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Theologicum ; Manuale Confessionis Augustana:; Calvinis mus irreconciliabilis ; Methodus condonandi; de AuxiliisGratiae; Extensio Breviarii Theologici; Caiixtinischer Gewis-sens-Wurm ; Relation von dem Colloquio zu Thoren. Witte,mem. Theol. dec. X. Freberi theatr. p. 623. Caroli memo-rabilia saec. XV 1 E
pulsen. Von dieser adelichen familie ist an. 1374. HiobPreußischer Landmeister in Liestand gewesen. Nachdem sichauch einige von derselben in Lausitz gewandt, ist das guth Gru-na unweit Görlitz an sie gediehen. 'Ob nun wol solches jetzo inandere Hände gekommen ist, so halten sich die ehemaligen be-sitzer doch annoch im lande auf, mit unbenommener sreyheitwieder in demselben anzukauffen. Grosser, in Lausitzischenmerckwürdigkeiten, k. III. p. 47.
Zuen, eine Schwedische insul; siehe Ween.
Zünen, ist eine alte, Rittermäßige, reiche und adeliche fa-ntilie in Schafhausen gewesen ; sie nenneten sich Hünen, vonBeringen , von Hüfingen , von Schafhausen und von Hünin-gen , je nachdem sie von einer branche waren. An. 1277. warEberhard Hün Schultheiß zu Schafhausen. An. 1299. warUlrich Hün von Beringen des Raths. An. 133;. war Jacob
t un von Beringen Abl zu Schafhausen ; an. 1386. wurdeberhard Hün zu Sempach erschlagen. *
Zünenberg, (von) waren stattliche und alte Edellerithe,ebenfalls zu Schafhausen, deren bürg Hünendcrg ain Zuger-see gelegen, irn Sernpacher-kriege zerstöret worden ist. An.131;. wurden die ersten Schweißer von einem von Hünenberg gewarnet, sich wegen den Oesterreichischen in acht zu nehmen,< wovon in der neuen edition des Simlers p. 69. und 70. zulesen.) An. 1336. wurde Rudolph von Hünenberg, Ritter, zuSempach erschlagen , und dessen sitz zu Reichensee ob Baldeckwurde von den Lucernern zerstöret. An. 1411. wurde Götz vonHünenberg, Ritter, zum ersten Bürgernieister zu Schashausenrrwehlt.*
-Zunicke, eines der ältesten und ansehnlichsten AdelichenHäuser in der Marck Brandenburg und in Nieder - «Lachsen,welches sich auch in Meisten ausgebreitet. An. 926. hat sie sichin der stadt Brandenburg niedergelassen , als die Wenden dar,aus vertrieben worden. Albrecht Hünicke war an. 1660. Fran-zösischer Rittmeister und ein vatter Melchiors, des Havelländi,dischen kreises viredoris. Dessen söhn , Albrecht Friedrich ,Chur-Sächsischer würcklicher geheimer Rath, und Ober-Hvf-Richter zu Leipzig , hat unterschiedliche Gesandtschaffren ver-richtet , und ist an. 1704. verstorben. MüUeri annal. Sax,Angelt Marckische thron. Knmt . prodr. Misii.
