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dest?n in der letztern edition der Gvnciliomm tom. XII. gedachtwird. Allhier wurde an. i;y8. den 28. sept. ein vertrag zwi-schen dem Könige Sigismundo in Schweden und dem Hertzo-ge Carolo in Sudermannland, und an. 1600. den 19. mark.von den Reichs-Ständen ein decket wider gedachten Sigismun,dum gemacht, worinn ihm aller gehorsam aufgekündiget wor-den. Gottsr. inv. Suec. p. 10;. 109. Zeit, topogr. Suec. p. 127.
ElNcolN , lat. Lincolonia, Lindura , ist die haupt-stadt inder Engclländischen provintz Lincolnshire , ein Bischöff.icher sitz,rc>;. Englische meilen von Londen nord-westwärts, auf der fei-te eines berges gelegen. Der untere theil davon wird mit demfiusse Witham bewässert, über welchen zu der passagirer be-quemlichkcit daselbst verschiedene brücken gehen. Es ist ein sehralter orl, und erhellet aus den daselbst befindlichen ruderibusgnugsam, wie grrsi er vor zeiten gewesen seyn müsse. Zu derNormänner zeit war, nach Wilhelmi von Malmesbury bericht,Lincoln eine von den volckreichsten städten in Engcllaud, undein grosser handels-ort, wurde auch unter des Königs Eduar-di 111 . regierung mit der stapel-gerechtigkeit von der wolle unddley begnadiget. Zu selbiger zeit halle sie so. Pfarr-kirchen ,welche aber hernach durch die kriegs-troublen, seuers-brünsteund.crdbeben bis auf iz. verringert worden. Die gröste zierdedieser stadt ist die der Jungfrau Mariä und allen Heiligen ge-wiedmete haupt-kirche, ein sehr grosses und prächtiges gebäu-de. Sie stehet oben auf einem Hügel, kan von weitem gesehenwerden, und ist insonderheit wegen ihrer grossen glocke be-rühmt , Tomolf-Lincoln genannt. Sie ist von Remigio deFescanix, dem ersten Bifchoffe von Lincoln, erbauet worden ,nachdem selbiger den Bifchöfflichen sitz von Dorchester in Ox-forvshire hieher verlegt hatte, welches in dem XI. Iseculo ge-schahe , wenig jähr nach der Normännifchen eroberung, weilman dazumal einen Canonem gemacht hatte, daß alle Bischöf-fe an den berühmtesten und ansehnlichsten örtern ihrer Biß-thümmer sich aufhalten sollten. Nachdem sie aber nicht langehernach durch feuer sehr ruiniret worden, verbesserte sie Alexan-der , Remigii Nachfolger, mchrcnthcils, und ließ sie aufs neuesehr prächtig auszieren, darum ihm einige seiner successorengefolget, wodurch sie also zu einem stattlichen gebäude worden.Diese Direces ist zu verschiedenen malen sehr verringert worden,nachdem Hcnricus l. das Bißthum Ely und Hcnricus VIII. dieBißthümmer Peterborough und Oxford davon gerissen haben.Nichts destoweniger hat das Bißthum Lincoln noch bis jetzo diegröste jurisdictivn, gleichwie es vor zeiten die grösten einkünftehatte, in dem gantzcn Königreiche: denn es begreift die gan-tzen Graffchaffteii Lincoln, Leicestcr, Huntingdon , Bedförd,Buckingham, und einen theil von Hcrefordshire in sich, inwelchen grossen bezircken 1255. kirch-spiele zu finden sind, zuderen aufsichl unter einem Dioecesano 6. Archidiaconi bestelletsind, nemlich zu Lincoln, Leicester, Bedford , Buckingham ,Stow und Huntingdon. Auf oberwehnten Remigium,welcher zuerst an. 1072. oder 1076. den Bifchöfflichen sitz vonDorchester hieher verleget, folgte Robert Blovet, Alexander,Rodertus de Querieto, Geoffrev Plantagenet, und so weiter.Die richtige Verzeichnis aller Äischöffe von Lincoln ist von derregierung Königs Eduardi VI. an bis jetzo, wie folget:
A. C. 195*· Johannes Tailour , S. Theol. P. aber das jährdarauf entsetzet, folget
Johannes White: nach diesem an. 1556. BischoffvonWinchester.
iz;6. Thomas Watston, entsetzt an. lc?9.
