der monophysttischen Streitigkeiten. 825
theien vereiniget werden: man bestritte ja nichtden theologischen Werth der Lehrsaze, den manimmer voraussezte; sondern es solte nur dieäußerliche Kirchengemeinschaft zwischen zweygetrenneten Gemeinden hergestellet werden. Eswar aber auch nicht die Rede blos von bürger-licher Toleranz verschiedner Religionsverwan-den; sondern von wahrer Vereinigung abgeson-derter Haufen.
Dritte Unterabtheilung.
! Beurtheilung der monophysitischen
j Streitigkeiten, welche nach der Synode
von Chalcedon bis zur Vereinigungsformeldes K. Zeno geführet worden.
! §. XXXIX.
^ (Lo heftig auch in dieser Periode die Strei-tigkeit geführet worden, so finden wirdoch im Grund seh? wenig darüber zu beurthei-len, wenn wir sie auf ihrer dogmatischen Sei-te betrachten. Was wir oben davon gesagetHaben, kan sicher wiederholet werden: nur daßsich der Streit über die Lehre von der PersonChristi, wie er zwischen den Hauptpersonen be-handelt worden, immer mehr und mehr zurLogomachie neigete, welches wir so lange be-haupten, bis erwiesen worden, daß Aelurus,beide Peters, Mongus und ver Garber,oder die Münche in Palästina eine wahre Ver-mischung der beiden Naturen in Christo, oderFff 5 eine