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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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nachdem er sich zweymal vermählt, erstlich mit Elisabeth, Ot-tonis III. des letzten Hertzogs zu Meran schwester , und nach de-ren an. 1272. erfolgtem töde mit Helena , Alberti l. Churfür-sten zu Sachsen tochter, so an. 1309. gestorben. Die erste ge-bühr ihm i.)Iohanncm, 2.) Sigismundum, welche beyde vondem pöbel zu Nürnberg erschlagen , als einer von ihren »agd-himden eines senstn-schmids kind zerrissen ; auf der entloffenenthätcr Häuser ist ein immerwährender zins geleget, und denBurggrafen angewiesen worden. 3.) Mariam, eine gemahlin Lu-dovici, Grafen zu Oettingen , welche ihrem vatter, da er ohnemännliche erben abgehen sollte, durch Kayserliche decreta an.1273. und an. i28i. als univerfal-erbin substituiret, dessen siesich an. 1287. begeben, nachdem aus des vatters anderer ehekinder erfolgt. 4.) Adelheid, Henrici, Grafen zu Castel ge-mahlin. 3.) Elisabeth, Gottfrieds, Grafen von Hohenlohe ge-mahlin. Von der andern gemahlin halle er (1.) Johannen, I.welcher gar iung zu der regierung gekommen, und an. 1300. ge-storben. Seine verlobte war Agnes, Henrici l. Landgrafen zuHessen tochter. (2.) Fridericum IV. (II.) von dem hernach. (3.)Annam, Emiconis Grafen zu Nassau gemahlin. (4.) N. N.GrafGebhardi von Hirsberg gemahlin. Jetztgedachler Fride-ricusIV. (II.) starb an. 1332. den 20. may, nachdem er mitMargaretha Hcrtzogin aus Kärndten gezcugct 1.) Johan-nem II. von dem hernach; 2.) Fridericum, Bischoff zu Regen-spurg; 3.) Conradnm, welcher an. 1334. gestorben. 4.) Ca-tharinam, Graf Eberhard! von Wertheim gemahlin. 5.) Agnes,Graf Bcrtholdi von Griesbach gemahlin. 6.) Annam, en,c ge-mahlin eines Landgrafen von Hessen . 7.) Albectum den schö-nen , welcher an. 13Ü1. gestorben, und mit Sophia von Hen-neberg zwey töchter gezeuget, davon Margaretha an BalthafarLandgrafen in Thüringen , Anna aber an Suantiborn, Hcr-tzog in Pommern , vermählt worden. 8.) Bertholdum, Com.thür zu Virnsberg , Kaysers Ludovici V. Hof-Cantzler, Bi-schoff zu Aichstatt. Odgedachter Johannes II. starb an. 1357.den 7. oct. nachdem ihm Elisabeth, Bertholdi zu Hennebcrqtochter, gebohren: (i.) Fridericum V. (III.) von dem her-nach. (r.) Margaretham , Stephani Fibulati, Hertzogs inBayern , gemahlin. (3.) Elrsabetham , welche sich erstlich mitUlrico, Grafen von Schaumburg, und hernach mit Alber-to , Grafen von Leuchtenberg vermählet. (4.) Anna, Aeb-tißin zu Birckenfeld, und hernach zu Himmelscron. (3.) Adel-heid , welche ihrer schwester in der Abtey zu Birckenfeld succe-dirt. Odgedachter FridericuS V. (III.) starb den 21. jan. an.1398. nachdem ihm Elisabeth , Marggraf Friderici 8even zuMerssen tochter, gebohren O Johannem III. welcher an. 1420.gestorben, und von Margaretha, Caroli IV. tochter, keine kin-der hinterlassen. 2.) Fridericum VI. ersten Churfürsten zu Bran­ denburg . (gehe Brandenburgisches gefchlecht.) 3.) Eli-sabetham, Kaysers Ruperti gemahlin. 4.) Bealricem, Alber-ti mit dem Zopf, Hertzogs von Oesterreich , gemahlin. 3.)Margaretham, Hermann» Landgrafen zu Hessen gemahlin.6.) Catharinam , Aebtißin zu Hof. 7.) Annam , die ihrerschwester Catharinä succcdirte, und sich an. 1429. oder 30. indem Hußitcn-kriege auf der flucht verlohr. 8.) Veronicam,Barmmi VI. Hertzogs in Pommern gemahlin. OdgedachterFridericuS IV. (V.) führt in den alten documentis den nahmenllluitris und hochgebohren, woraus einige schließen, er habe vonseinem brnder Cönrado daS Burgqraflhum Nürnberg geerbt.Seine gemahlin, eine Gräsin von Zwevbrücken, gebahr ihmnebst 2. töchtern, davon Sophia an Conradnm, Grafen zuFreyburg, und Anna an Gottfried , Grafen zu Spanheim ,vermählet worden, Eitel Friedrichen, und Friedrichen, welcheran. 