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strationes, welche für Personen geschahen, wurde» eigentlich Ex-piationes, und das dabey gebrauchte opfer» Victima piacularisgenennct. Sie bedienten sich auch einer gattung Lustration fürdie jungen kinder; die mäqdqen wurden am achten, und dieknäblcin am neunten tage nach ihrer gedurt gereiniget, und die-ser tag wurde Eustricus geheissen z die reinigung aper selbst ge-schahe mit reinem wasser, oder auch mit speichei. Siehe Iohan-nem Lodmeyer in seinem tractat de Eustratione vecerum6 enrilinm, so zu Utrecht in 4. an. 1681. gedruckt, und mit gros-sem fleisse über diese Materie geschrieben worden. Macrobm. Fe.jlus. Aul. Gelittn, &c.
Lutern , Läutern , ein flüßlein in der Lucernischen Graf-schasst Willisau , worvon das daran gelegene dvrf und ländleindas Lutertl'al oder Lutergau genennet wird, so vor diesem ei-ne sonderbare Herrschafft und Adel gehabt hat, nemlich die vonLutcrnau, deren Edel-sitz oder Burg-stall Lutcrnau ob dem dorfegestanden. Es ist dieses adellche gcschlechte eines der ältesten inder Evdgenvssenschaffk, von bannen sich zu ende des vorigenjahrhunderts ein äst in das Hertzogthum Zweybrückcn aus-gebreitet hat. Schon an. 920. waren die von Lutcrnau KönigRudolvhs I. in Burgund dienst-manner und lehen-leuthe. An.1147. ist dl. von und ;u Luternau mit dem Kayftr Conrad III. ins gelobte land gezogen, welcher ihm sein altes stamm-wapen,nemlich einen quer gespaltenen schild, dessen oberer theil blau,deruntere balcken weiß von gelb und schwartz durchschnitten gewe-sen, in dasjenige so die familie noch heut zu tage führet, nemlichein streifen-weise über einen schwartzen schild liegendes silbernesdreyzinckiges stück mauer, verändert hat. Mit seiner gemahlin,(die eine Freyin Truchscß von Waldpurg gewesen) bat er einensöhn Haintz oder Heinrich gezeuget, welcher an. 116;. dem zuZürich gehaltenen turntet deygewohnct hat. Er zeuqete mit ei-ner Freyin von Langenstein 4. söhne, als r.) Diethelm Mit-Herrn zuCastelencher ein edler Ritter des Wiggenthals gewesen,und an. 1206. drey söhne Rudolph, Ritter, fasse zu Luternau,Walther, Ritter, fasse zu Castelen, und Diethelm den jünger»erzeuget, welcher letztere mit einer Freyin von Brandis einensoh» Arnold, und dieser mit einer Freyin von Konieftckh (heut zutage Königseck) auch einen söhn gleiches nahmens gezeuget hat,der an. 1310. gestorben ist, und eine jahr-zeit zu Ettisweil feß-hafft gewesen, 2.) Ulrich, Ritter, dessen söhn Wernher hat zweysöhne Wernher und Ulrich mit gemalt in das kloster St. Urbangestosseu, nach der Hand aber, als er mit demselben kloster, wegenetlicher güther und dem dache zu Langenthal in streit gerathen,hat sich der Unwillen dergestalt vermehret, daß er an. ir;e. daskloster feindlich tractirt, dessen Hof zu Langenthal verheert, aucheines tags das kloster selbst überfallen, und dessen Vvrmiwriumangezündet und verbrannt hat. Nach feinem tobe haben seinesöhne Burckhard und Rudolph, das kloster von neuem bekrieget,sehr beschädiget, und an. 1260. verbrannt. Es hat aber jedes-mal der Graf von Kydurg (dessen dienst-manner sie waren)nebst dem übrigen Adel geschieden, und den streit geschlichtet, wiedann auch nach der Hand die von Luternau den schaden durchschöne dem kloster gethane Vergabungen ersetzet haben. 3.) Rüdi-ger, war Abt des klosters Mury, an. 124;. er hatte viel streit mitGraf Albrecht von Habsburg , und erhielte dem kloster viel frey,heilen. 4.) Wernher, Ritter, Herr zu Luternau und Langen-stein, Mit-Herr zu Casteleu und Langenthal , hat an. 1226. daskloster St. Urban bekrieget, und hart beschädiget, aber nach sei-nem tode hat seine gemahiin, eine von Grünenberg, den schadenmit Vergebung eines gantzen gulhs ersetzet. Obiger RudolphWernhcrs söhn hat mit einer Freyin von Grünenberg zweysöhne erzeuget a) Heinrich den krieqhafften, so der ZossingerHauptmann,an.i 309. wider die mörder Kayser Albrechts I. war.Seine söhne und enckel waren Herren zu Trostburg im Argöw.b) Wilhelm,Ritter, Herrn zu Castelen, dessen söhn Rudolph hat-te zwey söhne, r.) Wilhelm, Herr zu Ettisweil, Mit-Herr zu Ca-stelen, Schötz und in der Schwand an. 1367. Sein eintet söhnPeter, Herr zu Ettisweil, wurde an. 1386. in der Sempacherschlacht von den Eydgenossen gefangen, und hernach in dem an.i zyi. mit der stadt Solothurn und dem kloster St. Urban ge-führten krieg erschlagen. 