1098
mas
vorum geschrieben, und selbige erst in seiner muttrr-sprache z«feine gcg»nr-i-i»is« »---«» «-»-»' ;b.ä. >6,». m s°"a-
ber er insaemein Vindex Rcclelise Angheae genannt worden.Ausser dem hat er auch Predigten geschrieben, als über Sam.XII. l;. ibid. 1621 . in 8. und über i, Cor. XIV. 40. ib. 1607.M 4. Witte , diar. Wood.
Masorethen. Mit diesem nahmen, werden bey den Iüdengewisse Critici genennet, die sich bemühet » den Hebräischenarund-text der heiligen Schrift unversalscht zu erhalten, L>,eführen ihren nahmen von dem Worte Masora , lvelcheü eine tra»drlion heißt, um dadurch anzuzeigen , daß sie glerchsam von ih-ren vorfahren dasjenige empfangen, was sie bey dem grunb-terte angemerckt haben. Die gelegenhett darzu, wie man glaubt,bat Esdras gegeben, welcher nach der Babylonischen gefangmsmit einem besondern Collegio angefangen, die exemplana derheiligen Schrift durchzusehen , und m einem guten stände zu er-halten , weil er selbst wohl erfahren , wie vieler gefahr bey sogrossen Veränderungen der Republicken die heiligen ducher un-terworffen. Diesen folgten andere, die gleichfalls ihnen dieseswerck angelegen seyn liessen, worunter sonderlich bemerckt wer-den die gelehrten Iüden zu Tiberias , als an welchem orte vordiesem eine berühmte schule oder Universität der Juden war,welche diese arbeit mit sonderbarem fleisse contmliirten. Wozuendlich die beyden bekannten Lehrer des Jüdischen vvlcks Ben- Ascher und Ben-Naphthali kamen, welche um das ,ahr Christiio?4. lebeten, wie man gemeiniglich furgiedl, mewol solchesnach anderer meynung noch nicht ausgemacht, dre gleichfallsin beobachtung aller verse, Wörter und buchstaben des grund-iertes grossen fleiß anwandten. Weil aber das meiste, so dieAlten bey dem grund-texte observirec hatten, auf besondere zet-lul geschrieben war, fieng man an mit der zeit dreselbigen zu-sammen zu tragen, und ein gantzes buch / ja mehr, als einesdavon z» verfertigen, die an grosse den text selber übertrafen.Dieser gattung war das buch Achla genannt, dessen der JudeElias Levita gedenckt, und darinn man zusammen gefasset,was sonsten hin und her zerstreuet war. Endlich fieng man andie excerpta aus diesen buchern durch zahlen und symboliicheWörter selbst den eremplarien ber Schrift hinzu zu fugen, unddie Wörter, worauf die anmerckung gerichtet, mit einem klei-nen circkel zu bezeichnen. Hernach hat man auch das übrigehinzu gefüget. Dieses befand sich also in den geschriebeneneremplarien, bis Daniel Bomberg , ein berühmter buchdru-cker zu Venedig , zum ersten mal die Hebräische Bibel mit derMasora drucken ließ. Wozu er sich der hülffe eines gelehrtenJuden, R. Jacob Ben-Chajim von Tunis aus Africa gebür-tig , bedienet, welcher also für den Urheber derjenigen Masora ,die in den gedruckten Hebräischen Bibeln heutiges lages befind-lich , nach derseldiaen einrichtung und disposition zu hallen ist,und pflegt nach dieser disposition die Masora in die kleinere, mitt-lere und grössere eingetheilt zu werden, wiewol auch in anse-ht,ng des Inhalts unter diesen dreyen arten der .Masora ein un-terscheid sich befindet, welches alles der augenschein sowol in desBomdergs als auch in des Johannis Burtorffii Bibliis Rabbini-cis am allerbesten lehret. Was nun die fache selbst anlanget,so die Masorethen tractiren, bestehet das vornehmste darinn,daß sie die verse, Wörter und buchstaben der Hebräischen Bibel,und aller darinn befindlichen bücher, welche die Jüdische kirchefür Göttlich angenommen, theils gezehlet, und die zahl aufge-zeichnet , damit also nichts von der Bibel konnte hinweg gethanwerden, baß solches nicht alsobald gemercket wurde, theils ei-nige besondere eigenschafften bey den versen, Wörtern und buch-stadcn angemercket und aufgezeichnet. Also was die verse an-langet , haben sie angemercket, daß nur ein vers in der Bibelsey, ber aus 42. Wörtern und 16z. buchstaben bestünde, nem.lich Jerem. XXIX. 7. daß zwey verse in dem gesetze zu finden,welche von den Hebräischen buchstaben samech anfiengen, nem-lichüxodi XXXII. 