1267. das kloster Steten in dem Gnadenthal, nächst unterdem stamm-hause Hohenzollern gestiftet hat, und den 24. mayan. 1289. ohne erden von seiner gemahlin Udelhilde Gräfin vonDiüiugen zu haben, gestorben ist. Der älteste, Eit el Friedrich,ist nach Pregizers meynung der stamm-vatter lischt allein dernach ihm gefvlgten Grafen und Fürsten zu Hohenzollern , son-dern auch der übrigen Burggrafen zu Nürnberg , und derervon ihnen entsprossenen Churfürsten zu Brandenburg . Erbrachte seinem schwager Rndolpho I. an. 1273. die post von demKayferthum, und ward davor mit dem Burggrafthum belehnt.Seine gemahlin war Clementia, Anna oder Marrha , Gräfinzu Habsburg , Kaysers Rudolphi schwester. Er hatte von sel-biger 2. söhne, Friedrichen I. (III.) und Eitel Friedrichen II.welchen denden brüdern ihr vatter die Burggrafschafft Nürn­ berg und die Graffchafft Hohenzollern überließ, die sie nach sei-nem tobe dergestalt gelheilet, daß der älteste, Friedrich , dasBurggrafthum bekam , und sich hernach allein einen Burggra­ fen von Nürnberg genennet, welcher der stamm-vatter des heu-tigen Hauses Brandenburg ist. (siehe Fridericus.) Der jün-gere , Eitel Friedrich II. bekam die Zollerifche lande, und nenntesich daher» blos einen Grafen von Zollern. Jedoch werden Ei-tel Friedrichen I. nebst 4. töchtern, davon Ottilia , AlviconisGrafen zu Sultz, und Sophia, Raboldi Marggrafen zu Krain ,bürg gemahlinnen, Anna aber eine Kloster-Jungfrau zu Stetengewestn, und Euphemia ledig gestorben, noch 3. andere söhnezugeschrieben, nemlich Rudolphus, welcher Dorotheam, Grä-fin von Rhemcck, und Albertus, soGuttam, Gräfin von Helf-fensteln, zur gemahlin hatte; Johannes , welcher Dom-Herrzu Mayntz, Coln und Slraßdurg war; Berchtoldus, wel-cher sich mit einer Marggräsin von Monlferrat vermählet;öridericus, Probst zu Augspurg, und hernach Bischoff an.

Vistör. Lexicrn IV. Theil.

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1300. oder 1304. Eitel Friedrich N. setzte die HohrnzollerifcheImie fort, lebte um das jähr 1290. und war Admiral auf derNiederländischen see. Seine gemahlin Hildcgardis, Gräfinvon Schlusselberg , gebahr ihm nebst sechs töchtern dreysöhne ; von jenen wurde Sophia an Conradnm von Für»stcnberg, Catharina an einen Grafen von Thierstein,Clara an Berchtold , Truchscssen von Walddurg, Lcut-gardrs an Conradnm von Schlüsselderg, und Margare»tha an einen Herrn von Hohen-Sachsen vermählt, Cune-gundis aber ist Aebtißin zu Lichtenthal bey Baden gewe-sen. Die söhne aber waren Eitel Friedrich III. von dem her-nach , FridericuS zu Saltz-oder Schalcksburq , und Frider».cus zu Meickenberg , dessen wittwe Udelhrld samt ih rcm söhnFriderico die stadt Mühlheim an der Donau an. 1303. demStift Costnitz verkauft. Eitel Fridericus III.un, welchersich und seine drüder die ungenannte von Zollern nennen soll,setzte das gefchlecht fort, und zeugte mit Margaretha, Eber-hard! des durchlauchtigen zu Würtcmberg tochter, Frideri-cum V. von dem hernach ; Fridencum, Chor-Herrn und Vii-dum zu Augspurg , so an. 1349. lebte; Johannem Frideri-cum , so an. 1311. auf dem turnicr zu Ravensperg gewesen ;Albertum , dessen an. 1317. und 1368. gedacht wird Agnes,welche an Ludovicum von Savoyen , Grafen zu Vaud ; Ca-tharinam, so an Ottonem zu Eberstein, und Sophiam, si>an einen Grafen von Fürstenberg vermählt worden. Frideri,cus V. oder der ältere, genannt Ostertag , ein lustiger undangenehmer Herr, setzte das gefchlecht fort, und starb an.1340. Seine gemahlin Agnes, Landgräfin zu Nellenburg ,Eberhard» tochter, gebahr ihm Fridericum VI. von dem her-nach ; Fridericum, Canonicum zu Slraßdurg und Augspurg ;Fridericum