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gürtel , alö eine beute zurück zu bringen. Wiewol nun Htp-polyte mit ihren Amazone» sich sehr tapfer wehrte, so mn»sie sie dennoch endlich dem Hercules sich gefangen geben, wel-cher sie darauf seinem geführten und freunde, dem Thcfeo,verehrte.
Hippolytus, des Ircnäi difcipel, ein berühmter Bifchoffund Märtyrer, welcher um das jähr 230. getödtet wurde. Et-liche machen chu zu einen, Bifchoffe von Rom , andere vonOstia, andere von Porto unweit Rom . Es hat aber Etcpha,nus le Moyne am wahrscheinlichsten dargethan, daß er einBifchoff von Porto in Arabien gewesen. Eufebius und St.Hieronymus eignen ihm viel bücher zu , die aber allesamt ver-jähren worden, bis auf ein einziges , fo von dem Anki - Christhandelt, nebst etlichen fragmentis. Man hat ihm zu ehren ei-ne statue aufgerichtet, welche in dem alten gemauer einer wü-sten kirche gefunden, und an. i;?i. durch Vermittelung desCardmals Marcelli Cervini in die Vaticanifche bibliolheck ge-bracht wurde. Es stellet ihn selbige vor als auf einem stuhlsitzend, an welchem mit Griechischen buchstaben ein Lucius Pa-fchalis auf 10. jähr eingegraben ist. Eußfous , chron. Photübibl. Hieronymus , de script. eccles. c. 61. Sealiger. (Aruterus.Petavius. Le Moyne , proleg. ad varia sacra. Cave, hist. lit.
*-^ippolytuö Thebanus, ein Griechischer scribente, wel-cher eine chronick verfertigt hat. Man weiß die eigentliche zeitseines lcdens, und in welchem jähr er gelebt, nicht gewiß, dochhat man gläubliche muthmassungen, daß er im X. ssculoflorirt habe. In den antiquitatibus Caninii finden sich einigekragmema aus seinem Gbronico, wie auch in des AI. Cotcliersnotis. Dieser Hippolytus hat auch das kleine wercklcin vonden zwölf Aposteln geschrieben, welches der P. Combefisius inseinem auctuario ad bibliothecam Patrum heraus gegeben hat.Vide quoque Pojjevinum & (Aeßitrum.
Hippomenes, war einer von des Neptuni nachkommen,des Äacarci söhn. Er überwand die Atalantam im wett-Iauf-fen, indem er ihr3. goldene apfel in den weg warf, die sie un-terwcges aufzuheben sich bemühete. Nach diesem erlangtensiege vermählte er sich mit ihr. Weil er aber, der fabel nach,der Veneri, die ihm diesen rath gegeben, deshalben nicht dengebührenden danck abstattete, soll ihn selbige göttin dergestalteingenommen haben, daß er seiner frau in dem tempel der Cy-bele beywohnen wollen, worüber die göttin dergestalt verbit-tert worden, daß sie ihn in einen löwen, seine frau aber in ei-ne löwtN verwandelt. Ovidius , X. metam.
Hippoii, mit dem zunahmen Dyarrhytos, soll eine stadt inAfrica, nicht weit von Hippone Regio gewesen seyn, welchevon dem vielen gewässer, welches sie fast auf allen feiten ge-habt, t/VappvTij? gencnnet worden. Über die ehemalige be-schaffenheil und läge dieses orts können sich die scribenten nichtrecht vergleichen. Piin. üb. V. c. 4. Soli», c. 27. Salmas. adSolin. p. 321.
Hippon, Französisch Bone, und Lateinisch Hippo Regius,ist eine stadt in dem Asricanischen Königreiche Algier , so vonden Africanern Bled Eillgned genennct wirb, wie Marmolmsberichtet. Sie ist sonderlich von des Augustini Bischöfflichemsitze berühmt, welcher auch daselbst verstorben, alö die stadtvon den Vandalcrn belagert wurde. An. sy;. wurde hier-sclbst ein Loncilium gehalten. (siehe Bone.) Strabo , üb.XVII. Lioius , üb. XXIX. L. 3. Cellarii not. orb. antiq. üb. IV.c.p. 170.
