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rrdasPro-Cancellariat in dem Münstcrbergischen und Fran.ckenstemischen , und erhielt sowol von dem Kayser, als den Pla-stischen Hertzogen zu Liegnitz und Brieg den titul eines Raths.AIs aber die stadt Franckenstein durch die Böhmische kriegs-un-ruhe gantz verwüstet wurde, begab er sich nach Breßlau, undverfertigte allda sein Ocium Uratislaviense. Weil aber seine ge,schicklichkeit und Verdienste bereits bekannt waren, so machte ihnder Breßlaursche Rath den sept. an. 1639. zu seinem Syndi.co, welche ehren - stelle er bis zu seinem den r;. jul. an. 1656. indem 7?. >ahre seines alters, erfolgten absterben verwaltet hat.Er ist der erste, der in der Schlesischen Historie etwas haupt-sächliches gethan hat. Seine schristen find Sileliographia & Bres-lographia, Francos, an. 1614.; Commentarius de Veterum JCtis,equorum legibus justitia; Roman* templum exaedificatum est.Lipfi* 1641. tu 8.; de Jure Dotalitii & Communione Bonoruminter Conjuges. Lipfias 1600. in 4.; Otium Uratislaviense , Je-ns 1658. Uber diese sind noch andere, so noch in manuscriptvorhanden, nemlich Silesia togata ; Series Episcoporum Ura-tislavieniium; Genealogias omnium pene Silelis Ducum; Chro-nicon Ducatus Monsterbergentis & Territorii Francosteinensis ;Tractatus Eucharisticus; Sermones Soterici; Christus patiens ;
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absicht, die Engelländer zu vertreiben, sie wurden aber von demKönige Egberto totalster geschlagen. CanUent Bnt. p. 13.
-Zenichius, C Johannes) war im jan. an. i6rS. gebohren.Sein vatter war Philipp Henich, Pfarrer zu Winhusen. Seintauf - pathe war der berühmte Johannes Arnd, welcher ihn son-derlich werth hielt, auch adoptiret hätte, wofern er nicht dar-über verstorben wäre. Er wurde bald »ach Zeü und Lüneburg in die schule, und im 18. jähre feines alters nach Helmstädt ge-schickt. Zu ende des jahrs 16,9. begab er sich nach HildeSheim .Als er hierauf eine reise über Cöln, Mayntz, Coblentz, Franck-fürt am Mayn, und andere berühmte örter von Teutschlandgethan, hielt er sich eine zeitlang bey dem bekannten Juristen ,Jacobo Lampadio zu Hannover auf. An. 164;. wurde er zuRinteln zum Profeffore Metaphysices und der Hebräischen sprä-che bestellet, und nach anderthalb jähren zum Superintendenten zu Bardewick, da er sich dann so wohl dabey hielte , daß ihmder Hertzoz Augustus auch die Jnspection über die Wolffenbüt«telische Dioeces auftrug. An. i6;r. wurde er Professor Theo-logie zu Rinteln , bald darauf Consistorial- Assessor und Su-perintendent der Graffchafft Schaumburg. Er starb den 27.1UN. an. 1671. Seine schristen sind : Compendium Theolog!*;
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Psalmorum Paraphrases Poene*; Volumen Carminum & Far- de Veritate Religionis Christian®; Institutiones Theoloaic* ·
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rago Epistolarum. Seine Silefiographiam renovatam hat Mbchael Ivfephus Fibiger zu St. Matthiä in Breßlau» Magisterzu Leivzig an. 1704. in 2. vol. in 4· mit weitläuftigen anmer-ckungen heraus gegeben. Eenelw , Silesiograph. c. 7. §. 100.
& c. 8. Bulbinus , in miscell. hist. dec. 1. lib. III. c. 6. §. 1,Vrafat'to ad lectorem Silesiograph. renovatae, §. 6.
HENETI, ein volck in Paphlagonien , welches unter an,der» auch dem Priamo mit zu hülffe gegangen, nach eroberungder stadt Troia aber mit bem Antenvr nach Italien gezogen, unddaselbst den Venetis den nrsprnng gegeben. Ihre gegend in Pa-phlagvnien war eigentlich, wo jetzo die stadt Sinope liegt,und wollen einige, daß sie zu bemeldker zeit insgesamt auS Asien weggegangen, welches aber andere, die zu behaupten suchen,daß die Veneti in Italien nicht aus Paphlagonien, sondern ausGallien gekommen , in zweifel ziehen; dieses ist gewiß, daß ehe-mals ein berühmtes volck dieses nahmens um das heutige Ban-nes , so daher noch im Lateinischen Veneti* heißt, gewöhnethat. Einige wollen den nahmen Veneti von den TeutschenWenden herleiten, und glauben , daß diese mit den Asiati schen Venetis entweder einerley, oder doch von ihnen entsprossenseyn, welches aber Cluveritis widerleget. Homerui. Lkius, pries.Ctuverius , Germ. ant. Schumfleißb , de reb. Slav . §. 6.
