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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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mag

schmuck durch einige reuter wegnehmen, als sie denselben an»dem Lüneburqischcn zu ihrem gemahl dringen lassen wollte.Hierüber aerieth es zwischen der Leine und dem Dtestcr-waldbev Leveste zu einer schlacht, hier rennte Hertzog Magnus denGrafen von Schaumbrirg von dem Pferde, sprang darauf auchab , und fiel über ihn hin , ihn gefangen zu nehmen oder zutodten. Aber einer von des Grafen leuthen erstach den Her­ tzog in solcher Positur auf seines Herrn leib. Er hatte ge-schworen , er wollte selbige nacht noch m seines femdes, desGrafen, land schlafen, damit er nun nicht durfte memeydlgwerden, ließ ihn der Graf in sei» land, und von dar auö nachBraunschweig führen, allwo er an. in der Dom- klrchebegraben worden. Mit seiner gemahlin Catharina, ChurfürstWaldemari zu Brandenblirg tochter, hat er grzeugel Frideri-cum zu Eimbeck, welcher an Wenceslai stelle, zum Kayscr er-wehlet worden ; Bernhardum, welcher die mittlere Lüncdur-gische; Henricum, welcher die Braunschweigische linie unter-halten , und Ottonem, Bischoffzu Verven, und Ertz-Blschoffzu Bremen . Script. Brunft, sonderlich Buntings Braun-schw. und Lüneb. chron. p. 242. seq.

* Magnus, Hertzog zu Braunschweig und Lüneburg , Her-tzog Wilhelms des junger», und Frau Dorotheen von Dane-marck fünfter söhn. Er ward gebohren an. 1977. den ;o. aug.und in der schloß-kirche zu Zelle getauft, nachgehends durch ver-ordnete Hofmeister zur gottscligkcit und allen Fürstlichen lugen-den bis ins 14. jähr seines alrers angewiesen. An. i^y-. warder mit seinem bruder, Hertzog George, nach Jena auf die Uni-versität geschicket, allwo er sich so wohl verhielte, daß ihn derUniversitäls-Rath den 1. icn. an. 1592. zum kector erwehlte;er hielt sich daselbst auf bis an. 159?. Im folgenden jährehat er mit seinen Herren brüdern, Hertzogen Ernsten, Christianund Friedrichen, der Königlichen crönung in Dänemarck bey-gewohnet, und sich daselbst zwey jähr am Königlich-DänischenHofe aufgehalten , von da ist er wieder nach Zelle gegangen,und bis an sein ende daselbst geblieben. Sein denck - spruchwar: Alle meine Hoffnung zu GOtt, oder alles in GOttes ge-malt. Er starb den 9. febr. an. 1632. am lieber, und wurdeden 21. mertz zu Zelle begraben, p. I. Rethmeiers Braun,fchweig-Lüneburgifche chronick, p. 1641. leg.

-Aeryoge zu Mecklenburg :

Magnus I. der älteste söhn Alberti I. ersten Hertzogs zuMecklenburg , ein bruder Alberti U. der König in Schweden ward, und Henrici 8ulpenfon«, starb an. 138?. und hinterließvon seiner gemahlin Agnes, einer Printzeßin aus Rügen, Jo»hannem II. seinen Nachfolger, der unter seinen vettern alleinden Hertzoglichen stamm förtgepflantzet. Speneri syllog. p. 712.Imbof. N. P. üb. IV. c. 9. §. 4.

Magnus II. der zweyte söhn Hertzogs Henrici des fei-sten , theilte erstlich an. 1480. mit seinen brüdern; nachdemaber der älteste, Albertus V. dem die Wendischen lande zuge-fallen waren, an. 148;. ohne erben mit tobe abgegangen, führ-te er allein die regierung der Mecklenburgischen lande, ohne daßseine brüder, Balthasar, Bischoff zu Schwerin , und Erich, da-ran theil genommen. Er war ein löblicher Regent, und ge-lehrter Herr. Nachdem er eine reise in das gelobte land ge-than , besähe er an. 1484. Rom . Er hinterließ nach seinemtobe an. 1903. von seiner gemahlin Sophia, einer toch-ter Erici II. Hertzogs in Pommern , Henricum den friedfer-tigen, Ericum und Albertum den schönen. Der mittlerewar ein gelehrter Herr, starb aber an. 15°;. ohne gemahlin.Von dem ersten und letzten sind besondere artickul. Spener.syllog. p. 713. Imbof. N. P. llb.1V. c.9. §. 4. Tejtam. Job. AI -bin. bey Lunigs Reichs-Archiv , eom. VII. p. 905.