Ostertag, welcher Annam, iMagdalenam , vonHoheuberg zur gemahlt» gehabt, und an. 1412. gestorben;Johannem, welcher an. 1330. dem turnier zu Jngelheim bey-gewohnt ; Margaretham, eine gemahlin erstlich Alberti Gra-fen zu Abenfperg , hernach Wilhclmi Grafen zu Buchberg;und Magdaleuam , welche an den Grafen zu Montsachsenvermählt worden; Fridericus VI. der fchwartze oder hochge-bohrne genannt, setzte das gefchlecht fort. Er hielt einegute rcuterey , womit er dem Reiche grosse dienste leistete, undblieb an. 1386. (al. 1402.) in der schlachl bey Sempach widerdie Schweltzer. Er hat sich zweymal vermählt, 1.) mit Anna,einer Gräfin von Hoheuberg, 2.) mit Adelheid, Graf Gott-frieds von Fürstenderg tochter. Seine kinder waren Frideri»cus VII. von dem hernach; Eitel Fridericus III. welcher demHaufe Oesterreich gute dienste that, und an. 1431. starb j vonseiner gemahlin Anna , Gräfin zu Sultz, keine kinder nach sichlassend; Fridericus Arplin, Canonicms zu Straßburg , Bi-schoff zu Costnitz, starb an. 1436. Fridericus Fritzlin, Cano»nicus zn Straßburg , Fridericus Hüglrn, Kloster-Herr in derReichenau ; Wilhelmus , so dem furnier zu Bamberg beyge-wohnt ; Margaretha, welche an einen Grafen von Nassau,Agnes, so an Henricum, Grafen zu Fürstenberg vermählt, undÄüna, so eine Nonne «m kloster Stetten worden. Der ältestesöhn , Fridericus VII. genannt der Oettrnger, fetzte das ge«schlecht fort. Er wurde also genennet, weil er an seines Vet-ters Grafen zu Oettingen Hofe auferzogcn worden. Er führtekrieg mit den Reichs-städten, sonderlich aber mit Rothwei'erund der Gräflichen wittwe zu Würtemberg, Henrica von Müm-pelgard , worüber er an. 1421. gefangen, sein stamm-haus zer-stört, und die meisten alten monumenra verlohren worden. Erstarb an. 1422. auf der reife nach dem gelobten lande. Seine ge-mahlin war Ursula, Freyin von Ratzuns, Heinrichs, Frcyherrnvon Ratzuns tochter, dessen erbin sie auch gewesen, damien»hero sie diese freye Herrschasst Ratzuns in Graubündtcn an dasHans. Zollern gebracht. Sie gebahr ihm Jodocum Nicvlaum,von dem hernach , und Henricum, Lanonicum zu Straßbnrg.Andere setzen noch hinzu Fridericum HixoGm und Johan-ncm Fridericum, welcher an. 1443. auf dem turnier zu Sttftt-gard gewesen seyn soll. Jodocus, Nikolaus setzte das ge-schlechl fort. Er bauete sem alt-vätterlich berg- schloß Ho-henzollern an. 1434. wieder auf, muste sich aber an. 1436.geaen Graf Ulrichen von Würtemberg verschreiben , daß erseinem Hause weder hieraus noch aus Hechingen etwas zu-wider thun wollte. Bey dem Kayser Friderico III. und demErtz-Hertzoge Siaismundo stund er in ansehnlichen diensten,und starb' den 9. febr. an. 1488. Seine mit Eliftbeth, Gra-fen Johannis von Würtemberg tochter, crieugte kinder waren,Eitel Friedrich I V. von dem sofort; Friedrich Bischoff zu Aug»spurg , welcher Hechinqeu und Hohenzollern besser bauen half,und den 8 . mark. an. 1303. verstarb; Eitel Friedrich, Mari»miliani I. Admiral in den Niederlanden , blieb den 27. jun»an. 1490. in einer schlacht; Friedrich Albrecht, Marimiliani l.Oberster, blieb an. 1483. vor Utrecht ; Friedrich Johann, Ma.ximiliani I. Oberster , blieb an. 148;. in der schlacht bey Den»dcrmonde; Helena, eine gemahlin Johannis , Truchstssn vonWaldburg . Eitel Friedrich IV. vflantzte das gefchlecht fort. Erwar des Kaysers Maxinuliani I. geheimer Rath und Oberst-Hofmeister, Ritter des göldenen Vliesscs, General in Spanien ,LandS-Hauptmann der Graffchafft Hoheuberg, erster Cammcr»Richter zu Speyer , brachte das Rcichs-Erb-Cämmerer-amt ansein Haus, vertauschte Ratzuns an Oesterreich gegen Haigerloch ,ward mit der Rerchs-steuer der stadt Reutlingen belehnt, undstarb den » 8 . jun, an. 1312. zu Trier . Seine mit Magbalena,P % Marg.