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* if sRitrslftA von Leipzig , Cstltgen ©upetintfrtbetti
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RrandenburaRath. Er schrieb Mulierum Curatorem Saxo-m! 7 m 7 mw sta?b den-.lun.an. 1672. iM 4 y.iahre. Wttte,diar.
* «vserus / (Michael) von Leipzig , rasigen Superinten,dentens Polycarpi söhn, allwo er ersifbilosopb.L und IVIedi-cin« Doctor war, hernach Medicus ln den drey Dänischen insuln, Falster , Laland und Mone, ichrteb de SphaceloCeiebri; Cultrum Anatomicum; de Calculo Renum ; Ubier-vationes Medicas , und starb den 20. oetob. an. 1659. Hit 3;.jähre. Witte, diar.
v vsias, ein gewisser Iriknnun oder Oberster, welcher einreqtment Römischer foldaten in dem Jüdischen lande comman-dirte, so an fest-tägen den tempei bewachen musten, um al-len aufrührischen Unternehmungen zu steuren. Eben dieserLysias war es, welcher den Apostel Panlum aus den Han-den der Juden errettete, als sie vorhatten ihn zu todten, unddenselben hernach dem Landpfleger Felix zusandte. Att. Xaiii.2;. & XXIV. 7.22.
Lysias , ein General über Antiochi IV. oder Epiphams,des Königs in Syrien trouppen, Statthalter über einen theilvon desselben provintzen, und seines sohns Hofmeister , bekrieg-te die Iüden, wurde aber von Juda Maccadao A. R. ;8s.geschlagen. Nach Epiphanis tobe setzte Lysias dessen söhn An-liochum ^upklwrem auf den thron, und behauptete desselbenvormuudschafft, obschon solche dessen vatter vor seinem todeeinem gewissen Philippo anbefohlen hatte. Weil dem Lysiasder Iüden tapferkeit in den vorgegangenen treffen genugsamwar bekannt worden , er auch sonst mehr als zu viel zu thunhatte, schlösse er mit Juda Maccabäo frieden, mit dem be-dinge , daß die Iüden dem Könige in Syrien Unterthan ver-bleiben , im übrigen aber ihren gottesdienst und gejetze freyüben sollten. Allein dieser vertrag ward kurtz hernach gebro-chen , weil die im schlösse zu Jerusalem verbliebene Syrische besiitzung den Iüden durch raubereyen grossen schaden that,und Judas solche deswegen mit gemalt angriff. , Anliochuszog hierauf mit einer starcken armce in Judaa , über welcheer Lysiä das commando gab, nahm Bethzura ein, und be-lagerte die stadt Jerusalem , allein ehe er sie erobern mochte,kam bericht, daß Philippus die gegen Meden und Persen ste-hende soldaten auf seine feite gebracht, und sich rüstete dieVerwaltung des Reichs unter wahrender Minderjährigkeit An-liochi Eupatoris mit gemalt an sich zu reissen. Weil nun Ly-siä die erhaltung seines ansehens mehr als alles andere ange,legen war, veranlassete er einen neuen vertrag mit den Iüdenfast auf die vorige dedingnisse, stillte auch die benachbarte,so aus haß wider die Iüden auf diesen friedcns - schluß sehrungehalten waren, und bewegte so gar den Antiochum, daßerden Hohenpriester Menelaum todten liesse, nur weil er denvorigen König zu versolgung des Jüdischen volcks selbst ange-stiftet, und dadurch die entstandene kriege hauptsächlich ver-ursachet hatte. Hierauf glückte es Antiocho und Lysia denPhilippum, so sich indessen schon von Antiochia Meister ge-macht, in dieser stadt, die sie mit stürm einnahmen, zu er-schlagen. Als zu gleicher zeit drey Römische Gesandte an-langten , und sich in die Händel des Syrischen Reichs mehrals es dem Könige und volck lieb war, zu mischen ansiengen ,auch Octavius das Haupt der Gesandtschafft, hierüber voneinem gewissen Leptme meuchelmörderischer weis erstochenward; hielten viele den Lysiam vor den heimlichen anstiftetdieser