Band 
Zweiter Theil.
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RezereL

unsere Leser in Stand sezen könne, beyde untereinander zu vergleichen. Es wird daraus dieFolge, unserer Einsicht nach, entstehen, daß einevollkommene Gleichheit nicht zu finden, und diegewöhnliche Meinung nicht anzunehmen.

Anm Daß ein Unterschied zwischen den Vorstellungendes Noeci und des Sabellii sey, hat schon EpiphaniasIiLres. I.X1I. §. i. jedoch unbestimmt bemerket.

§. X.

Die dritte Frage verdienet eine besondereAufmerksamkeit. Was lehrete Sabellius vonChristo? Ueberhaupt ist gewis, daß die altenin diesem Theil ihrer Polemik den Artikel vonChristo von dem Artikel von der Dreieinigkeitnicht abgesondert und dadurch der erstere in denSystemen der alten Kczer dunkel und ungewiswird. Es ist auch alsdenn kein anderer Weg;als aus dem, was von der Dreieinigkeit gelehretworden, eirrige Folgen zu ziehen und mit denAussprüchen der Kezer von Christo zu verglei-chen ; weil es gewis ist, daß auch in den Kezer-systemen beyde Artikel genau zusammen hängen.Man kan daher den algemeinen Saz als gewisansehen, daß Sabellius und seine Anhänger vonChristo nicht ^rechtgläubig gelehret. Insbeson-dere aber läßet sich alsdenn, wenn wir nach derPflicht eines Geschichtschreibers auf das, washistorisch erweislich ist, sehen wollen, die ganzeFrage »richt eher richtig beantworten; als wennwir vochero eine andere untersuchet haben, wel-che wir bis hieher verspüren müßen. Sie ist die-se: