S8S Geschichte der Streitigkeiten
xvm. Der neun und sechszigste (OU.I.H.)von B. Leo an den K. Theodosmm. Ueberdie Einsetzung und Ordination des Anatolii er-kläret sich Leo , daß er vorhero, ehe er mit ihmsich einlaße, von deßen Orthodoxie versichertseyn müße. Daher verlanget er, AnatoliUssolle die Schriften des Cyrilli und der erstenSynode zuEphesus wider Restorium, undseinen Brief an Flavianum wol überlegen, undein, diesen beistimmendesGlaubensbekäntnis,vorder ganzen Klerisei und Volk, durch eine unein-geschränkte Unterschrift ablegen, welches denndem apostolischen Stuhl und allen übrigen Bi-schdffen zuzuschiken sey. Noch wil er, Anato-lius sol erklären, dah er allen denjenigen die Kir-chengemeinschaft versagen werde, welche von derMenschwerdung Christi anders lehren, als alleKatholischen und sein Brief. Zu dem Ende habeer die Bischöffe Mundium undWerium, unddie beyden Aeltesten Basilium und Senato-rcm, nach Constantinopel geschikt. Wegen derübrigen Bischöffe aber müße das, von ihm undDer, deswegen zu Rom gehaltenen, Synodeverlangte algemeine Concilium in Italien gehal-ten werden.
Alm. x. ivsz. Unterzeichnet den 16. Jul. 450.
XlX. Der siebenzigste (OU.I.IV.) vonLeo an die Prinzeßin Pulcheriam. Ist mitdem vorhergehenden einerlei. Noch deutlicherverlangt er Anatolii Beitritt zu seinem Brief anFlavianum; und empfiehlet seine Gesanden,
und