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scribenten führen sein geschlecht von Bosone, dem Könige vonProvence , her; andere von Hugone von Italien ; andere vonden alten Grafen von Macon , oder von den Marggrafen vonIvrea ; noch andere von Bertholdo von Sachsen; und einige vondem Kayser Ludovico. Er stund dem Kayser Conrado 111 . bey,als er das Burgundische Reich, welches ihm Kön ig RudolphusIII. vermacht, eroberte. Für solchen dienst soll er von demsel-ben, oder wie andere wollen, von seinem Nachfolger Henrico 111 .die landschafft Chadlais und St. Maurice in dem Walliser -lande erhallen haben. Er starb an. 1048. und hinterließ vonseiner gemahin Ancilia, Adelis oderAlexia, Amadeuml.undOttonem, der seinem bruder Amadeo succedirte, nebst einer toch-1 er. Paradin & Guicbenon , hist. de Savoye. MaJ/mt elogiaDucum Sabaudi®. Guicbenon , bitt. genealog. de Savoye.
Humbertus II. von Savoyen, succedirte seinem vatter Ama-deo II. an. 109;. Bald nach angetretener regicrung that erwider die ungläubigen einen zug in das gelobte land , hernachwachte er sich die landschafft Tarantaise unterwürfig , worzu diegrausamkeit ihres vorigen Herrn, Almerici von Brianeon, an-las gab, von welcher zeit an er den titul eines Grafen von Pie-rnont und Herrn von Tarantaise geführet. Er starb aber an.110}. Seine gcmahlin war Gisela, Wilhelmi II. Grafen vonBurgund, tochter, von welcher er folgende kinder hinterließ:Amadeus III. folgte ihm in der regierung ; Wilhelm , Bischoffvon Lürrich , starb an. u?o. ; Humbertus starb an. ii;i. ohneerben; Guido, war Abt von Namur und O-monicus von Lüt-tich; Renaldus war Probst zu ©t. Moritz in Chablais , undstarb an. 1140.; Adelheid war Ludwig des dicken gemahlin ;und Agnes, war an Archambaldum IX. Herrn von Bourbon,vermählet. Guicbenon , bitt. de Savoye.
Humbertus III. Graf von Savoyen , der heilige genannt.Er succedirte seinem vatter Amadeo III. und führte mit demDauphin trug, nahm auch des Papsts Alexandri III. partcywider den Kayser Fridericum I. an. Er brachte sonst die meistereit bey den Mönchen im kloster zu, woher er auch den zunahmendes heiligen erhallen. Er hatte 4. gemahlinnen , wovon dieerste Fayöida, Alphonfi, Grafen von Toulouse tochter; die an-bere Germana , Hertzogs Bertholdi von Zäringen tochter; diedritte Beatrix, Gtrardi, Grafen zu Vienne tochter; die vierteGertrudis, des Grafen Theodorici von Flandern tochter war.Er starb an. 1188. und hinterließ von seiner drillen gemahlin,Beatrice, Thonram, welcher ihm succedirte. Guicbenon , hist.de Savoye.
Humbertus, oder wie ihn andere nennen, Hubert, ein Car-dinal. Er war anfänglich ein Mönch zu Toul , wurde aberwegen feinet gelehrsamkeit von Leone IX. zum Bischoff in Italien gemacht. Nach diesem wurde er um daS jähr 1049. Cardinal,und als Legat nach Constantinvpel geschickt, allwo er öfters wi-der die Griechen disputirte und schrieb. Es wird davor gehal-ten, daß er das fvrmular der abschwörung, so BerengariuS aufdem Concilio, so an. 1059. unter Nicolaö II. zu Rom gehaltenwurde, aufgesetzt. Man hat verschiedene tractaten von ihm,die er wider die Griechen geschrieben , als de Azymo & Fermen-tato ; &c. Lanfrancus , de corpore & sanguine Domini. Sige-iertus , de vir. illustr. c. i;o. Tritbemius. Beßarminus. Canißus ,tom. VI. ant. lest. Cave. Du Pin &c.
