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1690. im jan. nahm er feinen fitz zu Blanckenburg, und ver.wählte sich im aptil mit Christina Louise , einer tochler Silber*ti Ernesti, Fürstens von Oettingen, hatte, aber in eben die«fcm iahredasunqlück, daß er in der fchlacht ben Fleury vonden Franzosen aefangen wurde, wiewol fle ihn bald wiederauf freyen fuß stelleken. An. 169z. trat er als General -Ma-jor in Königlich-Polnische und Chur-Sächfifche kriegs-dienste,die er iedoch bald wieder verließ. An. 1707. hatte er die eh-re , daß der Kayser Jvfephus die Grafschafft Blanckenburg zueinem Fürstenlhum erhub, und an. *710. wurde er von demCzaar Petro I. in den Ritter -orden St. Andreä aufgenom-men. An. 1719. nahm er auf dem Rrichs-tage zu Regen-spurg in dem Fürstlichen Colleeio feinen sitz, nachdem ihmder König von Engelland, als Churfürst von Hannover , dengebrauch des Grubenhagischen voti auf lebens-zeil abgetreten.In eben diesem jähre brachte er den schloß-und kirchen-bau inBlanckenburg zu stände; an. 1717. aber leafe er daselbst dashosvitai zu St. Georgii an. An. 17,1. gelangte er, nach fei-nes bruders Hertzvgs Augusti Wilhelmi tode, zu dem völligenbesitz der Braunschweig -Wolffenbüttelischen lande, und starban. 17z 4. den 1. mertz. Von seinen lindern siehe den ar-tickul Braunfchweiqisches gefchlechr. imbos. N. P. I.tom. I. p. 389.
Heryoge von Mürtemberg:
Ludovicus der altere, gefürsteter Graf zu Würtemberg,siehe würtemberg.
Ludovicus der jüngere, gefürsteter Graf zu Würtemberg,siehe würtemberg.
Ludovicusder fünfte, regierender Hertzog zu Würtem.berq, verstorben an. izyz. siehe würtemberg.
Ludovicus, Hertzog zu Würtemberg-Stuttgard, Kayferl.General -Feld-Marjchall-Lieutenant, gestorben an. 1698. siehewürtemberg.
Ludovicus Fridericus, Hertzog zu Würtemberg-Müm-pelgard, gestorben an. 16; i. siehe würtemberg.
Heryoge in Schlesien:
^Ludovicus I. Hertzog in Schlesien zu Brieg, Hertzoqs Bo-leslaz 111 . jüngster söhn, ward von seinem ältesten bruder Wen.ceslao von der stadl Liegnitz vcrdrungen, bekam um das «ahri;6c>. die helfte des Furstenlhnms Brieg, und übernahm an.iz6z. nach seines bruders Wenceslai tode die vormundfchafftüber dessen vier unmündige Printzen. Im jähr 1,69. geriether mit den Heryogen von Oppeln , Uladlskao und Boleslao, inkrieg, indem sein bruder die andere helfte des FürstenthumsBrieg Hertzog Boleslao II. zu Schwcidnitz verkaufte, dieseraber solche im testament den Hertzoaen von Oppeln vermachthatte, die denn, obgleich Ludovicus ftlbige eingelöset, sich den»noch dem vertrag zuwider einige städke ausziehen wollten.Durch den fleq, weichen Ludovicus bey Creutzburg über siedefochte, ward er Herr des gantzen Fürstenthums, beherrsch-te eö löblich, und starb an. 1,98. Von feiner gemahlin Hed-wiq, einer tochler Henrici IV. zu Glogau , hinterließ er i.)Henricum , von dem hernach ; 3.) Wenceslaum , der unver»wählr gestorben; ;.) Margaretham, so anfangs KayferlicheHof-Dame gewesen , hernach an Kavstrs Ludovici Lsvsri söhn,Albertum , Hertzog zu Bayern , Grafen von Holland und See-land, vermählet worden, an. i zgz. gestorben , und eine zahl-reiche nachkommenschafft gelassen; 4.) Hedwig, Przemislai,Hertzvgs in Schlesien zu Aufchwitz gemahlin ; 9.) Cathari-nam, Aebtißin zu Trebnitz, die im jähr 