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lvurde; ihrer beyder Mutter, die Hertzogin von Uörck, nach-dem sie vorher sich zu der Calholischen religion bekennet/ starbden 31. mertz an. 1S71. in dem 34. jähre ihres alrers/ und be-kam ihr degrädnis 3. tage hernach in Henrici VII. capelle zuWestmünster. (6) Franciscam, welche einen Esguire in Here-fordshire, nahmens Lhomam Keigtley von Harringsfordbury,
heurathete. Feerage of England, J.p. 261. 316. Heylyn’s helpto English hiltory, p. 269. 468. The compleat biß. of Eng-land, vol. III.
&vb e, (Eduard) Cantzler von Engelland / und ein groß-vatter der 2. Englischen Königinnen Mariä II. und Anna.Sein varter hieß gleichfalls Eduard/ und war ein Ritter ,wohnhaffl in Cheshire . In seiner jugend studirtc er zu Lon don in dem sogenannten Middle Temple die Rechtsgelchrjam-keil, und als er hernach einen absonderlichen eifer vor daSinteresse des Königs Caroli l. sehen ließ/ machte ihn derselbenicht nur zum Cantzler von seinem Ercheguer/ sondern auchendlich zu einem seiner geheimen Räthe. Der König Caro-lus II. schickte ihn in währendem stinem exilio, mit dem chara-cter seines Ambassadors/ in die spanische Niederlande. Ei-nige zeit hernach gab er ihm das amt eines Staaks-8ecremrii,letztlich erhub er ihn zu der Cantzler-würde. In allen diesenbediennngen erwies er sich so verständig/ so redlich und so un-verdrossen / daß letztgedachter König , nach seiner Wiedereinse-tzung auf den Englischen throm ihn in der würde eines Cantz-lers von Engelland bestätigte/auch den 3. nov. an. 1660. zumBaron Hyde von Hnndon in Wiltshire / und den io. aprilan. iö6i. zum Vice-Grafen Cornbury in Orfordshtre , inglei-chcn zum Grafen von Clarendon, machte. Die Vermählungseiner tochter, Anna, an des Königs bruder, Iacodum/ Her-tzvg von Horch verinchrte sein ansehen gar sehr/ und seine son-derbare geschicklichkcit brachte zuwege , daß Carolus II. eine ge-raume zeit seinen rathfchlägen am meisten folgte. Allein die-ser vorzug erweckte bey vielen Grossen einen neid wider ihn ,und bey einem amt, wie das feinige war/ (insonderheit bey derdamaligen beschaffenheit des Englischen Hofes) konnte es un-möglich feinen feinden an allerhand scheinbaren beschulbignn-ge» wider ihn fehlen. Den to. juI. an. 1663. übergab GeorgDigdv, Graf von Bristol , dem Ober - Hause des Parlementssehr viel artickul wider seine person. Es wurden aber die-selbe, mit Zuziehung der Ober-Richter des Königreichs/ den 14.jul. vor unzulänglich zu anstellung eines peinlichen Processeserkläret. Wiewol er nun solcher gestalt in feinen vorigen wür-den blieb, so hatten doch die vorbessgre vorwürfe bey vielengar nachcheilige imprelstonss von ihm hinterlassen / und beydem Könige selbst verringerte sich allgemach die vorige gewo-gcnhcil gegen ihn. Danncnhero, als man wegen den vielenUnglücks - fällen, womit der Englische Dtaat in den lahren1666. und 1667. heimgesucht worden, vor rarhsam hielt, einenoder den andern grossen Minister dem Unwillen des volcksgleichsam aufzuopfern, war sich desioweniger zu verwundern,daß seine feinde gelegenhcit fanden, mit grösserm Nachdruck anstinem untergange zu arbeiten. Zu solchem ende wurde» den6. nov. an. 1667. aufs neue viel artickul wider ihn in demUnter-Hause des Parlements eingegeben, und selbige 6. tagehernach in dem nahmen der Gemeinen von Engelland, demOber-Hause ordentlich vorgetragen. Die Haupt,puncte solcherund der zuerst erwehnten anklage giengen dahin, 1.) daß erdem Könige gerathen, sich in den stand zu fetzen, eine willkühr-liche gemalt zu exerciren ; 2.) daß er durch allerhand reden undHandlungen den König bey seinen Unterthanen in den verdachtzu bringen gesucht, als