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in den sogenannten heu-thurn auf der Müsseg , zwischen demLuginsland und dem zelt-thurn , worinn bey die 230. centnecschieß-pulver gelegen, wodurch dieser starcke thurn aus demfundamenk mik einem entsetzlichen knall und erfchütterung zer-sprengt worden, also daß die ziegel auf allen dächern , die sen-iler , thüren und Öfen der Häuser in stücken gegangen. Deroberste theil des lhurns wurde über die stadt hin in den see ge-morsten , die gantze stadt und alle Häuser wurden mit rauchund dampf angefüllet. Vier maurer, welche an der ring-mauer gearbeitet, wurden in die luft gesprenget und zerschmet-tert , davon des einen Haupt und ein fuß in des PäpstlichenNuntii pallast geflogen, wie denn der Nuntius selbst nebst vielenandern leuthen, durch die fliegenden steine beschädiget, auchein zimmermann jenseit der Rüß erschlagen worden. Der scha-den belief sich auf ein nahmhafftes. Das gebiethe der stadt istziemlich groß, und erstreckt sich zwischen den Cantonen Zürich ,Bern , Schwytz und Zug. Es hat keinen weinwachs, aberwol fruchtwachs , wie auch schöne wiesen und weyden, daheres eine einträgliche Viehzucht, und sonderlich schöne pferde hat.Man trift darinn nützliche, lustige und fischreiche seen, flüffeund dache an, als da sind : Die Rüß, die kleine Emmat,die wiggeren, die Sur, der Lucerner-see, Sempacher«Waldecker - Soppen - Nauen - und Roth - see. Das landwird in gewisse Vogleyen eingetheilt, welche theils aus demkleinen, theils aus dem grossen Rath bevogtet werden. Siewerden abgetheilt in äussere, dahin die Landvögte aufziehen,und innere, deren Vögte in der stadt wohnen. Die äußernfind folgende: Wyckhen, oberhalb Zoffingen ; der Amtmannheißt Schloßvogt, und bleibt 6. jähr im amte. Willisau , dasstädtlein; die Voqtey währet 4. ,ahr. Sempacher - see, überden herrscht der See-Vogt 4. iabr lang. Die inner» sind folgen-de : r.i Endlibuch, 2.) Rotenburg , 3.) Rußwyl, 4.) St.Michels-Amt im Aergöw, 3.) Rüsseck, ü.)Merischwanden. Die-se werden aus den kleinen Räthen besetzt, und währen 2. iahe.7.'Habspurg, 8.1 Wäggis; dieses dorf und Vogtey liegt aufder rechten feite des Lucerner-stes, ist sehr schön, sonnicht undfruchtbar, dahero allda viel castanien-und mandel-bäume, auchrosmarin wachsen und gepflantzt werden; es kam an. i;8°.durch kauf an die stadt. '9.) Kriens und Horw liegen linckerHand Lucern gegen den Pilatus-berg. 10,) Malters und Lit-tau beym Roth-see. n.^ Büren und Triengen . 12.) Knutl-wyl und Ebickhen. Diese werden aus dem grossen Rath be-vogtet , und währen auch 2. jähr. Es sind sonst die Lucerner-bauren von ziemlich schwürigem geist, und haben schon oft sichwider ihre Obrigkeit aufgelehnt, als an. 1371. 1633. 1712.Sie erhielten aber und trugen nichts anders davon, als den ge-wöhnlichen henckers-danck, und leere beutel. Stumpf. Eiter,lin. Munter. Steiner . Tscbudy. Simler. Stettler. Plantin.Wagner. *
1468. Peter Rüst.
1469. Johannes Ruß.
147;. Heinrich Hasfort, R.
,, . Johann von Bramberg. 1476. Peter Tamman.
1,46. Niclaus von Gundoldm-1477. Casp. von Hertenstein,R.
gen. 1482. Ludwig Setter.
1349. Peter von Hochdorff. 148;. Hans Feer.
3360. Wernher von Gundol-1486. Peter von Meggen.dingen. 1488. Ludwig Krämer.
Peter von Gundoldm-1491. Wernher von Meggen.