140,. gestorben.Gedachter Henricus VII. mit der schramme, und stamm-vat-1er aller folgenden Hertzoge zu Brieg und Liegnitz , der abernicht, wie einige vorgeben, Liegnitz selbst besessen , indem eran. 14«-. noch bey lebzeiten Hertzoqs Ruperti zu Liegnitz ge-storben , sondern nur Brieg beherrschet, hat sich zweymal ver-mählet , erstlich mit Salome, einer tochter Ziemoviki, Her-tzoqs von Mafuren, die ihm Ludovicum II. von dem ein ar«tickul folget, qebohren; ferner mit Marqaretha, einer tochterCasimiri III. Hertzvgs zu Tefchen, mit der er Henricum IX.Hertzog in Schlesien, Herrn zu Lüden, gezeugt, von welchemcme besondere linie entsprossen. Denn seine gemahlin Anna,Hertzvgs Przemislai zu Tefchen und Groß-Glogau tochter , ge-dahr ihm an. 1399. Rupertum, einen Iohanniter-Ritter, derim iahr 14?°. gestorben, und an. 1197. Ludovicum III. Her-tzog in Schlesien zu Lüben, der im jähr 144'. gestorben, undvon Margaretha, einer tochter Boleslai V. Hertzvgs zu Op-pcln, hinterlassen 1.1 Iohannem, der mit Hedwig, einer toch-ter Hertzvgs Ludovici zu Liegnitz und Brieg, den stamm der
f ertzoge ,u Liegnitz und Brieg sortgepflantzt, Massen sein söhnrtdericus l. von dem ein artickul handelt, beyde Fürsten-thummer besessen; 2.) Henricum X. Hertzog in Schlesien zuGoldberg, der an. 1453. ohne erben gestorben. Scbikfusim .
D/ugi'l/us. A Sommenberg , script. rer. Siles. tom. I.
* Ludovicus II. Hertzog in Schlesien zu Liegnitz und Brieg,ein söhn Hertzvgs HmricrVll. mir der schramme zu Brieg,undSalome, emer Printzeßin aus Mafuren, war im iahr 1374. ge-bohreu» und anfangs nur Hertzog zu Brieg, bis sein vctlerWcnceslaus, Buchoff zu Brcnlau und Hertzog zu Liegnitz ,ihn an. »4". zum Verweser dieses Hertzvgthums gefetzt, und
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ihm hernach solches mit erkaubnis Königs Wenceslai m ftM»wen gar abgetreten. Er zog um das jähr 140,. in daste land, ward aber gefangen, und von seinen Ständen mitgrosser muhe und kosten wieder in freyheil gesetzt Er beqobsich hernach mit 200. pferden auf das Concilium zu (Jota,wovor hernach die Hußilen sein land mit feuer und schwchheimgesucht, und das Brieglsche und Goldberqischegantz!«-wnstet. Er bauete auch die sogenannte Carthause vor iwnitz , ertheilte den bürgern daselbst erlaubnis, lehen-güthawkauffen, gab auch der stadt das müntz-recht, und die ObaH,richte, und starb an. 1436. den zo. april zu Liegnitz amschi«,fluß. Seine erste gemahlin, Hedwig, gebvhrne Grüßn mTrentschin , verschied an. 1415. ohne kinder, die andere abn,Elisabeth, eine tochter Friderici I. Chursürstens zu Brandn,bürg, gebühr ihm 1.) Ludovicum; 2.) eine tvcdler, rotidxbeyde bald gestorben; 3.) Magdalenam, eine gemahlinlai I. Hertzvgs zu Oppeln ; 4.) Hedwig, eine gemahlin Johm.nis, Hertzogs in Schlesien zu Lüden, welcher sowol krafftbil.ser heurath, als auch, weil er der nächste Schwerdtma«war, an das Fürstenthum Liegnitz ansvruchmachte weilnsich aber an der gesamten Hand versäumet» nicht gehöre!, undals er sich mit gewalt des Fürstenthums bemeistern raoilie, mdem Königlichen Hauptmann zu Liegnitz geschlagen, «nb tut}Breßlau geiagt ward, wo er an. 1453. gestorben. Sein seh«Fridericus I. aber ist zum besitz dieser Fürstenthümmer gelan-get. Dervoerdeckii Silefia numism. Schtkfuß chron.