2.) Rudolph, Herr zu Castele », Ettis-weil, Schötz und Wolhaustn, ist in eben besagtem treffen an.j?9i, auch erschlagen worden. Er hinterließ einen söhn Peter-mann,Herrn zuCastelen nndLiebeck,Mtt-Herrn zuTammersellen,Egoltzweil und Wauweil, dieser war ein Mitglied der Ritter -schafft St. Georgen Bamüers,und des zu gunsten des Ertz-Hau-ses Oesterreich an. 1410. zwischen etlichen städjen undEdelleu-then aufgerichteten bundes. Er hat auch mit feiner veste Castelenan. 1416. ein burg -recht mit der stadt Lucern gemacht. Unterseinen söhnen war Heman Teutjch-Ordens-Rittcr, Land-Com-. menthur der Balley Elsaß und Burgundien, Commenthur zuAltsthhausen ; an. 1476. Hans Friedrich, Chor-Herr zu Mün ster , Mariner des Stifts. An. >438. Hans Ulrich, Herr zu Ca-stelen, Schöfftland, Villnachern , Fijchbach und des thurns zuAcau, wohnte als RathSherr zu Bern der schlacht bey Elicurtbey, an. 1474. und Hans Rudolph, Ritter genannt der from-me, Herr zu Liebeck und Schöfftland,Mit-Herr zu Castelen undVillnachern . Von Hans Ulrichs enckeln und nachkommenwar Hieronymus Landvogt zu Kriegstädten und am Labern,auch des Raths und Seckelineister zu Solothurn , Hauplmannin Frauckreich wie auch über $00. mann zu hülste der stadt Roth-wcil, Abgesandter an König Heinrich II. in Frauckreich. Seinmit Barbara von Roll erzeugter söhn Paulus, war Hauptman»Histor. Lexicon IV. Theil.
in Französischen diensten, und kam an. I?87. im Navarrischenkriege um», des obigen Hieronymus bruder, Valentin, war Ober-ster in Französischen diensten, wie auch seines sohnes Christophssöhn, gleiches nahmens, welcher zugleich Bischöfflich-Vafeli-scher Meyer zu Viel bis an. i6?8. gewesen ist, in welchem amteer seinen söhn Valentin zum nachfolget gehabt hat. Von HansRudolph- enckein und nachkommen, war sein zweyter söhn,Hans Rudolph, ein tapferer Ritters-mann, der sich an. 1474. inder schlacht bey Elicurt und an. 1476. in der bey Murten her-fürgethan; er war Herr zu Langenstein, Bleyenbach, Melchnau ,Madischweil, Gundischweil, Rohrbach, Erisweil, Wildenstein,und Gauenstein, wie auch Mit-Herr zu Liebeck, Tammersellen,Egoltzweil, Wauweil, Castelen, Ruchenstein, Villnachern undBrittnau . Seines sohnes Melchiors söhn, Andreas, war Probstzu Zoffingen, und Chor-Herr zu Münster und Schönenwerth.Sebastian war in Französischen diensten, und hat der schlachtbey Rocroy an. 1643. beygewohnt, ist hernach in Schwedischeund endlich als Oberst, Lieutenant in Venetianische dienste ge-gangen. Hans Frantz war Oberst, ist in Bündten zu Cäplis er-schlagen worden. Viele andere waren und kamen um in Fran-zösischen, Holländischen undEngelländischen diensten. AbrahamwarvOber-Forstmeister des HertzogthumsZweybrücken undAuS-schuß-Hauptmann des Oder-Amts Liechtenberg, starb an. 1729.und verließ von seiner eheliebsten, Salome Dorothea Sturtzin,zwey söhne, Hans Rudolph Reinhard, der dem vatter in seinendedienungen fuccedirt hat, und Emannel Friedrich. Es grünetzwar noch ein äst von dieser familie zu Bern , von welchem aber,aus der in der vorrede angeführten Ursache, hier keine Meldunggeschehen kan. Stumpf. Bucehv. jEgid. TJbbudi. Scb~weitzer .Haffner. theatr . Solodur. Stett/er. aliaq. Docum. Fand'. MScr*
Eutgard, oder Luitgard , des Kaysers Caroli M. dritte ge-mahlin , eine Teutsche Dame, war eine liebhaberin der gelehr-samkeil, und hielt dahero sehr viel von Alcuino . Sie pflegte mitihrem gemahl der jagd beyzuwohnen, und erwies bey aller ge»legenheil ihre heroische qualitäten. An. Zoo. den 4. jun. starb siezu Tours ohne kinder, und wurde in der St. Martinö-kirchedaselbst begraben. Eginard. vit. Caroli M. Sammartb. hist. ge-neal. Mezeray, hist. de France.