Hippona , war bey den Römern die göttin, welche diepftroc >n ihrer aufsicht haben sollte, und dahero mehrentheilsan die pferde-ställe angemahlet ward. Manche nennen sie auchEpona oder Equona. Die fnhrleuthe und andere, so vielmn pferden umgiengen, pflegten bey ihr zu schwören. P/ut.in parall. Juv. sät. g. Gyraldus, synt. deor. Pitiscut. *
Hippona, ist der nähme einer sehr schönen jungfer, wel.che emer, nahmens Fulvius Stellus, mit einem pferde soll gc-zeugel haben, und welche hernach zur göttin Hippona worden.Allem es ist eine albere fabel. Plut. in parall. As pul. asm. aur.lib. IIl. Tcriull. apologet. Pomey , panth. myth. p. 182. *
Hipponax , von Evhefo, Pythei söhn von Protis. Erwar ein berühmter Poet, und lebte nicht in der XXIII. Olymp,wie Eusebius will, sondern Olymp. LX. AIs er durch diebeyden Tyrannen Alhenagoram und Comam von Athen ver-trieben wurde, setzte er sich zu Clazomene veste. Er war sehrheßlich anzusehen , und gar klein von statur, welches ihn abernur bekannter gemacht. Denn es wird erzehlet, daß, nachdemAthems und Bupalus, 2. bildhauer, ihn in seiner garstigengestalt abgemahlet und ausgesetzt, damit die leuthe drüber la-chen möchten, Hipponap , um sich an ihnen zu rächen, sie inemer satyrischcn schrtft dergestalt durchgezogen, daß sie sich bey-derseits erhänget härten. Piinius aber will es vor errichtethallen, und beweiset solches aus vielen statuen, so selbige nachdie,er zeit noch sollen gemacht haben. Sonsten wird noch vonihm angcmercket, daß er ungeachtet seiner kleinen statur starckvon leide, und sonderlich besser, als andere, im werffen grü-bet gewesen. Ovidius scheinet von ihm zu versichern, er wä-re Hungers gestorben. Ovid. in Ibinv. 52?. Athen . üb. XII.ex Alecrodoro bcept. Lujebius , chronic. Ptinius , üb. XXVI.
C. 5. Photius , bibl. Ttirnebi advers. üb. IX. C. 23. Rayle. *äistor. Laxiern IV. Theil.
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HIPPOPODES, ein volck gegen das Scythische meer zuwohnend. Es wird selbiges von dem Griechischen werte »^oc,so ein pferd bedeutet, und 7m, welches so viel als ein fuß, be-nennet , weil ihre füssc den pferde-füffen gleich waren. Diesefabel mag daher entstanden sey» , daß sie leuthe gewesen,die sehr schnell lauffen können. Mein , üb. III.
Hippos, ist eine stadt auf der östlichen feite der fte Tiderias,in dem halben stamme Manassc. Nachdem sie gantz wüsteworden, besetzte sie Pompems M. wiederum mit einwohnet».Augustns gab sie Herodi dem Ascalonitcn , und die Iüdenzerstörten sie in ihren kriegen aufs neue. Guil. Tyr. de bell.sac. Joßphus , in vitap. 102;. Cellarii not. orb. ant. üb. III.cap. 13.
Hippothoon, ist der nähme eines alten AthenienstschenMelden, welchem zu ehren die Athenienser eine von ihren 12.zunften Hippothoontida genannt. P auf an. in Attic. p. 4. 5.Franc. Roß Archa:ol. Attic. üb. I. c. 5.
Hiram, König zu Tvro , Davids und Salomons freund.Er war Abibali oder Abimali söhn, sieng an zu regieren A.M. 2936. A. C. 1048. und regierte 33. jähr, nicht aber 34.wie Iosephus will. Er schickte dem <2a!omon ccdern von Li-bano zum tempel-bau, weshalben ihm auch dieser König 20.ftädte in Galiläa schenckte. Er starb A. M. 298?. oder 90. A.C. 993 · oder 94. BvzvrnS sein söhn succedirte ihm. 2. Reg.