ob es derselbe in stinem hertzen mit derRömischen kirche hielte; 3.) daß er sich selbst in den credit ei-nes sonderbaren Patrons der Englischen kirche zu setzen getrach-tet, und dennoch den Römischen Hof, wie auch die Englische Catholicken, in unterschiedenen degebenyetten mehr Üatttrt, alses einem Protestanten zugekommen; 4.) daß er den schädli-chen verkauf des see - Hafens Duynkirchen an den König vonFranckreich zuerst auf die bahn gebracht und befördern helssen;3.) daß er bey Vermittelung der Heurath zwischen dem Königeund der Portugiesischen Jnfantin nicht die gehörige Vorsichtig-keit gebraucht, auch dabey hauptsächlich auf seines schwieger-sohns interesse gesehen; 6.) daß er auf vielfältige und zwarunrechtmäßige art vor sich und vor seine sainilie ein grossesvermögen zusammen zu bringen sich bemühet; 7.) daß er mitdes Königs feinden unverantwortliche correspondentzen gepflo-gen ; g.) daß er m vielen andern stücken wider des Königs unddes vatterlandes bestes gerathen und gehandelt, u. f. w. Unge-achtet das Ober-Haus ziemlich wohl vor ihn gesinnet war, sosahe er doch vorher, daß seine feinde die obcrhand behaltenwurden, und beschloß demnach, sich bey zeiten anders wohin zureliriren. Er ließ aber ein schreiben an die sämtliche Pairsvon Engelland zurück, worinn er mit grossem Nachdruck aufdie wider ihn vorgebrachte bcschuldigungen antwortete. Dochden ir. dec. ward dieses schreiben, auf des Parlements Verord-nung, durch des henckers Hand verbrannt, und den 18. dec.verglichen sich beyde Häuser, wiewol nicht ohne viel widerspre-chen, wegen einer bill, so nachgehendS die Königliche bestäti-gung erhielt, vermöge deren er aller seiner ämter verlustig seyn,und auf seine gantze lebens-zeit das Reich meiden sollte. In-dem dieses wider ihn vorgieng, hatte er sich nach Franckreichgewendet, allwo er die stadt Montpellier zu stinem aufenthaltrrwchlte, endlich aber zu Rouen in der Normandie den 19* der«Hlstar. Lexkm iv. Theil.
an. 1674. das zeitliche gesegnete. Von seiner nachkvmmen-fchafft ist der vorhergehende artickul zu sehen. In währendenkseinem Wohlstände hat er, auf befehl des Königs Caroli II. dieHistorie der zuletzt vorher gegangenen rebcllion geschrieben >und nach seinem lobe ist eine gefchichte seiner zeiten, und vor-nemlich seines Minitterii, heraus gekommen, welche er in wäh-rendem stinem exilio zusammen getragen ; svwvl das eine,als das andere, wird durchgehcnds sehr hoch geschätzt. Hey-
lyns help td English history, pag. 269. Feerage of Englandsp. 261. The compieat biß. of Englands vol. IIl.
* Hvde, (Henncus) Graf von Clarendon, ein söhn desCaiMers Eduardi Hyde, erbte an. 1674. nach seines vatterstobe den titul eines Grafen von Clarendon. Er war anfangsbey der Königin von Engelland, Catharina, bey der er ingrossen gnaden stund, Cammer-Herr; ward nachgehendS, st»bald Jacobus ll. zur regierung kam, än. 1683. geheimerSiegel-Bewahrer, auch bald darauf Lord - Lieutenant vonJrrland., Allein er wurde an. 1686. noch ehe feine zeit »inwar, zurücke deruffen, weil er theils den absichten des HvfeSin ausdreilung der Calholischen religion in diesem Reiche nichtfügen wollte, theils auch, weil er sich mit dem Grafen vo»Tyrconell nicht vertragen konnte; verlohr auch nicht langehernach die bedienung eines Siegel-Bewahrers. Seit dieserzeit war er der Hof-partey beständig zuwider, gieng auch zeitlichzu dem Printzen von Oramen, welcher ihm auftrug den vor-trag der Königlichen Abgeordneten anzuhören. Weil aber derPrMtz nach seiner erhebung auf den thron ihn nicht sonderlichzu achten schien, und ihn nicht zum Mce-Könige von Jrrlandmachen wollte, ward er nachmals ein eifriger Jacvdile. Erwar ein