m c
land mit ihren raubereyen beunrnhlqten, mit solchem Nach-druck , daß er sie in kurtzem unterdrückte. Er wurde auch alsGeneral wider die Dänen gebraucht, welche den König Donal-dum unterdessen, da Mac Beth trouppen warb , schlugen.AIS sich nun Donald nach Perth retiriret hatte, ließ er sich mitden Dänen in friedens-iractaten ein, und tractirte sie daraufin ihrem lager sehr prächtig, ließ ihnen aber unter das geträncketwas mischen. Als sie nun dadurch so eingenommen worden,daß sie in einen tiefen schlaf gefallen, kam unterdessen Mac Bethunvermuthct in ihr lager , fand daselbst alles in einer weitgrösser» Unordnung und Unachtsamkeit, als er sich hatte ein-bilden können, und that daher eine grosse schlacht unter ihnen,so daß noch mit genauer noth etliche wenige, die nicht allzuvielgetruncken , nebst dem Könige, den sie in der grösten truncken-hcit hinweg trugen, entflohen, aber kaum so viel schiffleutheantrafen, als zu regierunq feines schisses erfordert wurden.Also verlohr er nicht allein feine armee, sondern auch seine flotte,welche in dem ausfluß der Tay versencket wurde, und hernachaeleqenheit zur fammlung des in selbiger gegend befindlichensandes gab, so den schiffern sehr gefährlich ist, und von dem ge-meinen volcke Drummilaw-Sands genennet wird. Nachdemnun Mac Beth durch dieses gute glück ziemlich aufgeblasen wor-den , und an des Königs schläfrigem gemüthe ein grosses miß-fallen geschöpft hatte, trachtete er selbst nach der Crone; wor-auf fein ehrgeitz und Hoffnung insonderheit auch durch einenträum verstärcket wurde, da ihm nemlich im schlaf;. weibervorgekommen, die eine mehr als menschliche gestalt gehabt,worunter ihn die erste Thane von Angus, die andere Thanevon Murray, und die dritte König von Schottland gegrüssethalte. Als er nun die erfüllung dieses traums nicht erwartenkonnte, stelleie er dem Könige nach dem leben, tödtete ihn indem 7. jähre seiner regierung, und massete sich also, nachdem erwußte, daß er des volcks gunst auf seiner feite hatte, des throns<m, worauf des Königs kinder die flucht ergriffen, um ihr lebenzu erretten. Nachgehends suchte sich Mac Beth des AdelSdurch grosse geschencke, und des gemeinen volcks durch beob-achtung der gerechtigkeit und billigkeit zu versichern in bestra-funq der diebischen Clans, zu welchem ende er mit fletß Unei-nigkeit unter ihnen anrichtete, und da sie einander auf einengewissen tag heraus gefordert, sie unvermuthet überfiel , dierädelsführer hinrichtete, und alft> hiedurch den übrigen ein schre-cken einjagte. Nach diesem fieng er an gute gesetze zu machen,und regierte 10. jähr lang so wohl, daß ihm keiner seiner vor-fahren leicht vorzuziehen. Allein nachdem er sich veste gesetzethatte, verwandelte er sich in einen treulosen und grausamentyrannen. Die erste probe davon ließ er an Banchv , der ihmin dem Königs-mord deygestanden, sehen, als welchen er töd-tete, nachdem er ihn bey sich zur abend-Mahlzeit behalten hatte.Dieses verdroß den übrigen Adel nicht wenig, so, daß sie hieraufselten nach Hofe kamen. Allein der König fuhr in seiner grau-samkeit weiter fort, ließ ihrer viel von den reichsten um ertich-leter Ursachen willen hinrichten, und unterhielt von ihrem ver-mögen eine compagnie boshafftiger leuthe zu seiner leib-garde.Weil er sich aber noch nicht vor sicher genug hielt, entschloß ersich, ein castell auf dem berge Dunsinan zu bauen, auf welchemer das land übersehen könnte, und befahl daher allen sogenann-ten Thanes des landes, ihre leuthe zuschicken, und auf ihrearbeit in eigener Person acht zu haben. Darauf schickte Mac-duff, Thane von Fife, ein grosser mann in Schottland , zwarseine leuthe, wollte aber sein leben dem Könige nicht anver-trauen , und gieng daher nicht selbst mit hin. Als er auch oer,nommen, daß sich der König einiger dräu-wvrte gegen ihn ver-lauten lassen, flöhe er in Engelland , fand daselbst Malcolm,des Königs Doualdi söhn, welcher an dem Englischen Hofesehr reputirlich tractiret wurde, und beredete ihn, daß er seinesvatters tod rächen , und sich der Cron wiederum bemächtigenmöchte. Der König Edward in Engelland stund zu solchemende dem Printzen mit 10000. mann bey, die Schotten aber setz-ten durchgehends von Mac Beth ab, welcher sodann die fluchtergriff, und sich in sein castell einschloß; wiewol einige vorge-ben , daß er von Malcolm an. 10,7. in dem 17. jähre seiner re-aiernng getödtet worden. Dieses ist der Malcolm, von wel-chem so viel fabelhaffte Historien. rrzehlet werden , daher mannoch bis jetzo viel comödien in Engel- und Schottland von ihmspielet, siehe Milcolumbus.