8. Xumer. XIV. ly. Jngleichen haben sieöfters angemercket, daß in einigen versen dem verstände nachnoch etwas müste hinzugefüget werben , damit man nicht mey-nen sollte, als wenn in der rede selbsten oder in den Worten el,was ausgelassen wäre. Von den Wörtern haben sie öfters ob-scrviret, wie oft mit diesem Worte dieser oder jener verS in derBibel angefangen werde, wie oft dieses oder jenes Wort mit ei-nem andern in einer Verbindung stehet; wann solches etwa einezweifelhaffte bedeutuna hat, welche die gewöhnlichste sey; undwelche obgleich ungewöhnliche an diesem oder jenem orte müssebeobachtet werden. Dahin gehöret auch das berühmte Keri undKetidh , da sie aufdem rande angemercket, daß dieses worl auchauf eine andere art gelesen worden, als es sich in dem texte be-findet. Nicht weniger haben sie sich sehr sorgfältig bey denbuchstaben bezeiget und bemercket, wenn sie in ihren erempla-rien einige gefunden, die entweder grösser als gewöhnlich, oderkleiner oder umgekehrt, oder in einer sonst ungewöhnlichen Po-situr sich befnnden , welches sie geglaubet, daß eS nicht ohnge-fehr, oder durch einen fehler der fchreiber, sondern mit fleiß ge-schehen ; wie denn die Iüden darinn öfters grosse geheimnisseaesucheldaß aber einige vorgeben , als wenn die Masorethendie Hebräische Bibel zuerst in verse eingetheilet, und die Wörtermit punctis und vocalibus versehen, die man sonst in derSchrift nicht gehabt hätte, solches wird von vielen andern ver.worffen, als die da glauben, daß die Puncte und vocales , ja
mas
auch die accente sowol von den ersten Urhebern und Verfasserndieser bücher herrühren, als die buchstaben und Wörter selbstSo sind auch von dem alterthum und Hochachtung der Maso'-rechen unterschiedene meymmgen, sintemal einige ohne bedcmcken den ersten Ursprung und das haupt-werck dieser sache vondem Esra, der die Jüdische Republick und kirche nach derBabylonischen qefangenschafft wieder eingerichtet, herleiten -andere aber, worunter sich der berühmte Jude Elias Levita befindet, behaupten, daß dieses gantze werck von einigen Ge-lehrten der Iüden , die sich im XVI. üeculo nach Christi geburlzu TiberraS versammelt gehabt, seinen Ursprung habe,' wel-ches denen, die in der ersten meynung stehen , hauptsächlichdeswegen unglaublich vorkommt, weil bereits in dem Tal-mud ber Iüden, der doch ihrer meynung nach schon vordem VI. feculo vollendet, der Masorethen Meldung geschie,het. Also finden sich gleichfalls einige, welche diese grosse be.mühung der Masorethen als höchst unnöthig und unnützlich an-sehen , ja alles als überflüßige grillen verwerffen ; da im qegen-theil andere den fleiß dieser leuthe nicht genugsam zu rühmenwissen, als wodurch zu erhaltung des grund-tertes gar ein gros-ses mit beygetragen, und uns die gewisse Versicherung gegebenwird, daß derjenige text, den wir heutiges tages haben, rich-tig »tNd unverfälscht sey. Elias Levita , in Masoreth. Harn-maforeth. Buxtovffius , in Tiberiade seu Comment Maso-reth. CapeBus , in arcano punctationis revelato. Holtinse.tut , in thes. phil. üb. I. c 3. Waltonus , proleg. ad BibLAngl. Glaßus , in Philol. sacr. lib. I. tract. 1. Leusdmius ,dislert. III. praelim. ad Jonam, & in Philologo Hebrso diff.XXII. & seqq. Simon , hiltoir. critique du V. T. liv. I.c. 24. & seqq. Pfeifferi Critica sacr. c. 6 . Basmge , hist.des JuifS tom. II.
