Buch 
Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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Seme Pslteiüq'cfK schriften sind : Historia Passionis Domi-ni LiL fecundum IV. Evangel. Paraphrasis in Hillor. Passion,in certos actus distincta; Historia Resurrectionis & Ascen-lionis Dt minies & Missionis Spir. S. homiliis aliquot ex-plicata ; Strena gemina , Calvinianis exhibita; Schola Baby-lonica, ex c. i. Daniel, quam subsequuntur Colossus Baby-lonicus , Fornax Babylonica, Cedrus Babylonica , EpulumBabylonicum , & Aula Perfica; Commentariorum in Genelintom. VI.; separarim prodiit, i.) Adamus, h. e.TheologicaExpositio prinire partis Genes, quae continet historiam Ada-mi; 2.)Noachus, h. e. Expos, secundae partis ; ;.) Abrada-mus ; 4.) Isaacus; ;.) Jacobus; 6.) Joscphus; HarmoniaeEvangelicae, a Martino Chemnitio inchoata: Continuatio, seuVita Jesu Christi secundum quatuor Evangelistas expositae libritres; duplex Praefatio in Flistor. Jesuiticam Eliae Hasenmtille-xi; ejusdemque Operis adversus Jac. Gretserum Jesuitam ite-rata Defensio, (geilte Teutsche schriften sind : ParaphrasticaExpos. Historiae Resurrectionis Dom.; eine AllslegUNg des Ca-techisini Luche« in 8 . predigten ; Vindiciae adversus FautoresNicolai Crellii ejusdemque haeredes; Christiana Commonefa-ctio de Exorcismo; Conciones duae de Pradestinatione; ab»

genöthigter Bericht von der Hnberischen Streitigkeit; Zeugnisvon der Lehre und Leben Sam. Hubert ; GlesenianischerZweykampf, rc. Arnold hat in seiner kirchen - und ketzer-Historie nicht allzeit zum besten seiner gedacht , deswegen ervon seinem ur-enckel mit ihm gleiches nahmens in einer schrift,so unter dem titul : Ossicium Pietatis, zu Leipzig herausgekommen, durch bewährte zeugnisse gerettet worden. Adam.vit. Theol. Spizelius , templo honoris p. 9. & seq. Freberus ,in theatro. Bayle. *

Lvserus, (Polycarpus) ein söhn des vorhergehenden, warzu Wittenberg gedohren. Nachdem er auf dem Gymnasio zuMeissen und auf den Universitäten Wiltenberg und Tübingen einen guten gründ gelegt, difpulirte er an. 1611. in seinergedurts-stadt pro gradu Doctoris, nachdem er vorhero schonzum Professore Theologiae extraordinario beruffen worden.Er blieb aber hier nur 2. jähr, so wurde ihm die vierte theo-logische stelle in Leipzig , und gleich darauf auch eine anderein Königsberg aufgetragen. Doch erwehlte er das erstere ,und gelangte das folgende jähr zu der dritten stelle, wurdeauch zugleich zu einem Canonico in Zeitz , und an. 1628. zuWuryen erwehlet. Bey welchem letztern Stifte er endlichPrapositus, gleichwie zu Zeitz an. l6ry. Senior und an. i6;r.Decanus worden. Hiernächst war er Senior in dem Mersebur.zischen Consistorio, i» welches er schon an. 1617. gekommen,und erhielt noch darzu die ©uperintendur in Leipzig , welcheer bis an semen tvd, der an. i6;z. erfolget, verwaltet, ©ei»neKchriften sind: CenturiaQuaestionum Theolog, de ArticulisChristianae Concordiae; Decas I. Disputationum ex Articulo 1.Symboli Apostolici; Decas II. Disput, ex Articulo 2. Symbol.Apost.Decas III. Disput, ex Art.;, ejusdem Symb.; Disputatio-nes XV. de sterna Electione Credentium oppositaeAmando Po-lano; Vindiciae Lyserianae oppsira calumniis Pareanis ; Ana-lysis Theolog. & Scholast. inEpist. adGalat. Witte , in mem.