1 s 60. Nicolaus Bullingham, hernach an. l5 70. Bischoff zuWorchcster.
1570. Thomas Cowper, 8. T. D. kam an. i;8>. nach Win-chester.
1584. Wilhelm Wickham, S. T. B. kam an. 1594. nach Win-chester.
1595. Wilhelm Chaderton , Bischoff von- Ehester, starban. 1608.
1608. Wilhelm Barlow , Bischoff von Rochester, starban. i6rz.
r6i;. RicharduszNeyle, Bischoffvon Lichfield und Coventry ,hernach an. 1617. zu Durham .
1617. Georgius Mountain, S. T. P. hernach an. 1621. Bi-schoff zu Londen .
1621. Johannes Williams, 8. T. P. hernach an. 1641. Ertz-Bischoff zu Jorck.
1641. Thomas Winniffe, 8. T. P. starb an. 1654. hierauffolgte eine vacantz von 6. jähren.
i66o. Robertus Sandcrfon, 8. T. P. starb an. 166%.
i6üz. Benjamin Laney, Bischoff von Peterborough, her-nach an. 1667. zu Ely .
1667. Wilhelm Füller, Bischoff zu Limerick in Jrrland,starb an. 167;.
'675. Thomas Barlow, 8. T. P. starb an. 1691.
,691. Thomas Tenifon , 8. 1 . P. hernach an. 1694. Ertz-1 Bischoff zu Cantelberg.
1694. Jacob«s Gardiner, 8. st?. Ρ. starb an. 1704.
1705. Wilhelmus Wake, 8. T. P. wurde den is.jan. an.1716.Ertz-Bifchoff von Cantelberg.
1716. Edmundus Gibson , 8. st?. P. und Archidiaconus V0NSurrey, ward Bischoff zu Londen an. 172;.
i7»b Richard Reynolds, Bischoffvon Bangor.
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Mst dem, daß Lincoln die ehre eines Bischöfflichen sitzes hat,führet es auch den titul einer Grafschafft, welche zu ansang desxviii. saeculi Eduard Fiennes besaß, auf den sie in gerader li-nke kommen von seinem vorfahrn Eduard Fiennes, Lord Clin«ton , welcher unter der Königin Elisabeth Lord-Admiral war,und von derselben an. 1572. zum Grafen von Lincoln gemachtwurde, welchen tttul vor ihm unterschiedliche familien gefüh-ret hatten. Letztlich ist auch Lincoln in der Historie davon be-kannt, weil die Britannier unter ihrem Könige Arthur dieSachsen von diesem ort hinweg getrieben, gleichwie Jronsidedie Danen, von welchen diese stadt geplündert wurde. Nahedabey wurde auch an. 1140. zwischen dem Könige Stephansund der Kayferin Mathildis eine schlacht gehalten, worinnder Konrg gefangen ward. Allein Hcnricus III. hatte besser glückdavor, als er sie den 19. may an. 1217. da sie von den Rcichs-Standen unter dem Printzcn Ludovico wider ihn desendiretwurde, ernbekam, und Luoovicum nach Londen , und balddarauf in Franckreich zu fliehen nöthigte. *
Lincolnshire , lat. Lincolnia , oder Comitatus Lincolnien-fis, ist eine am meer gelegene Grafschafft, in der nördlichengegend von Engelland, so nordwärts an Yorkshire , wovon siedurch die Humber abgesondert wird; südwärts an Cambridge und Northampton ; ostwärts an das Teutsche meer, westwärtsan Nottingham und Leiccstershire Hoffet, in welchem bezirckesie sich von norden gegen süden aufund von osten gegen we.sten auf 35. Englische Meilen erstrecket. Sie wird gemeiniglichin drey theile unterschieden, welche Lindsey, Kesteven undHolland genennet werden. Holland liegt süd-ostwärts, Keste-vcn gegen sud-westen, und Lindsey gegen norden, welche letzterewiederum in 17. Wapentakcs, Kesteven in 10. und Holland in;. abgetheilet wird. Es sind darinnen 6;o. kirch-spiele und 34.marckl-städte, deren einwohner nebst denen in Leicestershire ,Rntland , Nottingham und Northamptonshire , von den altenRömern Loricani genennet wurden. Zur zeit der Hevtarchiewar diese Grafschafft ein stück von dem Königreiche Mercia ,gleichwie