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wollten ihm die andern Lehrer auf der Universität keinen ranzgeben, daher er bey einem öffentlichen actu auf einem esel min baS Auditorium rille, und auf demselben fitzen blieb; wieer dann in der that bey grosser geschicklichkeit nicht nur lehr hof-färtig , sondern auch ziemlich grob und spotlilch gemessn. DerKayser Maximilianus 1 . verehrte ihm einen lorbeer-krantz undeinen ring wegen feiner vortreflichen getichte, und die zu Zü rich verfammelien Schweitzer-Canlons liessen ihm wegen desvon ihrem bündnis gehaltenen Panegyrici in Helden-versen tmansehnliches geschencke reichen. Erafmus erhebet ihn wegenseiner liefen gelehrsamkeit; war ihm aber dennoch in der thatnie recht gewogen , theils weil sich zwischen ihnen beyden einigeeifersucht der geschicklichkeit wegen halle ereignen mögen, daGlareanus dem Erasmo in der Historie, antiquität und Criticziemlich überlegen war, insonderheit aber wegen der svotlilchenart des Glareani, der seine freude hatte andere auszulachen, undErasmum ein und das andere mal, sonderlich in dem, waser ihm von der neuen aussprache gewisser Griechischer buchsta-ben , welche einige neuer dingen zu Pariö angelangte Griechensollten mitgebracht haben, weiß gemacht, sehr hinrers licht ge-führt. Einmal ist merckwürdig, daß, da Erafmus in ftmcmletzten willen alle seine übrige in-und um Basel wohnende freun-de mit einigen Vermächtnissen bedacht hat, er den Glareanumfast allein aus der zahl ausgelassen; wiewol es der eifrige freundErasmi und eingesetzte Haupt-erbe Bonifacius Amerbachius,um den mann wider das gedächtnis Erasmi nicht erbittern zulassen , mit einem ansehnlichen stück silber-geschirr aus dessenverlassenschafft, noch ziemlicher Massen zu ersetzen gewußt hat.Seine schriften sind : Isagoge in Arithmeticen ; Descriptio deSitu Helvetias & vicinis Gentibus; de quatuor HelvetiorumPagis ; pro justissimo Helvetiorum Foedere Panegyricon ; Isa-goge in Mulleam; de Arte Musica ; Commentar, in Arithm.
& Musicam Boethii; de Ponderibus ac Mensuris; Libellusde Asse ; Judicium in Terentii Carmina; Annotationes inHoratium; Ovidii Metamorphoses ; in Ciceronis librum deSenectute; in Sallustii, quas adhuc extant Historiarum frag-menta ; in Cornelium Tacitum de Moribus ac Populis Germ.;in Cassaris Commentarios - , in Titum Livium; in totam Ro-manam Historiam cum Chronologia; in Dionysi Halicarnasi,sieum cum Chronologia Temporum in Dionysii Historia com-prehensorum ; in Valerium Max. Suetonium , Lucanum , Eu-tropium, &c. Erasm. epist. lib. XVIII. ep. 55. & lib. XXIV.ep. 22. Lipjius,’e pist. quaelt. lib. III. c. 10. Adam, in vita Gla-reani. Simler. bibi. Thuan. bist. lib. XXXV. Vojjius , de scient,mathemat. p. 96. Crenius, animadv. phil. & bist. P. VI. p. 106.Teßer , elog. p. 1. & J. Pnefat. ad lib. Erasmi de Pronunc. L.Gr. in nova edit. Op. Erasmi. *
Lorme, (Philibertus von ) einer der besten Baumeister ,welche Franckreich in dem XVI. feculo gehabt, war von Lyon gebürtig. Er war vrdinair-Almosenier der Könige Henrici II.und Caroli IX. und Abt von St. Eloy zu Noyon , wie auch der8.8. Sergii und Bacchi zu Angers . In der lebens-beschreibuiigdes Rvnsardi wird er auch Abt von Livri genennet. Die Kö-nigin Catharina von Medicis machte ihn zum Baumeister, daer denn vortreffiche gelegenheit hatte, feine geschicklichkeit zu zei-gen , indem man damals an den herrlichsten gebäuden arbeite-te. An. 1569. hat er auch einige schriften von der Architecturverfertiget. Er starb um das jähr 1577. La croix du Marne &du Verdier Vauprivas , bibl. Franq. Sammartban. Galt. Christ.Einet, vie de Ronsard. Bayle.
