daß er nicht 50. leib-trabanten vor seiner kutscht/ eine compagniefuß-trabanten hinten nachgehend, und ir. pagen zu beyden sei,ten lauffend hat, und nimmt die Ambassadoren der Indiani schen Könige mit einem ungemeinen prachl und staat an. Ausserdem bemcldlen Ober-Rath ist daselbst noch ein Gcrichts-Lolle-xium , welches aus einem Präsidenten, Vice-Präsidenten undI*. Räthen bestehet, die beydes civil-und kriegs-sachen ohnefernere appellalio» entscheiden, und macht haben, den Generalselbst;u verdammen, wenn er des hoch-verraths überzeugetworden. Die Holländische Compagnie hält in gantz-Ost-Indiennur 12000. mann von rechten disciplinirtcn soltaten; allenthal-ben aber, wo sie eine garnison haben , giebts auch viel maii»-schafft, die geschickt ist, bey vorfallender gclcgenheit den degenzu fuhren. Der General-Maior commandiret alle unter demGeneral stehende tronppen. Darneben halten sie in Indien allezeit 160. kriegs-schiffe , deren jegliches 50. bis 60. stücke,trä-get , und können zu kriegs-zeiten gar leicht 40. der allergröstenausrüsten. Junii Batavia. Bnxborn. status Fcederati Belgii.Cuicciardim Belg. Zeileri defcr. circ. Burg. Temple , remar-ques für l’etat des Provinces-unies. Bizot , hist. metalliqued’Hollande. DeChoisy , journal du voyage de Siam en 1685.
& 1686. Europ. Herold, ?. 11. p. ^4. *
Holland , hat vormals seine besondere Grafen gehabt. An-fänglich zwar stund selbiges land, welches ehemals Batavlengenennet wurde, unter den Römern/ wiewol mit dieser freyheit/daß sie ihre Magistrats-personen und Regenten aus ihren« mit-tet erwehlen borsten , und der Römischen Monarchie zu meh-rers nicht als zu einer kriegs - association verbunden gewesen.Zu des Kaysers Neronis zeiten haben sowol die Batavier , alsihre nachbarn die Frießländer sich dieser geivalt der Römer undder auf sich habenden schatzungen entbrochen. Nach der zeitaber ist Holland unter die Koniae von Frießland gekommen/ bisCarvlus Dtartestus die Frießländer bezwungen, ihren KönigRatbotnm verjagt/ und sich Teulschlands von dem ausgang desRheinstroms an bis zur Weichsel bemächtiget. Carvlus M.wiewol er zum öftern der Sachsen rebellion erfahren muste / be-hauptete dennoch durch seine glückliche Waffen die herrfchafftauch üb« die Holländer. Anfänglich räumte bemeldter C«ro-ius M. dem Bifchoffe zu Utrecht beynahe die herrfchafft überHolland ein, und gestattete ihm die meisten intraden selbigerprovintz / aus keiner andern Ursache , als das Christenthumdesto fleißiger fortzupsiantzcn , und die einwohner zu dem Christ-lichen glauben zu bekehren. Allein der Bischoff Gottfried vonUtrecht machwviel Unruhe im lande/ (0 daß der König CarvlusCalvus sich genöthigt fand, solche «»«nöthige fehde durch einse-tzung eigener Grafen über die provintz Holland abzuschaffen ,worzu noch kam/ daß die Normänner um selbige zeit einen ein-fall in diese lande thaten, wie den» auch nach einiger muthmas-fung von ihnen der nähme Holland und Seeland aufgekommenseyn soll. Es wollen zwar einige , daß Graf Dietrich, GrafGerolfs in Frießland söhn, den Mut des ersten Grafen vonBatavia geführet, welchem König Carl der einfältige inFranckreich an. y«z. nicht >«ur die aus den alten Friesischen lan-den zu einer neuen Grafschafft gemachte lande , sondern auchdas kirch-spiel von Eginond, und was dar;«« gehöret, verehrethaben soll. Allein es ist sicherer zu sagen , daß der erste Grafvon Holland / Dietrich I. Hertzogs Siqeberti in Aquitanien söhn gewesen. «Lr fand z«var von dem Burggrafen zu Leidenund einem von Falckenburg, «velcher der vornehmste in demlande ivar, vielen Widerspruch, drunge aber durch Caroli Calvihülffe durch. Hierauf empörten sich die Friesen , und jagtenihn zu«n lande hinaus. Ihm folgte sein söhn Dietrich I I. wel-cher die Abtey Egmond stiftete. Er hatte einen söhn Dietrich III. welcher nicht mit unter die Regenten gerechnet wird. Erhakte aber mit seiner ge«nahlin Hildegard / König L««dwigs V.in Francken tochter/ 2. söhne/ Egbert»m und Arnoldum. Dererste trat in geistlichen stand / uiw ward Ertz-Bischvff zu Trier /Arnoldus aber suecedirte seinem grsß-vatter; er heurathete GrafDietrichs' zu Ringelheim tochter Luitgard , «velche des KayserSOttonis öl. mutter leibliche fchwester war / wodurch er in dieKayferliche freundschafft und in grosses ansehen kam. Er mach-te sich von der Fränckischen Ober-Herrschafft gantz los / und be-gab sich unter die Teutschen Kayser. Nach fünfjähriger regie-rung qerielh er mit den widerspenstigen Friesen in ein hitzigesgeftchl/ «vorinnen er erschlagen/ und an-09z. indem klosterEgmond begraben ward. Er hinterließ 2. söhne, Dietrich IV . und Sigefridum , welcher die Herrfchafft Brederode zu jemerapanage bekam. Der erste söhn/ Dietrich IV. folgte an. yyz.dem vatt« in der regierung tm 12. jähre seines alters. Erführte unter seiner Vormünder anführung mit den Frießländer»krieg , bekam auch den Bischoff endlich gefangen. Er hinterließvon seiner gemahlin, welche des Kaysers Ottonis II. tochterwar, r. söhne, Dietrich V. und Florentium. Dietrich, V-wohnte an. 1048. dem turnt« zu Lültich bey, hatte aber daselbstnnsluck, daß er dem Pfaltzgraf Hermanns bey Rhein einetodtliche wunde versetzte, worüber er viel leiden muste, «vardvon einem vergifteten pfeile getroffen, undgetvdtct. Florentius verfolgte den krieg wider seines bruderswiderwärtige, schlug auch selbige zu zweyen malen, soll aber ,als er unter einem bäum geruhet , von Cölnisthen meuchel-mordcrn sey» erschlagen worden. Er hinterließ von seiner qe,mahl«» Gertrud, Hertzog Bernhards zu Sachsen tochter, Ber,
tham, welche dem Könige Philippe I. in Franckreich beygelegtwar; Florentium und Albertum, so beyde Lanonlei zu Ulrecht«vareu, und Dietrich V I. Dieser hatte mit dem Bischvffe zuUtrecht , welch« sich Heilandes anmaffete, viel zu thun, und >vc«lselbiger Hertzog Gottfrieden in Brabant zu hülffe rief, muste ersich reliriren. Als aberHcrtzog Gottfried an.«075. von einem sei-ner leib-garde entleibet «var, bekam Dietrich durch Vermittelungfeines stfcf-vatters, Graf Roberts von Flandern, Holland »vie«der, u««d empfieng an. 1077. die Huldigung, mit feiner gemahlinWtthild, Hertzog Friedrichs zu Sachsen tochter, führte er einevergnügte ehe, und starb an. 1091. Ihm folgte sein söh n Flo-rentiusll. sonst der dicke zugenannt, starb aber an. 112;.^M«e gemahlin war Petronella, Kaysers Lotharii II. fchwester,«velche den gründ zu dem kloster Rheinsburg, zwischen der stadtLeide» und der see befindlich, gelegt hat. Et hatte mit ihrFlorentium den schwartzen; Simone«», der frühzeitig ver-starb ; Hedwig und Dietrich VII . Dieser folgte seinem vatt«,und bezähmte ai«. uz8> d«e Frießländer, reiscte hierauf an.1140. zudem heiligen grabe nach Jerusalem , und starb an.
