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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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Lublin 1684. in 4. worinn die streitigkeiten,

^er mit einigen gliedern der synagoge Amsterdam ge»enchlet und einige urtheile, sonderlich der Polnischen bcvaefüget werden; mn» mna» ob« Fc^

in 8. welches

Gen. XXVI.die

habt, .

Rabbinen, davon beygefügetdiiV Dei ex Gen. XVII. H. Amsterdam 1709.buch Teutsch geschrieben, und von der beschneidung handelt;fl°7 oder Verba Davidis, Lublin in 4» Ostenbach 1723·in 8. welches ein moralisches und nach den sieben tagen »n derWoche eingetheilet ist; 717 77g2> oder Turris Davidis ex GantIV. 4. Amsterdam 1680. rn 4. so em Lommemanus über dasbuch Ruth; mn» 710 - oder Arcanurn Lei ex PL XXV. I^AM«berdam 1684. in 4. wobey zugleich siaon oder »ene-slic^iones ^upcr eidis, MglkichtN pn *3*1 > l>dtk tM ttst»(tat de Redemptione Filii primogeniti, lind das vorhin gemel«bete mn* nns/ befindlich. Auch ist dieses zu Berlin 1710.mit dem buche wwv mpn» heraus gekommen; 717 77 > oderUrbs Davidis, Franckfnrt 1695. in 4. worinn nur cxcerpm,so den Rascbiurn zu erläutern dienen, unter den^titnl: 'p?noder Eapides Iwves ex I. Sarn. XVII. 40. und amende eine predigt befindlich;d?po i'p > oder Urbs RefugiiDyrenfurt 1690. in 4. so ein Commentarius über 6 13. geböte,und endlich D'Vh 7'V > oder Carmen Epaeneticum , Amster­ dam in 4. Das manuscript ist in der Uffenbachischen biblio-theck vorhanden gewesen. Woifii bibl. Ebr. tom. I. n. 477.p. 291. n. 504. p. 320. III. n. 477. p. 179. seqq.

Addesdale, eine kleine landschafft in Süd-Schottland anden Engellandischen grentzen. Sie ist bergicht, und hat garkeine stadte, ihr nähme aber kommt von dem flusse Lidda her.

Lidericus, wird von einigen vor den ersten Ober-Jäger,Meister von Flandern gehalten, welcher mit einer tochter desKönigs Dagoberte I. sich soll vermählt haben , daraus alleGrafen in Flandern herstammeten. Allein Albertus MiräuShat in seinem buch de Lomicibus Flandrüe das gegentheil er-wiesen , gleichwie auch Sammarthanus in seiner genealogi-schen Historie von Franckreich.

Lidgare, ist ein flecken in Engelland, in der GrafschafftSuffolk , davon der berühmte Benedictiner-Mönch Johannes,welcher in dem XV. seculo gelebet, seinen nahmen führet.Dieser studirte nicht allein in seinem vatterlande, sondern auchzu Padua und Paris , und brachte sich sowvl in der Dicht-kunst und Oratorie, als auch in der Theologie, in den spra-chen und in der Mathematic ziemliche wissenschafft zuwege.Er starb um das jähr 1440. in dem 60. jähre seines alters,verschiedene schriften , als: de audienda Missa ; de Philoso-phorum Secretis, &c. hinterlassend. Pitiseus , de script. Angl.Leiernd. Baitus. Gbilmi , &c.

Lidh, so heissen 2. kleine städte in der Schwedischen pro-vintz Jempteland.

