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bei auch nicht völlig konnte gehoben werden. (siehe AlbertusVI. verschöne.) An. i;oS. ward er nebst seinem bruder Al-brecht in einen unvermutheten krieg mit der stadt Lübeck ver-wickelt. Es hatten nemlich drey betrunckene Mecklenburgischebauren, deren GerichlS-Frau Irmengard von Buchwald hieß,mit einigen Lübecker -schiffern einen streit angefangen , worüberman zwey von jenen in verhafft nahm. Der dritte lief davon,und gab vor, man wäre zu Lübeck willens, seinen zwey caine-raden die köpfe abzuschlagen. Hierüber fieng die obgemeldteGerichts-Frau einen grossen lermen an,und bewog die umliegen-de Edelleulhe, sonderlich die von Parchintin, daß sie wider dieLübecker die Waffen ergriffen. Ungeachtet nun gleich den fol-gende» tag die zwey arrestirte bauren unbeschädigt zurück kamen,so waren doch aufbeyden theilen die gemüther schon dermassenwider einander erhitzt, daß man zwey gantzer jähr mit zweifel-hafflem glücke und vielem blut-vergieffen krieg führte. End-lich schlug sich Henricus, Hertzog von Braunfchweig , in dasMittel, und beförderte an. i s 08. einen frieden, nach dessenschluß des Hertzogs von Mecklenburg regierung niemals wiederbeunruhigt ward. Der Kayser Maximilianus I. ertheilte ihman. isoii eine expectan; auf die Landgraffchafft Leuchlenberg,falls der damalige LandgrafJohannes ohne eheliche männlichejeibes-erben versterben wurde. Es hat aber hernach dieser Land-graf männliche erden hinterlassen. Im übrigen ließ Henricuszwar in seinen landen die Lutherische religion empor kommen,wegerte sich aber beständig in den Schmalkaldifchen bund zutreten. Er starb an. 1552. Zum ersten mal halte er sich vermähltan. 6. mit Ursula, einer tochter des Churfürsten von Bran denburg , Johannis, welche an. isn. mit tobe abgieng; zumandern mal an. i;i z. mit Helena, einer tochter Philipp«, Chur-fürsten von der Pfaltz; zum dritten inal an. 1551. mit Ursula,einer tochter Magni', Hertzogs zu Sachfen-Lauenburg. Ausder ersten ehe ward ihm an. 1509. gebohren Magnus, Bischoffzu Schwerin , welcher nachgehcnds an. 1^4;. mit des Königsvon Dänemarck, Friderici I. tochter Elisabeth sich verinählte,aber noch vor dem vatter an. isso. ohne männliche erben daszeitliche gesegnete. Aus der andern ehe ward an. 1514. Philip-pus gebohren, welcher von blödem verstände war, und an. 1557.nachdem er die regierung jähr nach seines vatters tode ge-führt,unvermählt starb. Bocer. de Ducib. Mecklenburg . Spener.sylloge historico-genealog. p. 714. Imbof. N. P. lib. IV. c. ;.$. 4. Lünigs Reichs-Archiv, p. VII. p. 500. Lahmerer.
Henricus, das bind zu Brabant, war der erste stamm,vatcer der «etzigen Fürstlichen Heßifchen linien. Er war an.iL4s. gebohren. Sein vatter war Henricus der großmüthi-ge , Hertzog zu Brabant, seine mutter Sophia, Ludovici VI.Landgrafen in Thüringen und Hessen tochter, und HenriciRafponis, des letzten Thüringischen Landgrafen, brnderS toch«1 er. Nachdein selbiger an. 1248. ohne leibes-crben verstorben ,gab es wegen der succeßion in den Thüringischen und Heßifchenlanden streit, indem Henricus Illustris, Marggraf zu Meisten,Des verstorbenen Henrici Rafponis fchwester söhn war, unddahero selbige lande in ansvruch nahm. Jedoch wurde es der-gestalt verglichen, daß Henricus zu Meissen Thüringen, Hen-ricus von Brabant aber Hessen behalten sollte. In seiner Min-derjährigkeit regierte Sophia sehr klüglich, nach ihrem todeaber trat Henricus die regierung selber an, und führte an. 1270.wider Paderborn , wie auch an. 1277. wider Mayntz glücklichekriege. Er wollte das recht der ersten gedurt einführen, dar-widcr setzte sich aber sein söhn Henricus, und hatte allbereiteinen starckcn anhang von der Ritterschasst. Doch stund derKayser Adolphus von Nassau dem vatter bey, und starb dersöhn vor dem vatter. Er hat sonst das schloß zu Cassel erbauet,und die Hcrrschafft Beilstein von dem letzten Grafen Johannean. 1290. käuflich an sich gebracht, auch die raub-fchlösser inHessen zerstöret. Er hatte drey gemahlinnen; die erste warAdelheid von Braunfchweig, mit welcher er Henricum undOttonem erzeuget; die andere war Mechtildis, Hertzogin vonCleve, von welcher er nebst verschiedenen Printzeßinnen zweysöhne hatte, Johannem und Ludovicum; von der dritten,Anna, so Pfaltzgraf Ludovici des ernsthafften tochter war,hatte er keine erden. Hanti chron. Brabant. Dillichs Hepi-sche chronick. Speneri sylloge gen. p. $58· Inthof. not. Proc.lib. IV. c. 7.