Humbertus, der fünfte General des Dominicaner-ordensEr war von Romans aus Dauphine, in dem alten KönigreicheBurgund gebürtig, welches den anlas gegeben, daß einige ge-uicynct, er sey ein Burgunder. Er starb an. 1276. zu Lyon ,allwo er mitten in dem chor der Dominicaner begraben liegt.Man hat verschiedene schritten von ihm, als da find: Sermonesde variis Argumentis ; Epistola de tribus Votis ; InstitutionumSpiritualium libri sex ; Expolitio Regul® S. Augustini. MichaelFiui , lib. V. de vir. illustr. ord. Prsdicat. Leander Alberti,descr. Ital. lib. I. Tritbemius . Bellarminus. Mir aus. Chorier,bistoir. de Dauphine.
Humble, lat. »omelea, ein kleiner fiuß in Hampshire , wel-cher nahe bey Bushwaltham entspringet , bey Botely vorbeyläuft, und den Hafen, Humdle-Haven genannt, an der östlichenfette von St. Andrew-Castle, gegen der insul Wiath über,svrmiret.
Hume , oder Hume-Castle, ein castell in Schottland , sonicht weit von den Engelländischen grentzen liegt. Ein anders,so gleichen nahmen führet, ist in Ulster , einer provintz in Jrrland,anzutreffen.
Hume , ist der nähme einer Freyherrlichen Herrschafft undeines vesten castells in Berwickshire, oder der Grafisch,yft Mersin Schottland . Es ist der fitz einer alten familie, die fich d,wo»nennet, so von dem Gräflichen Hause March abstammet. Ausdieser familie war Alexander, welcher von dem Könige JacobsVI. als selbiger zur Crone kam, zum Grafen von Hume erkläretwurde. Dieser König , wenn er von der macht des Schottlän-dischen Adels redte, pflegte zu sagen, daß, ob schon ihrer viel vondrnselbigen eine ziemliche mannscbafft aufbringen könnten , erdennoch keinen wüßte, der vermögend wäre, innerhalb 24. stun-de» auf seinen befehl i roo.wvhlbewafnete nnd montirte reuterin die Abtey Holyrvvd-Hvuse (woselbst seine Hofhaltung war)nach Edenbnrq zu schaffen, als einig und allem der Lord Huine.Der Graf von Dnmbar und der Lord Polwarth führten auchdiesen zunahmen, (stehe polwarth.)
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* Hume, (Alexander) Graf von Marchmont, Pair vonSchottland , Konigllch-Groß-Brirannifcher geheimer Rath undRttter des Distel-ordens, war ein söhn Alexandri, Grasen vonMarchmont und Margarctha Campbel. Er führte erstlich dentitul eines Lords Polwarth , dlS an den tod scmeS vattcrs, wel-cher in dem aug. an. 1724. gestorben. An. 1716. ward er alsaußerordentlicher Envoye an die Könige von Dänemarck undPreußen geschickt, nach seiner zurückkünft aber zum Clerk-Re-gister von Schottland ernennet. An. 1720. gieng er abermalals Gesandter nach Dänemarck. An. 1721. wurde er als er,ster Ambaffador und Bevollmächtigter aufden friedcns-congreßnach Cambray geschickt, allwo er sich einige jähre aufgehalten.Den 1;. febr. an. 172;. erhielt er den Distel-orden, und den10. april an. 172s. die wurde eines geheimen Raths, worinnihn der jetzige König Georgius II. bestätiget. An. 1727. wur-de er auf sieben jähre zu einem der 16. Schottischen Paws er-nennet , die im Oder-Hause zu Londen fitz und stimme haben.Den 4. febr. an. 1728. erhielt er die stelle eines Clerk-Secretarii,und Verwahrers aller Kömgl. und anderer Tribunalien regjsterund sehriften in Schottland , wie auch eines Lord-Lieutenantsder Grafschafft Berwtck, worzu im sept.'eben dieses jahrs dasGuberno der alten Banque in Schottland gekommen. An.17;;. refignirte er die stelle eines Cierk, behielte aber die ander«ämter bis an sein den 19. mertz an. 1740. erfolgtes ende. Seinsöhn , der Lord Polwarth , hak ihm in seinen titul» succediret.
MemoiriS du tems.
VämneUwg, (Gabriel) gebürtig von Ravensvura inSchwaben , itudirte eme zeitlang zu Paris , wurde hernachDodor Medicin®, und practicirte in fernem vatterlande. Erhat an. t$}9. Scbolia in Librum Sexti Philosophi Platonici deMedicina ex Animalibus , wie auch Antimufam de lierba Ve-ronica ; Lucium Appulejum de Medicaminibus Herbarum ;>0.Sereni Sammonici Poet® Librum Medicinalem, und ApiciiCodii Libros de Obsoniis & Condimentis , mit einem Com-mentario, Zürich 1542. in 4. herausgegeben. Pantaleon , pro.sopogr. Fabnciu r, bibl. Gr®c. VI. 9. §. 4. p. 162.