-Zengeroberg, ein Bayerischer marckt - stecken, so im Biß-thum Passau oberhalb Hoftirchen an der Donau liegt, undsein eigen Land-Gericht hat. ghur-Bauern, p. 329.
Heuchst, der erste Sächsische König in Kent zu ende des V.feculi,'stammte her von Wodan, einem Sachsen , der seinertapftrkeit wegen zum gott gemacht worden, welchem der viertetag in der wvche, nach ihm Wodans - dag, im HolländischenWoens - dag, im Englischen wednes - day, und im Teut-schen der Mittwoch genannt, gewiedmet war. Nachdem Hen-gist von Vvrtigern, dem Könige der Britannier, ersucht wor-den , ihm wider die Schotten und Picken zu hülffe zu kommen ,erhielt er zuerst die jnsul Thauet; als nun sein beystand glücklichwar, und er nunmehro vesten fuß in der insul hatte, welche erwegen ihrer fruchtdarkeit sehr bewunderte, lud er andere vonseinen lands - leuthen zu sich, um an seinem glücke theil zu neh-men. Die Sachsen begaben sich also in grosser menge dahin ,und wurden ohne verdacht aufgenommen, doch unter dieser be-dingunq, daß sie die Picken sollten helffen zurück halten. Dar-auf geschahe es, daß Hengisis tochter, eine überaus schöne Da-me , hinüber kam, als gleichsam eine lock - speise vor Vvrtigern,welcher von dem Hengist auf ein banquet geladen wurde, wor-den Rvwen (so hieß seine tochter) von ihrem vatter beordert war,dem Könige eine flasche wein zu präsenkiren , und ihm unterwährendem banqnet immerfort aufzuwarten. Der König wur-de auch von ihrer schönheit eingenommen, ober gleich bereitsim ehestande lebte, und ersuchte bahero Hengist, sie ihm zur ge-niahlin zu geben. Selbiger stellte sich anfänglich, als ob er nichtdran wollte, um ihn desto begieriger zu machen, und als er zu-gleich dem Könige vorhielte, welcher gestalt Thanet vor die wach-sende anzahl seiner leuthe viel zu enge wäre, so erweiterte ihmBortiger seine grentzen, und schenckte ihm die gantze provintzKent, wofür ihm Hengist seine tochter zur ehe gab. Hieraufstichle Hengist sich des Königs gnade immer mehr und mehr zunutze zu machen, und erhielte bald darnach erlaubnis, den Be-ta und den Ebissa, seinen und seines bruders söhn, zu sich zuruffen, unter dem verwände, daß, wofern die nördlichen gren-tzen ihnen übergeben wären, sie dahin bedacht seyn sollten , sel-bige wider die Picken zu beschützen, gleichwie immlttelst er die öst-liche gegend bewahrte; Hengist starb aber an. 489. Btda. Gal-
fredus. Job. Ujseriusj in annalibus. Radulpbus. Gui'iehn. Mal-mesbur. Huntmgdonenßs Dan, Lmghorn. chron. Reg. Angl.
* Aengfton - Hill, oder The Mountain of Hengist , eingrosses geburge in der Englischen provintz Cornwall , am ffusseTamar oder Tamara, welches ehemals mit sehr reichen zinn»ädern versehen war. An diesem orte kommen die zinn - arbeiterin Cornwall alle 7. oder «. iahr zusammen, ihr eigenes interesse zubeobachten. , Im iahr 8; 1. thaten die Danmoiiian - Britle mithülffe der Dänen von hieraus einen einfaü in Devvnshire, in der
1716.
Hist. Ecclesiasticas partes tres. Witte , in mem. Theol, p.
Sagittarii introduct. ad hist. eccl. Bayle.
