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h en gradum eines Magistri Philosophie und Medicin» Docto-risfan. Er brachte viele jähre auf reisen zu, um die pstantzen,Mineralien, Metalle, und anders, woraus er sich ln der Phy-sic einen nutzen versprechen konnte, genau kennen »u lernen>,vracticirtc auch sodann eme zeitlang zu Toulouse , und cnv>lich zu Rom , allwo er den 10. aug. an. i;zr. m einem al-ter von 6i. iahre» mit tode abgieng. Er hat de tuenda, prse-sertim ä Peile, integra Valetudine, deque hujus Morbi Ke-mediis geschrieben. Unter des Ioh. Gen. Sepulveda eptstelnsind auch einige briefe von ihm anzutreffen. Antonn bibi.Hisp. Mangeti hihi. script. Medic. üb. II.
Fucenö, ein schloß ohnweit Moudon, (Teutsch Milden )auf einem erhabenen berge gelegen, so Bischoff Ulrich von Lau-sanne in dem XII. feculo erbaliet, jetzo aber dem Canton Bern gehöret, und von dem jeweiligen Bernerifchen Landvogl zu be-sagtem Moudon bewohnt wird. Pioti», abrege p. ;;r.
^uceoria, siehe Lucko.
ssucera delü Pagani, Nocera , eine stadt in Neapolis, inder landscbafft Capital,ata, die residentz des Gouverneurs die-ser provintz, hat einen unter das Ertz-Bißthum zu Beneven-lo gehörigen Bischoff, und ist der schönen wolle wegen be-rühmt. Der an. 1719. verstorbene Vice-Konig zu Neapolis,Johannes Wenceslaus, Graf Gallas, führte den titul als Her-tzog von Lucera .
Lvt)LRL8, war der nähme der dritten zunft oder ordnungdes Römifchcn volcks zu Romuli zeiten, da alle einwohnerselbiger zeit in drey zünfte abgetheilet wurden. Die erste wardes Romuli zunft, deren glieder Ramnenses genennet wur-den. Die andere war diejenige, wovon Tatius , der Sabini-sche König, das Haupt war, weswegen sie den nahmen Tatien-ses bekam. Diejenigen aber, welche zur dritten zunft gehöre-ten, wurden Luceres genennet, von Lueero ihrem Obersten,welcher mit einer zusammen - gebrachten grossen menge volcksnach Rom kam, um die privilegia und freyheiten zu gemessen,welche Romulus allein denen versprochen hatte, die sich in sei-ner neuen stadt niederlassen würden. Plutarcb. vit. Romuli.
Eucern, lat. Lucerna, Luceria , ist eine schöne, ziemlichgroß- und wohlgebaute stadt, welche von einer tapfern bür-verschafft und vielen adelichen geschlechtern bewohnt wird;liegt zu unterst an dem vier Waldstädten - sie, an dem ausflußder Rüß. Sie wird von diesem fluß in 2. ungleiche theile ab-gesondert , und durch etliche gedeckte mit schönen gemähldengezierte brücken (deren die größte bey <00. schritt lang ) an ein-ander gehänget. Sie ist zwar ziemlich mit bergen eingcthan,liegt aber dennoch schön und bequem, und ist ein strenger paß da-durch nach und aus Italien über den Gotthardt, daher auch«in ftarcke Niederlage für die waaren. Es pflegen die z. LänderUry, Schwytz und Unterwalden dahin auf den marckt zu kom-men , wie dann die stadr 4. nahmhaffte und grosse iahrmärcktebat. Sie ist der dritte Canton der Eydgenoßfchafft und gantzRömifch-Catholisih. Der Päpstliche Nuntius , der Spanischeund Savoyische Äotfchaffter, halten sich jeweilen in dieser stadtauf. Ihr wapen ist ein weiß und blau abwärts getheilterschild, d’argent parti d’azur. Und die stadt-farbe der weibelnund überreuter ist ein gleichmäßig getheilter mantel. Diemerckwürdigsten gebäude in der stadt sind : i) Die Chor- undStifts-kirche St. Lcodigarii. 2.) Die Hof-kirche, oder der Hof.3.) DasIcfuiter-Lollegiumund die neuekirche St. Taverii amsie, welche an. 1677. gebauet worden. 4.) Das Ursuliner-kloster.;.) DaS Rathhaus. 6.) Das zeughaus. 7.) Der Pharus oderuralte wasser-thurn. 