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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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rirh Milbelm, dürsten zu Hohenzollern , vermählet, und nach-aebends Madame cle Homburg benennet worden.br«nc:Ke gehören auch Henning Ulrich von Lutzau , Königlich-Dänischer Staats-Minister und Danebrogs Ritter an. 17°°.und N. von Lützau , Königlich - Dänischer General - Maior

""Die dritte linie, so sich von den Ritter-güthern Eckau undLülsenbura beygenannt, besitzet von allen Seiten her dasErd-Marschall-amt im dem Hertzogthum Mecklenburg. S«ewird ungefehr um das jähr 1400. angefangen. Nachgehendüflorirten nach ansang deS XVII. üeculi 1.) Valentin Kayserl.Oberster; 2.) Nicolans Christoph, anfangs Fürstlich - Holstei-nischer , und hernach der Königin Christina in Schweden Hof-Marschall, Hennecke, Fürstl . Lünedurgischer Oberst-Lieu-tenant ; und andere mehr, welche ihren stamm fortge-pflantzet.

An. 1684. florirte Asche Claus von Lützau auf Diehse, inder Ober-Lausitz gelegen, als Chur - Sächsischer Cammer-Herr und Rittmeister, ;u welcher linie er aber gehören mö-ge, kan man nicht sagen. Bucd'm. stemm. P. I.

Lützel , ein fluß in dem Bißthum Basel , der hinter derAbtey Lützel in dem gebürge entspringet, Rockenburg und bey-de Lützel vorbey oberhalb dem städtlein Lausten in die Birssich ergießt. Er nähret sehr gute forellen.

Lützel, lat. Lueella , eine herrliche und berühmte AbteyCistercienser-ordens, in Ober-Teulschland die erste und älteste.Sie liegt an dem wasser Lützel, in einer einöde zwischen hohenund rauhen bergen, in dem Baßler Bißrhume, 5. stunden vonBasel , und eben so viel von Pfirt. Ihre stiftung und ansangfallet in das jähr 1124. und die rcgierung Kayser Heinrichs V.wie auch Papsts Calirli II. die stifter waren drey Burgundijche,theils Grafen , theils Freyherren, nemlich Hugo von Calmil,Amadeus von Neufchatel und Richard von Montfaucon, dieerlaubnts und platz hierzu gab der Baselische Bischoff Ber-tholf, Graf von Neuenburg, und die bestätigung Humbert Ertz-Blschost zu Bcsangon und Adalbero Bischoff zu JSnsd an.n?6. gegen lieferung eines pfund wachses an das Stift zu ei-ner weyhung. So gab auch Kayser Conrad II. seine bestäti-gung zu Vtraßdurq, cle daw 28. may n;y. und Papst Eu-genius seine zu Dijon den 17. jul. an. 1147. Es soll St.BernhardusAdt zu Clareval selbstcn gcholffen haben, den erstengrund-stein zu legen. Der erste Abt hieß Stephanus ausdem kloster Belleval, dem 12. Mönche untergeben, und diekirche den 2z. martii, Festo Annunciationis an. 1124. feyerlicheingeweyhet, und erstbefagtcm kloster Belleval, als ein Filialunlerworffen worden. Es hat dieses kloster in folgenden zel-ten mächtig zugenommen, hat auch noch ein eigen Haus, derLützel-Hofgenannt, in Basel . Zu Unter-Kastvöglen nach demKayser, sind an. 1180. die Grafen von Habsdurg vom klostererwchlt und angenommen, in trafst des vom Kayser HeinrichV. ertheilten freyheits-und bestäligungs-brief, bey welchemstamm es auch verblieben, bis an. 1648. da das Elsaß undSundgau an den König in Franckreich, mithin auch das fchutz-recht über dieses kloster gekommen. Ein jeder regierender undinfulirter Abt, ist gemeiniglich auch Königl. Elsaßischer Parle-ments-Rath. Des klosters wapcn ist : eine rothe creuy-weis czefttzte kirche in weissem fetde, umgeben mit ei-nem blauen mit 12. goldenen sternen besetzten kreise.

Vrjhs. lib. 1 . p. 14. P. Bernkardin. Abbat. de origin, Coe-nob. Lucell. Baiil. sacr. p. 195.

