Band 
Sechster Theil.
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90 Geschichte der Streitigkeiten

bracht werden können; es lieget uns aber wegendes Folgenden daran, folgende Anmerkungenbeyzufügen.

I. Theodoreti Betragen bey den nestoriarNischen Händeln sezen wir als bekannt voraus.Hier haben wir ihn als einen Mann anzusehen,der der morgenländischen Parthei beypflichtete,Den Frieden mit Cyrillo angenommen, alleinohne Nestorio deswegen das Analhema zusa-gen, oder von seinen gegen Cyrilli Anathema-tismen bekantgemachten Erinnerungen etwas zu-rukzunehmen. Vielmehr glaubte er, daß Cy-rillus sich beßer erkläret hätte.

Annr. i. S- den fünften Theil dieser Rererhisiorie S.67z. «. f.

Anm. 2. Das merkwürdigste ist wol, daß Theodoremsunter dem Nahmen der Apollinariste,,, diejenige Lehr-sare und AuSdrükc um diese Zeit öfentlich bestritte, wel-che er wenigstens ehemals Lyrillo zur Last gelegek. Die-ses ist von dem ebendaselbst S- 675. angezeigtem BuchEranistes sehr klar, von welchem wir unten mehr redenwerden-

II. Ob gleich der Friede nichts weniger, alsDahin gieng, daß die Morgenländer die Schlüs-se der ersten Kirchenversamlung zuEphesilS undCyrilli Anathematismen annehmen sollen, solehret doch das kaiserliche Gesez, daß man dieseszur Orthodoxie zu machen anfieng, und mansiehet sehr deutlich, daß der B. Diosknrus vonAlexandrien sehr geschäftig gewesen, alle diejeni-gen vor Neftorianer anzugeben, welche so dach-te!;, wie die Morgenländer.

III. Viel-