Heinricus, mit dem zunahmen der eiserne, Landgraf vonHegen, war des Landgrafen Oltonis ältester söhn von Adel-heid, einer gcbohrnen Gräfin von Ravensperg. Den zunahmenbekam er, theils von seiner leibes-stärcke, theils aber von demNachdruck , womit er svwol seine Unterthanen, als auch die be-nachbarte Fürsten, nachdem er an. i;2«. die regierung ange»«treten halte, im zäum zu halten «rußte. Man fürchtete sich auchdurchgehends so sehr, ihn zu beleidigen, daß man sprichworts-weife von ihm sagte: Hüte dich vor dem Landgrafen zu Hessen ,wenn du nicht willst »verden aufgefressen. Mit seiner ge-mahlin Elisabeth, einer tochter deS Margqrafen von Meissen,Friderici mit dem gebissenen backen, zeugte er zwey söhne,Henricum und Ottonem , nebst einer tochter Judith. Der äl-teste söhn Henricus vermählte sich mit Mechtild, einer tochterDieterici, Grafen von Cleve, starb aber ohne linder noch vordem vatter. Der andere söhn Otto heurathete des jetztgedach,
ten Grafen andere tochter, Elisabeth, und weil er vorher einegeraume zeit unbekannter weife vor einen schützen an dem Cle-vi chen Hofe gedient hatte, so ward er der schütze beygenannk.Allein a«ich dieser starb an. 1^9. erblos und noch bey seinesvatters leben. Die tochter Judith bekam zum gemahl Otto-Hertzog zu Braunfchweig, und ließ
r*i ne S*? 1 *· Henricus der eiserne nahm sich nachabsterben seiner söhne vor, Ottonem den Omaden, welcher sei-st^ letztgedachten schwieger-johns brudern söhn war, zum erbenländer zu machen. Als aber derselbe einsmals unbe-dachtiamer weife sich verlauten ließ, daß er, um desto eher zueiner so ansehnlichen erbschafft zu gelangen, Henrici tod wünsch-te , entrüstete sich dieser dermassen wider ihn, daß er die zu fei-nem besten gemachte Verordnung wieder umstieß, und hingegenHerinannum von Hessen , seines leiblichen bruders Ludovici II.söhn, zu seinem Nachfolger erklärte. Henricus starb an. 1,76.und zwar m einem hohen alter; daß er aber das 104. jähr erlebthaben solle, wie einige vorgeben , ist ohne gründ. Alb. SaunHetz«,che chronick. Dillichs Heß. chron. Wvtckdmann. daprincip. Haslia:,
Grafen und Heryoge zu Holstein:
Henricus I. der jüngste fohn Grafen Gerhardt I. von Hol-stein, aus der Rendsburgifchen linie, bekam in der kheilungmit seinem bruder Gerhardo II. die Holsteinische lande, so viel ervom vatter geerbet. (siehe Gerhckrdus I.) Er führte nebstseinen vettern zu Kiel und feinem bruder mit den Dltmarfchenund einigen unruhigen vom Adel, so den Hertzog von Sachsen- Lauenburg zu hülste hatten, kriege, und bekam an. 1,06. in derMacht bey Utersen den rädelsführer Peltz gefangen. Er starban. i;io. und ließ von feiner gemahlin, eines Grafen vonBronckhorst tochter, zwey söhne, Gerhardum V. den grossen,und Johannem IV. die gemeinfchafftlich regieret, davon derletztere ohne männliche erben gestorben. SpangenbergsSchaumb. chron. lib. III. c. 5. 7. p. 112.