that, welchen verdacht er im übrigen sehr bemühet war,aus forcht der Römischen macht, von seinem Könige und allendessen bedienten abzuweltzen. Allein, indem er also in anse-hung der Römer zwischen forcht und Hoffnung schwebte, über-fiel ihn gantz unvermuthct ein viel grösseres unglück von De-metrio , dem söhne Seleuci IV. welcher bisher zu Rom , all-wohin er als geissel gesandt worden, wider seinen willen hattebleiben müssen, aber nunmehr, weil er hoffte in gegenwärtigerVerwirrung seine anspräche an die lyrische Cron am besienauszuführen, sich heimlich von bannen weggeschlichen hatte,und in Syrien gekommen war, dann weil er dabey vorgab,daß ihn die Römer selbst gesandt, das Reich einzunehmen,er auch ohne dem viele freunde in Syrien hatte, wurde eraller orten ohne Weigerung angenommen. Und als er aufsolche weise sich von Tripoli in Syrien , Apamea und an-dern orten mcisier gemacht, und auf Antiochia selbst mitseinem zusammen gerafften volcke fortgezogen, liesse sichLysias durch den falschen verwand der Römer, welchenDemetrius meisterlich zu gebrauchen wußte, dergestalt blen-den , daß er ohne an einige gegenwehr zu gedencken, wo-zu er sonst genügsame kräfften hatte, sich neben dem jun-gen Könige an Demelrium ergab, und ihm bis vor diestadt entgegen gieng. Dieser, welchem also sein betrug über»erhoffen gelunge, hatte sie beyde, als die seiner Herrschsuchtvon feiten Syriens an meisten im wege stunden, nicht so baldm setner gemalt, daß er sie nicht alsofort tödten ließ. Mac.cab. hb. I. & II. Jas. ant. Jud. üb. XI. & XII. Appia«. inSyr. Polyb. in exc. Leg. *
£yjm$, ein Griechischer Redner, Cephali von Syracufa,eines Athenien,rschen bürgers söhn, welcher ihn zu Athen ,
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an welchem orte Lysias in der LXXX. Olymp, andern, fok«gebohren worden, sorgfältig erziehen ließ. Als er n. fortworden, gieng er zu den Sybartte» oder Thuriern, einer Aid,,niensischen colonie,und wurde von Tisia und Nicia, fo y*Syracusimer waren, unterrichtet. Weil einige reit hernachda er bereits das regiment geführet hatte, die fachen der Prächen in ©teilten gar sehr in verfall kamen, gienq er i»ersten jähre der XC1I. Olymp, wieder nach Athen turi*Allein die zo. jogenannte tyrannen, welche seinen bruder W,!marchum getödlet, wolltens auch thin nicht besser machn,,und liessen deswegen sein Haus vermachen. Allein >u allrmglücke hatte dieses zwey thüren, ohne daß jene davon beuch«waren; daher er sich heimlich davon machte, und sert,flucht nach Megara nahm. Er kam zwar hierauf zum ant»mal nach Athen , nachdem Thrasydulus die30. tyrannen glichlich überwältiget, und die stadt wieder in sreyheic geicstt hat,te. Bey welcher gelegenheit Lysias selbst sich das gemeine li-ste rühmlich angelegen seyn liesse, so gar, daß er aus eizeiin»seckel zwey tausend drachmas neben zwey hundert schilben «1ausführung des anschlags dargab, sich auch gebrauchen li«
300, mann anzuwerben, und von feinem freunde TrMdem Elienser, zu dessen beförderung ein talent ßlder umbrachte. Wegen dieser Verdienste erkannte ihm ThrasydMgleich nach gelungenem anschlage das völlige bürger-reck tu,welches auch das volck nachmals bestätigte. Doch weil kfache nicht durch des Raths Hände gegangen war, als twl»cher damals noch nicht hatte mögen hergestellet werden,ward es durch die feinde und benetdcr des Lysia unftdfnagemacht, daß er keiner ehren-stellen nicht fähig würde; »wol ihn das nicht hinderte, allda im grösten ansehen, eiseine prtvat-per,ou, sein