hertzog zu I.Vürtemberg:

Magnus, Hertzog zu Würtemberg-Teck aus dcr Neustät-tlschen llnre, war ein söhn Hertzog Friedrichs, welchen ihm sei-ne gemahlm Sibylla, Fürst Joachim Ernsts zu Anhalt toch.ter, an. 199;. den 2. dec. gebohren. Der vatter verstarblhm bereits m dem itten jähre seines alters, daher ihn seinbruder vollends erziehen und reisen lassen. Hierauf wurde eran. 1619. von der Union der Protestanten, als Gesandter nachVencdrg geschickt. Nach seiner zurückkunft trat er in gedach-ter Unron krlegs-dlenste, und führte an. 1620. ein regimentvon 2000. zu fuß weil aber die Union hierauf wiederumzertrennet ward, übernahm er unter dem Marggrafen zuBaben-Durlach an. 1622. das commando über <Soo, pftrdeü n ^ IO ??\ 5u ^ ll l;, Darauf kam es noch in eben diesem jährezu der blutigen schlacht bey Wimpffen, darinn dieser Hertzog ,nachdem er ,rch zum dritten mal ritterlich durchgeschlagen, und

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'Aeryoge zu Sachsen -Eauenburg:

^l ^^nuo II. Hertzog in Nieder-Sachsen, ein arosimütbiaer

welchen" ' war ein söhn Hertzogs ^ohannis?V.

, c gemahlin Dorothea , Churfürst Friedrichs

^^^Lenburg tochter, gebohren. Er war der erste aus

wäven?mtbalttn^8^k.^§ ^ Chur - tituls und

L-LMT «LKLkÄL!!',

noch seinen erben an dem streitigen rechte zur Chur nachthT

mag

lig seyn sollten. Von welcher zeit an diese clausnl auch >«die lehn-briefe der in der regierung ihm gefolgten HcrtzoacMeingerücket worden. Die Ertz-Bischöffe zu Bremen lyatttn ftchseit einiger zeit des Hadeler-landes angemassei, und zu stjWzeit stund Johann Rodius demselben Ertz-Stifte vor. W»,weil dieser wegen seiner niedrigen geburt gar wenig ansthn,bey dem Hertzoge halte, so griff ihn dieser nebst dem Grast»von Oldenburg an, und nöthigte ihn, daß er zu seinem Lmii.jutore den Hertzog Christoph zu Braunschweig anneh«muste; so drang er ihm auch das Hadeler-land wieder ab.Mit diesem Ertz-Bischoffe gieng es ihm ziemlich wohl ad,allein da er den Bischoff Henricum zu Ratzeburg , gleichfallsplacken wollte, und unter dem prätext einer Versöhnung an,1917. harte bedingnngen und einige dem Stifte sehr naM-lige schriften auspreffete, wurde er von dem Papste in imbann gethan. Zwar kehrte er anfangs sich wenig daran/ tinifuhr noch immer fort, das Stift mit feuer und schwrrdl ;»verheeren ; doch nachgehends muste er sich auf andere grdaa,cken dringen lassen , die adgedrunqene schreiben zurück jctat,den verübten schaden wieder erstatten, und nur zusrirdmsevn, daß er durch Unterhandlung Johannis, des Bischoff? z»Lübeck , an. 1519. von dem banne befreyet wurde. Er statt»hierauf an. 194?. von seiner gemahlin Catharina, HerxozHeinrichs des ältern tochter, Franciscum I. zu seinem nach,folger hinterlassend. Mtthovim , histor. bericht, wie die Hcr-tzoge von Lauenburg um Chur -Sachfen gekommen. Ambeer,Sachsen-Lauenburgifcher stainm-fall. Spater. fvlloge. faWN. P-Jib. IV. c. 10.

