276 Geschichte der Streitigkeiten
vornehmsten Quellen sind nun des Leo Briefe,die denn hier wol verdienen, erst ausgezogen zuwerden; jedoch, daß wir, was wir aüs ihnenschon mitgetheilet und nicht zu unserm iezigenZwek dienet, weglaßen. Diese Briefe sind:
I. Der drey und vier und vierzigste (Qu.XXXIX. und XI^.) von Leo an den KaiserThcodosium, beyde enthalten die Bitte, die Sa-chen so zu laßen, wie sie vor dem Concilio gewe-sen , und denn durch eine größere algemeineVer-samlung in Italien sie beyzulegen.
Anm. i. tom. I. oper. p. 921. igg.
Anm. 2. Ob beyde Briefe wirklich verschieden, und wen«»Lieses ist, ob beyde acht sind, ist noch eine große Fra-ge, die uns wenig angehet, »veil sie in denen Sachen,die uns angehen, übereinstimmen. S.Ballerini allmo-nit. y. 29z. t'gg.
Anm. z. Das wichtigste ist, daß Leo i ) die Schlüße vonEphesus schlechthin verwirft: 2) nicht allein vor sich, son-dernauch im Namen der gesamten abendländischen Kirchen(vnines nokrsrum ysrtium ecclellae omnesgue lacercio-tes) bittet; Z) daß er ein Concilium in Italien verlan-get, den« die abendländischen Bifchöffe beiwohnen tonten.
Anm. 4. Nur der vier und vierzigste Brief hat eine An-zeige der Zeit. Die Handschriften sind zwar uneinig,wie Gueonell und Ballerini Noten erweisen; doch kom-men alle im Anfang des Gcrobers 449. überein.
II. Der fünf und vierzigste (Ou. XI.I.)von Leo an die Prinzeßm Pulcheriam. Istmit dem vorhergehenden von einerlei Inhalt, unddie Bure, den Kaiser zu bewegen, m Italieneine Kircheuversamlung zu halten.
Anm. x. 919. Mit den Dato ist es eben so beschaffen.
III. Der