8.) Das Capuciner-kloster, und 9.) dasBarfüsscr-klvster. Belangend den Ursprung dieser stadt, so istderselbe nicht gar gewiß, und die siribenten nicht einerley mey-nung, die wahrscheinlichste aber ist diese, daß der Pharus oderwasser-thurn (auf welchem nächtlicher zeit ein licht oder grosseInterne gestanden, und den schiff-fahrcnden geleuchtet) nebstder bequemlichkeit des sees, die ersten einwohner dahin gezogen,und der stadt den ansang gegeben habe, und als hernach imVII. feculo das Benedictiner-klostcr, nunmehro St. LcodigariiStift, von einem fürnehmen mann, Wichard genannt, allda ge-stiftet und erbauet worden, hat die stadt gleichfalls an Häusernund einwohnern zugenommen. Sie hat vor altem den nah-men Luceria gehabt, wie solches erhellet aus des klosters be-statigungs -drief, welchen König Lothar in Franckreich an.698. ertheilet hat, in welchem es Monasterium Lucerie genennetwird. Ob nun dieser »ahme a Luce oder von Luceria, des altenHelvetischen Herkogs Orgetorix (dessen Iul. Cäsar gedencket)tochtcr herkomme, oder ob bey desselben zeiten diese stadt schontn wefen gestanden, kan nicht gründlich erörtert werden. Derheutige nähme Lucern aber, kommt ohne zweifel ä Lu-cerna , so ein licht oder laterne bedeutet, womit man leuchtet,dergleichen auf dem wasser-thurn anfgehcncket worden. DieHerrschaffts-anderung und Regiment betreffend, so ist die stadtLucern mit den übrigen Helvetisihen landen an die Fräncki-schen Könige gekommen, und dem Herirogthum Alemanien ein-verleibet worden. Nach der Hand erhielte der Abt zu St. Leo-
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digär von dem König Ludwig III. und seinem HosWvttA,.pin die beherrfchung der stadt mit den qerichke», wie iCdie geschicht-schreiber melden, daß die Lucerner des Pipms sMCarl Martel, an. 7-9. und hernach dem König Carl demarossen wider die Saracenen zugezogen seyen, und wegen chrejtapfern Verhaltens, nebst andern freyheiten, auch mit den eher,nen harfchhörnern begäbet worden seyen. Unter König M»( welcher ein söhn obigen Carl Martels und ein vatterCarl bcjgrossen war) ward das kloster und die stadt Lucern dem Ätvon Murbach im Elfaß ad causam piam überlassen , welchemFürstlichen Gottshause dann die stadt, jedoch vorbehaltlich jh«rer freyheiten, unterwürfig geblieben, und dicnste gethan Man.1298. da dann Abt Berchtold, aus fürschützender nothbmsiund armulh , die stadt und Stift Lucern an Kayscr Albert!gegen 4. dörser im Elsaß und 200. marck silderS vertauschetund abgetreten hat. Also kam Lucern an das Haus Och«,reich, dem sie auch (wicwol ungern) auf gute Versprechun-gen hin, endlich gehuldigel hat. Gleichwie aber diese ncurregierung den bürgern sehr schwer fiel, also war sie ihm,bey angegangener feindschafft mit den ;. Ländern Ury,Schwytz und Unterwalden, als ihren nachbarn, sehrlich und verdrieslich; dann einer seits wurden sie mit ein.quartierungen Oesterreichifcher lands - knechte, mit verstuli-chem wacht - halten, steuren rc. mächtig belästiget, und widerihre freyheiten gehandelt; anderer seits streiften die ?. Lantcrzur sie stets auf sie, und sperrten den weg über den GvlthMinItalien , dadurch läge die speditton der waaren, die matdte,das einkommen der stadt, der gewinn und die Nahrung drrbürgerschafft darnieder. Als nun, bey so gestalten suchen,der bürgerschafft ihr völliger ruin und Untergang vor äugenlag, auch von seilen Oesterreichs , weder tröst noch friedenmit den ;. Ländern zu hoffen stunde, suchten sie rath bevitz,nen selbsten, und schloffen mit den