Eidington, war Staats-Sscretarius in Schottland zu denzelten der Königin Maria , und paßirte vor das Oraculum sei-ner zeit, oder, nach andern, vor den Ahitophel seiner par-ley. In der that war er ein geschickter Minister , von ei-nem treflichen natürlichen verstand, und von einer so guten er-fahrung, daß er fast niemals in seinen meynungen irrete. Da,gegen haben ihm andere vorgeworffen, daß er unbeständig,ungetreu, und den mantel nach dem winde zu hängen gewohntgewesen. AIs nach dem kläglichen tode des Königs HenriciStuarts dessen hinterlassener gemahlin, der vorgedachlen Kö-nigin Maria , durch den Grasen von Murray, damaligen Re-genten, und durch dessen anhanq, sehr hart zugesetzt wurde,nahm er sich ihrer sehr nachdrücklich an, und redete sehr heftigwider die authvrität, deren sich die Königin Elisabeth bey sol-chem Handel angemasset. Als hernach der oberwehnte Regentan. 1370. ermordet ward, fiel der verdacht unter andern aufdenLidington, daß er solches mit habe anstiften helffen, und zwarum so viel mehr, weil ihn kurtz zuvor der Regent gefangen se.tzen lassen, wovon ihn aber bald hernach Mylord Gränze be-freyet hatte. Er ward auch würcklich wegen dieses argwohnsvon seiner charge suspendirt, und weil er sich auf die erganqeneladung nicht stellte, so ließ ihn der neue Regent, MatthäusStuart, Graf von Lennox, in die acht erklären. Hierüber ließer durch den Grafen von Sussex sich aufs äusserste beschweren,und dabey erklären, daß er keiner andern person , als seinerKönigin, urtheile sich unlerwerffen wollte. Er machte aber da-durch seine fache so schlimm, daß ihn der Grafvon Lennvr nochdarzu beschuldigte, daß er mit an der Hinrichtung seines sohns,des vorerwehnten Königs Henrici Stuart, hätte theil gehabtIndessen schlug er sich öffentlich zu der partey des Lords Grange,welcher zum besten der gefangenen Königin Maria , wider denneuen Regenten, den Grafen von Morton, das castell zu Eden-burg defendirte. Da aber dieser ort übergieng, ward Lidinq-ton zugleich mit gefangen , und nach Leith gebracht, da ernach aller Vermuthung eine scharfe sententz würde bekommenhaben, wenn er nicht daselbst an einer natürlichen kranck-Heck, oder, wie ihrer viele geglaubt, an gift, welches er freywilliazu sich genommen, an. 157;. gestorben wäre. Einer von seinenbrudern, nahmens Thomas Maitland, salvirte sich bald nachder entleibung des Grafen von Murray nach Italien , allwo ermifeine elende art gestorben seyn soll. Sein anderer brLr ,Joh. Maitland, erlangte nachmals die würde eines Cantzlersvon Engelland. (siehe Maitland.) De Larr ty , hist dAnllettum.lLp.143. 202.205. 279. Meter, mcm&rs. 8

I i b l i e

Lidkioping, eine kleine stadt in West-Golhland, in Cclm.den , wo der fluß Lida in den see Wencr fällt. Sie hat «tunBischofs, schöne eisen - und stahl-bergwercke, und die einwohnenähren sich meistentheils vom fisch-fang.

* Lidlyngton, (Wilhelm) ein gelehrter Engelländer, mdessen vatterland einige Cambridge , andere Licvln ausgeben,trat zu Stanford in den Carmeliter-orden, und ward zu gr-ford Theolog« Doitor. Der grosse ruf, in den er sich durchseine predigten gesetzet, erwarb ihm bald darauf das Prvdm,cialat seines ordens, welches er aber nur vier jähr lang «er,waltete. Denn es wurde sodann im jähr 1303. ciuffcem Synodozu Narbonne durch den Ordens-General, Gerardum, dcrswneu nutzen darunter zu befördern trachtete, getheilet, undih,rer zwey darüber bestellet. Weil nun solches unserm Lidlnng-ton auch vielen andern nicht gefallen wollte, so widersetzte ersich dieser neuen Verordnung so münd-als schriftlich,musie aber,weil Clemens V. ein grosses Mißvergnügen darüber halle, des-wegen nach endlich erfolgter ercommunication ins exilium war,dern, und zu Paris die von seinem Ordens-General ihm aufge-legte vierjährige busse ablegen. Hier nun that er sich durch lesenund disputiren hervor, schrieb auch verschiedene bucher. Als im,mittelst seine streit-sache beygeleget, warb er an. 1309. ausberandern hanpt-versammlung seines ordens zu Genua zum ^10,vincial vom gelobten lande ernennet. Er ist aber nach demtode seines Ordens-Generals, Gerardi, wieder nach Engellaudzurückgekehret, und liegt zu Stanford begraben. Seine schrif-ten, welche Gobelinus auch anführet, sind: Gomra StatutumNarbonense; in Evangelium Matthaci; Determinadones; Le·cturae Theologicse; Sermones ad Populum , und andere mehr.Bakus, de script. Angl.cent. IV. p. 360.

