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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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Dieser buchstabe ist einer von de-nen , welche die Griechischen6rammatici simplices und immu-tabiles semivocales, und die La-teinischen (gleichwie Quintilia-nus auch ihn mugientem heis-set) liquidas nennen. In derznsammensetzung wird m vor d ,c, t, und q in n verwandelt,gleichwie auch in der prsepo.litione inseparabili am vor fals anfractus. Er wird zu un-angenehmen dingen gebraucht,sonderlich macht er ein gemurmel, so er zum r gesetzt wirb,wann Virgilius sagt : .Magma cum murmure montis circumclaustra fremunt. So verschlucken auch die Poeten diesenduchstaben zu ende eines worts vor einem vocnli, weil dessenaussprachc alsdann gar zu unangenehm scheinet. Die Mcs-senier pflegten ein M auf ihre schilde stechen zu lassen , als einmcrckmal und zeichen ihrer nation. Unter den Römisthenzahlen gilt AI so viel als tausend. Wlewol die älteste hiezneigentlich die zeichen clo gebrauchten. Desgleichen war auchdieser buchstabe ein emblema und zeichen moroiitatis, odereines mürrischen, phantastischen und seltsamen Humors, da-her die Alten zu sagen pflegten : obvenit tibi M. Der anlashiezu war das Griechische Wort , welches einen tho-rcn und seltsamen menschen andeutete , und von diesem buch-staben anfieng. Bey welchem anlas nicht zu vergessen, daßeinstens der Sicilianische tvrann Dionnstuü , ehe er noch diehöchste gewalt erlangte, bey anlas dieser buchstabens - deu-tnng artig genug, und wie es der ausganq hernach erwiest«,fast prophetisch, wo man also reden dars, geschertzet habe.Dann als er sich in einer gesellschafft mit dein damals übst-ckicn buchstaben-spiel belustiget, in welchem jeder einen duch-staben durch das loos ausziehen muste, bey dessen erschei-nung die anwesende, je nachdem einem ein oder der anderebuchstabe gefallen wäre, selbigem alle davon anfangende Wör-ter zulegen dörfen, und Dionysius , wie eben dicsts M fürihn heraus kam, alsobald hören muste^ax»>k 7 ; awoc-e :du redest oder bist thöricht, oder phantastisch, Dionyst : dawußte er es gleich zu beantworten, und zu seinem Vortheilauszulegen , mit den Worten : pova.zxneois.w , wir werdenregieren oder die Königliche gewalt erlangen. Nachdem eshierauf von ungefehr diesem gelungen , hat sich der verstanddes obgemeldten sprichworts bey einigen geändert, daß sie dasto M oder obvenit tibi AI, von denen zu gebrauchen an-gefangen, welche heimlich und listiglich nach gar grossen din-gen strebten. In den Römischen vornahmen bedeutet der buch-stabe AI so viel als Marcus,wie hingegen,wann noch ein fünftervon unten wieder hinauf gehender streif an dieses AI gehän-gct wurde, solches einen gantz unterschiedlichen Römischenvornahmen, nemlich Manius angedeutet hat; welcher ebenaus Mangel genügsamer achlsamreit von den alten Copistengar vielfältig , und mehrmals zu nicht geringer Verwirrung inder Historie und Vermischung der Personen in Marcus ist ab-geändert worden, sonst bedeutet das AI allein, noch fernermilea , militaris, magnus , magister, magistratus , manet,»lemoria , mensis , moneta , monumentum , meus , mulier,mortuus , mislio , municipium , merces , und noch einigeandere gantze Wörter. foenu*, hierogl. lib. Xl.Il. c ;c>. & 51.Cellurius , in thes.erud. scholast. Sertor. Urfat. de not.Rom . *

Ma, eine gewisse weibs-person, welche der Rhea aufwar,lete, E»nd von dem Jupiter den Bacchus zu erziehen bekam ;die gottin Rhea führte gleichfalls diesen nahmen , unter wel-chem ihr die Lydier einen ochsen opferten, wie sie dann auchdeswegen einer gewissen stadt den nahmen Mastaura gegebenHütten. Stepb. hyzant, in Alast.