übriges leben zuzubringen, meldte# etin dem 73. oder wie andere wollen , in dem 79. oder 8o|irttjähre seines alters beschlossen. Er war mit dem SoeraleMandern berühmten männerit bekannt. Ob er sich gleich nichtdar;» bringen ließ, baß er selbst advociret hätte, so machiecrdoch andern die reden, welche sie Lu Vertheidigung der k,klagten halten wollten. Vormals legte man ihm 4:;. redenbey, unter denen aber, nach Divnvsii »alicsmnssei bericht,nur 230. oder wie Photius anmercket, 233. aufrichtig sind,von denen man bey Meursio und Fabricio, sonderlich bey deinletztern, gute Nachricht finden kan. Heut zu tage ha, imnoch 43. von ihm, die an. 1683. von Johanne Bvrchgid»Majo in 8. zu Marpurg heraus gegeben worden. Ausser da»hat er auch px^/xac und epistcln verfertiget. K«·tarekus ? de io, Orator . c. 3. Cicero , in Bruto. D'myf Hait-carnajj. de Lysia. Suidas . Simler. in epit. Gesn. bibl. Meurfu,bibl. Attica. tabricius, bibl. Gr. p. 840. sieg. '
* Eysias, einer der berühmtesten bildhauer, dem m«>gen seiner kunst und geschicklichkeit viel ehre bewies.ftr Augustus schätzte seine arbeit ebenfalls nicht geringe,wie er denn das aus einem einzigen stein von ihm verstrliglekostbare stück, welches einen fuhrmann und wagen nebß demApollo und der Diana darinn vorstellet, seinem vatter £)cta»vio zu ehren über die halle (Arom) seines pallasies ßelie»lassen. Plinius , bist. nat. XXXVI.
Lysimachus, ein söhn Agalhoclis, von Pella aus Mncedo.nie» gebürtig, war einer von Alexanbri AI. Feldherren, undnach dessen tode einer von desselben Nachfolger» in der rcgierungüber Thracien und Ponto, welcher wider unterschiedliche MerCompetenten einen krieg führte, und sich eines slücks von Thra-cien bemeisterte , allwo er regierte, und eine nach wnem nahmen Lysimachia genannte stadt in der LXX. 0ly"ip.erbauen ließ. Er nahm Cassandri, Ptolemäi und Eelciiiipartey an wider Antigonum und dessen söhn Dememuni, .und als diese den Königlichen titul annahmen, ließ er Bgleichfalls vor einen König auSrussen, wohnte anch.o»fchlacht bey Jpfus bey , allwo Antigonus und tetn iod»Demetrius von den verbündeten gäntzlich geschlagen m>r-den, und sonderlich der erste gar das leben verlohr.vor hatte er eine von seinen töchtcrn dem Antivairo vermaglet, welchen er aber, nachdem er sich beklagte, daß er durch dc-lrug seines schwieger-vatters von seinen Herrschasstcn wäre owtrieben worden, hinrichten, und seine tochter ms gcMMwerffen ließ. Doch muste er das theil von Macedonien, i« »Antipatro abgenommen, bald hernach dem obgcdachlen wk-melrio abtreten, als dieser sich von neuem ziemlich vmmcmiLysimachus hingegen mit Dromichete, dem Kömgc der or-ten, in einen krieg verfallen war; indessen war er gegw die-sen letztern doch nicht glücklich, und in einer schlacht go»"'gen, wiewol ihn sein söhn Agathocles bald wieder rauue-nirte. Eine zeitlang hernach nahm er das regjinent mMacedonien auf sich, nachdem Demetrius durch teiiic um»-thanen war verjagt worden, und war er hierin» um so iwzu entschuldigen , weil iener auf erhaltenen bericht vonfimachi gcfangenschafft, ungeachtet des kurtz zuvor qcWMnen Vergleichs sich von gantz Macedonien meister zugetrachtet hatte. Weil auch Pyrrhuö einen theil davon «>saß, so brachte es Lysimachus dahin, daß er selbigen rcrt«>sen und ihm cediren müsse; wie er sich dann auev wAsien ausgebreitet , und die provintzen Caricn undstoom'in seine gemalt gebracht hatte. Hierdurch nun wuchsmacht und authoriläk über alle Massen sehr. Allein er bcma>°