§orme, (N. von) einer der berühmtesten Medicorum inFranckreich, welcher zu ende des XVI. und zu ansang des XVII.saeculi floriret , und von Moulins in Bourbonnvls gebürtiggewesen. Er war erster Medicus bey der Königin Maria de Medicis , und nachdem er sehr lange zeit dem Hof gar ersprieß-liche dienste erwiesen, verließ er denselben endlich alters wegen,und begab sich nach Moulins , daselbst seine übrige lebens-zeitzuzubringen. Er hinterließ einen söhn, so gleichfalls sehr be-rühmt worden. Er practicirte die Medicin zu Paris mit er-wünschtem fortgange, und war allezeit eines sehr muntern undlebhassten geistes, so daß er sich in seinem hohen alter noch miteiner gar jungen Dame vermählte, die er auch, weil sie dieschwindjucht bekommen, überlebet, und erst an. 167g. in dem94. jähre seines alters gestorben, wiewol ihm der Mercure Ga-lant Aber 100. jähr beygeleget. Man lobet dieses an ihm, daß erkeine kosten gesparet, die geheimnisse seiner kunst gründlich zuerfahren. Im übrigen ist er auch Gastonis von Franckreich,Hcrtzogs von Orleans , Leib-Medicus , wiewol eine kurtze zeit,gewesen. Patin, tom.III. lettre ; 6 ;.p. 8 ;- 87 - & lett. 407.p. 207.lett. 41;. p, 239. lett. 421. p. 231. lett. 506. p. 490. Bayle.
£om, oder Hörne, ist eine landfchafft in Schottland ,welche an Argyle stößt, und bis an Loqhabre reichet. Dasland ist eben und fruchtbar, und des Grafen von Argyle älte-ster söhn pflegt hiervon den titul zu führen.
* Eorrain, (Johannes le )ein Französischer Geistlicher, vonRouen gebürtig, war anfangs Vicarius bey der kirche von St. Lo , nachhero aber Titular-Eaplan bey der Cathedral-kirche «nseiner vatter-stadt, und starb den 9. dec. an. 1710.meinemalter von 99. jähren. Er befaß eine grosse wissenschafft in denalten kirchen - gebräuchen, und schrieb: De indebita Genu-flexione in Precibus tempore festiva & Dominicis & Paschali;
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de l’ancienne Coütume de pries & d’adorer debout le jourdu Dimanche , ou Abrege nist. des Ceremonies anciennes& modernes, welches letztere eine besondere und von der vorigenunterschiedene fchrift ist, ingleichen les Conciles generaux &particuliers , leur Histoire avec des remarques für leurs ditfe-rentes collections. Über dieses werden ihm auch die an.1696. zu Rouen heraus gegebene Remarques für les CanonsApostoliques gemeiniglich zugeeignet. Sa/mon , Tr. de l’etudades Conciles p. 629.
Ä-orris, (Wilhelmus de) ein Französischer fcribent,welcheran. 1260. gelebet, und einen Roman de la Rose genannt, ei-ner gewissen Dame < in die er sich verliebt, zu ehren verfertigenwollen. Allein er starb hierüber, und das werck wurde erst 40.jähr hernach von Ioh. Clopinel zu ende gebracht. La Croix duMaine , &c.
Eorsch , Monasterium Laurishamense oder Laurissanum,ist eine gefürstete Abtey an der Weschnitz , zwischen Worms undDensheiin rn der instil Alten-Münster 4. weilen von Heidelberg gelegen. An. 764. hat es Cancor , Graf im Rhingau, auf an-stiften seines vetters Bischoff Ruthards zu Metz gestiftet,und Eginhard , wie auch Carl der grosse haben cö reichlichbeschenckt. Wie denn das kloster ehemals fast die gantze Berg-strasse besessen, und mit einem Bißthum in die wette streitenkönnen, von welchem vermögen es aber in nachfolgenden zel-ten durch vielerlei) schicksal gekommen. Denn da hat KayserFriedrich II. an. 12,2. dasselbe aller seiner rechte entsetzt, unddem Ertz-Bischoff von Mayntz geschencket, welcher statt derBencdictiner, Cistercienser hinein gethan, es haben aber die-selbe so lange mit den Benedictinern gckämpst,bis keiner von bey-den darinn bleiben wollen, und an. r246. Prämonstrarcnser anihre stelle gekommen, von welcher zeit an Chur-Mayntz daSkloster beständig behalten. An. 1904. ist es in den Pfäitzssch-Bayerischen kriegen von den Hessen geplündert, und an. 1020.in dem Schwedischen wescn gantz abgebrannt worden. End-lich sind davon das Chronicon Laurishamense , wie auch desHelwigit antiquitates Laurishamenses bekannt. Nicht weitdavon ist ein wald und ein see, welche daher der Lorscher-wald und der Lorscher -see heissen. Teiner. H. p. p, 4 . C od. di-plom. Crusius, annal. P. III. iib. I. p. 29.