Henricus II. mit dem zunahmen der eiserne, wegen seinerstärcke und unerschrockenen muths, Grafen Gerhardt V. desgrossen von Holstein, aus der Rendsburgifchen linie, ältestersöhn, befand sich nebst seinem vatter in Jütland , als solcheran. 1*40. ermordet worden, dessen tod er auch nachdrücklichrächete. ( siehe Gerhard der grosse.) Der König in Däne-marck, Woldemarus III. bestätigte ihm alfobald den besitz vonFünen, Jutland , und der Plätze in Seeland , so sein vatterpfands-weise inne gchabt, ließ sich auch geneigt finden, Schleß-«vig für Jutland auszuwechseln, wiewol diß letztere nicht vorsich gieng, weil Woldemarus, Hertzog zu Schleßwig, nichteinwilligen wollte. Nachmals zerfiel er mit Dänemarck, liegaber seinen bruder Nicolanm diese streitigkeiten meistens alleinausführen, und begab sich erstlich in Schweden , da er dem Kö-nige Magno die Finnen bezwingen helssen, und Calmar einezeitlang wegen aufgewandten kosten zum Unterpfand besessen.Hernach reisete er zu König Edriardo III. von Engelland, undbefand sich in desselben diensten bey der Macht zu Crecy an.1,46. und der darauf gefolgten belagerung Calais . Seinetapferkeit brachte ihm des Königs grosse gunst, und der Engel-länder neid zuivege, die einsmalS, da er des morgens frühe indem schloß-hofe gieng, einen löwen aus seinen schrancken loSliessen, der sich aber anstatt ihn anzufallen, durch dessen anredebezähmen und bewegen ließ, sich vor ihm als ein Hund nieder-zulegen L auch nachmals sich von dem Grafen einen krantz auf-setzen ließ, den die umstehende Enaelländer abzunehmen nichtgetrauten, wodurch er sie zu beschämen suchte. Er verließ je-doch kurtz darauf den Englischen Hof, und wollte den schimpf,den des Königs in Schweden Magni söhn, Haquinus, Könlgin Norwegen , seiner schivester Elisabeth erwiesen, indem er dieversprochene hcurath mit derselben nicht erfüllen wollte, rächen;worauf die Schiveden ihm gar die Crone anboten, so er aberwegen alters abschlug, und seines bruders Nicolai tochter kind,Albrecht von Mecklenburg , darzu verhalf; dagegen sein bruderhimviederum grosse treue an seinem minderjährigen söhn Ger-hardo VI. nach seinem absterben erivies. Zuletzt ließ sich Hein-rich noch durch den Papst Urbanum VI. bereden, das comman-dv seiner armeen in Apulien zu übernehmen, und that des«ve-gen an. i;78. eine reife dahin , die jedoch vergebens war, weilder Päpstliche General sich nicht wollte abfetzen lassen, und derPapst auch ihm änderst nicht zu helssen wußte, oder wollte.Drey jähr nach feiner Wiederkunft an. iz8i. starb er, und hin-terließ von seiner geinahlin Anna,Hertzog Albrechts des Löwe»von Mecklenburg tochter, drey söhne, Gerhardum VI. seinenNachfolger; Albertum, so in Ditmarfchen geblieben ; und Heu-ricum, so Bischoff zu Osnabrück worden. SpangenberqrSchaumd. chron. lib. III. c. 27.} 1. Pontanus , hist. rer. Dan.lib. VIII.
Henricus III. Hertzog zu Schleßwig und Graf zu Holstein,Geryardi VI. ältester fohn, gebohren an. 1)97. war nach feinesvatters tode nur 7. iahr alt, und nebst seinen brüdern unter derMutter und des vatters bruders Henrici, Bistlioffs zu Osna brück , vormnndschafft. Die Königin Margaretha in Dänemarckhielt diß vor eine gelegenheit, Schleßwig, «vomit sie feinen vat-ttr belehnt, wieder an die Crone zu bringen, und lockre denPrintzrn an ihren Hof« declarirte sich zur ober-vormunderin,
bekant