'Ludovicus III. Hertzog in Schlesien zu Brieg und Lüben,ein fohn Hertzvgs Henrici IX. zu Lüben, und der DrmMAnnä von Tefchen, die ihn an. i397.gcbohren. ErrcMmit seinem bruder Ruperto, der in bei« geistlichen stand ge-treten, und hernach Großmeister des Iohanniter-ordens wei-den , eine zeillang gemeinschafftlich, ertheilte an. 1451. derstadl Lüben das recht müntze zu prägen, und verjagte die Hastsiten init grosser tapftrkeit, als sie die stadt Haynan eingentm,wen, und das schloß in brand stecken wollten , zog ihnen auchnach Lüden nach, und erschreckte sie mit seiner antun/! derge-stalt, daß sie diesen ort an. 1431. unangetastet lassen müßenAm feste St. Bartholomär dieses iahrs starb fein brnder, daderer die reLierung nur allein führte, an. 143;. die stadl Jp«aumit grossen Vorrechten und sreyhcitcn begnadigte, und an. i 4 ?>*eine allgemeine landes-verbindung wider die Hußiten zu ständebringen half. Seine gemahlin, Margaretha, HcrtzogsBe-leslai V. zu Oppeln tochler, mit der er sich an. 14-8. t>ermab*let, gedahr ihm 2. söhne: i.) Iohannem, der Brieg midL»ben erbte, und sich an die Printzeßin von Liegnitz , Hedwig,HertzogS Ludovici II. tochter, vermahlte, aus ivclchtt ehePi-dericus I. Hertzog zu Liegnitz und Brieg, der seinen stamm serl,gepstantzet , entsprossen gewesen. 2.) Henricum X. der EMderg bekommen, aber an. 1452. ohne linder gestvrdcm öselbst, Ludovicus III. wird nur bis ins jähr 1441. in H»chen Urkunden gefunden, daher man , daß sein lod in dilsmjähre erfolget, vermuthet. Diugojfw. A Somme-ibw, scnp;rer. Siles. tom. I. Heneiius & Poblius, in annal . Wratislar.
.^Eudomcus, zugenannt mit dem öart, ist der erste Land-grat m Thurmgen gewestn, wozu er von dem Wstr ssmradoder ihn feinen artverwandten nennt, gemacht worden.Über fern gefchlecht und ankunft ist nicht wenig streit. E'Mgeben ihn vor einen fohn GrafWilhelms von Orleansans, «>.-dere nennen ihn ilrelatensem, und noch andere wollen, er st?f! n Schwäbischer Herr gewesen. Die Herren von Saiule Mac-tye haben rn ihrer geneaiogisthcn Historie von Frankreich cimgeMeldung gethan, daß er Caroli I. Hertzvgs in Lothringen sthwund also Ludovici IV. Königs in Franckreick eockel gewestwif rneynung vielleicht darum dre germsseste sinn moch»,weil Ademaruö m sttticm evicfylt/ Nj§ obbcniclMst
Earl von Hugone Capeto gefangen nach Orleans gesetzt wordm,und rn diesem gerangnrs zwey Printzen, Carl» und LudwMgezeugt, deren sich zwar anfänglich Graf Wilhelm aus Wiia-nien angenommen, doch wären sie hernach aus Franckrawvertneden worden, und hätten sich bey dem Kayser auM-ten. Aus welchen umständen man auch auf die stur kommka", warum dieser Ludwig ein Graf von Orleans oder mWilhelms fohn geheißen iverde, weil er nemltch zu OricMgeoohren, und Graf Wilhelm aus Aquitanien der vcrlal'MPrintzen partey gehalten. Er starb an. 1044. und bin!«
den Tpringer. Hiftona Landgrav . Thür. L. 10. fei·Siftrutus Presbyt. ad an. 1140. Annalei Monacbi Reiubtr^·y on · a P· Piß 1 "? um. Cbrnnicon Ademari. Samniarth. gi* 1 *log. de la Maifon de Fravee. TenzeL supplem. histor. Gotik»·Paulim antiq. Isenac. Neue Bibliotheck, tom. XXL. PS·146. seq.
Ludovicus , Graf in Thüringen , der Sprinaer tf«;nannt, war ein jodn Ludovici des bärtiqten und Caciim n."Sangerhausen , welche ihn an. 1042. zur weit qcdrachi· Mwar ein seift schöner und munterer Herr, dahero stck ouch oerPfaltzgras Fnedrickis in Sachsen gemahlin Adelheid, rnMarqgrafen Udonis zu Brandenburg tocbker, m ihn verlEund mir aufgelegenhett gestnnen wie sie ihres reLkmäßiaen>r?.>Herrn los werden, hingegen sich mit gedachtem Luvioig perMd-