6rr Geschichte der Streitigkeiten
Dritte Unterabrheilung.
Beurtheilung der Streitigkeit mit
Eutyche und seinen Freunden.
§. ex.
<7>iese Beurtheilung, welche wir nach unser»Grundsazm, nicht ganz übergehen kön-
nen , kann diejesmal kurz abgefaßet werden.Es ist einmal wenig Uneinigkeit unter denneuern Schriftstellern über den dogmatische»Theil, der hier in Betrachtung kommet. Dieallermeisten, welche hier eineLogomachie finden,reden nicht so wol von Eutyche, als von Mo-nophysicen und, was jenen naher angehet, ha-ben wir schon angezeiget. Hernach haben wiewirklich zu wenig Kantniö von den wahrenMeinungen des Emychis, als, daß wir, eswagen sollen, ein bestimmtes Urtheil zn fallen.Doch wollen wir mit aller Bescheidenheit auffolgende Fragen antworten. Die erste ist die-se. Ist zwischen Eutyche und seinen Freun-'Den eines, und seinen Gegnern andern Theilsein wahrer Widerspruch gewesen? Zwischenbeyden Theilen war allerdings ein wahrer Wi-derspruch, indem der eine Theil immer behau-ptete, daß der andere das bejahe, was er ver-neine, und verneine, was er bejahe. Offen-bar war dieses die Lage, daß EutycheS, Dioffkurus, und andere glaubten, ihre Gegner be-haupteten nicht blos eine Verschiedenheit; st"'
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