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£oi<j, oder Loxa, eine kleine stadt in dem Spanischen Kö-nigreiche Granada , zwischen der Haupt-stadt dieses nahmensund Cordova, an dem fluffeTenil, bey einem gebürge gelegen.Die umliegende gegend ist fruchtbar an allerley krautern,blumen und fruchten. So wird auch eine grosse menge vonschaafen, caninichen und haasen daselbst gefunden. An. 1482.ward dieser ort vergeblich von dem Könige Ferdinands Catho-lico belagert; hingegen an. 1486. ergab er sich an denselbennach einer neuntägigen belagerung. Mariana, Kilt. de Esp.üb. XXV. c. 2. 9. Turquet , Kilt. d’Espagne p. 1092. Col.meaar, delic. de l’Esp. p. ; 12.
Lolch , stehe Laich.
Lojola, stehe St. Ignatius.
* Loir , (Nicvlaus) ein mahler von Paris / starb daselbstals Professor dieser kirnst bey der MahKr-Academiemn. 1679.im z z. jähre seines alters. Es werden von ihm zu Paris » in,sonderheit aber in dem Königlichen pallast les Thuilleries ver-schiedene feine stücke aufbehalten, welche die kenner hoch zu fthä-tzen Wisse». De Pi/es, vies des Peintres.
, Loire , lat. Ligeris , ist der gröste fluß in Franckreich. Erlauft allererst auf die stadt Puy, geht alsdenn gegen nordenbis aufRouanne, nachdem er lincks und rechts viel kleine Was-ser an stch gezogen, wird er allda schissbar, lencket seinen laufallgemach gegen nord-west, empfängt bey Dijon in Burgund den fluß Arrour, bey Decize den fluß Airon, bey NcverS dieAllier , und geht also fort bis aufOrleans, da wendet er sichstracks gegen Westen, rinnt Blois vorbey auf Tours, nach,dem er unterwegs die Loirel, Coussvn , Beuveron, Cisse ,Bransle rc. verschlungen. Unterhalb Tours kommen zu ihmder Eher, der Lindröis und die Vieune, wie auch der Argen-ton bey Saumur und unterhalb Angers der Sarte-fluß mitallen seinen töchtern. Er benetzet darauf die mauren zu Nan tes in Bretagne , und ergiesset sich unterhalb mit grossem undbreitem ström in das meer, nachdem er einen schnellen lauf von200. stunden verrichtet hat. MaJ/ 'on. desc. flum. Gall. *
Loisel, (Antonius) Advocat bey dem Parlemente zu Paris ,war von Beauvais , allwo er an. i;;6. von Johanne Loiselgebohren worden. Seme familie, welche eine der ältesten be-sagter stadt war, hat verschiedene berühmte Personen hervorgebracht. Johannes Loisel, genannt Avis, war der KönigeLudovici Xll. und Francisci I. Leib-Medfeus. Antonius Loi-sel studirte zu Paris unter dem berühmten Petro Ramo, wel-cher ihm die execution seines testaments auftrug. Nachge-hcnds lag er den Rechten zu Toulouse und Äourges ob, unterdem gleichfalls berühmten Jacobs Cuiacio, welcher seiner zumöstcrn nicht ohne lob gedencket. Nachgehends kam er aber-mals nach Paris , und setzte sich in kurtzer zeit in solche Hoch-achtung, daß ihm der Königliche Advocat du Mesnie die stelleeines Substituten bey der Gerichts-Cammer verschaffte, undihm seine enckelin, Äariam Gaulas, vcrehlichte. An. i;8i.wurde er Königlicher Advocat bey der Gerichts - Cammer zuGuyeune, da er denn unter dem titul: Gulenne de M. An-toine Loisel, 8. reden, die er in dieser stadt gehalten, herausgegeben. An. 1594. gebrauchte man ihn zur wiederaufrich-tung des Parlements zu Paris ; so wurde ihm auch die würdeeines Cammcr-Raths aufgetragen. Er war mit den vor-nehmsten leuthen seiner zeit bekannt, unter welchen absonder-lich Thuanus , du Puy und Scavola Sammarlhanus seinernicht ohne rühm gedencken. Ausser bereits gedachten redenhat man von ihm : le Dialogue des Avocats du Parlementde Paris; Les Reglcs du Droit Francois; ies Memuires deBeauvais, &c. Er starb zu Paris an. 1617. den 24. april.