McDonald, oder NcDuald, ist der nähme einer vor-nehmen Hochländischen Clan oder familte in Schottland , derenvorfahren Könige der insul waren, und das Haupt von allensogenannten Clans seyn wollten. Sie machten öfters viel un-gelegenheiten, und thaten feindliche einfalle in das veste land,da sie denn manchmal den sieg behielten, bisweilen aber über.wunden wurden, und mit der regierung friede machten. Einervon denseldigen erregte unter Donaldi VII. regierung einen ge-fährlichen aufstand, schlug mit hülffe der Irrlander des Königsarmee, bekam desselben General Malcolm gefangen, und ent-hauptete ihn. Worauf odgemeldter Mac Beth , welcher Do-naldo VII. in der regierung succedirte, Mac Donald mit gros,ser Heftigkeit verfolgete, und ihn , nachdem er bis aufs Hauptgeschlagen war, aufdas nächste castell zu fliehen nöthigte, allwoer und die vornehmsten von seinem anhange sich aus Verzweife-lung selbst um das leben brachten , worauf Mac Beth dessel-ben köpf dem Könige zuschickte. Ein anderer dieses nahmensHistor. Ltxkm iv. Theil.
m C 1141
von Roß gebürtig, lebte zu des Königs Jacobi l. zeiten, welcherdas land plünderte und verheerete, und unter andern auch eingewiß weid beraubte, welche ihn bedrohet, daß sie es dem Kö-nige klagen wollte, worauf er sie wie ein pferd mit Hufeisen be,schlagen ließ, hernach ausspottete, und ihr befahl, daß sie nunhingehen, und es dem Könige klagen sollte, weil nunmehroihre fusse wider die rauhen und hölperichten wege genugsamverwahret wären. Allein, so bald als das weid konnte, giengsie würcklich hin, und berichtete dem Könige den gantzen Handel,welcher sodann, nachdem er den Mac Donald und seine came-raden gefangen bekommen, sie alle mit einander ausgleicheweise mit Hufeisen beschlagen, auf den straffen herum führen,und durch einen ausruffer, welcher vor ihnen hergieng, dieursach solcher strafe anzeigen, hernach aber an den landstrassengalgen bauen, und sie daran aufhencken ließ. Suchan. sieheDonald.
McDuff, der unter dem artickul Mc Beth gemeldte Tha-ne von Fife, wurde wegen seiner dem König Malcolm geleiste-ten treuen dienste, da er ihm seines vatters tod rächen, und dieCrone dem Mac Beth wieder abnehmen helffen, zum Grafenvon Fife ernennet, und war der erste, welcher in Schottland diesen titul führte. Über dieses wurden ihm auch noch dreybesondere privilegia mitgetheilet, nemlich , daß feine nach-kommen die ehre haben sollten, den König bey der crönungauf den Staats-stuhl zu fetzen; daß sie den vorder» theil derKöniglichen armee führen, und , woferne eine Stands-personunvorsichtiger weife von ihnen erschlagen würde, gegen einegeld-busse von 24. marck, wäre es aber ein gemeiner mensch,gegen die helft« abfolviret werden sollten; welches letztere aefetzso lange, als noch einer von diesem geschlechte übrig war, beob-achtet wurde. Nachdem einer von dieser familie von dem Kö-nige Baliol vor gericht beleidiaet worden , appellirte er vondemseldigen an den König in Engelland Edwardum I. als des-sen Obern, welchem derselbige kurtz zuvor seine Crone übergebenhatte, um sie von ihm zur lehen zu tragen, und dessen vajall zuseyn. Dieses verursachte, daß Baliol mit Engelland in einenstreit gerieth, worauf ein sehr schädlicher krieg entstund , dessenunter Baliols nahmen gedacht wird. Bucbcm.