Aebana, eine kleine landschafft in der Spanischen provintzAsturia de Santillaua, ist 9. Meilen breit und 4. lang, undbestehet in 5. gebiethen, als Colligrio, Val de Prado, Vahv>bara, Cereceda und Polanos. Sie ist ftuchtbar, und Hai gu-te vieh-zucht.

Liedgut, (Johannes) von Dijon gebürtig, praclicittezu Paris in dem XVI. feculo die Medicin mit gutem fortgang.Seine frau war des berühmten Roberli Slephani nese, undCaroli Stevhani tochter, welche gleichfalls wegen ihrer ge.lehrsamkeik berühmt ist. Er hat verschiedene bücher geschrie.den, und unter andern von den kranckheiten des weiblichenqeschlechts, welches aber guten theils eine Übersetzung einesItaliänischen buchs des Marinelli seyn soll, welches dieser m-term titul: la Comara und nachmals unter dem von: le Me·dicine pertinenti alle infirmitä delle Donne , ausgegeben.Jngleichen von dessen zierbe und schönheil, woran solche zuer-kennen, und wie sie in gutem stände zu erhalten; ferner Hai niaiivon ihm Thesaurum Sanitatis paratu facilem ; Commentariumde praeeavendis curandisque Venenis; Scholia in Jacobi Hol.lerii Commentaria in üb. VII. Aphorismor. Hippocrads. Nichtweniger hat er des Casp. Wolphii 4. bücher von den geheim,nissen der Medicin und Chymie ins Französische übersetzet,aitch gar vieles zu dem bekannten tractat: la Maison ruftique desCaroli Stevhani beygetragen, so nachgehends m das Teutsche,Engellandische und Holländische übersetzt worden. La Cm»du Maine , bibl. Franchise p. 358. Mercklinus , in Linden,renovato. Bayle. Gut Patin , lettre 29. tom. II. *

Liebem , ein in der Ober-Laußnitz unfern Bautzen gelegenesstädtlein, welches im jun. an. 1724. fast gantzlich durch einefeuers-brunst eingeäschert worden. *

Liebe , ein adeliches geschlecht in Schlesien, welches indem Fürstenthum Oels die güther Neuhof und Allerheiligen be,sitzet, seinen Ursprung aber aus Meisscn hat. Hans von Lie-de auf Neuhof und Allerheiligen, der bey dem Heryoge tzaro-lo II. zu Münsterberg und Oels die stelle eines Raths benei-det , hat sich zuerst in Schlesien ansäßig gemacht, und an. 161».das zeitliche gesegnet. Seine söhne waren 1.) Johann Georg,Kavserl. Rittmeister; 2 .1 Heinrich, des Schweditchen Xknigs Gustavi Adolphi Oberst-Lieutenant, welcher an. m*·geblieben. 3.) Wenzel , ein gelehrter Herr , welcher zu Jena aeZure Patronatus drsvutiret. Dieser letztere halle r.,ohne, vonwelchen Johann Georg, Königl. «Lchwedischcr Oderucr, veyStralssind mit einem schiffe untergegangen, Wenzel aber «yrustian Friedrichen nachgelassen hat, welcher an. 1710. zu Willen-berg auf den Kanserlichen Prmtzen einen Panegjdcum gev<u-teil. 'Sinapii Schief, curios.

Liebe des Nächsten, der Ritter -orden dieses nahmensist von der Königin in Spanien , Elisabetha Christina, an. ' wvor ihrer abreise aus Wien angestellt worden. Es können jcwgen sowvl Cavalrers als Damen tragen. Wer ihn bckommiikan ihn wieder einem guten freunde geben, doch fiel« nur emmal, und also ist dic anzahl davon gantz ungewiß; >vic venaauch die Königin sich keine gewisse zahl vorgesetzt. Da«i pdens-zeichen ist ein güldenes creutz, gantz nicht emalllirt,auf diese schwartz eingelassene Worte creutz-wcis stehen :Proximi. Die so in dieser Societät sind, tragen leidiges an ei-nem rothen bände an der brüst.

* Liebe, (Svlvester) ein Historie«, von Saatfeld gebüttlsi'ward im jabr 161*. Rathsherr, und an. i«Z 7 . Burgermm