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fi-ntt-gebürge. Die Just ist gut und fnfch > aber dabey scharf.Das schloß-qebäude ist groß und zierlich. Im Hofe ist ein schö-ner spring-brunnen. An. i;;8. ist es von« Grafen Hermannvon Cilly zerstört worden, aber an. 1542. schon wieder in voll-kommenen stand gesetzt gewesen. An. i;88. ward eine Evan-gelische kirche daselbst angelegt, und der gottesdienst darinn ver,richtet, bis ihn die Landes-Obrigkeit endlich abschaffte. Val-vasor, l. c. XI. p. ry8- leg.
Ratziancr von Ratzen,kein, eines von den ältesten geschlech-lern in dem Hertzogthum Crain, welches eine geraume zeit denFreyherrlichen titul geführet, in dem XVII.feculo aber dieGräfliche würde angenommen. Er hat den beynahmen vvneinem in Ober-Crain, eine melke von Rattmannsdorff gelegenenschlösse, welches Georg Katzianer um das jähr 1,40. mit einerwittwe von Rain erheurathet, und demselben, da es vorhero Vi-gaun geheißen, den nahmen Rayenstein gegeben. Fkanciscuswar Bischoff zu Laydach, und gieng an. i; 44 . rnit rode ab. Des-sen bruder, Hans , hielt sich in der an. 1529. belagerten stadtWien ungemein wohl, und ward nachgehends Kayserlicher Rathund Lands-Hauptmann in Crain, da er denn den Türcken nichtallein durch öftere einfülle beschwerlich fiel, sondern auch unter-schiedliche vlätze aus ihren klauen riß. Hierauf erhielt er an.i,;7. die stelle eines General-Feld-Marfchalls, hatte aber dabeywenig glück; denn als er den Türcken bey Effcck eine schlachtliefern sollte, ergriff er die flucht, und verursachte dadurch, daßetliche jooo. mann niedergemacht, und unterschiedliche hoheOfficiers gefangen wurden. Er ward dahero zu Wien in ge-sangliche hasst gebracht, daraus er aber mit list entkam, und zuden Türcken übcrgieng, welchen er versprach, gantz Croatie»in ihre Hände zu liefern. Er cvrrejpondirte zu dem ende mitdem berühmten General Nicolao Serini, welcher ihm auch demscheine nach in allem gehör gab, und zu sich nach Castanowitzeinlud, da er ihn an der tafel erstach, und seinen köpf dem KayferFerdinande I. zuschickte. Sein cörper liegt zu Oberburg inCrain begraben , allwv man aufseilten leichenstein die fabel vondem fuchse, welcher einen vogel zu gaste geladen, damit er ihnverzehren möchte, aushauen lasse». An. iS;;. war GeorgValthafar, Freyherr, Amts-Präsident in Crain: dessen söhn ,Johann Heerward, Graf, war Kayserlicher geheimer Rath,würcklicher Cammer-Herr, Lands-Hauptmann in Görtz, wieauch Lands-Verwestr' und Ober-Silber-Cämmerer in Crain,welches amt er an. 1672. auf seine familie gebracht. Er starb an.isgi. und hinterließ einen söhn, nahmens Leopold Engelbrecht.Vüwasors ehre des Hertzogth. Crain. ifibua»f. rer. Hung,üb. XIII. Mtgis- annal. Car. Spangenb. Adelsp. P. II.
Aauffbäucm, ist eine Schwäbische Reichs - stadt in demWcrtacher thal gelegen. Es soll dieser ort von einem Freyherr»von Hof, welcher mit Kayfer Lothario aus Franckreich gekom-men , erbauet, und von dessen nachkonimen bis auf des Kay-sers Conradi II. zelten seyn besessen worden. Zu dessen zeitensoll Otto, Freyherr von Hof, mit eines bürgers weib einenehebruch begangen haben, darzu denn der mann gekommen, undihn umgebracht. Er hinterließ aber noch eine schwester nebsteinem bruder, welcher ein Dom-Herr zu Augspurg war, die-sem fiel die erbschafft heim. Von selbigem soll sich die stadt umsoooo. gülden abgekauft haben , daher auch der nähme Kauf-bäuren, welches so viel als ein erkauftes dorf heiffen soll, gekom-men. Nach der zeit ist die stadt zu einer Reichs-stadt gediehen,und von verschiedenen Kayfer», vornemlich Conrado II. Ru-dolpho I. Adolphs, Ludovico IV. Wenceslao, Sigismundo,Friderico III. und Maximiliano I. mit herrlichen freyheltenbegäbet worden. Es haben daselbst sowol die Catholischenals die Augspurgische Confeßions-verwandten ihre freye reli-gions-übung. An. i;?7. wurde dieser ort von Hertzog Frie-drichen von Teck, und an. i;88. von dem Hertzoge von Bayern vergebens belagert; in dem dreißigjährigen kriege aber bald vonden Kayferlichen, bald von den Schwedischen erobert und aus-geplündert. Zeileri chron. Suev. Knipschtld. de civ. Imp.üb. III. c. 26.