Mc pherson, ist der nähme einer Schottischen Hochländi.schen Clan, so insgemein Clan Chatton genennet wird, undwegen ihres altrrthums und tapferkeit berühmt ist. Sie stam-men von den Cattis her, welche vor alters in den Teutschenprvvintzien, Hessen und Thüringen wohnten, und hernach vonden Hermunäuris und Römern unter des Kaysers Tiber» re«qicrung daraus vertrieben wurden. Nachdem nun selbige be-sagter Massen aus ihreni lande vertrieben waren, kamen sieweiter hinunter an den Rhein in Holland , allwo noch der ortCatwick ihren nahmen führet. Von dar kam eine colonie vonihnen in Schottland , landete in der nördlichen gegend desKönigreichs an, und wurde von dem damaligen Könige inSchottland freundlich aufgenommen, welcher ihnen dasjenigestück landes eingab , wo sie angelandet hatten, so hernachCaithneffe, t>. i. der Catten-winckel genennet wurde. AIs siesich nun allhier niedergelassen , leisteten sie den Schotten wi-der die Picken und andere feinde des vatterlandes grosse dienste,bis zu des Königs Alpini zeit, da das Haupt der Catten, s»wegen seiner sonderbaren klugheit und tapferkeit Gilly CattanMoir, d. i. der grosse, genennet wurde, Brudi, des Picti,scheu Königs schwester, geheurathet hatte, und hierauf nichtwußte, wie er sich gegen beyde Könige, die bald darauf miteinander zerfielen, verhalten sollte, endlich aber vor das besteansähe, die Neutralität zu erwehlen. Unter Kennetbi II. re-gierung , welcher gleichfalls mit den Picten krieg führte, wurdedieser Gilly Cattan Moir nebst andern Schottländifchen Stan-des - Personen aufgefordert, unter des Königs sahne kriegs.dienste zu leisten, welcher sich aber mit seinem hohen alter ent.schuldigte, jedoch zu dezeugung seiner treue, ungeachtet ermit dem Pictischen Könige in bündnis und freundschasst stund,einen von seinen söhnen nebst der helfte seiner Clan hinschickte,sich mit den Schotten zu vereinigen, welches nicht wenig zuder Picten unglück und Untergang beytrug, daß sie gäntzlichruiniret wurden. Nachdem nun die meisten von der Chatta«nischen Clan nebst ihrem tapfern Heerführer in der schlachtgeblieben waren, starb der alte mann vor kummer, woraufdie übrigen auf ihrer feinde anstiften, als freunde der Pictenverfolget, und aus Caithnesse vertrieben wurden, endlich abernoch mit vieler mühe eriaubnis erhielten, sich in Loqhaber nie-derzulassen , allwo sie noch wohnen. Der söhn des gedachtenalten Hauptmanns der Chattanischen Clan, welcher in demstreit wider die Picten blieb, wurde in ansehung seines vatters,als eines hochverdienten manns, zum Ritter - Marschall ge-macht , von welchem das vornehme geschlecht von Keith, soanjetzo die Groß-Graf-Marschallen-würbe von Schottland füh-ret , herstammen soll. Der vornehmste von denjenigen, welchesich in Loqhaber niedergelassen hatten, wurde bald darauf zumerblichen Landvogt derselbigen gegend gemacht, und diese gan«tze familie hatte einige 100. jähr hindurch von der Crone einebeständige cvmmißion die redellionen zu unterdrücken, krafftderen sie das geschlecht der Cummins, so eines der vornehmstenim Reiche war, ruinirten, aber sich hernach zur zeit deö Kö-nigs Bruce in eine höchst-schädliche rcbellion, so man nichtdämpfen konnte, mit verwickelten. Mutrach Mac Giüv Cb^«Ddddd lan,