Magnus, Hertzog zu Sachsen , Engern lind Westphale»in Lauenburg , ein unruhiger und hitziger köpf, war ein söhnHertzogs Francisci I. welchen ihm seine gemahlin SWa,Hertzog Heinrichs des frommen zu Sachsen tochter, an.1949. gebohren. An. 1967. begab er sich in Schweden , mderhielt von dem damaligen Könige Erico, daß er ihm an.1568. seine schweflet Sophiam vermählen ließ, so daß dasbeylager an eben demselben tage vollzogen wurde, als dcmeid.ter König das seinige mit eines gemeinen mannes tcctehielt. Weil er aber merckte, daß ihm der König nachstck«ließ, machte er sich heimlich von Stockholm , und schlug P(t)zu dessen brüdern, Johanne und Carolo, welche bereits dirWaffen wider den Konig ergriffen. Hierauf rückte er m>i ih-nen vor Stockholm , und zog mit Hertzog Carl» den r-.Mwürcklich in diese stadt, da denn König Erich abgesetzt, undan dessen stelle Johannes auf den thron erhoben worden.Bey diesem neuen Regenten verblieb er einige jähre, woran:er aber wieder nach Teutschland zog, und sehr viel um»darinn anrichtete. Denn er machte an seinen bruder, Her-tzog Franciscum den jünger», grosse prätension, unbmlman ihm nicht darinn willfahren wollte, so warb er in darNiederlanden volck, und rückte damit vor das schloß stiotzc,bürg. Allein er muste abziehen, und wurden feine unbezahl-ten völcker von dein Nieder - Sächsischen Kreis-Obersten >er.streuet, nachdem sie vorhero die stadt Ratzeburg ausgeplün-dert hatten. Er selbst nahm seine zuffucht nach Schweden ,da ihm denn mehrgedachtcr König Johannes das an. 1575»von den Schweden eroberte schloß Sonneburg aus der iMOesel einräuinte. Doch war er damit nicht zufrieden, fon-dern nahm dem Könige in Dänemarck die inful Mone ao,unter denr vorwande, daß solche zu dem schlösse Sonnedurggehörte. Er gab dcl» daselbst gefangenen Statthalter, Clausvon Ungern, nach einiger zeit wieder los, der aber zur dancr.barkeit bey der abreise des Hertzogs nach Schweden ihm dasschloß Sonneburg abnahiff. Nunmehro halle er auch lemegunst bey mehr gedachtem Könige in Schweden vmohrcn,weil er sich an eine maitressc hieng, und die rechtmäßige gumahlin nicht allzuwohl hielte. Er muste auch hierüber dasKönigreich Schweben würcklich räumen; seine gemahlm aoamit dem söhne, welcher den nahmen Gustav getuhrcl, man. 1574. gebohren worden, blieb in Schweden zurück,wo-selbst sie. an. 1991. starb, welcher der söhn 6. jähr darm»indem er von denr pferde in sein eigen schwcrdt fiel, stizic.Der Hertzog Magnus suchte nach diesem neue unMTeutschland anzurichten ; allein sein bruder, Hertzog i 1 ®!ctscus, kam ihm zuvor, zog ihm den land-theil ein , uno» »ihn auf das schloß Ratzcburg gefangen setzen, woselbst a oan sein ende, so an. 160;. erfolget, bleiben inüssen.Levinus von Ambeer. Tbuanus, bist. üb. XXm*· *

ner. Imbof.

, yr* Dkktzog zu Gachstn:

8raf ru iu Engern und WestvM,

ieblir-, t3 . t ? rmslr » und Dikmarstn, Herr zu ho.

velch^ ihn loh» Hertzog Ordolvhs und G'M,

icn, nennen bruder, König Magno I. zu dlm«

Üti sltm 'r Er war kill junger freudiger Herr, gro,

und in krteqs-händcln nicht wcniz^^et. Lambert. Scbafhab!ad an. 1070. /V-^II fein vatter, Hertzog Ordolrb,

ätiW rff htA . b . er dw Wenden sehr unglücklich, sei» Mec ^udnrch in die gröste pcrachrung

^ ,0 ,ct)a !L ct "us allen uniständc,,, daß er bcv

m,cs vatlcrs lebzeiten schon dre regierung angenommen,ha.

' hat auch einen theil von den; Stift Bremen befeurn <

und