Maacha, eine gemahlin des Königs Davids, welchem sieden Abjalon zu Hebron gebohren. Sie war eine tochler desKönigs Thalmai zu Gesur. i. Cbron. III.

Maara, Spelunca Sidoniorum , das ist die hole der Si«donier, war er» gewisser ort in Palästina , i» dem lande derSidonier, dessen im buch Josua gedacht wird. Dieserhole bedienten sich die Christen an. u6i, als eines korts , umsich wider die Saracenen zu defendiren ; allein die soldatcn,die ihn «nie hatten , nahmen geld , und überlieferten ihn denungläubigen. Wilb. Tyr. lib. XIX. Nieremb. de mirabil.nat. terras promiflk.

* Maarstrand, oder Mastrant, eine instil in der la»d-schaffl Bahus in Norwegen , die etwa« einen canonen-schußweit vom lande lieget. Zwischen dieser insul und dem vestenlande ist ein schöner Hafen mit zwey vesten klippen , darin»eine gantze flotte liegen kan.

* Maarstrand , ein städtgen mit einem vortreflichen schloß,vestnng und Hasen aus vorherstehender insul gleiches nahmens,in der provintz Bahus in Norwegen gelegen. Die vestung,nahmens Carlstein , liegt auf dem hohen seifen , der über derstadt stehet, daraus alle Verbrecher gefangen gehalten werden,welche verurtheiler sind, lebenslang für brodk und wasscr andieser vestung zu arbeiten , wie auch diejenigen, so wider dasducll-mandat, oder sonsten wider die Schwedischen gciktze,harr gesündiget haben. Sie ist von den Dänen zweymalwider alles vermuthen überrumpelt, und von denselben auchim jähr 17 >y. den 26. jul. uach einer fünftägigen domdar«dirung erobert, aber an. 1720. nach geschlossenem frieden denSchwede» wieder abgetreten worden.

Maas oder Maase, auf Lateinisch Alofa, auf Niederlän-disch de Macs , und auf Französisch la Ale nie genannt , istein berühmter und grosser fluß, welcher in der Französischenlandschasst Champagne, z. meilen von Langres , bey Mon-ligny Ie Roy, an den grentzen des landleins Baßigny , ent-springt. Er nimmt seinen lauf durch das zu Champagne undLothringen gehörige gebieth in die Niederlande , allwo er dasLurembnrgische, die Grafschafft Namur, das Stift Lüttich ,das Limburgistche, das Geldrische, das Brabantische und daSHolländische durchfliesset oder berührt, und endlich unterhalbder stadt Briel in die Nord-see fällt. Die vornehmsten öctcr,bey welchen er hart vorbey , oder durch welche er hindurchgehet, sind Vcrdun, (2tcnay, Monsson, Sedau, Mezieres,Charleville , Charlcmont, Dinant , Namur, Huy , Luttich,Mastricht, Maseyk, Roermond , Venlo , Grave, Ravenstein ,Crevecöur, Hensdey, Worcnm, Gorcum , Dordrecht , Ro-terdam , Delfshaven » Schiedam , Vlaerdingcn , und Briel.Unweit Dordrecht theilt sich Dieser fluß in 2. arme, welchebey Vlaerdingen sich wieder mit einander vereinigen. Der-jenige arm < welcher zwischen der insul Begerland, dem landevon Putten, und der insul Zlsselmonde, vorbey gehet, wirddie alte Maase genannt. Hingegen den andern arm, wel-cher bey Roterdam , Delfshaven und Schiedam vorbey fließt,pflegt man die Merwe zu heissen , welche letztere benennung ei-nige schon bey Gorcum anfangen, und bis an den Briel con«tinuiren.

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