sie jetzo ein stück von der viwcea Lincoln ist. Die luftin den ost-und südlichen gegenden ist gemeiniglich dick und neb-licht wegen der moräfte und sümpfe, jedoch sehr gemäßigct.Das erdreich an diesen orten giebt sehr wenig gctreyde, jedochwird dieser Mangel durch so viel vvgel und fische ersetzet, daßLincolnshire hierinn alle andere gegenden von Engellandübertrift, so gar, daß oft in die ;ooo. wilde enten und anderegevögel auf einmal gefangen werden. Doch in der nord-undwestlichen gegend ist der erdboden überaus angenehm, frucht-bar , und tragt viel gelreyde und gras. Unter den adelichenHäusern sind allhier Belvoir, des Grafen von Rulland schloß,so überaus vortheilhafft gelegen ist, Tattershal, so dem Gra-sen von Lincoln, gehört, und Grimsthorp , so den Grafenvon Lindfey gehöret, welches letztere von Carolo Branden,dem Hertzoge von Suffolk , in eil gebauet wurde, um den Kö-nig Henricum VIII. als er in selbige gegenden ausreisete, dar-auf zu tractiren. Die gröste zierde dieser Grafschafft sindihre kirchen, die allesamt von feinen polirten steinen erbauetsind, so , daß keine Grafschafft in Engelland weder schlimmereHäuser »och bessere kirchen hat. Zu Fichtoft in dieser Graf.schafft werden weder mäuse noch ratten gefunden, obwol dienachbarschafft davon sehr geplagt ist. Ein ander mcrckwürdigding von dieser Grafschafft ist, daß unter der Königin Elisabethregierung ein Admiral, ein Schatzmeister, ein Ertz-Bischoff,ein General in Franckreich, ein Lord-Ober-Richter und Staats-Secretarius , aus dieser provintz gebürtig gewesen, deren nah-men waren Edward Clinton , William Cecil , Johann Whit-gift, Peregrine Vertue, Sir Edmund Anderson und ThomasWilson , die allesamt zu einer zeit lebten, und durch ihre meri-ten und der Königin gnade in die höhe gekommen. In der in»sul Arnholm ist ein alabaster-bruch. In der jud-westlichen ge-gend der Grafschafft finden sich astroitS-steine mit s. strahlen, dievor zeiten sehr hoch gehalten wurden , weil man glaubte, daßsie eine trafst hätten, im kriege den sieg zuwege zu bringen. Un-ter des Königs Henrici VIll. regierung, wurde nahe bey Har-laxton in dieser Grafschafft ein Helm von gediegenem golde mitcdelgesteinen versetzt, aus der erden gepflügt, und der KöniginCatharina präfentiret. Lincoln, Stamford , Grantham , Bo ston und Grimsby erwehlen jegliche ausser den 2. Rittern, 2.Parlements - glicder. Camden. descr. Angl. Beevereß, delic.de la Grande-Bretagne.
Lincrun, ist ein feuer-speyender berg in China , durch deftstn entzündung oft harte donner-wetter in der luft entstehen.Haintzelmanns geogr. p. 555. *
* Lind, oder von Linden, (Caspar) war aus Cama, ei-nem schlechten flecken in Westphalen , von geringen eitern ent-sprossen , brachte es aber durch feine tngend und geschicklichkeitdahin, daß er an. 1509. nach absterben Michael Hildebrands,Ertz-Bischoffs zu Riga , an dessen stelle kam. Er hat auch vonden geschicht-schreibern das lob erhalten, daß er während feinesErtz-Bischöfflichen amts ein getreuer befchützer der gcrechtig-keil und des fricdens gewesen, sonderlich wirb ihm nachgerüh-met , daß er die Letten und Euren zu besserer erkänntnis GOt-tes zu bringen grossen flciß angewendet habe, wiewol man dieart und weise, deren er sich dabey bedienet, nicht wohl billi-get , sintemal er jährlich, wenn er nach der erndte auf die Ma-cken gezogen, seine zehnden und einkünfte an jedem orte in au-
genschem