* Euther, (Carl Friedrich) war vo<stor Medicin« , und an.170?. wurde er Professor der Medicin am Gymnasio zu Stettin .Nachmals muste er aufKöniglich-Schwedischen beseht mit demKönige^Slanislav und seiner Hof-statt, als Leid-Msdicus zuerstnach tschweden, von dar an. 1714. nach Zweybrücken, und end-lich an. 1719. nach Weissenburg im Elsaß reisen. Er hielt bisan. 1723. bey demselben aus, und hatte unterdessen die ehre, diedamalige Printzeßin und jetzige Königin von Frauckreich in ma-thematischen und andern curiosen wissenschafften zu unterrich-ten. Als er aber endlich aus dieses Herrn diensten noch vor derunvermutheten erst an. 1726. geschehenen Vermählung der ge-meldeten Printzeßin trat, kam er zu denjenigen dedienungen,welche er nachgehends bekleidet. Er ist nemlich Hertzoglich-Hol-steinischer Iustitz-Rath und Leib-Medicua, Medicin« Doctor &Professor primarius in Kiel , Präses Collegii Chirurgorum & Pro-fessor Physicae zu Kiel worden. Er hat geschrieben: vispp. deFönte soterico Kentzensi, quibus natura fontis hujusque niedi-c« facultates exponuntur ; und noch eine de Actione Aeris inMachinulam Barometricam, seu Tubum Torricellianum,Kiel 1701.
Lutheraner, sind unter den Protestanten diejenigen, die sichzu der unveränderten AugspurgischeN Confeßion bekennen,welchedie von Luthers behaupteten lehren in sich hält, daher sie auchdiesen nahmen bekommen. Ihre religions-freyheit ward ihnen .anfänglich sehr sauer gemacht, indem sich der Kayser und Papstderselben aus allen krafften widersetzten.Hingegen fanden Luthe-rus und seine nachfolget schütz und aufnähme bey verschiedenenund mächtigen Reichs - Ständen, deswegen denn der Kayserauch nicht sogleich zufahren konnte, zumal er viele andere drin-gende geschässte auf dem halse hatte, und kriegten also die Luthe,raner immer eine frist nach der andern, bis daß endlich an. 1 $46.dje fache zum kriege ausschlug, in welchem die Häupter der Lu-theraner unterliegen musten, daher es unt ihre religion äusserlichgethan zu seyn schien, (siehe Schmalkaldifcher krieg.) Jedochward ihre Unterdrückung damals noch aufgehalten, weil man diefache auf einem allgemeinen Concilio auszumachen vorhatte,und indessen zufrieden war, ihnen das sogenannte Interim zuzu.muthen. Als aber der Churfürst von Sachsen , Mauritius , sichder Lutheraner bey dem mit dem Kayser angefangenen kriege an,nahm, gediehe es dahin, daß an. izza. durch den Passauisichenvertrag, und an. isss. durch den völligen religions-frieden dieÜbung ihres gottesdiensts in sicherheit gesetzt ward. Es wolltezwar dieselbe zu ansang des XVII. steculi von neuen gekräncketwerden, da der Kayser an. 1629. das sogenannte restitutions.edicl ausgehen ließ , und die Römische kirchen-partey nicht un-deutlich zu verstehen gab, wie sie gesonnen sey, von neuen zu re«sormiren. Allein der ausgang des dreißigjährigen krieges durchden an. 1648. geschlossenen Westphälischen frieden, hak den Lu-therischen gotkcsdienst aufs neue veste gesetzt, dabey es auch bisdato fein verbleiben gehabt, ausser was etwa» in besondern pro,vintzen und Herrschafflen die Verfassung des Lutherischen wesensvor änderung erlitten. Scriptor. hist. Reformat. & pacis relfg-
Lutherus, (Martinus) war an. 1483. den 10. nov. zu Eisle ben gebohren, da sein vatter zwar ein gar ehrltcher bürget, abervon schlechten vermögen war, gestalt denn Lulherus zu Magde-Gggg» durg