Rauffdorff, ein alt adelich geschlecht von Bern . Burckardvon Kauffdorss, war des Raths daselbst an, 1,57. Ulrich eben-falls des Raths an. 1377. und'Vincentz von Bürgern an. 1416.
Gruntrt Aller. *
* Rauffmann, (Georg Friedrich ) von Ostermondea, ei,mm zwischen Cöllcda und Ragenberg liegenden dorfe, gebür-tig, war an. 1679. den 2;. febr. gebohren, hat das clavier»spielen gegen das ende des abgewichenen feculi, bey HeinrichDuttstetlen in Erfurt anfänglich erlernet, solches nebst der com«Position bey Alberti in Merseburg continuiret, ihn, nachdemer vom schlage gerühret worden, subleviret, und nach dessentobe ihm an. 1709. in der Hof-und Dom-Organisten-sielle ge»folget, und nachgehends an. 1717. die Verwaltung der kirchen«music bekommen. In welchem amt er schon an. 172;. ein mu-sicalisches werck unter folgendem titul znm druck bereit gehabt:Introdurrione alla Muiica antica & moderna , d. t. eine aus-führliche Einleitung zur alten und neuen Wissenschafft der edlenMmic, in welcher nicht nur die einem jeden Mufico zu wissennöthigsten stucke, sowol tbeona als praxis nach ihrem Ursprung,fortsttzung und Verbesserung auf daS deutlichste beschrieben, unddem heutigen galanten gebrauch nach appliciret, sondern auchhauptsirchltch die general-und special-reguln der composition mitaltem und neuem ttylo auf das fleißigste angewieskn, mit den
aüermvdulantesten 2.3.4. und mehrstimmigen eeemveln erklä-ret , inir fugen und gedoppelten conrra-puncten gezieret, undde» anfangenden componisten die kürtzeften und richtigsten Wegszri diesem itudio gebahnet worden. Da dann besonders zu mcr«cken, daß man das gute und annoch brauchbare aus der auti«qnität behalten, das unnütze und überflüßige abgesondert, dasneue aber gesichtet, das beste davon recommendikct» und dasübrige eines jeden seiner freyheit überlassen hat. Alles zu derehre GOttes , dem publico zum besten ettlworffen, und miteinem nöthigen register versehen. Sonst find verschiedene cla«vier-und kirchen-stücke von ihm bekannt, die von verständigensehr werth gehalten werden. An. 17;;. fieng er an das musi,califchc werck: Harmonische Seelen-Lust, in druck zu geben.Ob er nun wol an. 17;;. den 24. ftbr. darüber verstorben, si>wird es doch, weil das concept noch vorhanden, fortgesetzt.
JJttiv. Lexictm.
* Aauffniami, (Ioh.) war zu Nürnberg , allwo fein sattergleiches nahmens Prediger bey der kirche zum H. Geiste war,an. 1 566. gebohren. Er studirtezuAttorf, Jena und Wirten«derg, und wurde an. i?92. zu Wittenberg , an. 159;. aber zuDöbeln Prediger. Von hier kam er an. 1597. als Coadjutoenach Braunschwcig, weichen ort er aber an. 160;. wegen aller«Hand Verdrusses, heimlich verließ , und sich in sein vatterland be«gab, da er denn erstlich zu Sultzburg in der Graffchafft Wolf-stein, und endlich an. i 6 n. zu Schweinfurt Superintendentworden , auch an dem letzter« orte an. 1616. den 4. may gestor»den. Man hat von ihm Enchiridion Ordinandorum; Strenan*Ccelestem ; Opusculum Catecheticum : ii%oJ'i<Pa.<r>ta,\iav ,Leipzig 1604. in 8. de Hamardgenia; Catechismum Luthersminorem notis illustratum; Predigten U. d. g. RtthmevevSBraunfchweigifche kirchen - Historie. Zeltnev. diss. de joann.<Kaufmanno. Acia Franc, faminl. XV. p. 286.