Hinunter der Lützel nach, lincker Hand des Wassers liegtRleinen-Lützcl, ein altes Cistercienser - Frauen - klösterlein,welches GrafOudclard von Pfirt an. uz8. gestiftet hat. Eshaben sich aber nach der Hand die Kloster-Frauen nach Schö-nen-Sleinbach gewendet, und endlich den Dominicaner-ordenangenommen. Hernach hak Graf Caspar von Thierstein Chor-Herren von der regul St. Augustini dahin gefetzet. Es konn-te aber solches neben dem andern Lützel nicht aufkommen, son-dern verarmete so sehr, daß es keinen Prälaten mehr erhal-ten mochte; deswegen Bischoff Heinrich zu Basel solch klö-sterlein schon an. 1264. der Probstey zu St. Leonhard in Ba­ sel einverleibet hat, nach der Hand hat Abt Theobald II. zu Lü-tzel solches dem St. Lconharos-kloster abgelauscht. Es ge-hört heut zu tage der stadl Solothurn samt dem darbey gelege-nen dorfe, ist aber ein schlechtes Wesen. Vrjhs. d. lib. I. p. i f .Buceltn. Germ. sacr. P. 11 . ldea Chrono - Topogr. Congreg.Cisterc. S. Bernh. p. i;ü. Btrnhardin. Abb. Epitome Pastor.Lucellens.

t Lützeldurg, eine alte ansehnliche adeliche Freyherrlicheund theils Gräßiche familie, welche in der Ober-Lausitz dieRttter-gülher Doderschütz, Dubra, Lubaß, Nieder - Gurick undQvalitz besitzet. Ihren Ursprung hat sie aus Lothringen , all-wo sie von langen Seiten das schloß Jmlingen zu ihrem besitzegehabt. Daß sie auch noch im Rhemlande florire, ist aufHumdr. rab. vom Rheinischen Adel wegen ihrer Vermählungmit andern anlehnlichen famNien hin und wieder zu sehenIn Schwaben har sie sich auf den güthern Rixinqen undOder-krrch auch ausgebreitet. Adalbero, ein söhn GrafConradS vonvon Lützeldurg , und Archidiaconus z Metz , ist zu ende desXI. iLcuII vor der von Gottfried von Bouillon belagertenstadt Antiochien , in einem ausfalle bey dem dretl-fpkeie über.

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fallen , und gelobtet worden. Graf Reinold von w.ttAbürg hat «n. 1128. das kloster Neuburg im Elsaß «Misund ist auch an. nzo. allda begraben worden, fieintitb}an. 1209. zu Worms , und ein anderer dieses nahmensVii)7. auf dem turntet zu Jngelheim erschienen. HansmEgenolph von Lutzelburg, beygenanntLoppape, Hader--142;. mit den Herren von Lichtenberg im Elsaß streili«mgehabt. Heinrich von Lutzelburg , ein söhn Egenolvhi,Uter, war um das jähr 1520. Fürstlich-LothringischerHalter zu Saardurg , welche charge auch sein sohn FM»,der an. izzz. mit tvde abgegangen, besessen. Gedacht« M,brich war ein vatter Antonii, der anfangs Königlich^,zösischer Oberster über 2. regimenter gewesen, hernach cku»Hertzog Johann Wilhelms zu Sachsn-Wcimar Hos §&.men, und nach dessen an. izrz. erfelgtem «bfierben »oninnChurfürsten Augusts zu Sachsen zum Statthallcr über tuWeimartfche lande gefetzt worden; er ist also der erste «>»r>efen, welcher sich aus Lothringen in Ober - Sachsen m,dergelassen. Seme söhne »varen: 1.) Ernst Chnstorh aufSaritz und Jmlingen, Hertzoglich-Lvthrmgischer stäimt.rer, »velcher Anloniuin II. Frcyherrn von Lützeldurg, kamdas jähr 1659. als Fürstlich-Würtemdcrgischcr Hos-Mai-schall und Oberster florirel; ferner Urfulam Cathamuuii, 'hieine qcmahlm des Chur - Sächsischen geheimen RathsCantzlers, Reinhard Dietrichs, Grafen von Taube, trotten,und an. 1694. verstorben) wie auch Ernst FrcidrichcnM,get, »velcher noch an. 171?. als Fürstlich-WürlembeWaRath und Ober-Vogt zu Lauffen am Neckar, 7z. jähr all,gelobet; er hat seinen stamm in dem Würtembergjschcn, sonoch den Adel -stand führet, mit unterschiedenen söhnen fett,gefetzet, von welchen der jüngste, Ernst Berthold, im gctech-ten jähre die charge eines Fürstlich-Würtembergisthen kam,mer-Junckers und Stallmeisters bekleidet, anictzo aber-tembergischer Cammer-Herr ist; von den töchtern ist N. eintgemahlm Hiod Ernsts von Bomsdvrff, und nach desscn ickdes Barons von Alemann worden, aber an. 1717. wrdot,den. 2.) Friedrich Wilhelm zu Lützeldurg, derdcmKechiin Franckreich kriegs-dienste geleistet, und an. 1764. Mm<Mahlung mit Ursula von Landspcrg vor dem feinde gchallcn,mit »velcher er Anton Richard gezenget, der nach feines mi-ters tobe gebohren, an. 16,7. im 27. jähre seines alterS rmm,den, und zu Zabern in dein Franciscaner-klostcr begrabeniver.den ; dessen söhn, Friedrich Wilhelm, Reichs - Freyherr woLützeldurg , ist an. 166;. als Kayscrlichcr Oberster, und F»llch-Passauischer Rath, Land - Richter und CommcndantinOberhaus, verstorben, Johann Wilhelmen hinterlassend. >.jJohann Wigand auf Jmlingen, Königlich Spanischer Otwster über 2. regimenter küraßierer; dessen eine tochler, M«Margaretha, ist eine gemahlin des Chur-Eächsische» Mi-men Raths - Directoris und Gesandten, Freyherr» HlinnHvon Friesen »vorden; der söhn aber gleiches nahmens, w-ritte noch um das jähr 1670. als Chur - Sächsischer Lamm-Herr, Kriegs-Rath und Oberster, der vermuthlich ein nuter gewesen des an. 1712. in Pommern commandircndcn Kö-niglich - Polnischen und Chur - Sächsischen General-iteute*nanls, Antonii, Grafen von Lützeldurg.