Lyserus, (Johannes) war aus dem geschlechte der vorhergedachten entsprossen, und hatte zum ältesten bruder denSuperintendenten zu Magdeburg . Einige zeit bekleidete erdie stelle eines Inspectoris bey der Schul-Pforte, allein er ver-ließ diesen dreniss, nachdem er auf die meynung gefallen war,daß die Polygamie nicht allein erlaubt, sondern auch in ge»wissen fällen geboten wäre. Wie einige berichten, soll ihndarzu ein Schwedischer Graf beredet haben , dem er auch aufseinen reisen gefolqet. Nach dem tobe desselben durchreisete erTeutschland, Dänemarck, Schweden , Engelland, Franckreichund Italien . Ob er gleich in diesen Reichen wegen seinerlehre ein gar hartes ausstehen muste , so fand er gleichwolnoch hin und wieder einige gute freunde, die ihm mit gelb undandern hülfs-Mitteln an die Hand giengen. Endlich, als eraus Italien nach Franckreich kam, fiel er tn grosse Mattigkeit,daran er auch an. 1684. starb. Seine letzte lebenswahre brach-te er in gar elendem zustande zu, indem er, als er zu Am»sterdam an. 1682. sehr kranck darnieder lag, unter dem blos,sen dach seinen aufenthalt suchen' muste. Unter andern, diesich feiner lehre mit Nachdruck widersetzet haben, ist absonder-lich Dieemannus, welcher ihn als Rector -zu ©lade, an wel-chem orte Lvserus in einem Teutschen politischen discurs vonder Polygamie seine meynung auszubreiten suchte, in ver-schiedenen antworten widerlegte; absonderlich hat man vonihm Vindicias Regis monogamicae, welche er des Lyserl gedach-ten Teutschen diseurs von der Polygamie, und noch einemandern tractat desselben, so den titul Polygamia Triumphatrixführet, und von ihm unter dem nahmen Theophili Aletheiheraus gegeben, entgegen gesetzt. Desgleichen hat Musäus eine dissertatio» unter dem titul: an conjugium inter plures,quam duos esse possit ? wider ihn geschrieben. Sein buch dePolygamia ist durch einen Königlich-Dänischen befehl verdam-met , und er selbst aus dem Dänischen gebiethe verbannetworden, da er vorher unter der armee Christiani V. alsFeld-Prediger dienste gehabt hatte. Ein Dänischer Theolo-gus, Johann BrunSmann , hat ihm in einer schrift, derentitul: Monogamia Victrix , geantwortet. Zu Lyserl schriftenvor die Polygamie gehöret auch sein Teutscher tractat : das

Königliche Marck aller Lander. Nouvell. de la Republ. desLettres avr. 16g;. Bayle. Ludotici delin. bist. Jur. Di-vin. natural. & positiv, univers. p. zseq.