LORUiM, oder LORUS, war ein kleid, dergleichen dieConstantinopolitanischen Kayser, wie auch die Consules, zutragen pflegten. Es hat den nahmen daher, weil es um undum ein loruin oder schweif hatte. Aus der figur kan man esam besten erkennen, welche bey dem du Fresne GI. Gr. indem kupfern. 4. und 6. zu fthen ist. Du Fresne, II. 2. ;6o. 61 .Gr. p. 8J7- Pitiscus, II. 10;. 104.
£ofa de Cordoua, (Elisabeth) eine Spanische Dame,war in der Lateinischen, Griechischen und Hebräischen spräche,wie auch in der Theologie dermassen erfahren, daß ihr dieDoctores eine stelle auf der Universität einräumeten. Nach Ih-res ehemanns tobe brachte sie ihre zeit in Verfertigung eini-ger wercke von der gottseligkeit und liebe zu , und starb den 9.martii an. 1964. im 7;sten jähre ihres alters. Anton. bibl.Hispan.
Lose , ( Wolf) war in feiner geburts - stadt, Freyberg,Bürgermeister, muste aber sein amt niederlegen, weil er indem Schmalkaldischen kriege nicht allein von seinem Landes-Herrn, ;dem Hertzog Mauritio, übel gesprochen, sondernauch einen anfruhr in der stadt erreget hatte. Er brachtehierauf 400. mann auf die deine, und gieng zu dem Chur-fürsten Johann Friedrichen über. Nachdem aber derselbebey Mühlberg unglücklich gefochten, begab er sich nach Liefland,und vertrat daselbst eine zeitlang die stelle eines Cantzlers.Letztlich kam er an den Gräflich - Schwarkburalfcben Hof,und gieng um das zahr 1994. mit tode äb. 'Er har denSachsen . spiegel samt dem Lehn - Recht und Weichbild ver-mehret , und einige erklärnng beygefüget, ingleichen einentractat von erbjchafsten heraus gegeben. Moüeri chron. Freyb.
Losenstei», (Grafen , ehemalige) siehe Stahrenberg.Loseuo, (Alexander) ein Rechtsgelehrter, war von Ävi-gliana in Piemont gebürtig, und starb zu Turin an. 197,.den 7. jan. Er hat Comment, in tertium Cod. lib. und in§. praeterea inutilis, Inst. de inutil. stipulation. geschrieben.Goilmi, theatr. d’huom. letter.
Löß, ein altes adeliches gefchlecht in Meissen , welchessich auch in Schlesien und Böhmen ausgebreitet hat. Danielvon Löß zu Haynbach war an. 190t. des Gloganischen Für-stenthums Landes-Aeltester und in vielen landes - angelegenhei-ten Deputirter, welche ehren-stellen Sigismund von Löß aufHermsdvrffum das jähr r9i;. gleichfalls besassen. Christophvon Löß auf Pilnitz war an. 199z. Kayscrlicher Rath undReichs-Pfennlgmeister; ein anderer Christoph aber bekleidetean. 1609. die stelle eines Chur-Sächsischen Obcr-HoftMarschallsund geheimen Raths. Heinrich Otto von Löß auf Könarowwar an. 1612. Land-Rath in Böhmen und Buragras zu Carl.stein, Joachim aber an. 1629. Reichs-Pfennigmeister. Nicol vonLöß vertrat an. 16; i. die stelle eines Stift-Hauvtmanns zu Mer-feburg. Hans von Löß aufGramdschüy war an. 1681. Beysitzerdes Hos-und Land-Gerichts in dem Glogauischen Fürstenthum.Hans Caspar von Loß,Chur -SächsifcherAppellations-und Sach-sen - Weissenftlsischer geheimer Rath, wie auch Ober-Hvf-Mar-
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