Humey, (Georg) Graf;» Dumdar, Freyherr zu Barwickin Schottland . Er war eines Schottischen Herrn, Davids Hu-mey , söhn, und von dem geschlechte Mandersen, die fich Humeyoder Hume nennen. Er kam in des Königs Iacobt VI. inSchottland sonderbare gnade, hingegen lud er sich bey einigenfeindschafft auf, und gab ihr» Jacob Duglas schuld, daß er'sti-nes schwähers tod befördert hätte.. Dannenhero, als an. 1991.Graf Frantz von Bothwell, welcher dem Duglas fich beygefügthatte, einen plötzlichen einfall zu Edinbrirg in die Königliche te*fidentz that, suchten ihn einige zu todten, er salvirte sich aber indes KönigS gemach, verband sich mit dem Hertzoge von Lenoxund andern Schottischen Herren an. 1592. wider den Reichs-Cantzler, Johann Maihtland , dessen sonderbarer freund er vor,her gewesen, zog an. 159;. wider den Grafen zu Athol, der sichempört hatte, mit dem Könige zu selbe, welcher ihm mehr undmehr gnade zuwandte, so, daß er nach des gedachten Reichs-Cantzlers an. 1595. erfolgtem tobe am meisten bey dem Königegegolten, welche gnade er aber mißbrauchte, und die alten dienecwegbrachte, fich auch sonst also erwies, paß ihm die geist-undweltlichen feind waren. Er brachte den Unter-Schatzmeister,Georg Elphingston, um sein amt, und erlangte solches an. 1601.von dem Könige vor fich. Eben dasselbe jähr wurde er zumRitter geschlagen, und erwarb grossen rcichthum. Als der Kö-nig an. iöoj. die Engelländische Crone bekam, machte er ihnden?, jul. an. 1604. zuM Freyherr» von Barwick, und kurtzhernach zum Grafen von Dumbar in Schottland , und schickteihn an. 160;. mit grosser authorität und Pracht in Schottland ,da er sich seiner gemalt sehr übernahm, auch den König bewog,um der alten Grafen authorität zu schwächen, mehr neue Gra-fen und Herren zu machen. Er ward an. 1608. zum Ritter desEngelländischen Hosenbandes gemacht, und starb an. 1610. aneinem fieber, wiewol Dugdale an. i6n. setzet, auch einige vonbeygebrachtem gifte etwas sagen wollen. Er ward zu Westmün-ster begraben, aber wenig beklagt. Er war ein mann von reifemverstände und wenig Worten. Seine erden waren seine töchter,deren die älteste Jacob Humey, die andere, Elisabeth, Theophi-lus Howard, Graf von Suffolk , geehlichet haben. Dugdale tBaronag. Angl.
* Humiecky, (Stephanus) Woywode von Podolien, waraus emem ansehnlichen Poimschen geschlechte entsprossen, undwurde zuerst nach dds Königs Iohannts Sobiesky tobe bekannt:dann erhielt es bey der an. 1697. angestellten wähl nicht nurmit dem Printzen von Conl» , sondern ließ sich auch zum Mar-schall des wider Augustum ll. errichteteten Rokosz gebrauchen.Ob ihm nun gleich dieser König, der seine gute eigenschasslenwob! kannte, die Woymodschafft Podolien und den orden deSweissen Adlers ertheilte; so konnte er ihn dennoch nicht völliggewinnen : gestalt er an der Conföderation , die man an. 1716.wider die Sächsischen trouppen schloß , nicht geringen antheilhatte, und bey dem nachmaligen vergleiche als Bevollmächtig-ter zugegen war. An. 17;;. bernühcte er sich eifrigst, Stanis»laum auf den Polnischen thron zu erheben , und war einer vonden Deputirten, welche die Magnaten , so fich von dem wahl-felde entfernet, auf andere gedanckcn bringen sollten. An.17;;. aber erkannte er Augnstum III. vor den rechtmäßigen Ko-nifl, unh vermochte seine gantze Woywodschafft auf einem ia