2. Chron. Theoph. üb. III. ad Antol.
Hiram, oder Lhtram, ein vortreflicher künstler in gold-sil-ber-und ertz-arbeik, von welchem Salomo die Cherubinen undandere zierrathen seines tempelS verfertigen ließ, unter wel-chen 2. eherne jaulen, die 8. ellen hoch und 12. cllen rund wa-ren ; rings aber um die säulen herum war allerley gülden laub.werck, welches die leiten bedeckte, und 200. eherne granat-äpfel, welche in 2. reihen hiengen. 1. Reg. VII. Joseph.lib. VIII. c. 2.
Aire, (Philipp de la) ein berühmter Mathematicus undSlernkündiger in Franckreich, war an. 1638. gebohren. Scurvalter war ein mahlcr, dessen kunst er anfänglich auch lernte,und, nachdein er ihn zeitlich verlohren, im 20. jähre feinesalters nach Rom gieng, um sich in der Mahlerey vollkom-men zu machen. Nach 3. jähren aber kam er wieder nach Paris ,und sieng daselbst eine mahler-schule an. Weil er aber, um dieregeln der Perspective recht zu fassen, sich auf die Geometrielegen muste, kriegte er bald solche lust zur Mathematic, daß erdie Mahlerey fahren ließ, und sich der mathematischen wissen-schaffken als seines baupt-wercks, gäntzlich befliß, dabey er diePhysic und Humaniora eifrig trieb, und es sonderlich IN derGriechischen spräche weit brachte. Er that sich hierauf derge-stalt hervor, daß er Professor der Mathematic im Königli-chen Cbllegio , einer von den besoldeten Alironomis in derAcademie der wisscnschafften, ingleichen Königlicher Bau-meister und Professor in der Baumeister-Academie ward. Erwartete den mathematischen studien unermüdet, und ohne,daß er sich den Umgang mit leuthen sehr stören ließ, bis an'sein ende ab, welches den 24. apr. an. 1718. auf dem Kö-niglichen Obfervatorio , allwo er gewohnt, erfolgte. Er hateinen söhn hinterlassen, der ihm in erkänntnis der mathema-tischen wissenschafftcn gleich kommt. Man hat ausser den an-nwrckungen, die er in der Academie der wissenschafftcn vor-getragen, viel schriften von ihm, als: la Gnomonique; Se-ttiones Conicas ; Tabulas Astronomicas; Memoires de Ma-thematique & de Phyiique; Traite de Mecanique ; Regia;Scientiarum Acadeinis Ephemerides &c. So hat er auch dieedition der Griechischen Älathematicormn , die im Louvre ge-druckt worden , und die Herr Tavernicr angefangen hatte, zustände gebracht. Gelehrte Zeitungen von 1718. num. 39.und 68.
f Er ist zweymal vechenrathet gewesen. Aus der ersten eheist ein söhn gleiches nahmens gebohren, von welchem obenMeldung geschiehet. Aus der zweyten war Johann Nicolansde la Hire, welcher an. 1683. auf die Welt kam. Dieser leg-te sich mit grosser lust auf die Artzney-kunst, und zeigte in kur-tzer zeit seine grschicklichkeit insonderheit in kännlnis der pflan»tzen. Er würde daher an. 1709. in die Academie der wissen-schafflen aufgenommen. An. 1710. nahm er den vockor gradbey der Facultät zu Paris an, und wendete grossen fleiß auf diepraxin, wobey er aber seine übrige stunden zu gelehrten unter,suchungen anwendete. Er hat eine ansehnliche sammlung vonpflantzen, die er mit vieler geschicklichkeit selbst gezeichnet hat,gemacht. Er bediente sich darinn nur zweyerley färben; dochist alles so wohl ausgedruckt, daß man eine zede art sehr wohl
kennet. Mimoires du tems.
* Hire, (Lorentz de) ein mahlet, welcher zu seiner zeit ingrossem ansehen gewesen, war von Paris gebürtig, und einervon den 22. mahlern und bildhauern, aus welchen die König-liche Academie bestund, als sie an. 1648. gestiftet wurde. Erwar ein lehrjünger des Vouets; doch hatte er nicht eben die-selbe art zu mahlen. Man meldet, daß sie nicht von so gu-tem geschmack, aber doch künstlicher, feiner und natürlicher ge-wesen. Seine lanbschafften sind mehr geschätzt, als seine figu-rcn. Er liebte die sogenannte luft:persvect>ve dergestalt, daß erallezeit in den weitesten entfernungen dünste vorstellrte 1. nach der
N weise,