Loix, lat. Lera, oder Ledus, ein fischreicher fluß , welcher inder Französischen landschaffl Perche, nicht weit von Illiers ,entspringt, hernach durch die provintzcn Blassvis, Benbomois,le Maine und Anjou , bey den örtern Chateau-Dun, Vendome,Chateau du Loir , le Lude, la Fleche und Duretml vorbeyläuft, nahe bey Angers die Sartre in sich nimmt, in AngerS selbst sich mit der Mayenne vereinigt, und endlich nicht weitvon Ingranbe, an den grentzen von Bretagne , m die Loire fällt.
Loiz , Loytz, eine in dem districle Gutzkow in Vor-Pom-mern, an dem flusse Peene gelegene kleine stadt, welche ehe-mals ein wittwen-sitz der Hertzoginnen in Pommern gewesen.
Lollard, (Walter) fieng an in dem jähre mi?. in Teutsch-land zu predigen, daß die messe, die letzte ölung, die eigene ge-nugthuung vor die fünde, und des Papsts gewalt verwerflichsey. Über dieses hat man ihn beschuldigt, daß er gelehret:es hätten die guten enget noch mehr, als Lucifer, die hölli-sche pein verdienet; GOtt strafe keines Weges die fünden;die taufe sey von keiner krafft; der busse könne man entbeh-ren ; der Obrigkeit dürfe man nicht gehorchen, und was der-gleichen mehr ist, welches aber die, so es mit ihm gehalten, alS»»gegründete vorwürffe widerlegen. Indessen ist gewiß, daßman ihn an. i;22. zu Cöln lebendig verbrannt. Jn den fol,genden zeitcn hat man nicht nur 'diejenige, so sich insonder-heit ,n seinen lehr-jatzen bekennet, sondern auch überhaupt die,so des Papsts authvrität angefochten, vornemlich aber dieWaldenser und Wiedertäufer, Lollardisten genennet, welchedenennung von einigen ohne gründ von dem Lateinischen Worte
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lolium, Unkraut, hergeleitet worden. (Siehe waldenser.)
Spelman s gloilar. 7 "ritbemius· Henry d'Anvers , treatise ofBaptis .
*x°E^ta Paullina, war des M. Lollii enckelin, und wurdeMemmuim, einen vornehmen Römer, verheurathet.Der Kayftr Caligula aber nahm sie ihm endlich weg, und ver-mahlte sich mit ihr. Er ließ sie aber bald wiederum von sich,mt * r-ausdrücklichen verbot, daß sie niemand weiter berüh-ren sollte. Sueton . Calig, c. 35. ib. biterpp. Von ihrem kost-baren schmuck, den sie ihrem groß-vatter, dem vorgemeldtenLollich zu dancken gehabt, handeln Plinius , kill. nar. IX.und Solinus , e. z z. excr. mit mehren,. Die Ägripplna, desGermanici tochter, ließ sie endlich hinrichten. Tack. annai.XII. 22.
Lollianug, (Spurius Servilius) war einer von den ty-rannen, oder Gegen-Kaysern, welche sich zu des Kaysers Gal-lieni zeiten im III. saxulo in dem Römischen Reiche auswar-fen. Lollianus rebellirte in Franckreich wider Pvsthumum,welcher auch in einer schlacht umkam, worauf sich Lollianusdes regiments anaemasset; nicht nur des grösten theils derGallischen städte sich bemächtiget, sondern auch in Teulsch-land um sich zu greiffen angefangen, biö er von den foldalenumgebracht wurde, weil „e die viele arbeit, so er ihnen zuwieder Herstellung der alten kricgs-zucht auflegte, nicht ertra-gen Wollten. Trebelliut, in vitis ;o. tyrann. *
Eollius, so unter dem nahmen Alberto Lollio bekannt ist,war ein Poet und Redner von Ferrara in dem XVI. feculo.Man hat von ihm verschiedene sinnreiche schriften, als:la Virtü degli Academici passati, Nobilita creanza de pre-senti Orazioni, l’Aretusa ; &c. Gbilint , theatr. d'huom. let·terati P. I.