136;
~ gew
1364. Jost von Malters.
1386. Rudvlph von Rot.
1387. Nicolaus von Matt.2388. Rudvlph von Gatwyl.
1389. Ludwig von Eich.
1390. Ulrich von Eich.
1391. Hemrich zur Linden.
1394. NiclauS Kupfferfchmidt.
1395. Niclaus Kaufmann.1393. Peter von Mooß
149;. Peterman von" Meq-gcn, R.
1496. Peterman Feer, R.
1499. Johannes Sohnenberg.13 00. Hans Ruß.
1503. Jacob Bramberg.
1307. Ludwig Küng.
1308. Jacob von Wyl.
1309. Peter Tamman.
1312. Jacob Feer.
1315. Jacob von Herlenstein.
1402. Heinrich von Weissenwe-1320. Peter Zuokäs.
gen.
1409. Peterman von Mooß.1413. Ulrich Walcker.
1417. Johannes von Dieriken.
1418. Niclaus Kupfferschmidt.1420. Heinrich von Mooß.1433. Wernher von Meggen.i43t. Peter von Lüttishöfen.
1437. Paulus von Büron.
1438. Ulrich von Hertenstein,R.1441. Peter Goldschmid.
1323. Hans Hug.
1330. Hans Gelder.
13 3 t. Heinrich Fleckenstein, R.
1346. Wernher vonMeggen,R.1342. Mangold von Wyl.
1347. Niclaus von Meggen.135°. Hans Hug.
1336. Johannes Biecher.
1336. Lur Ritter.i;;9. JostPfyffer.
1360. Niclaus Amlehn.
1444. Peterman von Lüttisho- 1368. Ulrich Heiserlin.
fen
1446. Burckard Sidler.
1447. Mathys Bramberg.
1448. Antvnr Ruß.
1449. Heinrich von Hunwill.1439. Peterman von Meggen.14Ö0. Johannes Rizzi.
Histdr. Lmern IV, Theil.
1369. Rochus Helmlin.
1370. Ludwig Pfyffer , R.1379. Heinrich Fleckenstein, R.1389. Jost Krepsinger, R.
1394. JostPfyffer, R.
1398. Jost Holdermcyer.
'399. Ludwig Schürpff R.
i<5c>c>. Johann Helmlin, R. 1674. Eustachrus von Sonnen»i6n. Jacob Sonnenberg, R. berg.
1623. Heinrich Cloß, R. 1686. Aurelian zur Gilgen.1623. Wallhart von Rhyn, R. 1688. Joh. Rudolph Dürler.1629. Mauritz an der Allmend. 1696. Rudolph Mohr, R.1632. Jost Bircher, R. 1701. Johann Carl Balthasar.1634. Ludwig Schumacher. 1703. Johann Martin Schwy-1638. Caspar Ratzenhofer. tzer.
1640. Jost von Fleckensteim R. 1712. Carl Antoni am Rhyn.
I
1*713
1714
Jacob Balthasar.
Frantz Lorentz von Fle-ckenstein.