Züningen, eine berühmte Französische vestung am Rhein--strom, liegt eine viertel mcile unterhalb Basel in dem Eljaßi-schen gebiethe. Ehemals war sie nur ein dorf in dem LansererAmte, allwo schon seit alten zeiten wegen der bequemen über-fahrt über den Rhein ein thurn, von den land-leuthen derniause-thubn genannt, mit einer schantze umgeben, gestandenist. An. 1677. nahm die Kayserliche armee unter dem Hertzo-ge von Sachsen-Eisenach diesen thurn und schantzwcrck ein,schlug dabey eine brücke über den fluß, und behauptete den posteneinige zeit gegen die Franzosen. Dieses gab solchen für diezu-künftiqe zeit eine erinnerung, sich des vrts mehr und gewisse,zu versichern , weil von dieser feite gar leicht ein cinfall ausDeutschland ins Elsaß , und ferner ins Burgund geschehen könn-te ; ficngen daher gleich nach geschlossenem Nimagischen frie-den an , den ort mit macht zu bevestigen, wiewol sie einigezeit vorgaben, daß es nur eine schantze oder hornwerck abgebensollte. Und obschon bald hernach sonderlich bey bcschehener er-wciterung der vestunqs-wercker, der Canton Basel sowol alsdie qantze Evdgenoßschaffc darwider protestirten, und durch ih-ren Gesandten am Französischen Hofe deshalben Vorstellungthaten , konnten sie doch weiter nichts erhalten, als daß die ve-stung etwas von der stadt Basel sollte entfernet seyn , und wur-de selbige den 21. aug. an. 1681. am St. Ludwigs-sesi einge-wevhet, auch hernach immer mehr bevestiget. Die vestungbestehe: aus einem fünfeck; ausser dem ist daselbst auch eine con-trescarpe zwölf schuh hoch über dem Wasser, wie auch noch einander groß hornwerck , dessen aussentheile sich weit hin gegenBasel erstrecken. Gleicher gestalt war auch hier eine brückeüber den Rhein , so zum theil auf einer insul stehet, und gleich-falls mit einem hornwercke fortificiret gewesen; aber an. 1699.muste in krafft des zu Ryßwick geschlossenen sriedenü , die brückeweggethan, auch die schantze» in der insul, und auf demTeutschen doden geschleift werden. Es wurde zwar an. 1703.von den Franzosen im angesichte der Teutschen gegen über beyFridltngen stehenden armee guten theils wieder anqesangen,und nachmals nach der Fridlinger.schlacht gäntzlich in altenstand ge,etzet; aber auch an. 1714. nach dem Badischen frie-den von neuem ragrt. Die gebaude dieses forts sind sehr schön,und kan der platz inwendig 4000. mann beherbergen. Von die-ser vestung langet eine canon-kugel bis mitten in die stadt Ba-sel. Nurnets reise-beschreibung, k. II. p. 2,-9. Seschreibmiades Rhetnstroms. * «viiii»
Zünwyl, oder Hinwvl,, ein dorf in der dem Canton Zürich zustehenden Herrsthafft Gruningen gelegen, woselbst vor die-sem ein jchloß gestanden, von dem eine bekannte adeliche fami-
lie in der Eydgenoßschafft den nahmen bekommen, welche dieHerrschafften EUgöw, Ward-Egg rc. besessen, nun aber aus»gestorben ist. Stumpf.
Zuerga , (Cyprianus la) ein berühmter Cistercicnser, ausSpanien gebürtig, hat lange zeit auf der, Acadcmie zu Alcaladie H. Schrift erkläret. Er verstund die sprachen und Theolo-gie wohl, und starb an. 1360., Man hat verichicbene Com-mentarios von ihm über die Psalmen, über das buch Hwb,und über das Hohe Lied. Matanorus, de litter. Hilpan. viris,Scbottus & Antomus , bibl. Hilpan.
Zürnle, oder Hörnte, ein berg im Zürich -gebiethe, ober.halb Fischenthal gelegen. Nicht weit davon hat die Toß ihrenUrsprung.
t uesca, lat. Ofca Ilergetum , eine grosse'stadt an demJsirela gn - Aragonien , nebst einer Universität und einemBißlhum unter den Ertz-Bifthoff zu Saragossa gehörig. Siewar schon zur zeit der Römer wegen ihrer grosse und reichthum,mer in ansehen, halte auch unter den ersten Römischen Kay-sern das recht müntzen zu prägen, auf welchen sie Urbs VictrixOfca genennet wird, woraus sich wahrscheinlich schliessen laßt,daß allda eine Römische psiantz-stadt gewesen. Serwrius hatso gar allhier eine gattung Academie aufgerichtet, die Hispani.sche jugend in den Lateinischen und Griechischen stubicn zu un.terweisen. Sie ergab sich an. 1710. nach der schlacht bey Almana-ra an den König Carolum III. Sie ist von einem andern Hues.ca in Neu-Castilien unterschieden, davon die Hcrtzoge von Albaaus dem hause Toledo zugleich den Hertzoglichen tilul fuhren.Flutarcbus , in vita Sertorii. Liv. lib. XXXlV. c. 11. Pän. *Zuesden, eine Holländische stadt, siehe Heusden.
