedene mal gevredtget. Er predigte auchin der Cakhedral - kirche das erste mal den 13. jan. an. 1381.An. 1389. gieng er in Holland , und ward in dem folgendenjähre Pfarrer zu Delft , welche stelle er nicht mit einer theolo-gischen Profession zu Leiden , dazu er beruffen wurde, vertau-schen wollte. An. 1602. ward er Pfarrer zu Amsterdam , lindstarb den 29. aug. an. 1608. zu Amsterdam , und nicht zuDelft , wie Witte» berichtet. Er ist von Voetio und vielen an-dern gelehrten leuthen sehr hoch geachtet worden. Seineschuften sind: Gladius Goliath, , wider den Jesuit Cvstcr;Pfalmorum Davidis & aliorum Prophetarum Analysis ; ein Briefan Abraham Muyfenhvl, welcher in Crenii Animadv. Phil. &Histor. stehet. Casp. Burmanni Traject. erudit.

Helmoldus, war ein Dorf-Pfarrer von Bufow, nichtweit von dem Plönifchen fee. Er lebte zu des Kayftrs FridericiBarbarossa: Jetten, war stets um Geroldum, den ersten Bischoffin Lübeck , der sein lehrmeister gewesen, und half selbigem dieWagner bekehren. Auf dessen Veranlassung fieng er auch feinChrönicon Sclavorum an zu schreiben , welches er von bekeh-rung der Sachsen zum Christlichen glauben anhebet, und bisauf das jähr 1170. fortsetzet. Von da hat es Arnvldus , Abtvon St. Johannes zu Lübeck , bis auf an. 1209. und nach ihmHcnricus Bangertus, und ein Presbyter Bremensis , der seinMerck Chronicon Holsatias hcisset , so in Leibnitii Accessonibu«Hiitoricis befindlich, bis an. I4?v. oder 1448. wie auf dem ti-tul steht, fortgeführet. Reineccius hat dieses Chronicon mituvten edirt, ingleichen Herr Leibnitz tom. 11 . feriptor. Brun-suic. Die jähre von Helmoldi geburt und tode weiß man nichteigentlich, doch ist gewiß, daß er zwischen an. 1170. und n8o.gestorben. BeUarminus. VoJJius, de Hist . Lat. üb. II. p. 433.Bangerti pries, in Helmolduin.

^elmond , eine stadt und Herrschasst in dem HolländischenBrabant, und zivar die haupt-stadt von Peetand. Sie liegtam flusse Aa. Guicciardmi defer. Belgii.

-Aelmont, (Johannes Baptista von ) Herr von Merode,Royenborch, Orschot, Pellines , rc. aus einem adelichen ge-schlechte in den Niederlanden entsprossen, war an. 1377- zu Brüs­ sel gebohren , und zwar der letzte und jüngste unter feinen ge.schwistern, dem sein vatter schon in der zartesten kindheit an.138». unter den damaligen gefährlichen Niederländischen lauf,

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