ehrlicher, bescheidener und gulthaliger mann , undhatte unter seines vatters anführung gelernt, wichtige fachenmit dem grösten geheiinnisse abzuhandeln. Dabey war eraber oft über die Masse eigensinnig, bejaß auch keinen son-derlichen verstand. Er soll in geheim der Catholischen religrongeneigt gewesen seyn. Er starb an. 1709. nachdem er zwey-mal vermählt gewesen (i.) mit Theodosia, der dritten tochtevArthuri, Lords Capel; (2.) mit Flora, einer tochter undeinzigen erbin des Esguire, Wilhelm Backhvusts vo» Swal-lowsield , und einer wittwe des Baronets, Wilhelm Backhausst. Mit der letzter« hatte er kein kind, mit der erstern «bebeinen einzigen söhn Eduardum, welcher ihm, nachdem etvorher Lord Cornbury geheissen, in der würde eines Grafenvon Clarendon succedirte. Es vermählte sich derselbe mitCatharina, einer tochter Henrici , Lords Obrien, ältestensohns und erben Henrici, Grafen von Thomond. Die kin-der, so er mit ihr gezeugt, sind 1.) Eduard Lord Clifton undCornbury; 2.) Catharina, welche, nach ihrer Mutter tobe ,das absonderliche recht einer Baroneßi» von Clifton erbte,und an. 1708. in dem 18. iahre ihres alters ledig starb; woraufsolches recht aufoderwehnten ihren bruder fiel; 3.) Theodosia.
/ (Laurentius) Graf von Rochcster, des CantzlersEduärdt anderer söhn, war an. 1663. einer von den Deputtrtcndes Unter-Hauses,weiche der Universität zu Oxford vor die demKönige erwiesene treue danck abstatten mustcn , und ward beydieser gelegenheit zum vockore Juris ernennet. An. 1676.gieng er als aufferordentlichrr Ambassador nach Polen , an.1678. aber als vierter Gevollmächligter auf den frjedens-con-greß nach Nicmägen, hatte auch ins besondere commißion,dem Printzen von Oranien die fortsttzung des kriegs gegenFranckreich anzurathen. In eben diesem jähre ward er oberstesSchatz-Lommistarius, und hatte nach dem einige zeit nebst >ve- —nigen andern Herren am Hofe das meiste zu bedeuten , wardauch daher an. 1680. von dem Parlementc in einer beson.dern addresse mit unter die zahl derjenigen gesetzt, um derenauSschliessung von allen öffentlichen ehrcn-ämtern man ansu-chung that, worauf aber der König keine absicht machte, son,dern ihn vielmehr bald hernach an. 1631. zum Vicomte vonHyde von Kenelworth , und an. 1682. zum Grafen von Ro^chester ernennte. In eben diesem jähre ward er wegen üblerverwallung des schatzes angeklagt, mochte auch wol in devthat dabey nicht genügsame sorgfalt und fleiß angewendet ha-ben , ward aber durch Vermittelung deS Hertzogs von Horckmit weiterer Untersuchung verschonet. An. 1684. legte er ausMißvergnügen seine bedienung bey der schatz-verwaltung nie-der , und ward Präsident vom geheimen Rath, hatte aber in —diesem amte schlechtes ansehen, und ward noch in diesem jahrsVice-König von Irrland , muste es sich aber gefallen lassen,daß man das mit solcher würde ehedem verknüpft gewesenbGeneralat über die armee in Jrrland davon absonderte«Gleich nach des Königs Iacodi II. erhöhung auf den thron ,ward er Groß-Schatzmeister und Ritter voni vrden des Ho-stnbandes, auch an. 1686. ein Mitglied der hohen geistlichenCommißion, wo er zwar gantz gelinde Verfahren, und denBifchoff von Londen von den wider ihn angebrachten beschul»diqungen los sprechen wollte, aber doch endlich , weil ihm derKönig sonst sein amt zu nehmen drohest, in desselben bcstra-fung willigen muste. Seine feinde und insonderheit die Ca-thvlicken brachten es hicrnächst dahin, daß sein ansehen beyHofe immer mehr abnahm, und er merckte sselbst wohl, daßman ihm seine bedienung nicht lange mehr lassen würde, da-!her er auch zu annehmung der Calholischen religion, zü Westcher ihn der König auf so mancherley weist zu vermögen ge.