HENIOCHI, waren völcker aus dem Asiatischen Sarma,tien, zwischen dem Ponto Euxino und dem berge Corar, Ivel,cher ein stück von dem Caucaso war. Man hält dafür , daß sievon den Lacedamoniern herstammen, welche unter des Rhecäund Amphistrati, so Castoris und Pollucis kutscher waren, an,führung, eine colonie dahin schickten. Es wird gesagt, als hät-ten sie bey ihrer eltern begräbnis ein grosses fest gehalten, undihr eingeweyde verzehret. Nach der heutigen Geographie möch-ten sie ungefehr um Alba und Calen Sui, oder nach anderncharte» , um Pezoda und Eschisimuni in der Circaßifthen land-schafft Abasa gewohnt haben. Jedoch weil ihr sitz bey den Al-ten so unrichtig lst, so kan er auch jetzo so genau nicht bestimmtwerden. Plinius , lib. V. Strabo , lib. II.
* Hemschius , ( Georgius ) ein berühmter Medicus , Phi-lologus und Mathematicus , war zu Bartftlden in Ungarn den- 4 » april an 1549. gebohren. Nachdem er seine studien aufAcademien geendiget, und an. r;76..zu Basel die würbe einesDoctoris Medicin * angenommen , wurde er noch in selbigemjähre nach Augspurg beruffen , da er denn anfänglich die Pro.feifionem Logic* & JVlathematum an dem Gymnasio , und kurtzdarauf eine stelle in dem dangen Collegio Medico , endlich aberauch nach HteronymiWolfii tobe die Ober-Aufsicht über dasGymnasium, und bibstotheck erlangte. Er starb den ;r. mayan. 1618. da er zuvor in seinem gantzen leben nicht einmal kranckgewesen, und hinterließ verschiedene schristen , als da sind Jo-hannis Tzetzis Scholia in Opera Hesiodi ; Hesiodus Grasco - La-tinus , cum Commentario; Institutionum Dialecticarum libriVII. & Repetitionum lib. II. Pr*ceptionum Rhetoricarumlib. V. & Exercitationum lib. II. de Asse & Partibus ejus Opu-sculum ; Thesaurus Lingu* & Sapienti* Germanicas ; de Nu-meratione multiplici, veteri & recenti; Arithmetica perfecta& demonstrata; Commentarius in Sphasram Procli; Item Com-putus Ecclesiasticus cum Calendario & Prognostico Tempesta-tum & Ortu & Occasu Stellarum; Enchiridion Medicin* ;iEtiologica , Semeiotica & Therapeutica Morborum acutorum& diurnorum Aretasi Cappadocis Gr*c. & Lat. conjunctim ed.cum Comment. Sonsten wird ihm auch die im iahr l 600. her-aus gekommene erste edition des catalogi der Augspurgischenstadt - dibliotheck sehr wahrscheinlich zugeschriebm. Beyträaezur crilischen Historie der Teutschen spräche, P. IV.
■»aenley, ein Engelländischer marckt - flecken in Barlichway-Hundred i» dem westlichen theile von Warwickshire , sonstHen-ley in Arven genannt, um es von dem folgenden Henly in Ox,fvrdshire zu unterscheiden.
-Henly, ist ein guter marckt - flecken in Bien - field - Hundredin drr süd - östlichen gegend von Orfordshire an der westliche»feite der Themse , worüber daselbst eine schöne brücke gehet.
t enna, eine stadt in Sicilien, siehe Enna.enneberg, ein gefürstete Graffchafft, davon jetzo dämmestste die Hertzoge von Sachsen besitzen. Es liegt diefttbe an derWerra zwischen Thüringen , Hessen , dem Fuldischen, Würtz-burqischen und Eoburgischen. In den alten zelten ist die gegendzu Thüringen gerechnet worden, bis sie zu der Fränckrschen Kö-nige zeiten , oder wol noch langsamer ihre eigene Regenten undGrafen bekommen, die von ihrer residentz nach damaliger ge-wohnheit grnennet worden. Solche hieß Henneberg von demberge Hayn, worauf sie erbaut, und davon der daselbstige söge,nannte Forst Hayn, und das nahe Rdmhildische dorf Hayneauch ihren nahmen haben. Daß man aber die Grafen von einerHenne benennen, oder aus Italien herführen will, als wen»sie von einem Eolumneser, der im V. feculo zur zeit des einfallsAttilä seine sicherheit in Francken gesucht, und bey deliebung dergegend und grundlegung des schlosses Henneberg, eine wildeHenne mit ihren iungen auf selbiger stelle gefunden, und deswe-gen dem schlöffe den nahmen gegeben, ist niemals aus glaub-würdigen Urkunden erwiesen worden. Die erste gewisse Nachrichtder Grafen von Henneberg findet man an. n;i. da ein solcher
Graf,