Masovien, Massau, Masuren , lat. Masovia, einelandschafft in Polen , welche gegen norden an Preussen, gegenWesten an Cujavien und Groß-Polen, gegen luden an Klein- Polen , und gegen osten an Litthauen grentzet. Die vornehm-sten städte darinn sind Warschau und Ploczko. Sie ist sehrfruchtbar an getreyde, und bestehet aus drey Woywodschafften,welche sind, Czersko, oder das Hertzogchum Masovien ,Bielsko oder Podlachien und Ploczko. Einige vermengen dieselandschafft mit der kleinen provintz Podlachien, so damit an.1567. aufs neue vereinigt worden, in welcher die städte Bielsk,Drogienzyn und andere mehr liegen. Masovien hatte vor die-sem seine eigene Fürsten oder Hertzoge, und wurde hernach un-ter Casimirr I. regierung der Cron Polen unterwürfig, dochnicht eher vollkömmlich damit vereinbaret, als an. iz as. unterSigismundi I. regierung. Dieses land hat seinen nahmen be,kommen von Majos oder Maslao, des Königs in Polen Micis-lai ll. Mundschencken , welcher in währendem Interregna, soauf des gedachten Königs tod an. 1034. und nachdem sich Ca-simirus in Franckreich begeben, erfolgete, sich des gröstentheils von der provintz Ploczko bemächtigte, aber an. 104°.von jetzt ermeldlem Casimiro wiederum heraus gettieben, undvon den Preussen , zu welchen er seine zuffucht nahm, an dascreutz geschlagen wurde. Öd er nun wol eines so schmählichentodes starb, so behielt dennoch die provintz seinen nahmen.Doch ist nicht zu läugnen, daß andere diese benennung vonden Massageten herleiten. Von dieser zeit an ist Masovien beyder Crone bis auf das jähr 1220. geblieben, da Lescus Albussolches seinem bruder Conrado unter dem titul eines Hertzog-thums geschencket, doch sind die Hertzoge davon an. i;r6. mitJohanne und Stanislao ausgestorben, worauf diese provintz,wie gedacht, mit der Crone aufs neue vereiniget worden. Sta.ra oljcius , descript. Poion. Ceüar. Regni Pol. & Lith. de-script. Cromerus , hist. Pol. Cluverius. Dlugoßus , tom. I.üb. III. hist. Pol. Hartknoch. de Republ. Pol. lib. I. c. 10.
* Majquiere, (Francisca) eine gebohrne Pariserin, undtochtcr eines Königlichen Haus-Hofmeisters, hatte eine unge-meine Neigung zu den wissenschafften, und machte davon ihremeiste beschäfftigung. Sie hat insonderheit schöne Französischeverse gemacht, unter welchen man fürnemlich sehr hoch schä-tzet: Description de la Galerie de S. Cloud; l’Origine duLuth ; Ode für le Martyre &c. Sie starb zu Paris an. 1728.
Mafta, ein Hertzogthum in Italien , welches der östlichetheil von der landschafft Luneqiana in Toscana ist , und nebstdem Fürstenthum Carrara einem Printzen aus dem Hause Clbozugehöret. Es ist ein Reichs-lehn , stehet aber unter Spani-schem schütze, liegt zwischen der Republick Lucca , und den ge-biethen von Zarzane und Pisa . Die Haupt-stadt heisset Mass«di Carrara , und liegt am flusse Frigido , nicht weil von demmeere. Dieses land ist eigentlich das fouveraine MarquisalMalespina, welches das geschlecht Malespina vormals beses-sen hat. Der letzte Hertzog von Massa und Fürst von Carrara,Alderanus, so an. 1690. gebohren worden, und seinem ver-storbenen bruder Alberico III. im nov an. 171z. succediret, starbden i8> august. an. 1731. Siehe auch Cibo, das geschlecht.
^JzassadiSorrcnto, lat. Massa Lubiensis, eine stadtimPrincipato citra, am Capo della Minerva, in Neapolis. Siehat den titul eines Fürstenlhums, und ein Bißkhum unter denErtz-Bischoff zu Sorrcnto gehörig.
VTictfict, lat. Massa Veternenfis , eine stadt in dem gebiethevon Siena , einer provintz von Toscanien. Sie liegt auf einem
Hügel,