LoUius , (Marcus) war Bürgermeister zu Rom an. 7;^Der Kayftr Augustus gab ihm an. 729. das Gouvernementüber Galatien , Lycaonien, Isaurien und Pisidien, und machteihn gar zuin Hofmeister seines enckels, des iungen Caji, wel,chen er mit Kayftrlichen befehlen nach Orient schickte. AlleinLollius, welcher bisher feinen geitz und andere lasier auf daslistigste verborgen hatte, wie er denn wenigstens von Horatioeben wegen seiner liebe zur gerechtigkeit, und Verachtung derreichthumen gar besonders gerühmt wird, gab sich auf dieserreise so blos, daß er den leuthen unsäglichen reichthum aus-preßte. Ja, damit man seiner nicht so leicht entbehren möch-te, erregte er heimlich Widerwillen zwischen Tiberio und Cajo,und rieth dem Könige der Parthcr, die friedens-tractaten zuverzögern. Durch diese offenbare verbrechen, da sonderlichdas letztere der Parthische König selbst dem Cajo in einer mitihm gehaltenen Unterredung zu wiffen soll gethan haben,verfiel er auf einmal in ungnade, weswegen er fich auch, wieeinige wollen, ftldsten mit gift hingerichtet. Sonsten hat ersich an. ?;8. durch Überwindung der Bessonm bekannt ge-macht. Aber in Teulfthland verlohr er den adler von der 9.legion, doch brachte er es auch endlich so weit, daß ein frie-de geschlossen wurde. Er hinterließ einen söhn, der auch Bür,germeister worden, und die Lvllia Paullina, welche Caligula ihrem gemahle dem C. Memmio wegnahm, und für sich heu-rathete, war seine enckelin. Patermius, lib. II. c. 98. Sueto».in Tiber . c. 12. Tack. annai. lib. III. c. 48. Dio, lib. LIV.Horat, üb. IV. od. 9. Bayle. *
Lollus, war ein abgott, den die alten Francken umSchweinfurt verehret haben. Sein bild war von ertz, undstellte einen jüngling vor mit krausen haaren, der mit demrechten daumen und zeige-finger die zunge hielt, in der linckenHand aber einen becher hatte, darin» etliche korn-ähren stü-cken, um den hals hiengen einige aneinander gereihete mohn-hauvter. Man giebt vor, sie haben dadurch die ruhe, sicher-heit und zufriedenheit andeuten wollen. Derjenige strich lan-des an dem Mayn, wo die schönsten weine wachsen, wird nochheutiges tages das Lohla genennet, und wenn man einenungeschickten menschen schimpfen will, so heißt man ihn ei-nen grossen Löu. Bocrisius , in misceli. Lips. tom. III.p. 307. allwo auch dessen bild zu sehen.
Lomazz», (Johannes Paulus) war von Mayland, allwoer an. 1598. gebohren worden. Er brachte sich sowol in dergelehrsamkeit als in der mahler-kunst grosse gefchicklichkeit zu-wege , ohngeachtel er in der besten blulhe seines alters das ge-sicht verlohnn. Man hat von ihm einen tractat von dermahler-kunst in 7. büchern, welchen er dem Hertzoge CarlEmannel von Savoyen dediciret, nebst verschiedenen ge-tichten.
Lombardey, lat. Lombardia, Longobardia , ist eine grosseund ansehnliche landfchafft in dem obern theile von Italien ,worunter der gröste theil von Gallia Gisalpina begriffen wird.Sie wird in die Ober-und Nieder - Lombardey eingetheilet.In der obern sind Piemont mit dem, was darzu gehöret,und die Hertzogthümmer Mayland und Montferrat. In derNleder-Lomdardey liegen die Hertzogthümmer Mantna, Mo-dena, Parma und Ferrara , nebst einigen stücken des Vene-tianischcn vtaats, als Bergamo , Brefcia, Crema und Vicen-za, nebst dem gebiethe von Bononien, welches samt dem Her,tzogthum Ferrara unter das Päpstliche gebiethe gehöret. An»