* Epserus, iPolycarpus) ein söhn des Zellischen General-Superintendenten gleiches nahmens, war zu Wunstorf den 4.fept. an. 1660. gedohren. Nachdem er erstlich die Gymnasia zuIlefeld , Gottingen und Magdeburg besucht, und sich bereitsauf denstlben durch seine trefliche natur-und gemüths - gaabenvor seinen Mitschülern hervor gethan, setzte er seine studien seitan. 1709. auf den hohen schulen zu Rinteln , Rostock , Helm-städt und Wittenberg unermüdet fort, brachte sich auch fast»n allen und jeden wissenschafften eine sonderbare erkänntniSzuwege, ob er sich gl«ch der Gotksgelehrtheit vor andern ge-wledmet, und deswegen auch diese zeit über unterschiedlichetheologische bisputationen gehalten. Er nahm hierauf ««.1714.auf der letztgedachten Academie den gradum eines Magistrian, las auch hernach den studirenden daselbst unterschiedenecollegia, stiftete . Nicht weniger die Societatem Colligentium ,und erzeigte sich überhaupt in allerley gelehrten Übungen der-gestalt emsig und geschickt, daß dadurch die dasige philoso.phische Faeultat ihn an. 1716. zu ihrem Adjuncto zu ernen-nen bewogen wurde. An. 1718. erhielt er zu Helmstädt eineProfessionem Philosophi« extraordinariam , Und ward so,dann, ehe noch ein jähr verfiossen , Professor Poeseos ordina,rius. Als nachgehends an. 172t. die Universität Rinteln ihrJubilsum seyerte, wurde er von der Helmstädtischen Acade-mie als Deputirter dahin geschickt, bey welcher gelegenheiter bann auch verschiedene andere städte besähe, und zu Straß­ burg an. 1722. erstlich In Doctorem Medicin«, und einigeMonate darauf in Doctorem Juris promvvirte. Nach seinerWiederkunft in Helmstädt legte er von neuem unterfchied«liche proben von seiner sowol in der Artzney-kunst, als auch inder Iurisprudentz, erlangten gelehrsamkeit ab, und stellte in,sonderheit so viele historische wohl ausgearbeitete schriften andas licht, daß ihm endlich an. 1726. nachdem er noch vor-her» , um einige alte Urkunden aufzusuchen, eine reise nachDänemarck gethan, auch die historische Profession zu der schonoben erwehnten gegeben wurde. Er starb den 7. april an. 172g.>m ;8. jähre seines alters. Unter seinen schriften find zu mer-cken : Vindiciae generales Scriptorum, qui vulgo supposiritiihabentur; Meditationes de genuina Historia litteraria ; Cau-tiones circa Bibliothecas; Animadversiones Crit. in Epheme-ridum litteratarum, inprimis hodiernarum , Methodum; Ap-paratus Litterarius, ex variis quibusdam & sclect. Observa-tionibus constans; Historia Poetarum & Poematum mediiwvi; Examen Philosophias Wolfianae Philosophicum; Obser-vationes de pratensis Terminis Technicis a Mose adhibitis ,contra A. Riidigerum; Discussio Conviciorum, quibus A. Rii-digerus Physicam suam tueri molitus est ; Historia Comitum"Wunstorpieniium; Hist . Comit. Ebersteinenlium ; Genealo-gia Comitum Blanckenburgensium , Reinsteinensium , Eber-Iteinensium & Hojenlium ; Comment, de Contrasigillis me-dii sevi; Observata Diplomatico-Historica ; Specimen Tabu-larum Progonologicarum, Aug. Reg. Georgii I. majores ali-quos , Imperatores maxime & Reges sistentium ; de veraGeographia: Methodo; Oratio , de ficta medii ®vi Barbarie ,und viel andere mehr. Acia Erudit. Lat. suppi, tom. X.sect. 111.

*Lpserus, (Christian) von Leipzig , dasigen Superin,tendenlens Polycarpi söhn , war erst zu Halle Diaconus ,darnach Theologia ; Doctor, Pastor und Superintendent zuSangerhausen , schrieb : Dissensum Lutheranorum & Janse-nistarum ; eine Rede auf das Absterben Churfürstens Ioh.Georgii I. zu Sachsen ; Dispp. de Distinctione; de Majestate ,u. a. m. und starb den ;. oct. an. 1671. im 47. jähre seines al,ters. Witte , diar.

* Ayserus, (Christian Gottfried) ein Erb-Herr aufRother-marck und Ditgerode, reifete mit Conrad Samuel Schurysiei-fchen nach Italien und Franckreich, lebte hernach auf feinengüthern, wurde Gräflich-Stollbergischer Rath, und gab zuLeipzig an. 1698. in fol. em Jus Georgicum heraus, so an.171;. wieder aufgeleget worden.

* Lvserus , (Friedrich) ei» Doctor Theologia: und ein söhnPolycarpi, Oder-Hof-Predigers zu Dreßden, war zu Braun,schweig, wo sich damals sein vatter aufhielt, gedohren, wardhernach Superintendent zu Eulendurg, schrieb Disputat. ln-aug. de Dicto Apostolico, Rom. IV. 22. 2;. auch einige Lei-chen-Predigten, und starb an. 1645. Witte , diar.

* Lpseruo, (Friedrich Wilhelm) ein söhn Polycarpi, Super,intendentens zu Leipzig , war zu Leipzig an. 1622. den 4. sept.gedohren, und studirte daselbst, wie auch zu Wittenberg , Cop-penhagen und auf andern Teutschen hohen schulen, ward dar-auf im jähr;o. Sonnabends-Predrger an der Thomas-kirchein Leipzig , an. 1651. Diaconus an der Frauen-kirche zu Halle,an. 1662. Superintendent zu Langenjaltze, an. 1664. Dom,Prediger zu Magdeburg , an. 1 666. Coadjutor zu Braiin»fchweig, und an. ,668. Ober-Dom-Prediger zu Magdeburg ,an welchem letztern orte er auch an. 1691. den 25. aug. daszeitliche gesegnete, und einen söhn, Polyearpum, General-Superintendenten zu Zelle, hinterließ. Man hat von ihm Di-iputationes, Predigten, u. a. m. Witte , diar.

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