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Bischofferwchlet wäre. Er starb im jähr 414 . und hatte Pro,
clum zum Nachfolger. Socrates, hist. ecclef. lib. VII. c. 34.seqq. Liberatus , in Breviario c. 7. Baromus , in annal. ad an.C. 4j 1. Philippus Cyprius , in chron. ecclef. Greecie. Baßtage ,hist. de l’Eglise. Doucin , hist. du Nestorianisnie.
Maximianus, ein Donatistifcher Bifchoffzu Carthago,lebtein dem IV. steculo. AIs er noch Diaconus war, konnte er sichmit seinem Btschoffe Primiano gar nicht vertragen , daher chndieser in den dann that, jener aber beschwerte sich über den Pri»mianum bey den andern Bischöffen , und beschuldigte ihn un,terschiedener laster. Dieser fache halber wurde zu Cebarsußi, nichtweit von Carthago , ein Concilium versammelt. Primianus,ob er gleich cittrt war, wollte doch nicht erscheinen, und als dieVätter des Synodi selbst nach Carthago kamen, wurden sie vonihm gar übel empfangen. Derowegen suspendirten sie ihn vonseinem amte» und setzten ihm eine gewisse zeit, binnen welcherer sich zum gehorsam bequemen sollte. Da diese versioffen, ver-sammelte sich zu Cebarsußi wiederum ein Loncilium , auf wel-chem über hundert Bisthöffe sich einfunden. Primianuü aberwollte auch vor dieses mal nicht erscheinen, dahero sie ihn ab-setzten , und Maximianum an seine stelle zum Bischoss verord-neten. Well nun Pnmianus nicht weichen wollte, und gleich-falls seine anhänger hatte, waren nicht allein zwey DonanstsscheBlschöffe zu Carthago, sondern es theilten sich auch die Donati-sten in zwey seeten, davon die eine die Prtmianisten, die andereaber die Maximianisten hiessen. Diese beyden steten haben ein-ander aufdas äusserste verfolget. Primianus hakte die Bischöffein Numidien und Mauritanien auf seiner feite, und versammeltezu Bagaya ein Loncilium von 310. Bischöffen , auf welchemMaxinuanuS mit den stiniqen verdammt wurde. So war auchdes Primtani anhang der gröste, und behielt endlich die ober-hand. Augußmus , in Psalmum XXXV 1 . & lib. 111 . contraCresconium. Baronius , in annal. ad an. Christi 394. Witßut ,de schismate Donatistarum miscellan. P. I. lib. IV. c. 4. §· G
* Maximilian Heinrich , Churfürst zu Cöln , ein söhn Al-berts, Hertzvgs in Bayern , war an. -621. gebohren, und er-hielt an. iü;o. nach seines vetters Ferdinands tvde das Ertz«Stift Cöln, wie auch die Blßthümmer Lüttich und Hildes heim . Im jähr iü53. gerielh er mit dem Churfürsten vonMayntz über das recht die Kayser zu erönen in streitigkeiten, diean. 1657. dahin verglichen wurde», daß der Churfürst vonCöln , so oft die erönung in seiner Dioeces geschähe, solche al-lem verrichten , auf den fall aber, da ein Kayser weder imManntzischen, noch in der Cölnischen Dioeces gecrönt wurde,. mit dem Churfürsten von Mayntz alterniren sollte. Im jähr1668. verfiel der Churfürst Maximilian Heinrich mit der stadtCöln in weitläustige irrungen, in welche sowol der König inFranckreich, der dem Churfürsten beyzustchen schien, als auchdie General - Staaten der vereinigten Niederlande, die sich derstadt annahmen, geflochten wurden. Nun ward zwar die sa,che an. 1672. durch einen vergleich, in welchem der stadt ihrefreyheiten vorbehalten blieben, beygelegt ; allein der Bischossvon Straßburg , Wilhclin Egon von Fürstenberg, der denChurfürsten vollkommen in seiner gemalt hatte» nahm daheranlas, diesen Herrn, der sonst von gantz friedfertigen Neigun-gen , und zwar dem Hause Oesterreich nicht zugethan, abermit dem Französischen Hofe noch viel übler zufrieden gewesenwar, von der freundschafft mit dem Kayserlichen Hofe und denGeneral - Staaten abzuziehen , und gantz aufFranzösische fei-te zu lencken, indem er ihm sehr verhaßt vorstellte , daß derKayser und die General - Staaten sich vor die stadt Cöln erklä-ret , und daß diese letzten die vestung Rheinbergen, so an.1633. dem Srift abgenommen worden, nicht wiedergebenwollten. Ob sich nun gleich die Staaten ihn auf alle weise zubefriedigen < und die vestung abzutreten erboten, so war esdem Churfürsten doch nun kein ernst mehr, sich mit ihnen zuvergleichen; indem er an. 1672. mit der Cron Franckreich ,welche der Republick den krieg ankündigte, eine alliantz ge-schlossen hatte, welcher zu folge er den Französischen völckernKayseröwerth, Neuö und Bonn einräumete, und ihnez, in sei-nen landen winter - quartiere verstattete. In diesem jähre ero-berte er Deventer , belagerte auch nebst dem Bischöffe vonMünster , Groningen ; aerieth aber, weil ihm die bclagerungso lange währete, und er seine mannschafft zurück ziehen woll-te , mit dem Bischöffe in imßyelligkeiten, welche verur,achten ,daß die belagerung endlich gar aufgehoben ward. Im jähr1673. muste der Churfürst, als Bonn von den Alliirten bela-gert ward, diese stadt verlassen , und sich nach Cöln begeben,allwv noch in diesem jähre friedens-handlungen vorgenommen,aber auch wegen der verhasstung des obgcdachten Bischoffs vonStraßburg , welcher sich als Churfürstlicher Gevollmächligteremqefunden hatte, bald zerrissen wurden. Indessen machteder Churfürst bald darauf mit den General - Staaten , welchedem Ertz, Stift Cöln die vestung Rheinbergen auf ewig abtra-ten , einen besondern frieden. Im jähr 1683. ward er zumBsschoffe von Münster erwehlt, konnte aber die Päpstliche bul-len darüber nicht erhalten, und verwaltete demnach die regie-rung dieses Stifts nur rn weltlichen dingen. Er starb an. -688.Man meldet lnsonderheit von ihm, daß er ein grosser liebhaberder Alchymie gewesen. Basiiage , annalcs wm. 11 . Wagner.hiltoria-Leopoldi. Burnet , hisloir. des dern. rerol. p. jo;.feq. Eünigs Reichs - Archiv, Part. spec.
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Maxim,I,an Wilhelm, Ihro Churfürstliche Durch!,von Braunjchweig - Luneburg, Ernst Augustens, dritter Printz,ward an. 1666. den 13. dec. gebohren. Er war ein Herr vonungemelner tapfer - und großmüthiqkeit, und leistete der Repu-bllck Venedig , unter dem titul eines Generals, in Morea schrersprießliche Dienste; wie er denn auch eine jährliche destallunqvon 6000. dncaten davor genossen. Im iahr 1692. nahm er dieRömisch - Catholische religion an, und trat zugleich in Kayser«liche Dienste; m welchen er als General - Feld - Marschall-Lleu-tenant verschiedenen feldzügen am Rhein und in Ungarn mitgrostem ruhn, beygewohnet; absonderlich auch in der delage,rungLandauimjahri?»-. sich ungemein hervor gethan, biser endlich m Wien an. 17-6. den 27. jul. als Kayserlicher Ge.neral zu pferde, sein leben beschlossen.