1713. Carl Christoph Dullicker,rellgn. an. 1^22.
;. Johann Joseph Dürler*
1643. Heinrich vonFleckenstein.
1643. Jacob Bircher.
1646. Ulrich Tullikher.
1638. Christoph Pfyffer.
1664. Alphonsus von Sonnen-berg. 1722
1673. Joseph am Rhyn.
Lucern, eines der grösten von den Waldenser-thälern, soauch den trtul einer Mafschafft führet, grentzt an Dauphins,das Marggrafthum Saluzzo , und an die landschafft Saviqlia«no , und gehört dem Hertzoge von Savoyen . Die haupt-stadtgleiches nahmens liegt auf einem berge an dem kleinen flussePelles , und hat ausser dem castell , welches Hertzog Carl Ema-nuel II. zu Savoyen aufrichten lassen, nicht viel sonderliches.Die Waidenser in diesem thäte theilen sich in sieben sogenanntekircheu oder gemeinen, nemlich in die von St. Jean, vonAqrogne, von la Tour, von Villars, von Bobbio , von Ro,rata und von Roccapiatta, so zusammen auf Französisch unterdem nahmen clu Lolloque 6e 1 a Vallse de Lucerne begriffenwerden. Der Graf Carolus Franciscus Manfredus von Lu-cern, welcher an. 1390. von Hertzog Carl Emanuel von Sa-voyen zum Gouverneur über Turin , Staatö-Rath und Ober-Hofmeister seines jungen Printzen ernennet worden, erhieltauch von gedachtem Hertzoge die erhebung in den Grafen -stand,und ließ seine lapferkeit in eroberung des Marggrafthums Sa-luzzo sehen , gleichwie er auch in Provence wider den König inFranckreich gedienet, deswegen ihm auch der Savoyische or-den von St. Mariä Verkündigung, St. Mauritii und St. La-zari gegeben worden. Die Waldenser regierte er mit sonderba-rer klugheit, und achtele sichs schimpflich, durch Unterdrückungsolcher unschuldigen leuthe bey seinen glaubens-genoffen rühmzu erwerben. Dahero auch von ihnen sein tod, so an. 161z.erfolget, desto schmertzlicher bedauret worden. Ihm folgte inder regierung fein söhn , Graf Philippus von Lucern. Es er-strecket sich aber die Herrschafft dieser Lucernifchen familie überdas that von Angrogne, wie auch über Villars, Bobbio , 1aTour, Mvnbrun und andere. Theatrum Sabaudi<t ac Pede-montn. Gelegenheit und zustand von Savoyen und pie«mont, p. 492. Schauplatz des kriegs in Jtal. p. 189.
LUCERNARIUM, Gr. waren in der alten kir-
che die Hor°e, welche man bey anzündung der lampen zu singe»
pflegte. DuFresne.
LUCETIUS, ein nähme, welchen die Heyden ihrem gottJupiter gegeben, und zwar von dem Lateinischen wort lux,licht; weil sie nemlich davor hielten, daß er ein Ursprung desItchts der sonnen, fowol als des lebens wäre. Nach Servilbericht war dieser nähme nur in der Ofcischen spräche üblich; dasolcher hingegen im Lateinischen durch das Wort Oiespitsr aus-gedruckt wurde. Serv. JEneid. IX. Gell. noct. Att. Üb. V. c. 12.Feßus. Pomey, panth. myth. p. ig. 19. *
Luchow, eine in dem Furstenthum Danneberg an dem flußJetze gelegene,und dem Churfürsten zu Hannover gehörige stadt,welche mit einem schloß und Amt versehen. Vor drestm führtesie den titul einer Graf,chafft, und gelangte, nach des letztemGrafen an. 1 ; 06. erfolgtem tobe durch hcnrath an die Herrenvon Querfurt , von welchen sie an die Grafen von Käfernburaund darauf an. 1320. durch kauf an die Hertzoge von Braun schweig gekommen. Um das jähr 1366. ist dieses Amt samt derehedem gewesenen Graffcbafft Danneberg vereiniget, und un-ter dem nahmen des Fürstenthums Dannebergvon HerlwaHeinrich, dem stamm-vatter des neuen Hauses Braunschweia,besessen worden. Die fernere regierimgs - ändernnq, siehe indem artickul Danneberg. Die stadt liegt sonst 2. Meilen überDanneberg an einem sumpsiqten orte, aber doch in einer sehrfruchtbaren und lustigen gegend, indem die Jetze sich hier in 4arme theilet, die durch und an der stadt flieffen, und soll ehe-dem nur ein paß oder dämm mit 2. wirths-häusern gewesenseyn. Das schloß hat Anna von Nassau, Hertzoqs Ottonisqemahlin, die an. 1314. gestorben, erbauet. Im 30. jährigenkriege ist der ort sehr mitgenommen worden , indem die Kav-serlichen nicht nur in dem städtlein 6 . wochenlang übel hand-thieret, sondern auch an. 1643. den 21. jun. unter commandodes Obersten Bähr 330. in das Amt gehörige bauren in einerstunde massacrtrt. Sonsten ist in dem Amte Luchow aucti t>a 3Amt warpke incorporirt, welches chedem besondere Grase»gehabt. An. 1608. hat Hertzog Julius Ernst ein jagt-haus all.hier aufbauen lassen. Zetl. topogr. Brunsuic. p. 142. seq.
Luchstngen , ist ein dorf im Glarner -kande zu der PfarrSchwanden gehörig, von welchem das nahe dabey gelegeneLuchMger-bad den nghmen hat, welches fchweftl und alaunführet. Wagner, hiifc. nat. Helv. p. uz. *
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