278 Geschichte der StreitigkeitenAnm. x. 9Z7> Von eben diesem Dato.
VII. Der vier und fünfzigste (QU.XXIII.)von Leo an den Kaiser Theodosium. Einenachdenkliche Versicherung, unverändert beydernrcämschen Glaubenöformel zu bleiben, gehetvor der Bitte vorher, die gesuchte Kirchenver-samlung in Italien zu halten.
Anm. x. Dieses ist der Brief, von deßen streitigemDato §> XXXII. XVI. Anm. gnug gesaget worden.
VIII. Nun folget ein überaus merkwürdigerBriefwechsel zwischen den abendländischen undmorgenläudischen kaiserlichen Personen, den wirhier erzehlen müßen. Dahin gehören i. dasSchreiben des abendländischen Kaisers Valen-tiniani an den morgenläudischen Theodosium.Der Anfang ist: „da ich nach Rom gekommen,„um da Gott zu versöhnen, bin ich des folgen-„den Tags in die Hauptkirche des Apostel Pe-„tri gegangen, und daselbst, nach der heiligen„Nacht des Apostels so wol von dem Bischofzu„Rom, als von andern, aus verschiedenen Pro-vinzen bey ihm versamleten Bischöffen ersuchet„worden, an Euch zu schreiben." Denn folgenDie Klagen über die Streitigkeiten, große Em-pfehlungen der Orthodoxie und des Ansehens desrömischen Stuhls, die oben erwehnte Stelle vonFlaviani Adpellation und denn die Bitte, dochzu veranstalten, „daß der Bischof von Rom mit„den aus der ganzen Welt in Italien zu ver-„samlenden Biscköffen, die Sache von neuem un-tersuche und ein Urtheil spreche."
Anm. i.