Maximtlianus l. einer der glorwürdigsten Teutschen Kay«ser, war em john Kaysers Fridenci des V. oder wie andere zeh.len> des 111. welchen ihm seine gemahlin Eleonora, KönigSEduard, in Portugall tochter, an. 1459. den 22. martii geboh«ren. In seinen kindlichen ,ahren hatte er eine so schwere aus,spräche, daß jederman in sorgen stunde, er würde gar nicht re-den lernen, indem er in dem 9. jähre seines alters noch keinWort vernehmlich vorbringen können. Gleichwol wurde er nachder zeit einer der beredtesten Printzen, der nicht nur seine mut.ter.sprache, sondern auch dle Lateinische, Italiänische und Fran.zosische sehr wohl geredet, die er aber, gleichwie absonderlich dieandern wissenschafften, mehr durch seine eigene geschicklicbkeit,als durch anfuhrung seiner lehrmeister erlernet; indem selbigemeistentheils besser schul - füchse abzugeben, als einen so grossenPrintzen zu unterrichten capabel waren. Er hakte kaum daSdritte jähr seiner alters erreichet, als er nebst seinem vatter,mut«ter und gesamten Hof - staat von den aufrühnschen bürgern znWien in der bürg belagert wurde, da denn dieser junge Printzmit der schlechten speise, die man ihm , an statt der vorigenkrammets. vögel, reichte, sehr übel zufrieden war, dadurchsich denn ein student aus Francken gebürtig, nahmens Cronber«ger, bewegen ließ, ihm mit gefahr seines lcbens allerhand geflü«gel zuzubringen. Nachdem er etwas erwachsen, zeigte er inallen begebenheiten, was man in künftiger zeit von seiner klug,heil und tapferkcit zu hoffen hätte. Eden hierdurch setzte er sichbey Hertzog Carln in Burgund in solche Hochachtung, daß ihmdieser an. 1471-Mariam, feine erb-tochter, zur gemahlm ver,sprach, wiewol das beylager erst nach des gedachten Hertzvgs tobean. 1477. vollzogen worden. Hierdurch nun kamen die hecrli.chen Burgundischcn lande, welche in der Grafschafft Buraundund den 17 . Niederländischen provintzen bestunden, an das Erb«
t aus Oesterreich . Merckwürdig war es, daß die braut demrtz - Hertzog Maximiliano 100000. fl. entgegen schickte, um da,mit sich und die scinigen etwas besser zu montiren, weil der vat-ter, Kayser Friedrich, nach seiner gewöhnlichen sparsamkeitauch hierin» ziemlich kärglich war. Franckreich, welchem ein sofetter bissen wider alles sein vermuthen entrissen worden, wolltemit den Waffen an sich bringen, was ihm in der güte versagtworden. Hierzu trug nicht wenig bey , daß die Stände vonFlandern , sonderlich die stadt Gent, in währender Minderjäh-rigkeit der Printzeßin Maria sich viel heraus genommen , und sogar den Hertzoglichen Cantzler, Hugonetto, wie auch den vonHombrecourt, weil sie ihnen nicht recht zu willen seyn wollten,grausamlich martern , und ihnen, aller fürbitte der Printzeßinungeachtet, die köpfe auf offenem marckt zu Gent abschlagenlassen. Der Ertz - Hertzog Maximilianus , welcher die ihm vonFranckreich abgerissene städte, Arras , Ryssel, Cambray, Tour«nay und andere nicht verschmertzen konnte, und noch darzu se-hen muste, daß diese herrschjuchtige Cron immer mehr und mehrum sich griffe, suchte gemalt mit gemalt zu vertreiben, und ließsich dannenhero mit dem gantzen Röm. Reich, wie auch mit denKönigen von Castilien und Aragonien in einen bund ein. Dochwurde hierauf an. 1478. ein stillstand mit diesen bedinanngengetroffen, daß Franckreich, was es bisher in der GrafschafftBurgund und im Hennegau eingenommen hätte, Maximilianorestituiren , im übrigen aber die provintzien in dem stände ver,bleiben sollte»,, in welchem sie sich damals befanden ; es sollteauch innerhalb jähr und tage ein völliger friede geschlossen wer,den. Allein Franckreich, welches dieses alles nur darum einge«gangen, damit die grosse alliantz wiederum getrennet werdenmöchte, zeigte gar schlechten ernst, die eroberte» Plätze abzutre,ten. Dahero kam es nach verlauf eines jahrs wiederum zu denWaffen, da denn die Franzosen in einem treffen bey dem fleckenGuenegaud oder Guinegat, so von 2. uhr nachmittags bis znabend um 8. uhr gewähret, völlig geschlagen worden. Sogiengen auch die fachen in den folgenden jähren, so lange dieHertzogin Maria lebte, ziemlich wohl vor den Ertz-Hertzog Ma,ximilian von statten; allein als diese an. 1482. den 28. martiiwegen eines falls vom pferde, den sie auf der rciger-beitz gethan,den geist aufgeben müssen, bekam die fache bald eine gantz ander»gestalt. Denn die Flanderischen Stände, welche ohne dem nie-mals dem Ertz - Hause recht gut gewesen, brachen nun öffentlichaus, und wollten durchaus Maximilianum von der Vormund,schasst der mit der Hertzogin Maria erzeugten kinder ausgeschlos,sen wissen. Sie waren auch so verwegen, daß sie die junge Prin-tzeßin Margarelham an den Dauphin, wider Maximiliani wil,len, verheuratheten, und ihr zur mitgäbe die Grafschafft ArtoiSnebst vielen andern städten bestimmten, welches Maximilian,weil er es damals nicht ändern konnte, geschehen lassen muste^
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