Rauffungen, ist ein berühmtes Jungfern-Stift, nebst ei-nem darzu gehörigen grossen dorfe und Amt in der Landgraf-fchafft Nieder-Hessem Die Ritterschafft dieses Fürstenthum»hat es fundirl, und die direction darüber. Diejenige, so hinei»genommen zu werden verlangen, müssen der Reformirten reli«gion zugethan seyn, und die, so darinn sind, können heraus Heu«rathen , in welchem fall eine jedwede 100, gold-gülden in speci*zur ausstattung bekommt
Rauffungen, eine adeliche familie, deren stamm-haus Kauf-fungen in dem Amte Borne gelegen. Sie stund vor zelten tttMeisten und Thüringen in grossem vermögen und ansehen, istaber seit an. 14;;. da Cuntz nebst seinem bruder Dietrich iheleben durch des henckers Hand verlohren, fast unbekannt wor-den. In Schlesien und in der Graffchafft Glatz hiessen sie auchHerren von Chlumb. Volqvin von Kauffungen wird in einerdonalion eines Herrn von Waldenburg der kirche zu Wolcken»bürg an. rzog. als zeuge angeführet. Hildebrand Kaiiffuncpaufn Landes-friede, (Landsberg im Oppelifchen,) war an. 149;.Rath bey dem Hertzoge Henrico l. zu Oels . An. 1499. florirteHeinrich als Mann-Rechts - Beysitzer zu Glatz. SigismundKauffung, vom Hummel im Glatzischen, sagte an. i;r2. dergantzen Crvn Böhmen ab, wurde aber an. i ;; 4. gefangen, undzu Wien enthauptet. Sigismund Kauffung von Chlumb, stardan. 1*73. und liegt nebst seiner gemahlin Apollonia, einer ge-bohrnen Adschatzin, in der Pfarr-kirche zu Franckstein begraben.Zu ausgang des XVI. Lecull und zu anfaug des XVII. befaß die->ft familie im Voigtlande die güther Hirscha, Langenwätzcn-dorffund Bohmersdorff, und war Hans Moritz von Kauf,fungen aufBöhmcrsdorff, Gräflich - Reußifcher Rath zu Graitz,welche charge auch dessen söhn Hans Heinrich aufHirfchan undWeißdvrff befasse, zugleich auch Ober-Steuer-Einnehmer war,und ums jähr t< 5 o;. florirte. Ob er nachkommen hinterlassen,findet man nicht aufgezeichnet. Sinap/i Schief, curio s. Müllerannal. Sax.
Aauffuncken, (Conrad oder Cuntz von) ein Meißnischervom Adel. Er war anfangs an Churfürst Friedrichs des gü-tigen von Sachsen Hofe in gutem ansehen, wurde auch vondemftlbigen zum Vogt zu AÜenburg gemacht, that aber nachdiesem der stadt Nürnberg wider Marggraf Albrechtcn vonBrandenburg gute dienste. Als Churfürst Friedrich mit seinembruder, Hertzog Wilhelmen, krieg fuhrete, hickt er des ersten par-tey/wurde aber von Hertzog Wilhelmen bey dem entsatze von Ke-ra gefangen, und muste sich mit 40a«. fl. lö'fen. Weil er auchsonst an seinen qüthern indeß sehr grossen schaden erlitten, räu-mete ihm Churfürst Friedrich Apels von Vitzthum, weicher cLmit Hertzog Wilhelmen hielte, Meißnische güther ein, jedoch mitdiesem bedinge, daß er bey erfolgtem frieden solche wieder adtre-.ten sollte. Als hieralif durch Kayfer Friedrichs III. Vermitte-lung zwischen Churfürst Friedrichen und Hertzog Wilhelmen an,1450. zu Naumburg friede gemacht wurde, sollte auch Kauf-fung gegen erhaltung der feiiügen die Vitzthumifchen gütherwieder abtreten , worzu er sich aber nicht verstehen wollte, da-hcro ihm der Churfürst selbige mit gemalt nahm. Als sich nunKauffung hierüber heftig beschweret, erwchlte der Churfürstgewisse Räthe zu Austrägen, welche die fache untersuchen unventscheiden sollten, die auch deshalben einen tag ansttzten, worbeyzwar Kauffung erschien, aber ohne abschied vor endigung derfache wieder davon zog. Er suchte hierauf feine raache an demChurfürsten auszuüben, dergestalt, Paß er sich nicht scheuett zit