z. Landern einen frieden,wider wissen und willen ihrer Hcrrschafft, liessen auch tonnun an nicht mehr Oesterreichisiljes volck in die statt, allsie allenfalls wohl übermeistern mochten. Dieser sriebe pelder Hcrrschafft und dem Adel sehr übel, wie dann auchviele dürger, welche an Oesterreich und dem Adel gehangen, uudihren genuß dahero gehabt, solchen gleichfalls ungern sahen, des-wegen dem Freyherr» von Ramschwag, Ocsterrcichischem Land-vogt zu Rotendurg, leicht gefallen, eine partcy in der statt mei-nem complot zu bringen, welcher dahin gteng, daß die mißver-gnügten in der stadt ihm des nachts zu einer gewissen stunde anstadt-thor eröfnen sollten, dadurch er mit der den sich habendenreutherey in die stadt eindringen könne, wornach man gcsani-ter Hand die friedemacher angreisson, niedermachen, den fnc-den aufheben, und die stadt mit einer genügsamen bchtzunzbelegen solle. Weil aber dieser anschlag nicht wohl, verschwie-gen blieb, und darauf die in Harnisch gebrachte bürgerschasitdie stadt-thvre besitzet, so ward das grausame vorhaben ju»nichte, hatte aber dennoch diese würckung, daß die bürg»«schafft den mit den Eydgenosse» in den Ländern gemach-ten frieden, an. 1; 3 2. gar in ein ewiges dündnis verwantei-te. Solcher bund war nun der Oesterreichifchen Herrschasicgar unerträglich, also daß der stadt heftig zugesetzet wor-den, allermassen die städte Zug, Sempach , Rotendurg, Mcv-enberg und andere schlösser um die stadt mit OcsierreiMschem volcke starck besetzet, mithin die stadt rings umher em-geschlossen, alle lebens - mittet abgeschnitten, und ble burgeraller orten feindlich tractirt, und deren eines tags am ,iu-ger-fee 8». erschlagen wurden, als sie lebens-mitm m diestadt holen wollten. Es wurde abermals eine compwationund mord-nacht auf den 30. junii an. r;zz. angelvonncn;allein auch dieser streich schlug fehl, indem dreses blutige vorha-ben, in selbiger nacht, zu der stunde der bewerckstclligung,burweinen unschuldigen knaben, wunderlicher weife einbcaet, mbürgerschafft aufgeweckt, die thore besitzt, die conMammerschreckt, aufgesucht, gefangen und gestraft,worden. J 0 '*genden tags kamen ;oo. mann aus den ;. Ländern, als avgeschickte hülsse, in die stadt. Es legten sich aber die liadfeZürich und Bafel in das mittet, und brachten an.nen anstand zuwege. Von dieser zeit an blieb Lucern emr
freye Eydgenoßifche stadt. Ihr heutiges Regiment ist
cratisch, und stehet die meiste gemalt bey dem kleinen Mb;6. dessen Häupter find jährlich 2. auf St. Iohanms lag^um-wechselnde -Lchullhersscn, auf welche im rang folgen diener-Herren, und auf diese die Statthalter. Die Rathe jeM»wechseln alle halb tahr aufSt. IohaimiS tag zu bevden jon-nen-wenden ab, also daß allemal 18. an der regierung oder n«sind. Sie werde» vor kleinem Rath durch Pfenninge erwehm^der neue Schultheiß wird von klein und grossen Rathen erw.oEs berichtet Steiner, daß alle und jede Ralhs-glieder, vermozKaysirlicher Privilegien, durch ihre wähl in dem Rath, w"'mäßig und geadelt seyen, odschon sie es von gcburt 'Der grosse Rath bestehet aus 64. gliedern, vor welchen dar m-lefitz, die letzten appeUaliouen und die annehmung ncuss ou sgehöret. Er wird auch sonsten in noth - und kricgs-fallcn, awichtigen angeleaenhelten nach gutbcfinden des kleinenversammelt, dessen glieder werden von klein »nd armRath erwchlet. An. >701. den ;o. julii um r. uormittag betraf die stadt ein groß Unglück, dann "acwosich eine schwartze wolcke von offen her aufgezogen,J» iunversehens, bey noch trockenem welker ein do»ner->