Von einem der gedachten söhne Antonii von Lutzelburg,Weimarifchen Statthalters, stammet auch Friedrich t>«i .11»tzelburg auf Sareck ab, der Werner« auf Sareck gezeug«,welcher zu ansang des XVII. steculi die charge eines ^hur.Sächsischen Hof- Jägermeisters bekleidet; dessen j°hn Seva-stlan auf Zscheckwitz, Chur -Sächsischer Ober.ForMMr, Mein vatter folgender 2. söhne »vorden : i.) Hans Werners,Hertzoglich - Holsteinischen Cammer - Junckers; r.) Ha»'Georgens , Ober - Forstmeisters zu Zcitz, der auch »»»egen Heinrich genenncl wird. Vor diesem war auch eindieses nahmens hinter der bürg Hiltermont · iS»velches nachgehends zerstöhrel worden. Groliersmerckwürdigkeiten. Hertzoczo Elfaßische chromck. v u,T

annal. 8ax. Crujh annal. Süev. M. SteinvM^. manuicr.

Eützelftein, eine Grafschafft und sehr vestcs schloßim ll!»ter - Elfaß an der Herrschafft Lichtenberg gegen Leihe »s.und das Westcrich gelegen, »vorzu es auch ein jchmli" -Das schloß soll Luzelmann , »velchen einige rur star»»;söhn ausgeben, an. 81z. erbauet haben,allen Grafen von Lützelstein ihr geschlecht hergeführt,ist es, daß sie schon in uralten seilen vorkommen, ptf .Conrad an. 938. unter Hertzog Bcrchtoldcn aus Ba^^,dem turnier zu Magdeburg ge»vesen. An. io>y. war c.hard auf dem zu Trier , und Heinrich zu Augfpurg. .s«· 1 'war einer, Conrad, dieses stammes, Bischoff baleM,an. 1)94. ist Heinrich gar bekannt gewesen. U>n eoen n-ge zeit war Burckhard Dom - Probst und hernach g»>schaff zu Straßdurg, worzu ihn das Capitul widerGrafen von Diest, cnvehlet, »reichender Papst da,» mdeck »viffen wollte. Doch »vich er endlich dem von -und begab sich auf Päpstliche zuiassung in Den ehman!'' 1»inn er Jacob und Wilhelm zeugte. Dle>e habm UEge kriege mit Graf e^chaffrieden von Lcinmgcn und kcncnOchfenstein geführt, besonders aber mit dem^ it»?» ,,Ludwigen, und dessen bruder Friedrichen, ais die 1 ^"einen theil an Lützelstein hatten , einen harten ga«s S v