* Zuet, (Petrus Daniel) einer der gröstcn Gelehrten seinerzeit, war zu Caen in der Normandie den 8. febr. an. 163».gebohren. Seine eitern starben ihm gar zeitlich, daher er un»ler Vormünder gerielh, und in den studien anfänglich etwas ver-säumet ward. Er brachte solches aber hernach ein, da er derUnterweisung der Jesuiten untergeben warb , unter denen erin Humanionbus wohl zunahm, sich auch auf die Mathematicund Philosophie mtt grossem fleiß legte. Er fieng hiernächst andie Jura zu studlren. Als aber um selbige zeit Bocharli Oeo.graphia facra Heraus kam , erweckte dieses buch bey Huetiodie begierde, sich auf die Griechische und Hebräische iprache zulegen , welches er auch , ob er gleich die Rechte nicht gar beyseite setzte, von der zeit an mit ungemeinem eifer that, und dar,innen von bemeldtem Bocharto, mit welchem er viel umgiena rkräfftig unterstützet ward, wobey er sich denn eine trefliche bi.bliotheck sammelte, und einen grossen theil seines Vermögensdarauf wandte. Als Bochart von der Konigin Christin« nachSchweben zu komnien eingeladen worden, begleitete er densel-ben an. 1632. dahin, wiewol sie daselbst nicht nach wumch an»genommen wurden, daher Huetius auch nach drey monatei»wieder nach Franckreich gieng, und ein stück von Origenis Com-,rnentario in Matthaeum, und seinen tractat vorn Gebat in Grie«chischcr spräche mitbrachte, so er nachgehends heraus gegeben.Nach seiner Wiederkunft lebte er in seinem vatterlande geraum-jähr ohne öffentliche bedienung. Denn ob er sich zwar nach deintobe des Königlichen Bibliothecarii Dupni bemühete, an dessenstelle zu gelangen, ward ihm doch Mr. Colbert vorgezogen. In-dessen richtete er selbst in seinem Hause eine gelehrte Academiüaus, deren Mitglieder durch die Anatomie, Chymie, Geome-trie und Optic die natur untersuchten, und wurde folaends vondem Könige mit einem gnaden-geld versehen. Hiernächst giebter auch selbst von sich die Nachricht, daß man ihm die auMkund Unterweisung des jungen Königs von Schweden Caroli XL.an. 1662. aufgetragen , welches aber die Verfasser von denActis Litt. Sueciae mit sattsamcn gründen widerlegen. Dieses istgewiß, daß ihn die Königin Christina an. 1639. zu sich nach Rom begehret, dahin er jedoch nicht gekommen, weil er noch nicht ver.gessen konnte, auf was weise Bochatt von ihr aufgenommenworden. Nachdem er zu Caen Doctor Juris worden, kam eran. 1670. durch des Hertzogs von Montausier Vorschub an denHof, und ward Unter-Lra-ceptor bey dem Dauphin, in wel,cher stelle er bis an. 1630. verblieben, und unterdessen auch nebstdem Hertzoge von Montausier und dem Bischoff von Meaux »Jac. Benigno Bossueto , die aufsilHt über die damals aus.gegebene authores classicos in ufum Delphini g(führet, auchfei« bekanntes wcrck, Demonstratio Evangelica genannt, herausgegeben. Wie er nun beständig eine neigung zum geistlichenstände gehabt, und an. 1636. die tonsur bereits empfan-gen , also nahm er nunmehro nach und nach auch den geist-lichen Habit, und erhielt im 46. jähre seines alters, auf vor-hcrgegangene dispensation , in drey lagen alle ordines ecclefia-sticos. Hieraus gab ihm an. 1673. der König die Abtcy Au.nay in der Normandie , und ernennte ihn noch ferner an. 1683.zum Bischoff von Soissons , welchen sitz er nachgehends an.1689. dem Abt von Syllery zu gefallen mit dem Bißthun»Avranchcs vertauschte, weiches er aber, weil er last und wassernicht gewöhnen konnte, «11.1699. wieder niederlegte. DerKönig gab ihm hieraufdie Abtey Fontenay bey Caen , woselbster sich aus liebe zu seinem vatterlande niederließ , und einige gu»ther erkaufte, weil er aber keinen besuch hatte, und hinge-gen in viele Processe verwickelt wurde, legte er auch diese Abte»nieder, und begab sich in das Proftß-Haus der Jesuiten zu Pa-
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