11 ?7. Er hatte von seiner gemahlin Sophia, PfaltzgrafOtto.nis den betn Rhein locht«, z. söhne, worunter Bald««inus,Bischoff zu Utrecht ; Billigerus, Burggraf in Holland , Otto,Graf zu Beuchen; Dietrich, Bischoff zu Utrecht war. Flo,rentms III. aber, der erstgebohrne, folgte dem vatt«. Er führtenmnNeg mit dem Grafen von Flandern wegen eines zu Geer-vliet erhöheten zolls , wurde aber darinnen gefangen , undan. ii 6 §. zu Brügge aufgebracht. Wollte er nun des arrcstSlos feyn, so muste er das land von Waas an Flandern über-lassen. Er steüete an. 1170. einen prächtigen turntet zu Cölnam Rhein an, u««d zog kurtz darauf mit 9000 . mann in dasgelobte land. An. u 88 > that er mit dem Kayser FridericoBarbarossa einen abermaligen zug da hinein, starb aber an.1190. zu Antiochien . Mit seiner gemahlin Ada, Hertzog Hein-richs in Schottland tochter, und Königs Wilhelmi schivest«,zeugte er folgende kinder: WUelNMUl.; Rupcrtum Floren-tium , Probst zu Utrecht , und Dietrich VIII. welcher als dererst-gebohrne seinem vatter an. H9o7fl,ccedirte. Er hatte mitseinem unruhigen brud« Wilhelino I. viel zu thun, und hernachmit den Grafen von Flandern . Er ward von dem Hertzoge vonBrabant in einer sck lacht gefangen, aber ««ach «legt« ranzionlosgelassen. Er starb hierauf an. 120z. nicht wett von Dor-drecht Von seiner geinahlin Adelheit, Graf Dietrichs vonCleve locht«, halte er nur eine einzige locht« Ada; dieselbigebefühl er zusamt dem lande auf seinem tod-bethe seinem bruderWilhelms; sobald aber d« vatt« die äugen zugedrücket, v«->hrurathete sie die mutter Adelheit ohne des bruders und derStände von Holland wissen an den Grafen von Loon. Sol,ches kränckte Graf Wilhelmum gewaltig, welcher so gleich inFrießlang gieng, und sich mit den vornehmsten daselbst widerGraf Ludwigen von Loon und dessen geinahlin Ada- verband.Vo» dar verfügte er sich in Seeland, und brachte in Ziricksee dievornehmsten selbiger provintz auf seine feite. Der Graf vonLoon war unterdessen zu Hartem; aber der Herr von Egmond,und andere brachten ihn dergestalt in die enge, daß er sich zu-aleich mit dem Herren von Amstel nach Utrecht retiriren muste.Die gemahlin Ada flüchtete hingegen mit dem Herrn von Voonrin die bürg zu Leiden. Sie ward daselbst von den Herren vonEgmond, Kenncmers, Wassenaer, und Rheinländern belagert,muste sich auf distretion ergeben, da man sie denn gefangennack» dem Texel führte, woselbst sie an. 1204-starb. D« Adatob bekümmerte Graf Ludwigen von Loon,welcher demBffchoffevon Utrecht vfferirte, gegen sicherer!hülffe die provintz Hollandvon ihm zu lehn zu empfangen. Der BMoff ließ,ihm solchesaesaüen , und that sein bestes.. Unterbessen bemächtigte sichGraf Wilhelms partey vieler orter, und that grossen schaden.Der He« von Amstel, welcher dem Grafen von Loon anhieng,verdiente auch schlechten lohn, indem die Kennemers seinem lan-de grossen schaden zufügten, welches den BiAoff bewog, friederu machen. Graf Wilhelm blieb hierauf Herr von Holland ,mevnte auch nach des Königs von Schottland , seines schwagerstobe, selbige Crone an sich zu bringen, aber vergebens , r,,dem «ivikdkl? tiitifabtcti muste/ unfc entstiel) öu* 122^. stutb. (Seine ersteaemabiin war Adelheit, Graf Ottonis II. in Geldern tochter.Nach d«en absterben vermählte « sich mit Hertzogs EdMl.ndSvon Lancafter tochter Maria. Mit beyden hatte er Ottonem,ittrrsfit: florentium IV.; Theodoncum, B'irggra.kn M HollauV z Richarbssss« Wühclmum. Gras Florm-tius 1^ trat die regierung an. 122z. an , ward ab« aus bloss«Muste, weil «sich auf einemltmmer sehr wohl gehalten, vondem Grafen von Clermont erstochen Er hatte von,eurer ge.mäblin Mechtild, Avelheiten , Gras Johannls von Lennegastgemahlin; Florentium. Statthaltern in Seeland; WMMumlinder ibm folgte, und Marqaretham, GrafHermanns zu Hen-neberg gemahlin, welche iM4-sten jähre ihres alters auf denChar-sreytag um 9. uhr vormittag ; 64. klnd« m grosse d« klei-nen raaben auf einmal allerseits lebendig soll zur weit gebrachthaben. GrasWilhelm war nur 6 . jähr alt, da er an. 12; 4. dieregierung antrat, da indessen sein vetter Bischoff Orw vonUtrecht die regierung führte. Er wurde an. 1248. zum Roiin-Mien Kayser erwchlet. Er hatte mit der Gräfin Mmgaretha vonZandern einen gefährlichen krieg, indem selb,ge noch -mmrvdesKaysers Friderici II. partey hielte, wornb« an.-2?z. auf der
znsul Walchern eine schlacht gehalten wurde, dariilnen auf bey-